Katakolo

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Ortsgemeinschaft Katakolo
Τοπική Κοινότητα Κατακόλου
(Κατάκολο)
Katakolo (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat GriechenlandGriechenland Griechenland
Region Westgriechenland
Regionalbezirk Elis
Gemeinde Pyrgos
Geographische Koordinaten 37° 39′ N, 21° 19′ OKoordinaten: 37° 39′ N, 21° 19′ O
Höhe ü. d. M. m
(Durchschnitt)
Fläche 3,747 km²
Einwohner 513 (2011[1])
LAU-1-Code-Nr. 39010110
Ortsgliederung 2
Postleitzahl GR-270 67
Kreuzfahrtschiff im Hafen von Katakolo
Kreuzfahrtschiff im Hafen von Katakolo

Katakolo (griechisch Κατάκολο (n. sg.)) ist ein Hafenort der westgriechischen Gemeinde Pyrgos auf der Peloponnes. Zusammen mit dem kleinen Küstenort Agios Andreas bildet es die Ortsgemeinschaft Katakolo (Τοπική Κοινότητα Κατακόλου Topikí Kinótita Katakólou) und zählt insgesamt 513 Einwohner.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinschaft Katakolo (Τοπική Κοινότητα Κατακόλου Topikí Kinótita Katakólou) erstreckt sich über 3,747 km² auf der südwärts ausgerichteten Katakolo-Halbinsel, die den Golf von Kyparissia (Κυπαρισσιακός Κόλπος Kyparissiakós Kólpos) im Norden zum Ionischen Meer hin abtrennt und von einem über 80 m hohen, bewaldeten Bergrücken durchzogen wird. Aus der Antike ist für die Landzunge von mehreren Autoren die Bezeichnung Ichthys (Ἰχθῦς) überliefert. Auf der Ostseite der Halbinsel an der Bucht von Katakolo (Όρμος Κατακόλου Órmos Katakólou) ist das Dorf Katakolo mit einem der bedeutendsten Kreuzfahrthäfen Griechenlands gelegen. In Richtung der Südspitze Kap Katakolo (Ακρωτήρι Κατάκολο Akrotíri Katákolo) steht der 2001 unter Denkmalschutz gestellte Leuchtturm Katakolo. Nordwestlich von Katakolo an der Tigani-Bucht (Όρμος Τηγάνι Órmos Tigáni) und der vorgelagerten Felseninsel Tigani (Τηγάνι) liegt der kleine Ort Agios Andreas mit den Überresten der befestigten antiken Stadt Pheia (Φειά), dem ehemaligen Hafen von Olympia. Die oberhalb von Agios Andreas gelegene byzantinischen Burg Pondikokastro (Ποντικόκαστρο) wurde auf der antiken Akropolis Pheias errichtet. Nördlich davon bildet der etwa 30 m hohe Katakolo-Pass die Verbindung zur Peloponnes-Halbinsel.

Verwaltungsgliederung und Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katakolo wurde 1879 als Siedlung der damaligen Gemeinde Letrini (Δήμος Λετρίνων Dímos Letrínon) bestätigt, 1912 folgte die Ausgliederung als Landgemeinde Katakolo (Κοινότητα Κατακώλου Kinótita Katakólou). Der Hafenort Limin Katakolou (Λιμήν Κατακώλου) wurde 1920 als Siedlung anerkannt und bereits 1928 an den Hauptort Katakolo angeschlossen. Mit der Änderung der griechischen Schreibweise von Κατάκωλο in Κατάκολο 1940 erfolgte die Bestätigung von Alkyon (Αλκυών) als Siedlung und 1961 deren Eingliederung in den Hauptort. 1971 folgte die Anerkennung des Küstenortes Agios Andreas als Siedlung der Landgemeinde.[2] Mit der Gebietsreform 1997 erfolgte der Anschluss mit 17 weiteren Landgemeinden zur damaligen Gemeinde Pyrgos.[3] Diese wiederum ging mit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2010 als Gemeindebezirk in der neuen Gemeinde Pyrgos auf, wo Katakolo seither eine Ortsgemeinschaft bildet.[4]

Einwohnerentwicklung von Katakolo[5]
Name griechischer Name Code 1920 1928 1940 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Katakolo Κατάκολο (n. sg.) 3901011001 449 732 727 748 873 690 717 594 595 509
Agios Andreas Άγιος Ανδρέας (Τ.Κ.Κατακόλου) (m. sg.) 3901011002 008 011 018 006 004
Gesamt 39010110 560* 732 1022² 984³ 873 698 728 612 601 513

* 1920 Limin Katakolou (Λιμήν Κατακώλου) 111 Einwohner
² 1940 Alkyo (Αλκυώ) 295 Einwohner
³ 1951 Alkyo 236 Einwohner

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katakolo ist Endpunkt einer Eisenbahnlinie nach Olympia, die über die meterspurige Strecken Katakolo–Pyrgos, einen kurzen Abschnitt der ehemaligen, sonst 2011 aufgegebenen Bahnstrecke Patras–Zevgolatio und die Stichstrecke AlfiosOlympia verläuft. Die Verkehrserwartung besteht hier in Touristen von Kreuzfahrtschiffen, die sich auf diesem Weg vom Hafen Katokolo zu der Ausgrabungsstätte in Olympia begeben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Reeder und Öl-Tyccoon Giannis Latsis wurde 1910 in dem damaligen Fischerort geboren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Katakolo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Κεντρική Ένωση Δήµων και Κοινοτήτων Ελλάδας (ΚΕΔΚΕ), Ελληνική Εταιρία Τοπικής Ανάπτυξης και Αυτοδιοίκησης (ΕΕΤΑΑ) (Hrsg.): Λεξικό Διοικητικών Μεταβολών των Δήµων και Κοινοτήτων (1912–2001). 1 (Τόμος A, a–K), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, Band 1, S. 465. (griechisch)
  3. Gesetz 2539/1997, «Συγκρότηση της Πρωτοβάθμιας Τοπικής Αυτοδιοίκησης.» ΦΕΚ 244Α/4.12.1997, Άρθρο 1. Σύσταση δήμων και κοινοτήτων. S. 8802. PDF Online (griechisch)
  4. Kallikratis-Programm, Gesetz 3852/2010, «Νέα Αρχιτεκτονική της Αυτοδιοίκησης και της Αποκεντρωμένης Διοίκησης − Πρόγραμμα Καλλικράτης.» ΦΕΚ 87 Α/7.6.2010, Άρθρο 1. Σύσταση δήμων. S. 1788. PDF Online (griechisch)
  5. Einwohnerzahlen von Katakolo 1920–2011 Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek; Census 2011 (griechisch)