Kasseler

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Kasseler Kotelett (rohes Lendenkotelett mit Filet)

Das Kasseler oder Kassler, in Österreich Selchkarree oder Geselchtes,[1] in der Schweiz geräuchertes Rippli, ist ein gepökeltes und leicht geräuchertes Schweinefleisch. Hergestellt wird Kasseler aus dem Rippenstück (Kasseler Rippenspeer, Kasseler Kotelett, Kasseler Lachsfleisch), dem Schweinenacken (Kasseler Kamm), der Schulter (Kasseler Blatt) und dem Bauch.

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kasseler Rücken mit Beilagen
Kasseler im Brotteig

Kasseler ist Bestandteil deftiger Eintöpfe, besonders in Verbindung mit Kohl, kann aber auch gebraten, gekocht oder im Ofen gebacken werden. Durch das vorhergehende Pökeln und Räuchern ist die Garzeit vergleichsweise kurz. Häufig wird es zusammen mit Steckrüben, Grünkohl, Sauerkraut oder Salzkartoffeln serviert. Auch wird es kalt als Aufschnitt verzehrt.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeblich ist Kasseler die Erfindung eines Berliner Fleischermeisters Cassel im 19. Jahrhundert.[2][3]

Die Herkunft des Kasseler aus Kassel in Hessen lässt sich nicht belegen, obwohl im 19. Jahrhundert in Berlin darauf verwiesen wurde.[4]

Eine weitere Theorie ist, dass der Begriff Kasseler von Kasserolle (französisch: Casserolle) abgeleitet wurde, also von einem flachen Topf aus der französischen Küche, in dem Fleisch geschmort wird und der möglicherweise mit den Hugenotten nach Berlin gekommen ist. Diesbezüglich waren zu Beginn des 18. Jahrhunderts etwa 20 Prozent der Berliner hugenottischer Abstammung.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Keim: Nordhessen und sein Kassler, in: Hessische Heimat, Jg. 65, Heft 2/3 2015, S. 48–53.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kassler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kasseler: Selchkarree – Kasseler (Memento vom 22. Dezember 2010 im Internet Archive)
  2. berlin-mitte.com: „Historie/Hunger und Durst“
  3. Kassler – ein Berliner Klassiker. In: Berliner Morgenpost, 5. Juni 2008
  4. Petra Foede: Wie Bismarck auf den Hering kam. Kulinarische Legenden, Verlag Kein & Aber, Zürich 2009, S. 127–130
  5. Warum Speisen so heißen. Kassler Ripperl.