Kastron Mefaa

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Kastron Mefaa
Alternativname Mefa, Mefaath, Mofath
Limes Limes Arabiae et Palaestinae
Abschnitt Limes Arabicus
(rückwärtige Limeslinie)
Datierung (Belegung) frühestens 2. H. 3. Jh.;[1]
wahrscheinlicher um 300 n. Chr.[2] bis ins 5. Jhr.[3]
Typ Kavalleriekastell
Einheit Equites promoti indigenae
Größe 158 m × 139 m (= 2,2 ha)[2][4]
Bauweise Stein
Erhaltungszustand teils sehr gut erhaltene Umwehrung, aufgrund fehlender Grabungen und späterer großflächiger Überbauung ist die Aufteilung im Kastellinneren weitgehend unbekannt
Ort Umm er-Rasas
Geographische Lage 31° 29′ 58,5″ N, 35° 55′ 11,6″ O
Höhe 768 m
Vorhergehend Khirbat az-Zuna
(vordere Limeslinie) (nordnordöstlich)
Anschließend Qasr el-ʿAl
(rückwärtige Limeslinie) (südöstlich)
Vorgelagert Qasr eth-Thuraiya
(vordere Limeslinie) (südöstlich)

Das Kastron Mefaa, mittelgriechisch Κάστρον Μεφαα, arabisch كاسرتون ميفعة, das auch als Mefa und Mefaath bekannt wurde, ist ein spätrömisches und frühbyzantinisches Militärlager, in dem eine Kavallerieeinheit der Grenzschutztruppen stationiert war. Die rechteckige Fortifikation befindet sich im westlichen ariden Randbereich der jordanischen Wüste und wurde als Teil des spätantiken Limes Arabicus in vorderster Linie errichtet. Das Kastell hat sich in einem teilweise bemerkenswert guten Zustand erhalten und liegt 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Amman, 30 Kilometer südöstlich von Madaba und nördlich des Wadi Mudschib[5] bei Umm er-Rasas, einer kleinen Ortschaft im gleichnamigen Kreis, der zum Gouvernement Amman in Jordanien gehört. Der Wehrbau ist Teil der 2004 zum jordanischen UNESCO-Weltkulturerbe ernannten „Archäologischen Stätte Umm er-Rasas – Kastron Mefaa“.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geologisch wird das Gebiet von marinen Sedimenten des Maastrichtium der Oberkreide geprägt. Es sind insbesondere zwei stratigraphische Schichten, die nahe der Oberfläche vorkommen. Zum einen ist das die bis zu 18 Meter starke obere Al-Qatrana-Phosphorit-Stufe, die abwechselnd aus dünnen Schichten von Mergeln, mikrokristallinem Kalk- und Hornstein sowie stärkeren Bänken aus phosphathaltigem Hornstein besteht, zum anderen die Bahiya-Coquina-Stufe, deren Stärke 30 bis 40 Meter erreichen kann und aus mächtigen Kalksteinbänken im Wechsel mit dünnen Mergelschichten zusammengesetzt ist. Der aus diesen Schichten gewonnene Kalkstein wurde insbesondere von Austern und Gastropoden gebildet und liefert ausgezeichnetes Baumaterial.

Die Befestigung des Limes Arabicus in diesem Gebiet begann mit der Annexion des Nabatäerreiches während der Regierungszeit des Kaisers Trajan (98–117) im Jahr 106 n. Chr.[6] Zur Sicherung der neugewonnenen Gebiete ließ der Kaiser zwischen 107 und 114 n. Chr. mit der Via Traiana Nova eine von Süden nach Norden verlaufende Militärstraße entlang des Limes errichten, die von der Hafenstadt Aila (Akaba) am Roten Meer bis zum Legionslager Bostra im heutigen Syrien reichte. Die dort stationierte Legio III Cyrenaica zeichnete für den Bau der Straße verantwortlich.[7] Die römische Armee war über die Jahrhunderte immer wieder gezwungen, die Grenzbefestigungen weiter auszubauen. Mit den Reformen Kaiser Diokletians (284–305) und der wachsenden Bedrohung durch die Sassaniden erreichten diese Bemühungen einen Höhepunkt. Das Kastell Mefaa lag an einem der Via Traiana Nova vorgelagerten Straßenabschnitt. Dieser schloss archäologisch nachweisbar im Norden bei Amman wieder an die Via Traiana Nova an. Mit dem nächstgelegenen südlichen Kastell Qasr eth-Thuraiya[8] war Mefaa über eine gepflasterte Straße verbunden.[9] Diese Trasse führte anschließend weiter zum Praetorium Mobeni.[10] Der weitere Verlauf ist noch spekulativ. Doch kann auch hier über das Legionslager Betthorus[11] hinaus mit einer Verbindung zur Via Traiana Nova gerechnet werden.[12] Die byzantinische Ruinenstadt von Umm er-Rasas, die sich über drei Hektar erstreckt, befindet sich auf einem aus Kalkstein aufgebauten Hochplateau und ist in einem Umkreis von mindestens 20 Kilometern deutlich sichtbar.[5]

Forschungsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Konzentration der franziskanischen archäologischen Forschungen auf die zumeist nachkastellzeitlichen christlichen Bauten ist die Erforschung des Reitergarnison etwas in den Hintergrund geraten, zumal dessen Innenbebauung durch die spätbyzantinische zivile Umnutzung in größtem Maße verändert wurde.

Die Wüstung von Umm er-Rasas wurde bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert von europäischen Reisenden besucht. Im Jahr 1807 hatte der deutschen Reisende und Orientalist Ulrich Jasper Seetzen (1767–1811) von seinem Beduinenführer eine phantastisch ausgeschmückte Geschichte über eine bemerkenswerte Stadt gehört, als er ihn nach Ruinen in der Gegend fragte: „Die merkwürdigsten, sagte er, sind die von Ümm el Örszâs (Bleymutter). Diese vormalige Stadt … hat nur ein Thor, welches aber schöner seyn soll, als das von Dscherrásch. Er versicherte mir, diese ganze Stadt habe sich noch so gut erhalten, dass man noch alle Gassen, Häuser und Tempel sehen könne. Das Merkwürdigste dieses Orts sey die Stadtmauer, welche aus grossen schwarzen Quadersteinen bestehe, welche statt des Mörtels dünne Lagen von Bley zwischen sich hätte. … Ümm el Örszâs steht weit und breit umher wegen seiner vermeintlichen unterirdischen Schätze im grössten Ruf …“ Als Seetzen anschließend diesen wundersamen Ort besuchen wollte, machte man ihm Schwierigkeiten, und er unterließ die Reise.[13]

