Kassation (Archiv)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Geschredderte Unterlagen

Als Kassation (auch „Aktenausscheidung“) bezeichnet man im Archivwesen die Vernichtung von nicht als archivwürdig bewerteter Unterlagen. In Österreich spricht man von Skartierung. Werden in Behördenregistraturen Unterlagen eigenmächtig ohne Hinzuziehung des Archivs vernichtet, spricht man von „wilder Kassation“.

Eine „Kassationsordnung“ (auch „Kassationsrichtlinien“, „Musterlisten“, „Schriftgutkataloge“), aber auch ein Dokumentationsprofil können als Entscheidungsgrundlage dienen, welches Schriftgut in einem Archiv als archivwürdig bewertet werden soll. Die Kassationsordnung regelt, wie als archivwürdig definiertes Schriftgut von dem als nicht archivwürdig erachteten getrennt wird und wie letzteres ordnungsgemäß als Makulatur vernichtet werden muss. Man spricht dabei von „kassieren“ und „kassierbarem/kassablem“ Schriftgut.

Bei der Vernichtung muss der Datenschutz beachtet werden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]