Kategorie Diskussion:Brite

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Schotte bzw. Engländer oder Brite?[Bearbeiten]

In der Frage der Zuordnung, ob jemand als Schotte bzw. Engländer, ob er als Brite bezeichnet wird, herrscht m.E. ein erhebliches Durcheinander. Zumeist wird "britisch" als Synonym für "englisch" verwendet, in einigen Fällen aber auch für "schottisch" (z.B. James Abercrombie). Ein in Schottland geborener Forscher wie John Wood dagegen, der als Brite Asien erkundet hat, firmiert dagegen als Schotte. Ist bisher irgendeine prinzipielle Übereinkunft darüber erzielt worden, wann eine Person als Schotte bzw. Engländer, und wann sie als Brite zu bezeichnen ist? Mein Vorschlag wäre, dass alle aus Großbritannien stammenden Persönlichkeiten von überregionaler Bedeutung, die im Zeitraum zwischen dem 18. und 20. Jh. gelebt haben, als "Briten" bezeichnet werden, da hier die nationale Zuordnung sehr schwer zu bewerkstelligen und sogar oft problematisch ist. Achsenzeit 12:12, 22. Okt. 2009 (CEST)

Das ist mir auch aufgefallen. Mir sind zumindest keine WP-Kriterien dazu bekannt. Allerdings kann man nicht sagen, dass "britisch" als Synonym für "englisch" verwendet wird, es wird dann einfach nur nicht zwischen "englisch", "schottisch", usw. unterschieden, was sicher in vielen Fällen auch berechtigt ist. Die Differenzierung zwischen "britisch" und "englisch" ist in WP sowieso "entwicklungsfähig". Um einen Vorschlag zu machen, will ich einfach mal ein paar (vollkommen unvollständige) Kriterien auflisten, wie ich Sie mir vorstellen könnte. Mal sehen, was Du dazu meinst.
  • prinzipiell nur Personen, die erst ab 1707 (Act of Union) Bedeutung besitzen
  • Politiker, Staatsbeamte, Militärs usw.: britisch (Ausnahmen wären Politiker regionaler Parteien oder regionaler Parlamente)
  • Industrie oder Wirtschaft: britisch (Ausnahme bekannte regionale Produkte, wie Whisky)
  • Wissenschaft: britisch
  • Kultur: englisch, schottisch, usw.
  • Sport: kommt auf die Sportart an (sehr kompliziert teilweise) ...

-- Viktor82 16:30, 28. Dez. 2009 (CET)

Ich kann dem Vorschlag nur zustimmen. Nach 1707 sollte "britisch" die Normalzuschreibung sein, und "englisch" usw. auf Fälle beschränkt bleiben, wo der Bezug zum betreffenden Gliedstaat (z. B. England) jenen zu Grossbritannien klar an Bedeutung übertrifft, was die Ausnahme und nicht die Regel ist. Im Einzelfall wäre diese Lösung weit korrekter und die Abgrenzung kaum schwieriger vals etwa *bairisch" vs. "deutsch."--Xeno06 18:46, 5. Jan. 2010 (CET)
Ich schließe mich dem Votum meines Vorredners an: Die Bezeichnung "britisch" sollte der Normalfall für die Zeit nach 1707 sein. Ich finde den Ansatz von Viktor82 gut und halte ihn für grundlegend, nicht nur dieses Thema betreffend. In WP muss stärker den historischen Gegebenheiten und dem Selbstverständnis der Protagonisten Rechnung getragen werden. Ich würde allerdings auch die Kultur von der Kategorie "britisch" nicht ausgenommen sehen wollen. Den Dirigenten Neville Marriner etwa sollten wir einen Briten bleiben lassen, obwohl er (auch) Engländer ist. Der als "Schotte" definierte George MacBeth hat fast sein ganzes Leben in England verbracht und gewirkt und wäre m.E. als Brite zu bezeichnen. Es sollte zumindest fallweise entschieden werden, es wäre dabei das Selbstverständnis der betreffenden Personen zu eruieren. Es würde mich jedenfalls sehr irritieren, wenn nach einer Unabhängigkeitserklärung Baden-Württembergs, sagen wir im Jahre 2021, aus Friedrich Schiller plötzlich ein baden-württembergischer Dichter würde. Achsenzeit 15:30, 6. Jan. 2010 (CET)
Das finde ich für Engländer, Schotten und Waliser praktikabel, nicht aber für Nordiren. Nordirland ist nicht und war nie Teil von Grossbritannien, von daher sind das auch keine Briten.--Nico b. 16:22, 8. Jul. 2010 (CEST)