Katholische Pfadfinderschaft Europas

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Pfadfinder im Sommerlager
Pfadfinderinnen beim bundesinternen „Hildegardis-Wettkampf“

Die Katholische Pfadfinderschaft Europas (KPE) ist ein katholischer Pfadfinderbund in Deutschland mit etwa 2.500 Mitgliedern.[1] Sie ist Mitglied der Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe (UIGSE). Innerhalb dieses Dachverbandes existiert auch ein österreichischer Verband, der den Namen Katholische Pfadfinderschaft Europas – Österreich (KPE-Ö) führt und in seiner Arbeit der deutschen Organisation nahesteht.

Eng mit der KPE verbunden ist der päpstlich anerkannte und zur Jugendseelsorge beauftragte Orden Diener Jesu und Mariens (Servi Jesu et Mariae – SJM). Die KPE wirkt im Forum Deutscher Katholiken mit.[2] Ihr Präsident ist Marcus Morath.[3] Der KPE wurden unter Berufung auf ihre Veröffentlichungen christlicher Fundamentalismus, Judenfeindlichkeit und Rechtsradikalismus angelastet, was von ihr bestritten wurde.[4][5] Die Gemeinschaft wird von einigen Bischöfen im deutschen Sprachraum unterstützt.

Selbstdarstellung der KPE

Pfadfinderlager

Auf ihrer Homepage beschreibt die KPE ihre Arbeit wie folgt:

„Mit der pfadfinderischen Erziehung fördern wir Mädchen und Jungen ganzheitlich. So können sie verantwortungsvolle, christliche Persönlichkeiten werden, die ihre Fähigkeiten und Talente entfalten, ihr Leben aus der Kraft des Glaubens gestalten und Verantwortung für Gesellschaft und Kirche übernehmen.[6]

Die Bundesordnung nennt konkret fünf Ziele, welche die KPE mit ihrer Jugendarbeit erreichen will:

  1. körperliche Entwicklung,
  2. handwerkliche Geschicklichkeit und Sinn für das Konkrete
  3. Bildung des Charakters und der Persönlichkeit
  4. Sinn für Nächstenliebe und den Dienst am Nächsten
  5. Sinn für Gott und die christliche Erziehung.[7]

Über die Beziehung zu anderen Verbänden heißt es, man „möchte mit den anderen Verbänden, Bünden und Bewegungen des christlichen und nicht-christlichen Pfadfinder- und Pfadfinderinnentums freundliche und brüderliche Beziehungen unterhalten, um gemeinsam im Geiste Baden-Powells und im Rahmen seines ursprünglichen erzieherischen Konzepts eine gerechtere und brüderliche Gesellschaft zu errichten“.[8]

Geschichte

Die KPE wurde am 15. Februar 1976 gegründet. Ihre ersten Mitglieder kamen aus der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), die jedoch nach ihrer Meinung sowohl Pfadfinderarbeit als auch Glaubensleben durch die Reformen nach 1964/1965 und der frühen 1970er Jahre vernachlässigt hatte; vergleichbare Kritik wurde am Bund der Deutschen Katholischen Jugend geübt.[9] Maßgeblich an der Neugründung beteiligt waren Günther Walter und der damalige Jesuit Andreas Hönisch.

1977 wurde die KPE von der Fédération du Scoutisme Européen (FSE), dem Vorgänger der UIGSE, als Vollmitglied aufgenommen. Am 13. März 1977 gründeten KPE, Christliche Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD) und Deutscher Pfadfinderverband (DPV) den Deutschen Pfadfinderring (DPR), der sich als Alternative zum Ring deutscher Pfadfinderverbände verstand und eine internationale Vertretung seiner Mitgliedsverbände anstrebte.[10] 1996 hat sich der Deutsche Pfadfinderring aufgelöst.

