Kasel-Golzig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Kasel-Golzig führt kein Wappen
Kasel-Golzig
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kasel-Golzig hervorgehoben
51.93305555555613.69972222222256Koordinaten: 51° 56′ N, 13° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Dahme-Spreewald
Amt: Unterspreewald
Höhe: 56 m ü. NHN
Fläche: 34,35 km²
Einwohner: 673 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15938
Vorwahl: 035453
Kfz-Kennzeichen: LDS, KW, LC, LN
Gemeindeschlüssel: 12 0 61 244
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Hauptstraße 41
15938 Golßen
Bürgermeister: Fritz Mann (Freie WG)
Lage der Gemeinde Kasel-Golzig im Landkreis Dahme-Spreewald
Alt Zauche-Wußwerk Bersteland Bestensee Byhleguhre-Byhlen Drahnsdorf Eichwalde Golßen Groß Köris Halbe Heideblick Heidesee Jamlitz Kasel-Golzig Königs Wusterhausen Krausnick-Groß Wasserburg Lieberose Lübben Luckau Märkisch Buchholz Märkische Heide Mittenwalde Münchehofe Neu Zauche Rietzneuendorf-Staakow Schlepzig Schönefeld Schönwald Schulzendorf Schwerin Schwielochsee Spreewaldheide Steinreich Straupitz Teupitz Unterspreewald Wildau Zeuthen BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Kasel-Golzig (niedersorbisch Kózłow-Gólsk[2]) ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Die Gemeinde gehört zum Amt Unterspreewald.

Geografie[Bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu der Gemeinde gehören der Gemeindeteil Zauche und die Ortsteile Jetsch und Schiebsdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Kasel wurde 1346 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet entweder Ort, wo es Ziegen gibt oder leitet sich vom Personennamen Kosel ab[3].

Golzig wurde als Golcz 1396 erstmals urkundlich erwähnt. Der Name bedeutet Siedlung am Wald [4].

1926 schlossen sich Kasel und Golzig zur Gemeinde Kasel-Golzig zusammen.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Oktober 1962 wurde der Ort Zauche eingemeindet.[6] Die Gemeinden Jetsch und Schiebsdorf schlossen sich im Rahmen der Gemeindegebietsreform zum 31. Dezember 2002 der Gemeinde Kasel-Golzig an.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1933 393
1939 385
1946 609
1950 557
1964 593
1971 587
1981 541
1985 550
1989 541
Jahr Einwohner
1990 518
1991 503
1992 504
1993 486
1994 497
1995 490
1996 494
1997 489
1998 494
Jahr Einwohner
1999 501
2000 510
2001 477
2002 780
2003 776
2004 791
2005 779
2006 772
2007 779
Jahr Einwohner
2008 764
2009 746
2010 733
2011 748
2012 745
2013 685
2014 673

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[8][9], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Kasel-Golzig besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • Freie Wählergemeinschaft Kasel-Golzig 6 Sitze
  • Wählergruppe Jetsch 2 Sitze
  • Wählergruppe Schiebsdorf 2 Sitze
Schloss Casel um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Das Schloss heute

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Kasel-Golzig sowie in der Liste der Bodendenkmale in Kasel-Golzig stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Bauwerke[Bearbeiten]

Der klassizistische Schlosskomplex wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom Grundbesitzer Friedrich Carl Leopold Reichsgraf zu Solms-Baruth errichtet[11]. Heute ist der Komplex ungenutzt.

Die Kirche ist ein spätmittelalterlicher Findlingsbau [12]. Der Turm besitzt einen hölzernen Schaft und eine Haube. Kanzel und Altar der Kirche stammen aus dem 17. Jahrhundert.

Verkehr[Bearbeiten]

Motorisierung 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[13] 459 460 465 467 452 435 440
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 589 602 623 637 604 584 642

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kasel-Golzig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Ortsnamen Niederlausitz → Kasel / Kózłow → Golzig / Gólsk
  3. Märkische Oderzeitung, 23./24. Sept. 2006, S. 10
  4. Märkische Oderzeitung, 23./24. Sept. 2006, S. 10
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 39
  6. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 18–21
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  10. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  11. Märkische Oderzeitung, 23./24. Sept. 2006, S. 10
  12. Märkische Oderzeitung, 23./24. Sept. 2006, S. 10
  13. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3