Kaveri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt einen Fluss in Südindien. Für die gleichnamige Prozessorfamilie siehe AMD Kaveri.
Kaveri
Oberlauf des Kaveri nahe der Grenze zwischen Karnataka und Tamil Nadu

Oberlauf des Kaveri nahe der Grenze zwischen Karnataka und Tamil Nadu

Daten
Lage Indien
Flusssystem Kaveri
Quelle in den Westghats westlich von Madikeri
12° 38′ 0″ N, 75° 52′ 0″ O
Quellhöhe 1276 m
Mündung in den Golf von BengalenKoordinaten: 11° 22′ 13″ N, 79° 49′ 41″ O
11° 22′ 13″ N, 79° 49′ 41″ O
Mündungshöhe m
Höhenunterschied 1276 m
Länge 760 km
Einzugsgebiet 81155 km²[1]
Abfluss MQ
677 m³/s
Linke Nebenflüsse Arkavati, Hemavati
Rechte Nebenflüsse Kapilá, Amaravathi
Durchflossene Stauseen Krishnarajasagara-Stausee, Stanley-Stausee
Großstädte Erode, Tiruchirappalli, Thanjavur, Kumbakonam
Mittelstädte Karaikal
Verlauf des Kaveri

Verlauf des Kaveri

Kaveri im Ranganathittu-Vogelschutzgebiet nahe Shrirangapattana

Kaveri im Ranganathittu-Vogelschutzgebiet nahe Shrirangapattana

Der Kaveri (Kannada: ಕಾವೇರಿ Kāvēri, Tamil: காவிரி Kāviri; früher auch anglisiert Cauvery, seltener Kavery) ist ein Fluss im Süden Indiens.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaveri entspringt in den Westghats westlich von Madikeri im Bundesstaat Karnataka und fließt dann in zumeist östlicher oder südöstlicher Richtung durch Karnataka und Tamil Nadu zur Koromandelküste, wo er nach 60 Kilometern in einem breit gefächerten Delta in den Golf von Bengalen mündet. Größere Städte an seinen Ufern sind Erode, Tiruchirappalli, Thanjavur, Kumbakonam und Karaikal.

Stauseen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaveri ist zur Trockenzeit nur teilweise schiffbar, spielt aber eine wichtige Rolle für den Bewässerungsfeldbau sowie für die Energieerzeugung. Zu diesen Zwecken wird der Fluss mehrfach gestaut. Die größten Stauseen sind der Krishnarajasagara-Stausee nahe Mysore in Karnataka und der Stanley-Stausee bei Mettur in Tamil Nadu. Letzterer wird auch für die Binnenfischerei genutzt. Seit Jahren besteht ein Streit um die Wasserverteilung zwischen den Bundesstaaten Karnataka und Tamil Nadu (Kaveri River water dispute).[2]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ranganathittu-Vogelschutzgebiet Shrirangapattana leben u. a. Störche (Buntstörche), Ibisse (Schwarzkopfibisse), Löffler, Kormorane, Reiher, Hinduseeschwalben (Sterna aurantia), Eisvögel und Sumpfkrokodile.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kaveri gilt den Hindus als heilig und wird daher auch als Dakshina Ganga („Ganges des Südens“) bezeichnet. Seine Quelle ist ein wichtiger Pilgerort (Talakaveri). Er bildet mehrere große Flussinseln, von denen drei ebenfalls von besonderer religiöser Bedeutung sind: Shrirangapattana und Shivanasamudram in Karnataka sowie Srirangam in Tamil Nadu.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kaveri – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel Kaveri in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D057364~2a%3D~2b%3DKaveri
  2. Fabian Kretschmer: Ein Streit um kostbares Nass - Wassermangel in Südindien. In: TAZ. 22. September 2016, abgerufen am 22. September 2016 (deutsch).