1986 verließen einige Gruppen die KPE wegen deren – aus ihrer Sicht – „extremen religiösen Ansichten“ und gründeten einen eigenen Pfadfinderbund, die Europapfadfinder Sankt Michael.[11] Dieser Bund wurde im Bistum Würzburg am 22. Juli 1986 als privater Verein von Gläubigen kirchlich anerkannt.[11]

Anfang der 1990er Jahre kooperierte die KPE – vertreten durch Andreas Hönisch – mit 14 anderen marianischen Vereinigungen, darunter dem Fatima-Weltapostolat, dem Engelwerk, Radio Maria, der Diener Jesu und Mariens und anderen, in der Initiative Vereinigtes Apostolat im Geist Mariens (VAM).[12][13] Zeitgleich warnte Hönisch wiederholt vor einer Verbreitung der vom Engelwerk geheim gehaltenen[14] Privatoffenbarungen von Engelwerk-Gründerin Gabriele Bitterlich; sie würden laut Hönisch „dubiose“ und „problematische“ Dinge beinhalten.[15]

Im Bistum Augsburg wurde die KPE 1992 von Bischof Josef Stimpfle (1916−1996) als kirchliche Jugendgemeinschaft anerkannt. Das Dekret sagte, dass sich der spezifische Charakter der KPE in die grundlegenden Ziele der diözesanen Jugendarbeit einfüge. Genannt wurden: „Persönlichkeit entfalten, Gemeinschaft in Leben und Glauben aufbauen, Mitverantwortung und Mitgestaltung einüben“.[16]

Im gleichen Jahr initiierte die KPE zusammen mit befreundeten Gruppen den „Augsburger Singewettstreit“ als überbündische Veranstaltung nach dem Vorbild des Hamburger Singewettstreits.[17] Bis 1996 fand der Wettstreit jährlich in der Kongresshalle Augsburg statt. An dieser Veranstaltung nahmen als Musiker und Besucher verschiedenste Pfadfindergruppen, Bündische und Wandervögel teil.

1994 sendete der Südwestfunk erstmals den Spielfilm „Himmel und Hölle“, der auf Vorgängen in der KPE basieren soll.[18] Die Authentizität des Filmes ist allerdings fraglich, da ein strafbewehrtes Urteil des Landgerichts Stuttgart (Az. 17 O 190/96) gegen den Filmproduzenten ausgesprochen wurde und der Bezug zwischen dem Film und der KPE seither nicht mehr hergestellt werden darf. Auch die Diözese Augsburg hat die KPE in einer Presseerklärung offiziell in Schutz genommen und sich „nachdrücklich gegen die in verschiedenen Medien erhobenen Vorwürfe und Unterstellungen gegen (...) die jungen Menschen in der KPE“ gewandt.[19] Trotzdem wurde die KPE infolge des Filmes massiv in der Presse angegriffen.

1996 wurde der Augsburger Singewettstreit in das verkehrstechnisch besser gelegene Würzburg verlegt, wo er bis 2005 im Würzburger-Congress-Centrum stattfand. Die Ausrichtung des Wettstreits übernahm mit dem Umzug der Pfadfinderring Bayern e.V., in dem die KPE Mitglied ist.[20]

Am 22. Februar 2003 führte die KPE zum ersten Mal den Singe- und Instrumentalwettstreit Neu-Ulmer Meistersinger durch. Seither fand die Veranstaltung jedes Jahr im Frühjahr im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm statt. Zum Wettstreit sind Pfadfindergruppen aus allen Verbänden eingeladen.[21]

Im gleichen Jahr ging aus der KPE die Gemeinschaft der Ancillae Domini hervor.[22]

Im Sommer 2004 distanzierte sich die Deutsche Bischofskonferenz laut Aussage der ARD-Sendung Monitor von der KPE. Die Redaktion erhielt die Antwort, die KPE sei kein „offiziell anerkannter Jugendverband“.[4]

Ende 2004 verließen zwei Gruppen und drei Mitglieder der österreichischen Bundesführung die dortige KPE-Ö, da ihrer Meinung nach der deutsche Verband – insbesondere Andreas Hönisch – versuchte, größeren Einfluss in der österreichischen Organisation zu gewinnen.[23]

Am 25. Januar 2008 verstarb Pater Hönisch, der seit dem Gründungsjahr Bundeskurat der KPE gewesen war. Beim nachfolgenden Bundesthing 2009 wurde P. Paul Schindele zum Nachfolger gewählt.

