Kastell Holzhausen

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Kastell Holzhausen
Limes ORL 6 (RLK)
Strecke (RLK) Obergermanischer Limes,
Strecke 2
(Lahn-Aar)/(Westliche Taunusstrecke)
Datierung (Belegung) Commodus bis Mitte 3. Jh.
Typ Kohortenkastell
Einheit Cohors II Treverorum
Größe 135 m × 105 m
Bauweise Stein
Erhaltungszustand sehr gut erhaltene Ruine
Ort Holzhausen an der Haide
Geographische Lage 50° 12′ 53,6″ N, 7° 56′ 51,8″ OKoordinaten: 50° 12′ 53,6″ N, 7° 56′ 51,8″ O
Höhe 495 m ü. NHN
Vorhergehend Kleinkastell Pfarrhofen
Anschließend Kleinkastell „Auf dem Dörsterberg“

Das Kastell Holzhausen war ein römisches Grenzkastell des Obergermanischen Limes, der seit 2005 den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes besitzt. Das frühere Kohortenkastell liegt heute als Bodendenkmal in den Wäldern von Holzhausen an der Haide (Verbandsgemeinde Nastätten), einer Ortsgemeinde im rheinland-pfälzischen Rhein-Lahn-Kreis. Es zählt zu den am besten erhaltenen Limeskastellen Deutschlands.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lageplan
Kastellgrundriss

In der heutigen Topographie befindet sich das Bodendenkmal nördlich der Bundesstraße 260, der so genannten „Bäderstraße Taunus“, zwischen Holzhausen an der Haide (Rheinland-Pfalz) und Laufenselden (Hessen) in einem weitläufigen Waldgebiet. Dort liegt es auf durchschnittlich 495 Höhenmetern am nordwestlichen Hang des Grauen Kopfs, des mit 543,4 m ü. NN zweithöchsten Berges im westlichen Hintertaunus.

Im Limesverlauf ist die Fortifikation von Holzhausen das südlichste und letzte Kastell auf dem Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Die Grenze zu Hessen verläuft in nur gut 120 m nordöstlicher Entfernung. Schon der nächstfolgende Wachturm (Wp 2/35) befindet sich auf hessischem Gebiet.

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dank ihrer abgeschiedenen Lage blieben die Ruinen des Kastells lange Zeit unberührt. Erst im Zusammenhang mit dem Bau der so genannten Bäderstraße zu Anfang des 19. Jahrhunderts kam es zu umfangreicheren Beschädigungen, da man sich die Kastellmauern als wohlfeilen Steinbruch für die Anlage der Chaussee zu Nutze machte. Eine erste ausführlichere Beschreibung des Kastellplatzes erschien 1859 in den Nassauischen Annalen.[1] Umfangreichere archäologische Untersuchungen erfolgten dann durch Karl August von Cohausen in den Jahren 1874 und 1882,[2] bevor schließlich von der Reichs-Limeskommission (RLK) unter Leitung des Streckenkommissars Ludwig Pallat zwischen 1897 und 1903 großflächige Ausgrabungen vorgenommen wurden. Die vorläufig letzten wissenschaftlichen Grabungen führte Karl Nass 1932 durch.[3]

Befunde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kastell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geländeprofile des Kastellgrundrisses
Apsidenförmiges Fahnenheiligtum der Principia

Das Kastell Holzhausen gehört zu den kleinsten Garnisonen des obergermanischen Limes. Mit seinen Maßen von 135,4 m mal 105,6 m bedeckte es eine Fläche von nur gut 1,4 Hektar. Mit seiner Prätorialfront war es – abweichend vom Standard – nicht zum im Nordwesten das Kastell in einem Abstand von 70 m bis 100 m passierenden Limes hin ausgerichtet, sondern nach Nordosten. Dieser Umstand mag den topographischen Gegebenheiten geschuldet sein, die am Hang des „Grauen Kopfs“ eine solche Ausrichtung erforderlich machten, wollte man denn ein zu starkes Geländegefälle innerhalb des Kastellareals vermeiden. Auch so ist der Höhenunterschied zwischen der Porta principalis dextra (rechtes Seitentor) und der Porta principalis sinistra (linkes Seitentor) mit mehr als neun Metern noch beträchtlich. Die Verlängerung der Via praetoria führte in etwa 350 m Entfernung zu einem Limesübergang.[4]