Von diesen Geschichten ließen sich nachfolgende Orientreisende inspirieren. Im Frühling des Jahres 1816 besuchte der britische Forschungsreisende und Schriftsteller James Silk Buckingham (1786–1855) Umm er-Rasas. Er unterschied verschiedene Baureste, darunter auch Kirchenruinen, denen er ein gewisses Alter zusprach. Für ihn war die Kastellmauer, die er als solche jedoch nicht erkannte, das bedeutendste und älteste Objekt der Ruinenstadt: „Das Ganze scheint einst von einer starken Mauer umschlossen gewesen zu sein, von der ein großer Teil auf der Südseite noch vollständig erhalten ist und deren Fundamente auf festem Gestein gegründet wurden - und dies schien mir der älteste Teil zu sein.“[14] Wenig später, 1818, kamen im Rahmen einer Studienreise die britischen Marineoffiziere Charles Leonard Irby (1789–1845) und James Mangles (1786–1867) nach Umm er-Rasas. Beide waren jedoch enttäuscht und desillusioniert von dem, was sie sahen, denn eine spektakuläre antike Ruinenstadt gab es nicht zu sehen.[5] Ohne es zu wissen, erwähnten auch sie die Umwehrung des Kastells. Sie schrieben über ihrer Ankunft in Umm er-Rasas am 11. Juni 1818: „Um 3 Uhr erreichten wir Oom-i-Rasass (Mutter der Steine). Wir fanden eine sehr umfangreiche und offensichtlich christliche Ruinenstätte; es gab Reste einer Steinmauer von der die ganze Stadt umschloss war, das Kreuzzeichen ist oft zu sehen, aber es gab keine architektonischen Monumente, die einer Erwähnung wert gewesen wären.“ Stattdessen wurde ein Mitreisender von einem Beduinen beraubt.[15]

Jahrzehnte später, im Mai 1870, war der britische Orientalist Edward Henry Palmer (1840–1882) in der Ruinenstätte. Er erkannte, dass hier in christlicher Zeit eine Stadt von beträchtlicher Bedeutung existiert hatte.[16][17] Ihm folgte 1872 der britische Geistliche und Forschungsreisende Henry Baker Tristram (1822–1906), der Umm er-Rasas als eine solide gebaute Stadt erkannte, die wesentlich vollkommener war als alles, was er bisher gesehen hatte.[18] 1896 beschrieb der französische Assumptionist und Byzantinist Siméon Vailhé (1873–1960) wieder die massiven Wehrmauern und äußerte als erster den Verdacht, dass diese zu einem römischen Kastell gehört haben könnten.[3] Im Jahr darauf, 1897, widersprach der französische Orientalist und Archäologe Charles Clermont-Ganneau (1846–1923) dem Volksglauben, der den Namen Umm er-Rasas mit Blei in Verbindung gebracht hatte. Er schlug die heute übliche, weiter unten behandelte Toponomastik vor.

Die im April 1897 von Nordosten aufgenommene Ostfront des Kavalleriekastells bis zu ihrem südlichen Ende

Die wichtigste, wenn auch lediglich schematisierte Bauaufnahme des 19. Jahrhunderts ist, wie an vielen Plätzen in Transjordanien, dem österreichischen Althistoriker Alfred von Domaszewski (1856–1927) und dem deutsch-amerikanischen Philologen Rudolf Ernst Brünnow (1858–1917) zu verdanken, die den römischen Limes und viele weitere antiken Stätten der einstigen Provinz Arabia untersuchten. Im April 1897 trafen sie mit ihrer Expedition in Umm er-Rasas ein, nahmen sich aber, was selten vorkam, nicht genügend Zeit, um die Wehrmauer eingehender zu dokumentieren. Sie sahen deren Ruine auch nicht als Überrest eines römischen Militärlagers an und konnten sich nicht dafür entscheiden, im Inneren der Umwehrung eine Stadt zu erkennen, vielmehr nannten sie den Gesamtkomplex „Hauptruine“.[19] Zur Wehrmauer schrieben beide: „Diese Umfassungsmauer ist aus schlechten Bruchsteinen roh und ohne Mörtel zusammengefügt, so daß trotz der schwach vorspringenden Türme von einer ernstlichen Verteidigung des Platzes nicht die Rede sein kann.“ Als Interpretation für die ursprüngliche Nutzung der „Hauptruine“ nahmen sie eine byzantinische Karawanserei an.[20]

Der nächste wichtige Besucher war der Biblische Archäologe Nelson Glueck (1900–1971), der am 5. Juni 1933 wie an vielen anderen Plätzen eine kleine Feldbegehung vornahm, um datierbare Keramikscherben zu sammeln. Der konnte anschließend nabatäische, byzantinische und arabisch-islamische Fragmente bestimmen.[21]

Die anschließenden Forschungen, die hauptsächlich von Christlichen Archäologen des Studium Biblicum Franciscanum in Jerusalem getragen wurden, brachten für die nachkastellzeitliche Geschichte des Ortes weltweit einzigartige Funde und Befunde der byzantinischen Zeit ans Licht, die jedoch wenig mit der hier behandelten Kastellgeschichte zu tun haben.

Den wichtigsten Anteil an den bisherigen Forschungen zum eigentlichen Kastell haben die schweizerischen Mittelalterarchäologen Jacques Bujard und Michelle Joguin, die im Rahmen der von 1988 bis 1999 tätigen Schweizerischen Archäologischen Mission der Stiftung Max van Berchem 1992 in Umm er-Rasas forschten.[22] Ziel war es, die bisherigen Datierungen zu präzisieren. Neben dem Studium der äußerlich sichtbaren Details der Umwehrung wurde auch ein Sondageschnitt an deren Fuß vorgenommen. Zudem sollte untersucht werden, ob zwei nachträglich in die Ostmauer eingebettete Kirchen noch in den kastellzeitlichen, spätrömischen Kontext gehörten.[12] Der zu untersuchende Abschnitt innerhalb des Befestigung reichte vom Osttor bis zur Südostecke des Kastells.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der antike Name des Kastells mit dem dazugehörigen Lagerdorf (Vicus), aus dem sich eine Stadt entwickelte, wird durch mehrere schriftliche Zeugnisse überliefert. In der Notitia Dignitatum Orientis, einem spätrömischen Staatshandbuch, wird die dortige Truppenaufstellung erwähnt:[23]

Sub dispositione viri
spectabilis ducis Arabiae:

Equites promoti indigenae, Mefa.

Der Kirchengeschichtsschreiber Eusebius von Caesarea berichtet in seinem Onomastikon „Περι τῶν τοπικῶν ὀμομάτῶν“, dass es in Mefaa eine römische Garnison gegeben hat. In der Edition Klostermanns wird der Ort zweimal genannt, als Μηφαάθ sowie Μωφάθ.[24] Hieronymus, der das Onomastikon ins Lateinische übertrug, nennt die Ortsnamen Mefaath beziehungsweise Mofath. An der für das Kastell wichtigen Stelle heißt es:[25]

Mefaath in tribu Beniamin. Sed et alia est trans Iordanem in qua praesidium Romanorum militum sedet propter vicinam solitudinem.

