Katholische Theologie

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Der Begriff katholische Theologie wird sowohl zur Bezeichnung der Theologie als wissenschaftlicher Disziplin innerhalb des konfessionellen Horizonts der römisch-katholischen Kirche (Materialobjekt) als auch zur Bezeichnung der spezifischen Methodik ebendieser Disziplin (Formalobjekt) verwendet.

Materialobjekt der katholischen Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inhaltlich geht es darum, vom dreifaltigen Gott zu reden, der sich geoffenbart hat als Schöpfer, in der Erschaffung, Gestaltung und Erhaltung der Welt, als Retter und Erlöser, vor allem in der Gestalt Jesu Christi sowie als Heiliger Geist, in der ständigen Erneuerung und erhofften Vollendung der Welt. Der Kirche und ihrem Wirken im Heiligen Geist ist dies als Offenbarung zur Auslegung, Verkündigung und Heilwirkung (besonders in den Sakramenten) anvertraut. Hieraus ergibt sich der heilsbedeutsame Bezug alles Geschaffenen auf Gott hin, der als Ursprung und Ziel allen Seins begriffen wird. Insbesondere der Mensch, obwohl ein der Sünde Verfallener von Anfang an, wird verstanden als der durch Gott Erwählte und Berufene sowie durch Jesus Christus im Heiligen Geist durch das Geschenk der Erlösung Gerechtfertigte. Nimmt er dies in Glaube und Taufe an und bewahrt es im Leben in Werken der Liebe, so wird ihm die Vollendung im Heiligen Geist geschenkt.

Formalobjekt der katholischen Theologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Methodisch versteht sich katholische Theologie als verantwortliche Rede von Gott, die sich den beiden Polen von Glaube und Vernunft verpflichtet weiß. Der Glaubensbezug wird offen aufgewiesen und in der Trias der Verpflichtung auf die Heilige Schrift, die kirchliche Tradition sowie das Lehramt der Kirche einzulösen versucht. Der Vernunftbezug erweist sich in der inneren Rationalität der Theologie als Glaubenswissenschaft und zugleich in ihrer Fähigkeit zum offenen und gleichzeitig kritischen Dialog mit nichttheologischen Disziplinen (an erster Stelle mit der Philosophie, aber auch mit den übrigen Humanwissenschaften sowie den Naturwissenschaften) und nicht zuletzt auch mit der jeweiligen Kultur.

Bekannte Theologen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neutestamentlich gelten der Apostel Paulus und Evangelist Johannes als besonders theologisch versiert, wenngleich die anderen Autoren des Neuen Testament ebenso als Theologen gelten können. Paulus’ christozentrische Lehre leitete die Loslösung des Christentums vom Judentum und die Ausbildung einer eigenständigen, schließlich weltumspannenden Religion ein. In der Antike ist der Kirchenvater Augustinus zu nennen, wie kein anderer hat er die westliche Theologie und Frömmigkeit geprägt. Vom scholastischen Mittelalter bis in die Neuzeit galt Thomas von Aquin als wichtiger theologischer Denker und Apologet. Seine Theologie brachte eine Wende zur rationalen Analyse und zur wissenschaftlichen Forschung.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]