Die Wehrmauer besaß eine Stärke von 1,50 m, das Fundament war 90 cm eingetieft und 1,50 m bis 1,65 m breit. Sie war mit der am Ort vorkommenden Grauwacke an den Außenseiten in regelmäßiger, annähernd waagerecht verlaufender Mauerung ausgeführt, an der Innenseite waren die Steine weniger sorgfältig und unregelmäßiger unter Verwendung großer Mengen Kalkmörtels gesetzt. An der Außenseite war die Kastellmauer gelblich-weiß verputzt und mit unregelmäßig verlaufenden, roten Scheinfugen versehen. Vor der Mauer verlief ein Spitzgraben, der nur vor der zum Limes hin ausgerichteten Porta principalis sinistra aussetzte. Er hatte eine Breite von 5,50 m bis 6,00 m und erreichte eine Maximaltiefe von 2,00 m (neben der Porta decumana) bei durchschnittlich 1,40 m bis 1,60 m. Abgesetzt von der Mauer war der Graben durch eine Berme unterschiedlicher Breite, die zwischen 1,50 m und 2,00 m längs der Mauer und 1,00 m und 3,50 m an den Toren differierte. Auf der Lagerinnenseite erhob sich ein an seiner Basis 9,50 m bis 10,50 m breiter Erdwall, der den Wehrgang trug.

Die Umwehrung war an allen vier Seiten mit Toren versehen. Das Tor an der Prätorialfront war mit einer Breite von 8,40 m das größte. Es war als Doppeltor mit einem Mittelpfeiler ausgeführt. Über den vor diesem Tor nicht unterbrochenen Graben führte ausweislich der Ausgrabungsbefunde vermutlich eine Brücke. Die abgerundeten Ecken der Wehrmauer waren mit Türmen besetzt. In den Türmen befanden sich (in dreien nachweislich, in der Nordecke rekonstruiert) Einbauten, die als Konstruktionen für – möglicherweise drehbare – Geschützaufbauten angesprochen wurden.[5]

Von der Innenbebauung konnten hauptsächlich Teile der Principia (Stabsgebäude) freigelegt werden. Insbesondere im rückwärtigen Teil der Principia waren die Grundmauern des als Apsis ausgeführten, nicht unterkellerten Fahnenheiligtums (Sacellum oder Aedes) noch bis zu einem Meter im Aufgehenden erhalten. Von den rechts und links des Fahnenheiligtums liegenden Dienst- und Versammlungsräumen war zumindest einer (der nordwestlich gelegene) mit einem Hypokaustum versehen. Die weiteren Innenbauten waren vermutlich aus Holz- oder Fachwerk errichtet worden und konnten mit den grabungstechnischen Methoden zur Zeit der Reichs-Limeskommission nicht erfasst werden. Erst bei der 1932er Ausgrabung gelang es, noch drei weitere Gebäude im Nordwesten der Principia nachzuweisen, von denen eines als Mannschaftsbaracke interpretiert wurde.

Kastellbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thermen, Befundaufnahme 1882

Die Thermen konnten nordwestlich des Kastells, zwischen diesem und dem Limes lokalisiert werden, unweit der Quelle des Hasenbachs, der die Thermen vermutlich mit Wasser versorgte. Sie wurden 1882 durch Cohausen und später durch die Kommission untersucht, konnten aber in beiden Fällen aus Mangel an den notwendigen Geldmitteln nicht systematisch ausgegraben werden. Während von der RLK lediglich der Verlauf der zum Kastell weisenden Außenmauer untersucht wurde, hatte Cohausen zumindest einen Teil des Gebäudekomplexes näher untersuchen können. Die dabei festgestellte architektonische Form mit Apsiden sowie das hohe Fundaufkommen an Tegulae (Ziegeln) sprechen dafür, dass es sich bei diesem Teil des Gebäudes um das Caldarium (Warmbad) und das Tepidarium (Laubad) handeln könnte.