Übersetzung: „Mefaath (befindet sich) in der Tribus Benjamin. Aber ein anderes ist in Transjordanien, in dem sich eine römische Garnison in nächster Nähe zur Wüste befindet.“

Neben diesen Nennungen konnte Mefaa auch durch drei vor Ort entdeckte griechische Inschriften aus der Umayyadenzeit (661–750) identifiziert werden.[3] Sie wurden in Form von Mosaiken während der Ausgrabungen in einer 587 n. Chr. errichteten Kirche des Heiligen Sergius sowie einer dem Heiligen Stephan geweihten Kirche entdeckt. Letztere zeigt auch eine Stadtansicht, die zu einem in den Jahren 756 und 785 verlegten Mosaikfußboden gehört.[26][27] Dort lautet das Toponym „Κάστρον Μεφαα“ (Kastron Mefa’a).[28] Die Kirchen florierten also noch lange nach der von 634 bis 638 datierenden islamischen Eroberung der Levante.[27] In den arabischen Quellen findet sich im 10. und 11. Jahrhundert der Name al-Mayfa’a. Erst mit den 1986 begonnenen Kirchengrabungen unter der Leitung des Franziskanerpaters und Christlichen Archäologen Michele Piccirillo (1944–2008) gelang die genaue Lokalisierung des Ortes.[3] Der moderne Name Umm er-Rasas oder Umm al-Rasas wurde offenbar von den eindrucksvolle Resten des Kastells abgeleitet, denn das Wort rasas ist möglicherweise ein Derivat der arabischen Wörter rass oder mourassas und wäre dann eine Konnotation für „sorgfältig errichtete Mauern“. Die erste schriftlich aufgezeichnete Nennung des heutigen Names stammt, wie oben erwähnt, von Seetzen,[29] der ihn am Abend des 23. Januar 1807 von seinem Beduinenführer hörte.[5]

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erhaltene Reste der östlichen Umwehrung mit dem Untergeschoss eines Zwischenturms an der Nordseite (Zustand 2012)
Die östliche Umwehrung von Süden (Detail; Zustand 2017)

Funde, die im Bereich der 718 erbauten byzantinischen Kirche St. Stephan bei den Ausgrabungen geborgen wurden, deuten auf eine erste Besiedlung während der Eisenzeit hin. Dazu zählt die Basis einer Basaltsäule, ein Skarabäus sowie keramisches Material der Eisenzeit IIc (700–586 v. Chr.).[30] Daneben fanden sich auch thamudische, nabatäische sowie lateinische Inschriften, die als Spolien im Kirchenkomplex von St. Stephan verbaut waren.

Das in der Notitia Dignitatum „Mefa“ genannte Kastell unterstand im ausgehenden 4. Jahrhundert dem Dux Arabiae. Die von Anfang an als Reiterkastell geplante, rechteckige Anlage wurde auf einer sanften Hügelkuppe errichtet und umfasste 158 × 139 Meter (= 2,2 Hektar). Mit seinen Längs- und Schmalseiten orientiert sich die Anlage relativ genau an den Haupthimmelsrichtungen, wobei die Längsseiten im Norden und Süden stehen. Nach Ausweis der Befunde wurde die Fortifikation wie beispielsweise das bauinschriftlich datierbare Castra Praetorii Mobeni in der Zeit um 300 n. Chr. errichtet.[2] Damit hat die Gründung der Garnison in „Mefa“ zwischen 293 und 305 n. Chr., also in die Zeit der ersten Tetrarchie, stattgefunden. Wie die Inschrift des Praetorium Mobeni im Weiteren bezeugt, wird auch in diesem Fall möglicherweise der damalige Statthalter der Provinz Arabia, Aurelius Asclepiades, die Errichtung des Kastells angeordnet haben.[31] Unterstützt wird diese Anfangsdatierung durch ein Inschriftenfragment aus Mefaa selbst, das in die Jahre 306/307 datiert. Die aus Sandstein gefertigte Inschriftenplatte wurde als Spolie bei den Ausgrabungen der im Jahr 718 errichteten Stephanuskirche wiederentdeckt.[32] Die von den Schweizer Archäologen vorgenommene Sondage erbrachte keramisches Material, das hauptsächlich aus dem 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. stammte. Nach Analyse dieses Materials kann das Kastell frühestens während der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts oder zu Beginn des 4. Jahrhunderts errichtet worden sein. Der mit wertvollen Mosaiken ausgestattete Doppelkirchenbau im südöstlichen Kastellviertel, dessen Apsiden unmittelbar an die Wehrmauer anschlossen, stammt aus dem nachkastellzeitlichem 6. Jahrhundert[1] und wurde noch während der Umayyadenzeit wieder aufgelassen.[22]

Umwehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die rund zwei Meter[12][33] starke Umwehrung besteht aus grob behauenen Bruchsteinblöcken, die in ungleichmäßigen Lagen als Trockenmauerwerk über dem anstehenden Felsen aufgeführt waren. Kleine Bruchsteine verkeilen die teils riesigen Blöcke, die oftmals eine Länge von rund 1,50 Meter haben und etwa 0,50 Meter hoch sind. Stellenweise hat sich diese Wehrmauer offenbar fast in ihrer ursprünglichen Höhe von etwa fünf bis sechs Meter erhalten. Die Umwehrung wird durch rechteckige bastionsartige Mauervorsprünge gegliedert, die sich in einem Abstand von ungefähr acht Metern entlang der Umwehrung aneinanderreihen und zwischen 1,00 bis 1,25 Meter aus dem Mauerverband hervorspringen. Der Wehrbau besitzt insgesamt achtzehn solcher Kampfplattformen. Fünf finden sich entlang der Nordfront und im Süden, vier im Osten und Westen. Anstelle eines zugänglichen Erdgeschosses besitzen diese Plattformen einen massiv gemauerten Sockel. Stellenweise hat sich auf dem Sockel noch eine Steinpflasterung erhalten, die 0,30 bis 0,60 Meter tiefer liegt als die erhaltene Wehrmauer. Diese Mauer bildet an den Bastionen eine Brüstung, die rund 0,75 Meter stark ist. Über den Bastionen konnten keinerlei aufgehende architektonische Konstruktionen beobachtet werden, was darauf hin deutet, dass diese kein weiteres Stockwerk und keine Überdachung besessen haben. Es wird angenommen, dass die Bastionen über Leitern bestiegen werden mussten. Die einzige bisher feststellbare Steintreppe war zur Erschließung der Kurtinen gedacht. Zusätzlich zu den 18 Bastionen besaß das Kastell vier Flankierungstürme, die offenbar in der Art von Schalentürmen gestaltet waren, da sie mit ihren offenen Rückseiten wie die Bastionen nicht ins Kastellinnere ragten. Ihre beiden rechtwinkelig nach außen zeigenden Längsseiten waren rund 2,20 Meter lang.[12]

An einigen der am besten erhaltenen Bastionen können die Reste von uneinheitlichem Mauerwerk beobachtet werden, das offensichtlich nachträglich die ursprünglich zum Lagerinneren hin offenen Seiten der Bastionen verschloss.[34]

Torbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauphase 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauphase 1
Reste des Osttores mit dem südlichen Torturm und den drei Bögen des nachträglich eingebauten Schwitzbades (Zustand 2017)

Das Kastell besaß ein einziges Tor an der östlichen Flanke,[35] das mittig in die dortige Umfassungsmauer eingebaut war. Die einspurige Zufahrt war 3,50 Meter breit und wurde von zwei rechteckigen Tortürmen flankiert, die gleichfalls wohl in Schalenbauweise mit massivem Sockel aufgeführt waren.[12]

