Katastrophenforschungsstelle

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Eine Katastrophenforschungsstelle (kurz KFS genannt) ist eine Forschungseinrichtung zur Untersuchung von Katastrophen und Großunfällen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die weltweit erste Katastrophenforschungsstelle war das Disaster Research Center. Henry Quarantelli hat die Forschungsstelle im Jahr 1963 an der US-amerikanischen Universität des Staates Ohio eingerichtet und im Jahr 1985 an die dortige Universität von Delaware verlegt.

Im Jahr 1986 wurde die Katastrophenforschungsstelle an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gegründet. Dort arbeitete sie bis zum Jahr 2003 unter der Leitung ihres Gründers Lars Clausen, in den Jahren von 2003 bis 2009 unter der Leitung von Wolf R. Dombrowsky und von 2009 bis 2011 unter der Leitung von Martin Voss international und national in Forschung, Beratung und Training, vornehmlich für Auftraggeber aus dem Bereich für öffentliche und nichtstaatliche Organisationen des Katastrophenschutzes, veranstaltete Seminare und gab Veröffentlichungen heraus. Am 29. Februar 2012 endete das letzte Forschungsprojekt der KFS an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Martin Voss war ein Schüler von Clausen und ist Leiter des Arbeitsbereichs Katastrophenforschung an der Freien Universität Berlin und hat 2011 die dortige Katastrophenforschungsstelle Berlin (KFS) eingerichtet.

Die Katastrophenforschung an der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel wurde ab 1998 von zwei Einrichtungen betrieben - am Institut für Soziologie (Prof. Clausen) und am Institut für Betriebswirtschaftslehre (Prof. Hauschildt). Der betriebswirtschaftliche Teil wird seit 2002 vom Forschungsbereich "Katastrophenforschung" am Kieler Institut für Krisenforschung (Krisennavigator), einem Spin-Off der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel, fortgeführt und von der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. (DGfKM), dem Berufsverband der Krisen- und Katastrophenmanager, gefördert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]