Vicus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenfalls aus finanziellen Gründen konnte auch der Vicus, die bei jeder größeren römischen Garnison anzutreffende Zivilsiedlung, weder während der 1882er Kampagne noch während der Reichsgrabungen eingehender untersucht werden. Immerhin gelang es, Spuren nichtmilitärischer Besiedlung vor der Porta praetoria, vor der Porta principalis dextra und vor der Porta decumana nachzuweisen. Die Geländeverformungen im Wald sprechen für weitere zu erwartende, aber bisher nicht ergrabene Befunde.

Datierung und Belegung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauinschrift[6] des linken Seitentores (Umzeichnung; Photographie siehe weiter unten)

Das Holzhausener Kastell wurde nach bisheriger Ansicht unter Commodus, vermutlich zeitgleich mit dem Kastell Niederbieber um die Jahre 185/190 errichtet. Die Münzfunde stützen diese Anfangsdatierung nicht, da ihr Anfangsmaximum erst um 220 n. Chr. liegt. Münzen des Septimius Severus sind stark unterrepräsentiert.[7] Spätester Datierungsansatz ist durch die Ehreninschrift für Kaiser Caracalla das Jahr 213 n. Chr.[8]

Belegt war es von der Cohors II Treverorum („2. Kohorte der Treverer“), einer Schwestereinheit der im Kastell Zugmantel stationierten Cohors I Treverorum, die durch zahlreiche Inschriften bezeugt ist. Im Laufe der Zeit nahm diese reine Infanterieeinheit verschiedene Beinamen an. Zu Anfang des dritten Jahrhunderts nannte sie sich nach dem regierenden Kaiser Caracalla Cohors II Antoniniana Treverorum[8][6], wechselte aber wenige Jahre später ihren Namen in Cohors II Severiana Treverorum. Auch dieser Name bezog sich auf den regierenden Princeps, diesmal auf Severus Alexander. Das Kastell bestand bis zur Aufgabe des Limes in den Jahren 259/260.

Limesverlauf zwischen dem Kastell Holzhausen und dem Kleinkastell Auf dem Dörsterberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar östlich des Kastells Holzhausen passiert der Limes die rheinland-pfälzisch-hessische Grenze. Der erste in dieser Richtung folgende Wachturm, Wp 2/35, befindet sich bereits auf hessischem Gebiet.

Etwas über einen Kilometer weit zieht der Limes noch in unregelmäßigem, sich an den topographischen Gegebenheiten orientierendem Verlauf in östliche Richtung, um dann im Bereich des Wachturms Wp 2/36 in großem Bogen nach Süden hin abzuschwenken. Den dort eingeschlagenen, südlichen Verlauf behält er bis zum Wp 2/39, bei dem er schließlich eine bis zum Kleinkastell auf dem Dörsterberg führende südöstliche Richtung einschlägt. Insgesamt fällt er auf diesem Wege um rund 50 Höhenmeter ab. Die Strecke führt im Wesentlichen durch dicht bewaldetes Gebiet, lediglich im Bereich des Wp 2/41 werden die landwirtschaftlich genutzten Flächen südwestlich des Ortes Laufenselden tangiert.