Bauphase 2[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Umgestaltung des Tores im 8. Jahrhundert zu einem kleinen Schwitzbad (Laconium) wurde die an den Torwangen angebrachte leicht ins Torinnere ragende Laibung ausgebrochen. Damit muss auch der mutmaßliche, sich über dieser Laibung erhebende Torbogen entfernt worden sein. Notwendig war er nicht mehr, da das Tor vollständig vermauert wurde, um das Schwitzbad, das zwischen den Tortürmen eingebaut wurde, zu etablieren. Weitere Veränderungen betrafen die das Tor flankierenden Türme. Hier wurde die zum Lagerinneren offene Westseite vermauert, so dass dort ein kleiner, rechteckiger Raum entstand, der im nördlichen Torturm noch nachweisbar ist. Der Raum erhielt eine Türe, die in die südwestlichste Ecke verschoben war. Aufgrund dieser Anordnung musste im Bereich dieser Türe sogar die Innenseite der Südwand des Turmes leicht verjüngt werden, um Platz für den Durchgang zu schaffen. Der Grund für diesen unprofessionell wirkenden Umbau war eine ebenfalls neu errichtete Mauer, die waagrecht aus dem Lagerinneren kam und an die neue Innenwand des Turmes stieß. Die Türe sollte sich dabei offensichtlich unbedingt an der Südseite dieser Mauer öffnen. Der geziegelte Boden im ersten Stock des Nordturms wies keinerlei Suren einer festen Treppenkonstruktion auf, die einen weiteren Aufstieg in den Turm erlaubt hätte, auch war kein Türe zu den anschließenden Kurtinen vorgesehen.[36]

Truppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die überlieferte Einheit, die Equites promoti indigenae ist das Kastron Mefaa mit seinen 2,20 Hektar eigentlich zu groß, wenn man die Anlage mit dem nächstgelegen Legionslager vergleicht, das eine Fläche von etwa 4,60 Hektar einnahm. Die Divergenz wird noch deutlicher, wenn Mefaa mit dem südlich gelegenen, 0,31 Hektar großen Praetorium Mobeni verglichen wird, das auch eine berittene Einheit aufgenommen haben soll. Bujard stellte zu diesem Missverhältnis einige Hypothesen auf. Möglicherweise war die ursprünglich in Mefaa stationierte Truppe wesentlich größer als jene, von der die Notitia Dignitatum fast 100 Jahre nach Etablierung des Kastells berichtete. Solche Truppenreduzierungen in der Region sind im Laufe des 4. Jahrhunderts mehrfach beobachtet worden. Möglicherweise war das Kastell auch zum Schutz eines dort bereits existierenden Dorfes, das ein verbündeter arabischer Stamm bewohnte, errichtet worden. Die weitere zivile Transformation des Kastells, bei der sich die Bevölkerung unter anderem hinter dessen Mauern zurückzog und für ihre Zwecke vollständig umbaute, kann im Übrigen wohl nicht ohne die Zustimmung der Militärbehörden erfolgt sein[4] und muss im Rahmen einer veränderten Grenzschutzpolitik möglich gewesen sein.

Der Historiker Ariel S. Lewin schrieb, dass die Stationierung der Equites promoti indigenae in Mefaa Teil der Grenzschutzreformen im Nahen Ostens war, die von Diokletian und seinem Mitkaiser Galerius (293–311) prädisponiert wurden. Dabei lässt sich nicht ohne weiteres entscheiden, ob es sich bei diesen Kavalleristen um Legionsangehörige gehandelt hat, oder, wie einige Hinweise nahelegen, um lokal ausgehobenes Militärpersonal.[9]

Nachkastellzeitliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des 6. Jahrhunderts wurde das Kastell umgestaltet. Diese Änderungen betrafen sowohl die Umwehrung als auch im Besonderen den Innenausbau der Fortifikation. So wurden zwei neue Tore in die Nord- und Südfront integriert und, wie beschrieben, im 8. Jahrhundert das Osttor vermauert. Die archäologischen Untersuchungen legen nahe, dass zu dieser Zeit der Innenraum des von den Militärs aufgegebenen Kastells durch die bisher vor den Toren im Lagerdorf lebende Zivilbevölkerung umgestaltet wurde. Offenbar entstand die nun angelegte Bebauung ohne feste Regeln für die räumliche Verteilung. Sowohl die Wohnhäuser als auch die nun angelegten Kirchen waren lediglich durch enge Gassen und unregelmäßige Durchgänge voneinander getrennt.[37] Gleichzeitig entwickelte sich nördlich vor den alten Garnisonsmauern[5] – getrennt durch einen öffentlichen Platz[37] – ein zweites, etwa gleich großes[5] Stadtviertel. In der Mitte des Platzes stand eine Säule, auf der sich ein Kreuz befand. So überliefert das ein Mosaik des 6. Jahrhunderts aus der sogenannten Löwenkirche, einem der zwölf ergrabenen Gotteshäuser von Mefaa. Die weitere Morphologie in der Umayyadenzeit zu diesem Platz und der Säule zeigt der jüngere Mosaikfußboden aus Sankt Stephan. Hier ist die Säule ohne Kreuz dargestellt, da dieses mit dem Einzug des Islam offenbar abgenommen werden musste. Bereits im 6. Jahrhundert fand aufgrund einer Einwanderungswelle aus dem Jemen eine frühe „Arabisierung“ vieler Regionen in den syrischen und palästinischen Provinzen, einschließlich der Arabia und Transjordanien, statt. Die so ins Land gekommenen arabischen Stämme hatten ihre ursprüngliche Heimat im Jemen. Zumeist waren sie Christen und häufig mit dem Byzantinischen Reich verbündet.[37] Zu Beginn des 9. Jahrhunderts erfolgte der Niedergang des christliche Glaubens, Kirchen wurden allem Anschein nach aufgegeben. Die durch den Islam eingeleitete kulturelle und geistige Transformation lässt sich nun auch im archäologischen Kontext nachweisen, da jetzt äußerst einheitliche Keramiktypologien aus der späten Umayyaden- und frühen Abbasidenzeit ab 750 n. Chr. existieren. Rund 1300 Meter nördlich vom Kastell entfernt lag ein Klosterkomplex[38] mit einem 15 Meter hohen Stylitturm in seiner Nähe, der bis heute bei einer kleinen Kirchenruine und einer Zisterne steht.[29] Dies berichten noch arabische Quellen des 9. und 12. Jahrhunderts.[38]

Spätantiker rückwärtiger Limesverlauf zwischen dem Kastron Mefaa und dem Qasr el-ʿAl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spuren der Grenzbauwerke zwischen dem Kastell und dem Wachturm
Name/Ort Beschreibung/Zustand
Kastron Mefaa siehe oben
Khirbet el-Jumaiyil; auch: Khirbet el-Jemeil Der Fundort dieser höchstwahrscheinlich als Turmstelle anzusehenden Ruine[39] befindet sich nach Untersuchungen des amerikanischen Provinzialrömischen Archäologen Samuel Thomas Parker, auf einer 753 Meter hohen Hügelkuppe, von der aus die gesamte Region beherrscht wird. Parker, der von 1980 bis 1989 als Leiter des Limes Arabicus Projects mit einer Mannschaft aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen in Zentraljordanien forschte, stellte dort eine rechteckige, 7 × 10 Meter umfassende Struktur fest, die zwei Innenräume aufweist. Das Fundament dieses Bauwerks bildet ein runder Sockel von 20 Metern Durchmesser. Die Mauern des Bauwerks bestehen aus megalithischen roh behauenen Quadersteinen in Trockenmauerbauweise mit einer Wandstärke von über einem Meter. Diese Mauern sind noch mehrere Schichten hoch erhalten geblieben. Parker sah diesen Bau als den Überrest eines Turmes an, der möglicherweise eisenzeitlichen oder nabatäischen Ursprungs ist und nach Fundausweis in römisch-byzantinischer Zeit wiederbesetzt wurde. Unterhalb der Hügelkuppe befindet sich eine Reihe von Terrassen, auf denen sich die Reste vieler Bauten erstrecken. Parker sah hier die Überreste einer wahrscheinlich bedeutenden Siedlung. Neben diesen Bauresten sind auch mehrere Zisternen feststellbar.[40]

