Karpaltunnel

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Querschnitt durch das Handgelenk mit Karpaltunnel (grau). Im Karpaltunnel der Mittelarmnerv (gelb).

Der Karpaltunnel (Canalis carpi) ist ein Nerven-Muskeldurchgang an handflächenseitigen (palmaren) Seite auf Höhe des Handgelenks (Articulatio radiocarpalis). Er stellt einen durch Knochen und Bindegewebe gebildeten Tunnel dar. Seine Hinterwand bilden die Handwurzelknochen, vorn schließt ihn der vordere Anteil des Retinaculum flexorum. Durch den Karpaltunnel ziehen die neun Sehnen der Fingerbeugemuskeln sowie der Mittelarmnerv (Nervus medianus).

Eine Verengung des Karpaltunnels mit Druck auf den Mittelarmnerven bezeichnet man als Karpaltunnelsyndrom.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Michel Merle: Chirurgie der Hand: Rheuma, Arthrose, Nervenengpässe. Georg Thieme, Stuttgart 2009, ISBN 9783131481511, S. 391.