Spuren der Limesbauwerke zwischen dem Kastell Holzhausen und dem Kleinkastell auf dem Dörsterberg:
ORL[9] Name/Ort Beschreibung/Zustand
ORL 6 [10] Kastell Holzhausen siehe oben
Wp 2/35[11] „Östlich von Kastell Holzhausen“
Wp 2/35
Wahrnehmbare Turmstelle[12] in nur 525 Meter Entfernung von der Porta praetoria des Holzhausener Kastells. Die schon von Cohausen beschriebene[13] Stelle bestand aus einem annähernd quadratischen Steinturm von 4,40 bis 4,50 Metern Seitenlänge. Der Limesgraben, der den Turm in knapp 18 m nördlicher Entfernung passierte, war an dieser Stelle nicht unterbrochen. Die Palisade war einmal versetzt worden, um Platz für einen mit einer Steinstickung befestigten Weg zu schaffen. Spuren eines Holzturms wurden nicht festgestellt.
Wp 2/36 „In Schlag 44 des Laufenselder Waldes“ Die wahrnehmbare Turmstelle[14] wurde 1896 von Ludwig Pallat entdeckt. Es konnte nur ein Steinturm festgestellt werden, Spuren von vorausgegangenen Holzbeiwerken wurden nicht ermittelt. Der Turm besaß einen quadratischen Grundriss von 4,80 Meter Seitenlänge und war zum Limes hin ausgerichtet, der in 16,20 Metern Entfernung nordöstlich vorbeilief.
Wp 2/37 „In Schlag 40 des Laufenselder Waldes“
Wp 2/36 bis 2/37
Wp 2/37
Die noch sichtbare Turmstelle[15] wurde 1896 von Ludwig Pallat entdeckt und 1898 von Hans Lehner archäologisch untersucht. Die Stelle, an der nur ein Steinturm nachgewiesen wurde, befindet sich an einem nach Osten hin geneigten Abhang.

Der Steinturm besaß mit den Seitenverhältnissen von 4,15/4,21 zu 4,12/4,20 Meter einen annähernd quadratischen Grundriss. Die Stärke der Mauern betrug nur 0,60 bis 0,65 Meter. In den vier Ecken befanden sich große Pfostenlöcher, die teilweise tiefer gründeten als die Fundamentunterkante. Der Turm war nach Osten, zum Limes hin ausgerichtet. Die Entfernung zwischen Turm und Limespalisade belief sich auf rund 31 Meter.

Wp 2/38 „Am Nastätter Weg“
Wp 2/38
Die durch gehäuft vorkommende Bruchsteine noch gut zu identifizierende Turmstelle[16] wurde 1896 von Ludwig Pallat aufgefunden und untersucht. Schon zu Pallats Zeiten waren die Relikte des Turms durch den Ausbruch von Steinen stark zerstört, so dass keine genauen Maße vorliegen.

Der Turm befand sich in etwa 25 Meter Entfernung von der Palisade des Limes, die ihn östlich passierte und rund 80 m nördlich eines sich in seinem Anfang nach Süden und Südosten und danach Richtung Osten hin erstreckenden Tals. Vermutlich bestand die Aufgabe der Wachturmbesatzung in der Überwachung dieses Tales, das sich über den Limes hinweg weit in den nicht römisch besetzten Teil Germaniens zog.

Wp 2/39 „In Schlag 36 des Laufenselder Waldes“
Wp 2/39
Sichtbare Turmstelle[17] eines Steinturms, der 1896 von Ludwig Pallat entdeckt und erforscht worden ist. Zu dieser Zeit war das aufgehende Mauerwerk noch bis zu einem Meter Höhe erhalten.

Der Steinturm besaß einen quadratischen Grundriss von 4,90 Metern Seitenlänge, seine Mauerstärke betrug annähernd 0,80 Meter. Er befand sich an einem in östliche Richtung leicht abfallenden Hang und war zum Limes hin ausgerichtet, dessen Palisade den Turm in 50,50 Meter Entfernung ostnordöstlich passierte.

Wp 2/40 „Am Gronauer Weg“
Wp 2/40
Noch sichtbare Turmstelle[18] eines steinernen Wachturms, der 1896 und 1897 von Ludwig Pallat untersucht worden ist.

Der Steinturm lag etwa 25 m südsüdwestlich von der Limespalisade entfernt. Die Größe des Turms und die Abmessungen des Mauerwerks konnten nicht mehr ermittelt werden.

Wp 2/41 „Am Schönauer Weg“
Wp 2/41
Nicht mehr sichtbare Turmstelle[19] eines Steinturms, der 1897 von Pallat entdeckt, aber nur an der Nordwest-Ecke untersucht worden ist. Seine Abmessungen sowie die Maße des Mauerwerks sind daher nicht bekannt.