Im April 2009 beschloss das Bundesthing der KPE eine neue Satzung einschließlich einer zusätzlichen Bundesordnung. Dadurch wurde die bisherige Doppelstruktur von Verwaltungsrat und Vorstand abgeschafft. Geblieben ist der Vorstand, der sich aus Präsident, Bundesfeldmeister, Bundesmeisterin, Schatzmeister, Sekretär, Bundeskurat zusammensetzt, die vom Bundesthing auf vier Jahre gewählt werden.[24]

2011 änderte das Bundesthing das Pfadfindergesetz der KPE in vier Artikeln, um die deutsche Fassung dem offiziellen Text der UIGSE anzupassen.[25]

Am 7. Oktober 2012 wurde Martin Hafner, vormals Bundesfeldmeister der KPE, zum Commissaire Fédéral der UIGSE, dem europäischen Dachverband der KPE, gewählt.[26]

2014 hieß Joachim Kardinal Meisner, Erzbischof von Köln, die KPE in einem Brief ausdrücklich in seinem Erzbistum willkommen. Er begrüße das Engagement der Katholischen Pfadfinderschaft Europas im Erzbistum Köln. Meisner betonte: „Die Jugendarbeit der Katholischen Pfadfinderschaft Europas (...) ist eine Ausdrucksform der Jugendpastoral, für die ich sehr dankbar bin“.[27]

Im Sommer 2014 fand in der Normandie das 4. Eurojam der UIGSE mit 12.000 Teilnehmern statt, davon 450 KPE-Pfadfinder.[28] Papst Franziskus schrieb in seiner Grußbotschaft zu diesem Treffen: „Ihr seid die wahren Protagonisten dieser Welt, ihr seid nicht nur Zuschauer.“[29]

Am 27. Februar 2016 feierte die KPE im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm das 40-jährige Bestehen und das 60-jährige Gründungsjubiläum ihres Dachverbandes UIGSE-FSE. Unter den knapp 1000 Gäste waren KPE-Mitarbeiter aus den Gründerjahren wie Günther Walter, Edeltraut Wessler, P. Richard Pühringer CPPS (vormals ORC)[30] und Gisela Scholtissek. In einem Grußwort lobte Weihbischof Wörner die KPE für ihre Treue zu Jesus Christus.[3] Die Bundeswallfahrt vom 11.–12. Juni 2016 stand gleichfalls unter dem Zeichen des Jubiläums und führte nach Retzbach am Main.[31]

Organisation und Struktur

Aufbau des Bundes

Die Bundesstruktur der KPE gliedert sich in drei Ebenen: Bund, Länder und Stämme. Die KPE-Länder orientieren sich in etwa an den Grenzen der deutschen Bundesländer, allerdings ist die KPE nicht in allen Bundesländern vertreten. Derzeit gibt es folgende KPE-Länder: Baden-Württemberg, Bayern, Franken, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg. Gruppen in Regionen ohne Landesstruktur sind in ihrer Organisation an ein bestehendes KPE-Land angeschlossen.

Die Ortsgruppen werden als Stämme bezeichnet und sind gemäß den verschiedenen Altersstufen in weitere Kleingruppen untergliedert. Auf jeder Ebene des Bundes ist das Thing das höchste beschlussfassende Organ (Bundesthing, Landesthing, Stammesthing); es tritt mindestens alle zwei Jahre zusammen. Entscheidungen werden demokratisch gefällt. Wahlberechtigt sind alle ausgebildeten und aktiven Gruppenleiter.

Eine ausführliche Beschreibung der Struktur und Organisation der KPE ist in der Satzung und der Bundesordnung niedergelegt.[24]

Altersstufen

Die Ortsgruppen der KPE untergliedern sich in drei Altersstufen mit einem je angepassten pädagogischen Konzept.

  • Wölflingsstufe: 7-12 Jahre. Vier bis acht Wölflinge bilden ein Rudel, mehrere Rudel bilden eine Meute.
  • Pfadfinderinnen- und Pfadfinderstufe: 12-17 Jahre. Vier bis acht PfadfinderInnen bilden eine Gilde (bei den Pfadfindern: Sippe), mehrere Gilden/Sippen bilden einen Trupp.
  • Ranger- und Roverstufe: ab 17 Jahre. Vier bis acht Ranger/Rover bilden eine Runde, mehrere Runden bilden einen Clan.

Überverbandliche Einordnung

Die KPE ist Mitglied des internationalen Pfadfinderverbandes der UIGSE, der mit ca. 55.000 Mitgliedern in 19 Ländern vertreten ist. Gemeinsame Begegnungslager über die Grenzen des eigenen Landes hinaus gehören zum Gruppenleben der Pfadfinder- und Ranger-/Roverstufe. Die UIGSE besitzt einen Beraterstatus beim Europarat und ist vom Päpstlichen Rat für Laien als kirchliche Laienorganisation anerkannt. Ein einheitliches Zeremoniell, Pfadfindertracht, Pfadfindergesetz und Pädagogik verbindet alle Mitgliedsverbände der UIGSE.