Der Fundort wurde 1872 bereits von Tristram aufgesucht. Ihm folgten Von Domaszewski und Brünnow sowie 1933 Glueck. Letzterer beschrieb die Ruinenstätte ganz allgemein. Er erkannte eine Vielzahl von Zisternen und Gebäuderesten. An einigen Stellen waren auch noch Rundbögen vollständig erhalten geblieben. Den eisenzeitlichen Ursprung der Siedlung erkannte er anhand des von ihm gesammelten charakteristischen keramischen Fundmaterials der Eisenzeit I (1200–1000 v. Chr.) bis II (1000–586 v. Chr.), darunter eine Reihe verzierter moabitischer Scherben. El-Jumaiyil könnte, wie Glueck und andere Wissenschaftler mutmaßten, das in Jeremia 48:23 erwähnte Beth-Gamul, eine Stadt Moabs, sein. Glueck erwähnte ein ebenfalls in El-Jumaiyil gefundenes geglättetes Keramikfragment, das mit einer Lotusblüte verziert war. Er datierte es „wahrscheinlich“ in die frühe Eisenzeit. Daneben fand er Mengen nabatäischer Waren, sowie einige Fragmente römischer Sigillaten und einige byzantinische Scherben. Glueck geht auch kurz auf die heute brach liegenden großen Flächen einst genutzter antiker Felder ein, die von Trockensteinmauern umgeben sind.[41]

Parker ließ eine großflächigere Feldbegehung am Wachturm durchführen. Diese ergab folgende Auswertung:[42]

Feldbegehung 1 (Suchfläche: im Turm; gesammelt: 139 Scherben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl Zeitstellung Bemerkung
2 frühbronzezeitlich ca. 3200–1950 v. Chr.
1 eisenzeitlich ca. 1200–539 v. Chr.
30 frührömisch-nabatäisch ca. 63 v. Chr.–135 n. Chr.
2 spätrömisch ca. 135–324
22 spätrömisch-frühbyzantinisch ca. 135–502
69 römisch-byzantinisch ca. 135–636
2 frühbyzantinisch ca. 324–502
3 umayadisch ca. 661–750
2 ayyubidisch-mamelukisch ca. 1174–1516
3 ottomanisch ca. 1516–1918
3 Wandscherben unbestimmbar

Feldbegehung 2 (Suchfläche: unmittelbar am Turm; gesammelt: 222 Scherben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl Zeitstellung Bemerkung
1 spätbronzezeitlich ca. 1550–1200 v. Chr.
4 eisenzeitlich ca. 1200–539 v. Chr.
17 frührömisch-nabatäisch ca. 63 v. Chr.–135 n. Chr.
10 spätrömisch ca. 135–324
158 römisch-byzantinisch ca. 135–636
12 frühbyzantinisch ca. 324–502
3 spätbyzantinisch ca. 502–636
5 umayadisch ca. 661–750
1 frühislamisch ca. 636–1174
11 Wandscherben unbestimmbar
1 Bronzemünze ca. 375–423

Feldbegehung 3 (Suchfläche: an den Hängen nördlich und westlich des Turms; gesammelt: 260 Scherben)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anzahl Zeitstellung Bemerkung
3 eisenzeitlich ca. 1200–539 v. Chr.
1 eisenzeitlich I ca. 1200–900 v. Chr.
4 eisenzeitlich II ca. 900–539 v. Chr.
17 frührömisch-nabatäisch ca. 63 v. Chr.–135 n. Chr.
9 spätrömisch ca. 135–324
19 frühbyzantinisch ca. 324–502
4 spätbyzantinisch ca. 500–636
6 umayadisch ca. 661–750
10 frühislamisch ca. 636–1174
187 Wandscherben unbestimmbar

Im August 2019 wurde erstmals eine archäologische Ausgrabung am Siedlungshügel von Al-Jumaiyil vorgenommen. Diese Untersuchung fand im Rahmen einer Lehrgrabung des Instituts für klassische Archäologie der Universität Wien unter der Leitung der Archäologin Basema Hamarneh statt. Auch damals wurden Feldbegehungen durchgeführt, die – verstreut über die Siedlungsfläche – einige nabatäische Keramikscherben und römische Terra Sigillata, vor allem aber byzantinische, umayyadische, abassidische und mamlukische Keramikfragmente hervorbrachten.

Qasr Saliya; auch: Medeineh Saliya; auch: Khirbat es-Saliya Der rechteckige, 26,50 × 19,20 Meter große Wachturm Qasr Saliya[43] ist eines der vielen Grenzbauwerke in diesem Gebiet. Die Reste des Turms befinden sich rund fünf Kilometer südlich von Kastron Mefaa und sechs Kilometer nordwestlich des Kastells Qasr eth-Thuraiya in einem Zwickel zwischen dem großen, südlich gelegenen Wadi as-Saide und dem kleinen, östlich abfließenden Wadi as-Saliya,[44] das südlich des Qasrs in das große Trockental entwässert. Der Qasr Saliya liegt auf einem Ausläufer des Dhiban-Plateaus und wurde nahe dem westlichen Ende eines langgestreckten Hügels, der nur durch einen schmalen Grad mit dem Plateau verbunden ist,[44] auf 760 Höhenmetern errichtet.[45] Dieser Hügel fällt zu den meisten Seiten hin steil ab.[44] Der größte Teil des restlichen Hügels wird unterhalb der Bergkuppe mit dem Turm nach Süden und Westen hin von einer ausgedehnten Ruinenlandschaft beherrscht, in der sich unter anderem zahlreiche Zisternen befinden.[46] Der Hügel erhöht nicht nur den Verteidigungswert des Wachturms, sondern hatte auch einen hohen militärstrategischen Wert, da sich vom Qasr Saliya aus eine klare Sicht Richtung Kastron Mefaa im Norden, dem Wadi Müschib im Süden[45] sowie nach Osten ergab.[46]

Die ersten Wissenschaftler vor Ort waren von Domaszewski und Brünnow.[19] Glueck untersuchte die Fundstelle 1933 und führte auch eine kleine Sondage durch.[47][45] Im Jahre 1976 untersuchte Parker das Bauwerk und führte eine Feldbegehung durch. Von 1980 bis 1989 war er als Leiter des Limes Arabicus Projects mit einer Mannschaft aus Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen in Zentraljordanien unterwegs. Dabei besuchte er nochmals den Qasr Saliya.

