Katharina Saalfrank

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Katharina Saalfrank, 2013

Katharina Saalfrank (* 22. November 1971 in Bad Kreuznach) ist eine deutsche Laiendarstellerin, die durch die Pseudo-Doku Die Super Nanny bekannt wurde. Seit dem Ende dieser Tätigkeit tritt sie häufiger unter dem Namen Katia Saalfrank auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saalfrank wuchs die ersten sieben Lebensjahre in Limburg an der Lahn auf, anschließend lebte sie in Wiesbaden. Sie ist die Älteste von fünf Geschwistern. Ihr Vater ist Pfarrer, ihre Mutter Lehrerin. Sie absolvierte nach der 10. Klasse eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten, an der Saalfrank im Nachhinein hierarchische Strukturen und notorische Unterforderung bemängelt.[1] Nach der Ausbildung holte sie am Abendgymnasium in Wiesbaden ihr Abitur nach. Von 1995 bis zu ihrem Diplom im Jahr 2000 studierte sie Pädagogik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Von 2000 bis 2003 folgte eine berufsbegleitende psychologisch-therapeutische Weiterbildung zur Musiktherapeutin an der Universität der Künste Berlin. Obwohl sie diese Ausbildung nicht abgeschlossen hat, bezeichnet sie sich auf ihrer Website als „Musiktherapeutin“.

2004 trat Saalfrank erstmals als „Super Nanny“ auf. 2005 erhielt sie den Preis der beleidigten Zuschauer für die Verletzung der Würde von Kindern durch Vorführen in Extremsituationen.

Im Februar 2006 erschien im Goldmann Verlag das von Saalfrank verfasste Buch Glückliche Kinder brauchen starke Eltern, in dem sie Antworten auf häufig gestellte Erziehungsfragen gibt. 2007 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bester TV Coach für Die Super Nanny ausgezeichnet.

2008 hatte Saalfrank Gastauftritte in den Filmen 1½ Ritter – Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde und Torpedo, jeweils in der Rolle einer Therapeutin. 2010 veröffentlichte sie ihre erste Single Ein Funke Hoffnung, die sie mit Luci van Org produzierte.

Nachdem Saalfrank ihre Unzufriedenheit über die Ausrichtung des Formates gegenüber RTL zum Ausdruck gebracht und mitgeteilt hatte, dass das Format für sie nicht mehr in Frage komme, stellte RTL die Super Nanny am 26. November 2011 ein.[2] 2013 sendete das SWR Fernsehen eine Pilotfolge der Sendung Expedition Familie mit Katia Saalfrank, die allerdings die Erwartungen bei den Einschaltquoten nicht erfüllen konnte.[3][4]

Saalfrank lebt mit ihrem Mann und ihren vier Söhnen in Berlin.

Saalfrank klagte gegen Holger Kreymeier, der das Online-Magazin „Fernsehkritik-TV“ betreibt, auf Unterlassung einiger Aussagen über eine „Super Nanny“-Sendung in einem „Fernsehkritik-TV“-Beitrag vom September 2011 und gewann den Prozess.[5]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katharina Saalfrank: Du bist ok, so wie du bist: Das Ende der Erziehung. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, 2013, ISBN 978-3-462-04502-4.
  • Katharina Saalfrank: Die Super Nanny: Glückliche Kinder brauchen starke Eltern. Mosaik bei Goldmann TB, 2007, ISBN 978-3-442-16949-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview mit Jugendmagazin IKK spleens, IKK spleens, 16. August 2012.
  2. „Super Nanny“ Katharina Saalfrank wirft hin, Spiegel-Online, 26. November 2011.
  3. TV-Kritik: „Expedition Familie“: „Super Nanny“ in neuer Mission In: Süddeutsche Zeitung. 17. Januar 2013.
  4. "Expedition Familie" mit Katharina Saalfrank floppt total, t-Online.de, 17. Januar 2013.
  5. Alexander Krei: Landgericht spricht Urteil: "Super Nanny"-Prozess: Kreymeier will keine Berufung, DWDL, 2. Oktober 2015.