Die KPE ist außerdem Mitglied im Gesprächskreis Geistlicher Gemeinschaften und Bewegungen (GGG) der katholischen Kirche in Deutschland.[32]

Publikationen der KPE

Die Bundeszeitschrift der KPE für alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Verbandes trägt den Titel Die Spur. Bis ins Jahr 1996 erschien sie vierteljährlich, seit 1997 drei Mal im Jahr. Die Zeitschrift Ad Mariam Europa wird speziell für die Gruppenleiter der KPE publiziert und behandelt entsprechende Themen. Sie erscheint in unregelmäßigen Abständen. Seit 1982 gibt die KPE vierteljährlich die Zeitschrift Pfadfinder Mariens heraus, die sich an einen weiteren Kreis von Freunden der KPE richtet.[33]

Außenwahrnehmung und Stellungnahmen

Von Außenstehenden wurde die Arbeit der KPE kontrovers bewertet. Besonders in den 1990er Jahren stand die KPE im Zentrum heftiger Auseinandersetzungen.

Bezüglich der Glaubensvermittlung wurde der KPE vorgeworfen, ihre Mitglieder zur Beteiligung an religiösen Übungen zu drängen, besonders zur heiligen Messe und zur Beichte. Vor allem Anfang der 1990er Jahre gab es Kontakte zum Engelwerk, die als Indizien für eine Nähe zu katholisch-fundamentalistischen Kreisen gewertet wurden.[34][13][12] Aus demselben Jahrzehnt stammt der Vorwurf, die Katechese der KPE enthalte apokalyptische Vorstellungen.[35] Nach Angaben des Dogmatikers Franz Gruber von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz fanden sich in der Arbeit der KPE fundamentalistische Elemente.[36]

Hans-Gerd Jaschke von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin erklärte in einer Monitorsendung 2004, in Publikationen der KPE Hinweise auf christlichen Fundamentalismus, völkischen Nationalismus und antisemitische Anspielungen gefunden zu haben. Er bezog sich dabei auf die KPE-Zeitschrift Pfadfinder Mariens, in der der Weltenburger Altabt Thomas Niggl OSB, ein Mitglied des Engelwerkes,[37] im Frühjahr 2003 als Gastautor zum Thema des demographischen Wandels behauptet hatte: „Man kann nicht daran zweifeln, dass das deutsche Volk in seinem biologisch-ethnischen Bestand und in seiner kulturellen religiösen Identität aufs Schwerste bedroht ist“. Jaschke erklärte dazu: „Man muss deutlich betonen, dass die beiden letzteren Teile […] deckungsgleich sind mit dem modernen Rechtradikalismus“. Im selben Artikel verbreitete Niggl Thesen der rechtsextremen Deutschen Studiengemeinschaft, die er als „wertvolle Anregungen“ lobte.[38][39][40][41][4] In derselben Monitor-Sendung erklärte Pater Anton Bentlage SJM zu Niggls Behauptungen: „Dankeschön. Dankeschön. Es ist … eine Sache, erst einmal habe ich schon ausgedrückt, dass es uns hauptsächlich um die KPE geht und da müssen Sie sich vielleicht dann … tja. … Danke.“[4]

Ende 2011 hat die Bundesleitung der KPE zu diesen Kritikpunkten und Feststellungen Position bezogen. Dabei distanzierte sich die KPE ausdrücklich von rechtsradikalem Gedankengut und Antisemitismus. In religiösen Fragen lehne man Sonderlehren, die von der allgemeinen Lehre der Kirche abweichen, für die KPE grundsätzlich ab, ebenso Druck und Zwang als pädagogische Methoden der Glaubensvermittlung. Verbindungen zum Engelwerk – sowohl organisatorischer als auch inhaltlicher Art – wurden nachdrücklich bestritten.[5] Der Vorwurf der Rechtslastigkeit wurde 2012 erneut erhoben.[42]