Der noch 1,50 Meter hoch erhaltene Wachturm[45] selbst scheint eisenzeitlichen Ursprungs zu sein und wurde aus megalithischen Kalksteinblöcken als Trockenmauerwerk aufgeführt. Parker konnte bei seiner zweiten Untersuchung Spuren von Innenräumen im Qasr feststellen. Er glaubte auch einen rampenartigen Aufgang zum Eingang an der Ostseite des Turms erkennen zu können, wie dies am Wachturm Qasr Abu el-Kharaq[48] nach Gluecks Überlegungen in Form einer Treppe rekonstruierbar wäre.[46][49]

Parker fand an dem Fundort 1976 reichhaltiges keramisches Scherbenmaterial; insgesamt 283 Fragmente, von denen 174 genauer zu datieren waren und überwiegend der Eisenzeit zugeordnet werden konnten.[45] Bei der erneuten Untersuchung in den 1980er Jahren kamen nochmals 257 Keramikfragmente dazu, von denen jedoch 178 nicht eindeutig identifiziert werden konnten und zumeist vielleicht eisenzeitlichen Ursprungs sind.[46] Die nachfolgende Tabelle fasst die Scherben der beiden genannten keramischen Feldforschungen zusammen. Die zeitliche Chronologie folgt dem Schema des Archäologen und Keramikexperten James Sauer (1945–1999) aus dem Jahre 1973[50] sowie der 2006 vorgestellten Überarbeitung durch Parker.[51]

Anzahl Zeitstellung Bemerkung
9 eisenzeitlich ca. 1200–539 v. Chr.
13 eisenzeitlich I ca. 1200–900 v. Chr.
149 eisenzeitlich II ca. 900–539 v. Chr.
69 frührömisch-nabatäisch ca. 63 v. Chr.–135 n. Chr.
4 spätrömisch ca. 135–324
1 frühbyzantinisch ca. 324–502
1 ayyubidisch-mamelukisch ca. 1174–1516
7 ottomanisch ca. 1516–1918

Parkers Untersuchungen bestätigten eine Beobachtung Gluecks, der nabatäische Keramik ausschließlich in der Nähe des Wachturms und auf der westlichen Hälfte des Hügels gefunden hatte. Die wenigen spätrömischen Scherben wurden ebenfalls in der Nähe des Turms gefunden. Eisenzeitliche Keramikscherben lagen jedoch in großen Mengen verstreut auf dem gesamten Hügelareal. Die keramischen und architektonischen Befunde deuten darauf hin, dass der Qasr Saliya in der Eisenzeit gegründet wurde. Um ihn herum befand sich eine mit dem Turm verbundene, ausgedehnte Siedlung. Mutmaßlich haben die Nabatäer den heute noch sichtbaren Wachturm im 1. Jahrhundert v. Chr. oder n. Chr. errichtet. Nach der Annexion des Nabatäerreiches während der Regierungszeit des Kaisers Trajan (98–117) im Jahr 106 n. Chr.[6] wurde der Turm durch den römischen Grenzschutz zeitweilig erneut genutzt.

er-Rama; auch: er-Ramah Rund 3,50 Kilometer[44] westsüdwestlich des Qasr Saliya befindet sich im rückwärtigen Limesraum der Wachturm er-Rama auf einem hohen Hügel,[52] der den Oberlauf am Nordufer des Wadi Muschib beherrscht.[45] Von dort oben aus konnte die Wachmannschaft das nächstgelegene ostsüdöstliche Kastell Qaşr eth-Thuraiya, das entferntere südöstliche Praetorium Mobeni sowie den Wachturm Qasr el-ʿAl[53] einsehen.[46] Im Umfeld des Wachturm sind auffällige antike Baureste zu beobachten, die teils durch moderne Schafherden in Mitleidenschaft gezogen wurden.[44]

Der rechteckige Turm ist heute stark zerstört und misst rund 20 × 20 Meter. Er besteht aus grob in Quaderform gebrachten Kalk- und Hornsteinblöcken. Ein ebenerdiger Eingang ist nicht zu erkennen. Das Bauwerk ist Opfer des neuzeitlichen Steinraubs geworden, da Teile seines Mauerwerks offenbar auf einem angrenzenden modernen islamischen Friedhof wiederverwendet wurden.[54]

Von Domaszewski und Brünnow erwähnten den Standort nur kurz. Glueck fand bei einer Feldbegehung 1933 an diesem Fundplatz nabatäische Keramik und frührömische Sigillata. Er notierte auch weitere Ruinen und große Zisternen im Umkreis des Qasr. Der militärstrategische Wert dieses Standorts lag in seiner exzellenten Fernsicht sowie als zentraler Konzentrationspunkt eines Signalnetzwerks.[45] Von er-Rama aus abgehende Signale waren von einem halben Dutzend lokaler Militärposten sowie von den umliegenden Zivilsiedlungen in der damals dicht besiedelten Region zu sehen.[54]

Eine Feldbegehung durch Parker erbrachte 1976 insgesamt 286 Keramikfragmente,[54] von denen er drei der Eisenzeit II zuschreiben konnte. Bei seinem zweiten Besuch 1985 konnten während einer intensiveren Suche sogar 427 Scherben gesammelt werden, wobei hier identifizierbare eisenzeitliche Waren vollständig fehlten. Im Gegensatz dazu ergaben diese beiden Feldbegehungen insgesamt 213 frührömisch-nabatäische Keramikfragmente. Somit legen die keramischen Oberflächenfunde nahe, dass dieser Standort eine nabatäische Gründung war.[55] Anschließend die identifizierbaren Ergebnisse der beiden Sammlungen:[54][46]

Anzahl Zeitstellung Bemerkung
2 frühbronzezeitlich ca. 3100–2000 v. Chr.
3 eisenzeitlich II ca. 900–539 v. Chr.
213 frührömisch-nabatäisch ca. 63 v. Chr.–135 n. Chr.
11 frührömisch IV ca. 73–135
11 spätrömisch ca. 135–324
10 frühbyzantinisch ca. 324–502
2 spätbyzantinisch ca. 500–636
11 ottomanisch ca. 1516–1918
1 spätottomanisch ca. 1703–1918
Qasr el-ʿAl

