Kaspar Stangassinger

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Erinnerungstafel am Haus Rindermarkt 9 in Freising in dem Kaspar Stangassinger 1881–1884 lebte

Kaspar Stangassinger (auch Stanggassinger; * 12. Januar 1871 in Berchtesgaden; † 26. September 1899 in Gars am Inn) war Redemptoristenpater und Pädagoge. 1988 wurde er seliggesprochen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaspar Stangassinger war das zweite von sechzehn Kindern einer Bauernfamilie vom Unterkälberstein in Berchtesgaden. Sein Vater war auch geachteter Kommunalpolitiker und Steinbruchbesitzer.

Mit 10 Jahren kam er in Freising ans Gymnasium und Knabenseminar, da er bereits als Kind den Wunsch hatte, Priester zu werden. 1890 begann der Berchtesgadener im Freisinger Priesterseminar das Theologiestudium. Stangassinger fühlte sich schnell zum Ordensleben berufen. Ein Besuch bei den Redemptoristen weckte den Wunsch, Missionar zu werden. Er brach sein Studium ab und trat 1892, gegen den Willen seines Vaters, in Gars am Inn als Novize in die damals in Deutschland verbotene Redemptoristen-Kongregation ein. Am Dürrnberg bei Hallein vollendete er nach seinem Novizenjahr das Theologiestudium. 1895 empfing Stangassinger in Regensburg die Priesterweihe. Entgegen seinem eigentlichen Wunsch, selbst Missionar zu werden, wurde er bei deren Ausbildung eingesetzt. Er war Vizedirektor eines kleinen Seminars am Dürrnberg. Als die Redemptoristen, nach ihrer Wiederzulassung in Deutschland, im Jahr 1899 ein neues Seminar in Gars gründeten, wurde Pater Stangassinger dessen Direktor. Noch im selben Jahr starb er an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs.

Gedenktafel in Kirche am Dürrnberg, Hallein

1935 wurden das Seligsprechungsverfahren eingeleitet und seine sterblichen Überreste in die Seitenkapelle der Garser Kirche überführt. Am 24. April 1988 sprach ihn Papst Johannes Paul II. selig. Sein Gedenktag ist der 26. September.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der „Heilige der kleinen Leute“ galt als vorzüglicher Pädagoge. Sowohl als Lehrer wie auch als Seelsorger gab er der persönlichen Beziehung Vorzug gegenüber dem damals üblichen autoritären Stil.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]