Die Positionen der in der Deutschen Bischofskonferenz zusammengeschlossenen Bischöfe zur KPE waren bisher uneinheitlich. Der Augsburger Bischof Josef Stimpfle anerkannte 1992 in seiner Diözese die KPE als „kirchliche Jugendgemeinschaft“.[16] 1995 warnte das Jugendamt des Erzbistums München und Freising vor der Vereinigung; Kinder und Jugendliche seien dort zu willigen Werkzeugen ihrer Erzieher gemacht worden.[43] Die DBK erklärte 2004, die KPE sei kein „offiziell anerkannter Jugendverband“.[4] Von mehreren deutschsprachigen Bischöfen gab es Signale des Wohlwollens und der Anerkennung, unter anderem von Kurt Krenn im Bistum St. Pölten, Joachim Meisner im Erzbistum Köln, Gregor Maria Hanke OSB im Bistum Eichstätt, Engelwerk-Mitglied Athanasius Schneider ORC, Weihbischof im Bistum Karaganda (seit 2011 Erzbistum Astana) sowie Walter Mixa und Konrad Zdarsa im Bistum Augsburg.[4][27][44][45][46][47][48][49]

Florian Wörner, Weihbischof der Diözese Augsburg und Leiter des dortigen Jugendamtes, erklärte im Februar 2013 anlässlich eines Treffens mit der KPE: „Ich betrachte mein Kommen […] als Ausdruck meiner Wertschätzung eurer Arbeit. In meiner Aufgabe als Leiter des bischöflichen Jugendamtes habe ich in den letzten sieben Jahren die Zusammenarbeit mit der KPE als äußerst gut und transparent erlebt. Es war ein offenes und gutes Miteinander. Die KPE hat sich in den verschiedenen Bereichen der diözesanen Pastoral sehr positiv mit eingebracht.“[50] Anerkennend erwähnte der Weihbischof, dass sich KPE-Mitglieder auch außerhalb der eigenen Verbandsstruktur in verschiedenen Initiativen wie z. B. Nightfever im Bistum engagierten.[51]

Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng, ein Mitglied des Opus Dei, ermutigte im Sommer 2013 die Mitglieder der KPE, viele Jugendliche für ihre Gruppen zu gewinnen. Die Etappen der Pfadfinderpädagogik seien „etwas, was Gott euch schenkt, damit ihr wirksam werdet […] dort, wo ihr arbeitet, dort wo ihr seid“.[52][53] Joseph Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., hat 2003 vor seiner Wahl zum Papst die KPE ausdrücklich gelobt und alle Unterstützung empfohlen: „Die Jugendarbeit in der KPE ist im Ganzen durchaus positiv einzuschätzen und gibt vielen jungen Menschen eine solide Grundlage für ihren Weg im Leben“.[4]

Siehe auch

Literatur

  • Andreas Hönisch: Liebe Freunde von Pfadfinder Mariens. 1. Band. SJM-Verlag, Meckenheim 2001. ISBN 3-932426-20-7
  • Bundesvorstand der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (Hrsg.): Arbeitspapier mit Dokumenten zum Phänomen der „Katholischen Pfadfinderschaft Europas“ (KPE) sowie zu neueren Entwicklungen im Spektrum katholischer Splittergruppen. Georgs-Verlag, Neuss 1994
  • Katholische Pfadfinderschaft Europas: Wegweiser. Religiöses Leben in der Katholischen Pfadfinderschaft Europas, 2. Auflage, München 2015
  • Katholische Pfadfinderschaft Europas: Grundlagentexte, München 2015
  • Alfred Pokorn / Günther Walter: Pfadfinder-Handbuch, 5. erweiterte und vollständig neu überarbeitete Auflage. SJM-Verlag, Neusäß 2010. ISBN 978-3-932426-02-5
  • Barbara Roczniak / Anton Bentlage: Leitfaden für die Wölflingsstufe. SJM-Verlag, Neusäß 2013. ISBN 978-3-932426-57-5
  • Günther Walter: Deine Sippe, Kornett. 2. erweiterte Auflage. SJM-Verlag, Neusäß 2002. ISBN 978-3-932426-22-3
  • Günter Wondrak, besorgt von Günther Walter: Selig, die reinen Herzens sind. Verlag „Hl. Pater Maximilian Kolbe“, Langen, 2. Auflage Januar 1990