Der Turm befand sich an einer exponierten Stelle, von der aus weite Teile der Umgebung eingesehen werden konnten. Die Entfernung zu der in nordnordöstlicher Richtung vorbeiziehenden Limespalisade betrug rund 20 m.

Wp 2/42 „In der Fuchshohl“ Noch sichtbare, 1897 von Pallat untersuchte Turmstelle[20] eines Steinturms. Die Entfernung zur im NNO passierenden Limespalisade betrug 13 Meter. Der Turm diente vermutlich – zusammen mit dem auf der gegenüberliegenden Talseite befindlichen Kleinkastell Dörsterberg – der Überwachung des in nordsüdlicher Richtung verlaufenden Dörsbachtales.
KK[21] Auf dem Dörsterberg siehe Hauptartikel Kleinkastell auf dem Dörsterberg

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des Kastells existiert ein Vorkommen des Kleinen Immergrüns. Es kann, wie bei zahlreichen anderen römischen Kastellbauten auch, auf eine römerzeitliche Anpflanzung zurückgeführt werden.[22]

Denkmalschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kastell Holzhausen und die erwähnten Bodendenkmale sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind die Anlagen Kulturdenkmale nach dem Denkmalschutz- und -pflegegesetz (DSchG)[23] des Landes Rheinland-Pfalz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage, Mann, Berlin 2000, ISBN 3-7861-2347-0, S. 112 ff.
  • Dietwulf Baatz: Limes. Westliche Taunusstrecke (Rheingau-Taunus-Kreis). Strecke 2, Wp 35-55 und Strecke 3. Wp 1-35. In: Dietwulf Baatz und Fritz-Rudolf Herrmann: Die Römer in Hessen. Lizenzausgabe der Auflage von 1982, Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-58-9, S. 375 ff.
  • Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches. Abteilung A, Band 1: Die Strecken 1 und 2 (1936), S. 71ff. und Tafel 10, Abb. 2 bis 6
  • Cliff Alexander Jost: Der römische Limes in Rheinland-Pfalz. Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Koblenz 2003, ISBN 3-929645-07-6, (= Archäologie an Mittelrhein und Mosel 14), S. 202 ff.
  • Margot Klee: Der römische Limes in Hessen. Geschichte und Schauplätze des UNESCO-Welterbes. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2232-0, S. 67–73
  • Margot Klee: Holzhausen a.d.H. Kohortenkastell. In: Heinz Cüppers: Die Römer in Rheinland-Pfalz. Lizenzausgabe, Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-60-0, S. 392 ff.
  • Margot Klee: Der Limes zwischen Rhein und Main. Vom Beginn des obergermanischen Limes bei Rheinbrohl bis zum Main bei Grosskrotzenburg. Theiss, Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0276-1, S. 59 ff.
  • Ferdinand Kutsch: Zur Geschichte des Limes bei Kastell Holzhausen. In: Nassauische Annalen 54, 1934.
  • Ludwig Pallat in der Reihe Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches (Hrsg. Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey): Abteilung B, Band 1, Kastell Nr. 6: Das Kastell Holzhausen (1904)
  • Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Mann, Berlin 1976. ISBN 3-7861-1070-0 (= Limesforschungen 16).
  • Marcus Reuter: Cohortes Treverorum am Taunuslimes? Zur Besatzung der Kastell Zugmantel und Holzhausen. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, (= Beiträge zum Welterbe Limes 3), S. 83–91

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kastell Holzhausen auf der Webpräsenz des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland Pfalz
  • Kastell Holzhausen auf der Webpräsenz der Deutschen Limeskommission