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johanna Ritter-Burkert: Um er-Rasas – Kastron Mefa’a (JO). In: Hans-Peter Kuhnen: Wüstengrenze des Imperium Romanum – Die Schicksalsgrenze Roms im Orient von Augustus bis Heraclius. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Wüstengrenze des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien. Nünnerich-Asmus, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-010-7, S. 162.
  • Basema Hamarneh: Dynamics and Transformation of the Rural Settlements of Provincia Arabia and Palaestina Tertia in Omayyad and Early Abbasid periods. Archaeological Evidence. In: Paolo Matthiae, Frances Pinnock, Lorenzo Nigro, Nicolò Marchetti: ICAANE 6. Proceedings of the 6th International Congress of the Archaeology of the Ancient Near East. 3, Islamic Session, Posters Session, Harrassowitz, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-447-06217-6, S. 91–110; hier: S. 93–94.
  • David L. Kennedy: The Roman Army in Jordan. Council for British Research in the Levant, Henry Ling, London 2004, ISBN 0-9539102-1-0, S. 133–134.
  • Ariel S. Lewin: Kastron Mefaa, the ‘Equites promoti indigenae’ and the creation of a late Roman frontier. In: Liber annuus 51 (2001), S. 293–304.
  • Ghazi Bisheh, Ina Kehrberg, Lara Tohme, Fawzi Zaydine: The Umayyads and their Christian Subjects. In: The Umayyads. The Rise of Islamic Art. Arab Institute for research and publishing, International Museum with no frontiers exhibition cycles, Spanien 2000, ISBN 1-874044-35-X, S. 77–108.
  • Michele Piccirillo: Umm al-Rasas – Kastron Mefaa, Archaeological Campaign 2002. In: Liber annuus 52 (2002), S. 475–478.
  • Michele Piccirillo: Archaeological campaign at Umm al-Rasas. In: Liber annuus 45 (1995), S. 513–514.
  • Michele Piccirillo: L'identificazione storica delle rovine di Umm er-Rass – Kastron Mefaa in Giordania. In: Biblica 71, Heft 4 (1990), Seite 527–541.
  • Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249.
  • Yoel Elitzur: The Identification of Mefa'at in View of the Discoveries from Kh. Umm er-Raṣāṣ. In: Israel Exploration Journal 39, Heft 3/4 (1989), S. 267–277.
  • Michele Piccirillo: Le iscrizioni di Um er-Rasas-Kastron Mefaa in Giordania. In: Liber annuus 37 (1987), S. 177–239.
  • Glen W. Bowersock: Limes Arabicus, Harvard Studies in Classical Philology, 80 (1976), S. 219–229.
  • Alfred von Domaszewski, Rudolf Ernst Brünnow: Die Provincia Arabia auf Grund zweier in den Jahren 1897 und 1898 unternommenen Reisen und der Berichte früherer Reisender beschrieben. Band 2: Der äussere Limes und die Römerstrassen von el-Maan bis Bo.sra. Trübner, Straßburg 1905. S. 63–72.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kastron Mefaa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249; hier: S. 246–247.
  2. a b c Ariel S. Lewin: The Impact of the Late Roman Army in Palaestina and Arabia. In: Lukas de Blois, Elio Lo Cascio (Hrsg.): The Impact of the Roman Army (200 BC–AD 476). Economic, Social, Political, Religious and Cultural Aspects, Proceedings of the Sixth Workshop of the International Network Impact of Empire, Capri, March 29–April 2, 2005, Brill, Leiden/Boston 2007, ISBN 978-90-04-16044-6, S. 463–480, hier: S. 474.
  3. a b c d Ghazi Bisheh, Ina Kehrberg, Lara Tohme, Fawzi Zaydine: The Umayyads and their Christian Subjects. In: The Umayyads. The Rise of Islamic Art. Arab Institute for research and publishing, International Museum with no frontiers exhibition cycles, Spanien 2000, ISBN 1-874044-35-X, S. 77–108; hier: S. 95.
  4. a b Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249; hier: S. 247.
  5. a b c d e f Michele Piccirillo: Les églises paléochrétiennes d'Umm er-Rasas (Jordanie). Cinq campagnes de fouilles. In: Comptes rendus des séances de l'Académie des Inscriptions et Belles-Lettres 135, 2 (1991), S. 273–294; hier: S. 276.
  6. a b Hans-Peter Kuhnen: Wüstengrenze des Imperium Romanum – Die Schicksalsgrenze Roms im Orient von Augustus bis Heraclius. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Wüstengrenze des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien. Nünnerich-Asmus, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-010-7, S. 1–116; hier: S. 76.
  7. Hans-Peter Kuhnen: Wüstengrenze des Imperium Romanum – Die Schicksalsgrenze Roms im Orient von Augustus bis Heraclius. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Wüstengrenze des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien. Nünnerich-Asmus, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-010-7, S. 1–116; hier: S. 36.
  8. Qasr eth-Thuraiya
  9. a b Ariel S. Lewin: Kastron Mefaa, the ‘Equites promoti indigenae’ and the creation of a late Roman frontier. In: Liber annuus 51 (2001), S. 293–304.
  10. Praetorium Mobeni
  11. Legionslager Betthorus
  12. a b c d e Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249; hier: S. 241.
  13. Friedrich Karl Hermann Kruse (Hrsg.): Ulrich Jasper Seetzen’s Reisen durch Syrien, Palâstina, Phônicien, die Transjordan-Lànder, Arabia Petraea und Unter-Aegypten. Band 2, Reimer, Berlin 1854, S. 352–353.
  14. James Silk Buckingham: Travels in Palestine through the Countries of Bashan and Gilead, East of the River Jordan, Spottiswoode, London 1821, S. 104.
  15. Charles Leonard Irby, James Mangles: Travels in Egypt and Nubia, Syria and Asia Minor during the years 1817 and 1818, White and Co., London 1823, S. 471.
  16. Michele Piccirillo: Les églises paléochrétiennes d'Umm er-Rasas (Jordanie). Cinq campagnes de fouilles. In: Comptes rendus des séances de l'Académie des Inscriptions et Belles-Lettres 135, 2 (1991), S. 273–294; hier: S. 277.
  17. Edward Henry Palmer: The Desert of the Exodus, II. Harper & Bros., Cambridge 1871, S. 498–500.
  18. Henry Baker Tristram: The land of Moab. Travels and discoveries on the east side of the Dead sea and the Jordan. Harper & Brothers, New York, 1873, S. 156–162.
  19. a b Alfred von Domaszewski, Rudolf Ernst Brünnow: Die Provincia Arabia auf Grund zweier in den Jahren 1897 und 1898 unternommenen Reisen und der Berichte früherer Reisender beschrieben. Band 2: Der äussere Limes und die Römerstrassen von el-Maan bis Bo.sra. Trübner, Straßburg 1905. S. 63–72; hier: S. 63.
  20. Alfred von Domaszewski, Rudolf Ernst Brünnow: Die Provincia Arabia auf Grund zweier in den Jahren 1897 und 1898 unternommenen Reisen und der Berichte früherer Reisender beschrieben. Band 2: Der äussere Limes und die Römerstrassen von el-Maan bis Bo.sra. Trübner, Straßburg 1905. S. 63–72; hier: S. 65.
  21. Nelson Glueck: Explorations in Eastern Palestine, I (= The Annual of the American Schools of Oriental Research 14), 1933–1934, S. 39.