Weblinks

 Commons: Katholische Pfadfinderschaft Europas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Der Große Pauli. Pfadfinderbünde und –verbände in Deutschland, Band 2. Spurbuchverlag, Baunach 2012, S. 78.
  2. Forum Deutscher Katholiken: Mitwirkende Gemeinschaften, abgerufen am 7. April 2011
  3. a b Maria Dux: Die KPE – katholisch, pfadfinderisch und europäisch. In: Der Fels, Mai 2016, Seiten 20 f
  4. a b c d e f g Katholischer Fundamentalismus: Pfadfinder auf Abwegen. ARD-Monitor (22. Juli 2004), archiviert vom Original am 8. September 2012, abgerufen am 23. September 2009 (PDF; 82 kB).
  5. a b Klarstellungen zu Vorwürfen gegen die KPE in: Ad Mariam Europa Nr. 38 / Dezember 2011, 9-18.
  6. Unser Ziel. Katholische Pfadfinderschaft Europas, abgerufen am 12. November 2013.
  7. Katholische Pfadfinderschaft Europas, Bundesordnung Nr. 1.2, abgerufen am 12. November 2013.
  8. Katholische Pfadfinderschaft Europas, Eigendarstellung und erzieherisches Ziel, Nr. 1.1, abgerufen am 12. November 2013.
  9. Andreas Hönisch: Liebe Freunde von Pfadfinder Mariens. Band 1. SJM-Verlag, Meckenheim 2001, ISBN 3-932426-20-7, S. 5 f.
  10. Nachrichten aus den Bünden: 2. Deutscher Pfadfinderring e. V. In: Siegfried Schmidt (Hrsg.): Nachrichten-Dienst. Berichte aus dem Leben bündischer Gemeinschaften. Nr. 38, Dezember 1977, S. 31.
  11. a b Europapfadfinder Sankt Michael: Jubiläumsschrift zum 20-jährigen Bestehen des Bundes. Europapfadfinder Sankt Michael, abgerufen am 19. März 2014.
  12. a b Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum, Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, S. 230, ISBN 3-7013-0854-3
  13. a b Mitgliederverzeichnis des VAM, 1990. Online unter Heiner Boberski: Im Reich der Engel und Dämonen. Publiziert in: Heiner Boberski: Mächtig – Männlich –Mysteriös. Ecowin Verlag, Salzburg 2005, ISBN 9783902404169
  14. Das einfache Schweige-Versprechen im Werk der heiligen Engel. In: Rituale des Opus Sanctorum Angelorum, Innsbruck 1970, S. 70
  15. Andreas Hönisch, Pfadfinder Mariens 1990/1, S. 1-2; Pfadfinder Mariens 1993/3, S. 1-2.
  16. a b Josef Stimpfle: Erklärung des Bischofs von Augsburg zur Katholischen Pfadfinderschaft Europas (KPE). In: Amtsblatt für die Diözese Augsburg. 15. April 1992.
  17. „Gelungene Premiere in Augsburg“, in Scouting 1/1992, S. 17−20.
  18. Hans Strobel: Himmel und Hölle – 1994 in: Kinder- und Jugendfilm Korrespondenz 62 (2/1995). ISSN 0721-8486
  19. Bischöfliche Pressestelle Augsburg, Stellungnahme zum Film „Himmel und Hölle“ von Hans-Christian Schmid, 22. Dezember 1994.
  20. „Umzug nach Würzburg ein Erfolg“ in Scouting 1/1996, S. 29-32.
  21. Homepage der Neu-Ulmer Meistersänger. Abgerufen am 27. März 2013.
  22. Diener Jesu und Mariens: Ancillae Domini
  23. Differenzen innerhalb der KPE Österreich. stjosef.at (10. Januar 2005), archiviert vom Original am 4. März 2016, abgerufen am 14. Juli 2008.
  24. a b Katholische Pfadfinderschaft Europas (Hrsg.): Grundlagentexte. München 2015 (online).
  25. Günther Walter / Markus Christoph, „Die KPE verbessert die Formulierung ihres Pfadfindergesetzes“, In: Die Spur, Nr. 132 / 2011, S. 6-9.
  26. „KPE'ler übernimmt Verantwortung auf Europaebene“, In: Die Spur Nr. 136 / Dezember 2012, 54.
  27. a b Joachim Kardinal Meisner, Brief an die Katholische Pfadfinderschaft Europas (5. Februar 2014). Abgerufen am 14. September 2016 (PDF).
  28. Eurojam2014. Abgerufen am 14. September 2016.