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. D.W. Wagner: Das Pfahlgraben-Kastell bei Holzhausen. In: Nassauische Annalen 6 (1859/60), S. 203–210.
  2. Karl August von Cohausen: Der römische Grenzwall in Deutschland. Militärische und technische Beschreibung desselben. Kreidel, Wiesbaden 1884, S. 200 ff.
  3. Karl Nass: Kastell Holzhausen. (Grabung vom 15. Juli bis 30. Nov. 1932). In: Nassauische Annalen 54, 1934, S. 233–269.
  4. Während die Reichs-Limeskommission die topographischen Gegebenheiten als Grund für die Ausrichtung des Kastells annahm, sieht Baatz, Römer in Hessen, a. a. O. S. 359, den Limesübergang als ursächlich an.
  5. Pallat, ORL B, a. a. O., S. 20 und Klee, 2002, a. a. O., S. 393.
  6. a b c [Imp(eratori)] Caes(ari) M(arco) A(urelo) A[ntonino pio] f[el]lici [Parth(ico)] max(imo) Brit(annico) ma[x(imo) Ger(manico) max(imo) p]on(tifici) m[ax(imo)] trib(unicia) pot(estate) XVI imp(eratori) III co[(n)s(uli) IIII p(atri) p(atriae)] invictissimo Aug(usto) c[oh(ors) II A]nton[in]iana Tre(verorum) d[evo]ta ac dicat[a m]a(i)[esta]ti eius = „Dem Imperator Caesar Marcus Aurelius Antoninus Pius, dem Glücklichen, dem größten Sieger über Parther, Briten und Germanen, dem höchsten Priester, im 16. Jahr seiner tribunizischen Gewalt, nachdem er dreimal zum Imperator ausgerufen worden und viermal zum Konsul ernannt worden war, dem Vater des Vaterlandes, dem unbesiegbarsten Augustus von der 2. Trevererkohorte, die seiner Majestät tief ergeben ist“.
  7. Klaus Kortüm: Zur Datierung der römischen Militäranlagen im obergermanisch-raetischen Limesgebiet. In: Saalburg-Jahrbuch 49, 1998. Zabern, Mainz 1998, S. 36 f.
  8. a b CIL 13, 07617.
  9. ORL = Nummerierung der Limesbauwerke gemäß der Publikation der Reichs-Limeskommission zum Obergermanisch-Rätischen-Limes
  10. ORL XY = fortlaufende Nummerierung der Kastelle des ORL.
  11. Wp = Wachposten, Wachturm. Die Ziffer vor dem Schrägstrich bezeichnet den Limesabschnitt, die Ziffer hinter dem Schrägstrich in fortlaufender Nummerierung den jeweiligen Wachturm.
  12. Wp 2/35 bei 50° 12′ 57,18″ N, 7° 57′ 19,83″ O. Quelle: Eintrag zu Limeswachturm Wp 2/35 bei Heidenrod-Laufenselden in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland, abgerufen am 18. Juli 2017.
  13. Karl August von Cohausen: Der römische Grenzwall in Deutschland. Militärische und technische Beschreibung desselben. Kreidel, Wiesbaden 1884, S. 198.
  14. Wp 2/36 bei 50° 12′ 53,39″ N, 7° 57′ 53,83″ O.
  15. Wp 2/37 bei 50° 12′ 45,9″ N, 7° 57′ 59,04″ O.
  16. Wp 2/38 bei 50° 12′ 34,37″ N, 7° 58′ 2,16″ O.
  17. Wp 2/39 bei 50° 12′ 22,58″ N, 7° 58′ 4,44″ O.
  18. Wp 2/40 bei 50° 12′ 12,26″ N, 7° 58′ 23,87″ O.
  19. Wp 2/41 bei 50° 12′ 5,9″ N, 7° 58′ 50,73″ O.
  20. Wp 2/42 bei 50° 11′ 55,68″ N, 7° 59′ 22,26″ O.
  21. KK = nicht nummeriertes Klein-Kastell
  22. Christian Stolz (2013): Archäologische Zeigerpflanzen: Fallbeispiele aus dem Taunus und dem nördlichen Schleswig-Holstein. Plants as indicators for archaeological find sites: Case studies from the Taunus Mts. and from the northern part of Schleswig-Holstein (Germany). – Schriften des Arbeitskreises Landes- und Volkskunde 11: 1-30
  23. DschG bzw. DSchPflG RP