  22. a b Jacques Bujard, Michelle Joguin: Les églises géminées d'Umm er-Rasas. Fouilles de la mission archéologique suisse (Fondation Max van Berchem). In: Annual of the Department of Antiquities of Jordan 36 (1992), S. 291–301.
  23. Notitia Dignitatum Orientis, XXXVII 61/7
  24. Erich Klostermann (Hrsg.): Eusebius Werke. Das Onomastikon der biblischen Ortsnamen (= Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte), Eusebius Werke Band 3, erste Hälfte, Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig 1904, S. 134:14.
  25. Erich Klostermann (Hrsg.): Eusebius Werke. Das Onomastikon der biblischen Ortsnamen (= Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte), Eusebius Werke Band 3, erste Hälfte, Hinrichs’sche Buchhandlung, Leipzig 1904, S. 129:20.
  26. Ghazi Bisheh, Ina Kehrberg, Lara Tohme, Fawzi Zaydine: The Umayyads and their Christian Subjects. In: The Umayyads. The Rise of Islamic Art. Arab Institute for research and publishing, International Museum with no frontiers exhibition cycles, Spanien 2000, ISBN 1-874044-35-X, S. 77–108; hier: S. 96–98.
  27. a b Johanna Ritter-Burkert: Um er-Rasas – Kastron Mefa’a (JO). In: Hans-Peter Kuhnen: Wüstengrenze des Imperium Romanum – Die Schicksalsgrenze Roms im Orient von Augustus bis Heraclius. In: Hans-Peter Kuhnen (Hrsg.): Wüstengrenze des Imperium Romanum. Der römische Limes in Israel und Jordanien. Nünnerich-Asmus, Mainz 2018, ISBN 978-3-96176-010-7, S. 162.
  28. Leah Di Segni (Rezension): Michele Piccirillo, Eugenio Alliata (Hrsg.): Umm al-Rasas Mayfa'ah, I, Gli scavi del complesso di Santo Stefano (= Studium Biblicum Franciscanum, Collectio Maior 28), Jerusalem 1994, S. 277–279; hier: S. 278.
  29. a b Ghazi Bisheh, Ina Kehrberg, Lara Tohme, Fawzi Zaydine: The Umayyads and their Christian Subjects. In: The Umayyads. The Rise of Islamic Art. Arab Institute for research and publishing, International Museum with no frontiers exhibition cycles, Spanien 2000, ISBN 1-874044-35-X, S. 77–108; hier: S. 94.
  30. Francesco Benedettucci: Ceramica del Ferro IIc. In: Michele Piccirillo, Eugenio Alliata (Hrsg.): Umm al-Rasas Mayfa‘ah I. Gli scavi del complesso di Santo Stefano (= Collectio Maior 28), Studium Biblicum Franciscanum, Jerusalem 1994, S. 272–273.
  31. CIL 3, 14149.
  32. D. Scarpati: Un’iscrizione latina da Umm al-Rasas – Kastron Mefaa’. In: Liber Annuus 41 (1991), S. 363–364.
  33. David L. Kennedy: The Roman Army in Jordan. Council for British Research in the Levant, Henry Ling, London 2004, ISBN 0-9539102-1-0, S. 137–139; hier: S. 137.
  34. Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249; hier: S. 245.
  35. Basema Hamarneh: Dynamics and Transformation of the Rural Settlements of Provincia Arabia and Palaestina Tertia in Omayyad and Early Abbasid periods. Archaeological Evidence. In: Paolo Matthiae, Frances Pinnock, Lorenzo Nigro, Nicolò Marchetti: ICAANE 6. Proceedings of the 6th International Congress of the Archaeology of the Ancient Near East. 3, Islamic Session, Posters Session, Harrassowitz, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-447-06217-6, S. 91–110; hier: S. 93–94; hier: S. 93.
  36. Jacques Bujard, Michelle Joguin: La fortification de Kastron Mayfa'a/Umm ar-Rasas. In: Studies in the History and Archaeology of Jordan 5 (1995), S. 241–249; hier: S. 243.
  37. a b c Ghazi Bisheh, Ina Kehrberg, Lara Tohme, Fawzi Zaydine: The Umayyads and their Christian Subjects. In: The Umayyads. The Rise of Islamic Art. Arab Institute for research and publishing, International Museum with no frontiers exhibition cycles, Spanien 2000, ISBN 1-874044-35-X, S. 77–108; hier: S. 54.
  38. a b Basema Hamarneh: Dynamics and Transformation of the Rural Settlements of Provincia Arabia and Palaestina Tertia in Omayyad and Early Abbasid periods. Archaeological Evidence. In: Paolo Matthiae, Frances Pinnock, Lorenzo Nigro, Nicolò Marchetti: ICAANE 6. Proceedings of the 6th International Congress of the Archaeology of the Ancient Near East. 3, Islamic Session, Posters Session, Harrassowitz, Wiesbaden 2010, ISBN 978-3-447-06217-6, S. 91–110; hier: S. 93–94.
  39. Wachturm Khirbet el-Jumaiyil
  40. Samuel Thomas Parker (Hrsg.): The Roman Frontier in Central Jordan. Final Report on the Limes Arabicus Project, 1980–1989. Band 1 (= Dumbarton Oaks Studies 40), Washington, D.C., 2006, ISBN 978-0-88402-298-5, S. 54.
  41. Nelson Glueck: Explorations in Eastern Palestine, I (= The Annual of the American Schools of Oriental Research 14), 1933–1934, S. 36–37.
  42. Die chronologischen Perioden und Datierungen richten sich nach Parkers Darstellung von 2006: The Roman Frontier in Central Jordan. Final Report on the Limes Arabicus Project, 1980–1989 Band 2 (= Dumbarton Oaks Studies 40), Washington, D.C., 2006, ISBN 978-0-88402-298-5, S. 332.
  43. Wachturm Qasr Saliya
  44. a b c d e Chang-Ho C. Ji: Archaeological survey of the Dhiban plateau. In: Virginia Egan, Patricia M. Bikai: Archaeology in Jordan. In: American Journal of Archaeology 102, 3 (1998), S. 571–606; hier: S. 574–575.
  45. a b c d e f g Samuel Thomas Parker: Romans and Saracens. A History of the Arabian Frontier. (= Dissertation Series/American Schools of Oriental Research 6), Eisenbrauns, Winona Lake 1986, ISBN 0-89757-106-1. S. 48.
  46. a b c d e f Samuel Thomas Parker (Hrsg.): The Roman Frontier in Central Jordan. Final Report on the Limes Arabicus Project, 1980–1989. Band 1 (= Dumbarton Oaks Studies 40), Washington, D.C., 2006, ISBN 978-0-88402-298-5, S. 55.
  47. Nelson Glueck: Explorations in Eastern Palestine, I (= The Annual of the American Schools of Oriental Research 14), 1933–1934, S. 35–36.
  48. Wachturm Qasr Abu el-Kharaq
  49. Nelson Glueck: Explorations in Eastern Palestine, III (= The Annual of the American Schools of Oriental Research 18/19), 1937–1939, S. 103–105; hier: S. 104.
  50. James Sauer: Heshbon pottery 1971. A preliminary report on the pottery from the 1971 excavations at Tell Ḥesbân (= Andrews University monographs 7), Andrews University Press, Berrien Springs 1973, S. 1–5.
  51. Samuel Thomas Parker (Hrsg.): The Roman Frontier in Central Jordan. Final Report on the Limes Arabicus Project, 1980–1989. Band 1 (= Dumbarton Oaks Studies 40), Washington, D.C., 2006, ISBN 978-0-88402-298-5, S. 332.
  52. Wachturm er-Rama
  53. Qasr el-ʿAl
  54. a b c d Samuel Thomas Parker: Romans and Saracens. A History of the Arabian Frontier. (= Dissertation Series/American Schools of Oriental Research 6), Eisenbrauns, Winona Lake 1986, ISBN 0-89757-106-1. S. 50.
  55. Samuel Thomas Parker (Hrsg.): The Roman Frontier in Central Jordan. Final Report on the Limes Arabicus Project, 1980–1989. Band 1 (= Dumbarton Oaks Studies 40), Washington, D.C., 2006, ISBN 978-0-88402-298-5, S. 44.