  29. Radio Vatikan vom 4. August 2014: Frankreich: Papstbotschaft an europäische Pfadfinder; abgerufen am 25. Oktober 2016
  30. Von Engeln, Dämonen und einem Bischof aus St. Pölten. Der Standard vom 16. Januar 2002
  31. Pressestelle des Bistums Würzburg: Rund 850 junge Wallfahrer. 16. April 2016, abgerufen am 24. Oktober 2016.
  32. http://katholischebewegungen.de. Abgerufen am 10. November 2016.
  33. Unsere Zeitschriften. Website der KPE, undatiert.
  34. Krieg gegen den Teufel, Ideen aus dem Mittelalter (Memento vom 15. Juli 2015 im Internet Archive), Hamburger Morgenpost, 7. Februar 2009
  35. ohne Autor: Merkmale des katholischen Fundamentalismus. In: Jugend & Gesellschaft. April 1996, ISSN 0174-3643.
  36. Josef Wallner: Abgrenzen und doch die gemeinsame Basis suchen. In: KirchenZeitung Diözese Linz. 2. Mai 2007.
  37. Heiner Boberski: Das Engelwerk. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, S. 235
  38. Zur Lage des Volkes. (Memento vom 10. Dezember 2004 im Internet Archive) Deutsche Studiengemeinschaft, undatiert. Alle Thesen und die Zusammenfassung sind identisch mit Niggls Aussagen
  39. Felix Buck, Rolf Kosiek und Uwe Rheingans (jeweils NPD) sowie Albrecht Jebens (vormals CDU), Günter Poser (vormals REP), Edmund Sawall und Walter Staffa: Deutsche Studiengemeinschaft: Bekenntnis zum Deutschen Volk. (Memento vom 10. Dezember 2004 im Internet Archive) September 2001. Einleitung und These 5 sind identisch mit Niggls Aussagen. In Pfadfinder Mariens 2003/4 verwies Bundesfeldmeister Günther Walter auf das Buch Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen des DSG-Mitverfassers Kosiek.
  40. Thomas Niggl: Deutschlands Zukunft. In: Pfadfinder Mariens, 2003/2, S. 3 f. Niggl stellte dort seinen Aussagen voran: „Die Deutsche Studiengemeinschaft (DSG) (Postfach 1701, 71207 Leonberg) hat darüber wertvolle Anregungen gegeben: (...)“
  41. Zur Einstufung der Deutschen Studiengemeinschaft siehe Verfassungsschutzbericht Baden-Württemberg 2003, S. 189 (Memento vom 13. Januar 2006 im Internet Archive)
  42. Andrea Röpke: Mädelsache! – Frauen in der Neonazi-Szene. Christoph Links Verlag, Onlinefassung Berlin 2012. ISBN 978-3-86153-615-4
  43. Realschule Auerbach: Weitere Beweise für Engelwerk-Nähe und Kondom-Verteil-Aktion lassen die Schule nicht zur Ruhe kommen. Radio Mainwelle vom 13. November 2001
  44. 750 KPEler feiern zusammen mit Bischof Hanke (26. Mai 2014). Abgerufen am 10. November 2016.
  45. Bemerkenswert ist Eure ungebrochene Treue zur Kirche und zu Christus (3. März 2016). Abgerufen am 16. September 2016.
  46. Aus dem Leben der KPE. Pfadfinder Mariens 2008/3, S. 8
  47. Zu Athanasius Schneiders Engelwerk-Mitgliedschaft siehe ferner Gernot Facius: Obskures "Engelwerk" feiert Anerkennung durch den Papst. Die Welt vom 11. Oktober 2010
  48. Katholische Pfadfinderschaft Europas, Stamm Landsknechte Finning: Bischof Walter Mixa und unsere Pfadfinder nach der Sebastiansprozession in Landsberg. kpe-finning.de 2007
  49. 400 junge Pfadfinder hören in Violau die Predigt des Bischofs. Augsburger Allgemeine vom 17. Juni 2015
  50. Der Weihbischof und Leiter des diözesanen Jugendamtes Augsburg zu Gast beim Stufentreffen der KPE. Abgerufen am 18. März 2013.
  51. Ein Thema, das auf den Nägeln brennt. Abgerufen am 18. März 2013.
  52. Akademie mit Bischof DDr. Klaus Küng, Nuntius S.E. Dr. Zurbriggen und Ehepaar DDDr. Egger. Abgerufen am 6. Dezember 2013.
  53. Zu Küngs Opus-Dei-Mitgliedschaft siehe ferner Dietmar Neuwirth: Schönborn bremst Opus-Dei-Bischof. Die Presse vom 21. Januar 2014