Kasimovium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
System Subsystem Stufe ≈ Alter (mya)
höher höher höher jünger
Karbon Pennsylvanium Gzhelium 303,7–298,9
Kasimovium 307–303,7
Moskovium 315,2–307
Bashkirium 323,2–315,2
Mississippium Serpukhovium 330,9–323,2
Viséum 346,7–330,9
Tournaisium 358,9–346,7
tiefer tiefer tiefer älter

Das Kasimovium ist in der Erdgeschichte die dritte chronostratigraphische Stufe des Pennsylvaniums (Karbon). Die Stufe umfasst geochronologisch den Zeitraum von etwa 307 Millionen bis etwa 303,7 Millionen Jahren. Das Kasimovium folgt auf das Moskovium und wird vom Gzhelium, der untersten Stufe des Perm abgelöst.

Namensgebung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kasimovium ist nach der russischen Stadt Kassimow benannt. Dieses Zeitintervall wurde 1926 von Boris Danschin (1891–1941) vom oberen Teil der Moskovium-Stufe als “Teguliferina-Horizont” abgetrennt, später dann als Kasimov-Horizont benannt (Danschin, 1947; postum). Georgij I. Teodorovic (1949) benannte schließlich diesen Abschnitt als Kasimov-Stufe[1].

Definition und GSSP[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die untere Grenze des Kasimoviums liegt nahe der Basis der Obsoletes obsoletes-Protriticites pseudomontiparus-Fusulinen-Zone, oder dem Erstauftreten der Ammoniten-Gattung Parashumardites. Die Obergrenze liegt nahe dem Erstauftreten der Fusulinen-Gattungen Daixina, Jigulites und Rugosofusulina, oder dem Erstvorkommen der Conodonten-Art Streptognathodus zethu. Ein Referenzprofil (GSSP = Global Stratotype Section and Point) für die Basis des Kasimovium wurde bisher noch nicht festgelegt.

Untergliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kasimovium wird in drei Conodonten-Zonen untergliedert:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. M. Menning, A. S. Alekseev, B. I. Chuvashov, V. I. Davydov, F.-X. Devuyst, H. C. Forke, T. A. Grunt, L. Hance, P. H. Heckel, N. G. Izokh, Y.-G. Jin, P. J. Jones, G. V. Kotlyar, H. W. Kozur, T. I. Nemyrovska, J. W. Schneider, X.-D. Wang, K. Weddige, D. Weyer, and D. M. Work: Global time scale and regional stratigraphic reference scales of Central and West Europe, East Europe, Tethys, South China, and North America as used in the Devonian–Carboniferous–Permian Correlation Chart 2003 (DCP 2003) . Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, 240(1-2): 318-372, Amsterdam 2006

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Felix Gradstein, Jim Ogg, Jim & Alan Smith: A Geologic timescale. Cambridge University Press 2004, ISBN 9780521786737.
  • Hans Murawski & Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 10., neu bearb. u. erw. Aufl., 278 S., Enke Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-432-84100-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]