Karstsee

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Der Eichener See, ein temporärer (astatischer) Karstsee bei Schopfheim-Eichen in Baden-Württemberg

Karstseen entstehen durch den Einbruch unterirdischer Höhlen von besonders wasserlöslichen Gesteinen wie Kalk, Gips und Dolomit. Dieser Vorgang wird als Verkarstung bezeichnet. Sie können bis mehrere 100 Quadratkilometer groß werden. Ihr flacher Boden ist meist eine unlösliche Sedimentschicht, so dass sich Wasser staut und es zur Seebildung kommt. Manche Karstseen existieren nur zeitweise, aber nach Regenfällen regelmäßig wiederkehrend.

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karstseen findet man im Harzumland, (z. B. der Juessee und der Bauerngraben im „Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz“, ein episodischer Karstsee am Karstwanderweg), in Süddeutschland (z. B. der Eichener See), in Frankreich in der Region Quercy, in Estland der Tudre, in Slowenien (z. B. der Cerkniško jezero), in Irland die so genannten Turloughs (es gibt auch einen Turlough im Süden von Wales: Pant y Llyn oder Pantyllyn bei Builth Wells) und welche in den USA. Auch die Cenotes im Norden der mexikanischen Halbinsel Yucatán, die schon den Mayas bekannt waren, können zu den Karstseen gerechnet werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]