Kay Johannsen

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Kay Johannsen

Kay Johannsen (* 1. Oktober 1961) ist ein deutscher Organist, Cembalist, Komponist, Dirigent und Chorleiter.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte Kirchenmusik, Orgel und Dirigieren in Freiburg im Breisgau und Boston. Seit 1994 ist er Kantor und Organist an der Stiftskirche Stuttgart, wo er die Stuttgarter Kantorei gründete und die „Stunde der Kirchenmusik“ künstlerisch leitet. 1998 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Er gewann mehrere Preise bei nationalen und internationalen Orgelwettbewerben, so den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn 1988.

Seit seinem mit Auszeichnung abgeschlossenen Solistendiplom gastiert Kay Johannsen als Organist bei Festivals in Europa, Asien, Südamerika, Südafrika und den USA. Als Solist in Konzerten und Orgelsymphonien von Händel, C. P. E. Bach, Bossi, Strauss, Rheinberger, Saint-Saëns, Dupré, Poulenc, Förtig, Katzer, von Bose und Rihm trat er mit vielen Symphonieorchestern im In- und Ausland auf. Als Generalbassspieler wirkte er bei den Berliner Philharmonikern unter Claudio Abbado, den Wiener Philharmonikern unter Trevor Pinnock oder den Berliner Barocksolisten mit. Es entstanden Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland, sowie zahlreiche mit Preisen (wie dem „Diapason d’or“ und dem „Goldenen Bobby“ des Verbands deutscher Tonmeister) ausgezeichnete CDs mit Orgelwerken von Bach, Boëly, Mendelssohn, Brahms, Liszt, Franck, Reger, Widor und Förtig. Auf der neuen Mühleisenorgel der Stuttgarter Stiftskirche spielte er im Sommer 2007 in einem Konzertzyklus sämtliche Orgelwerke von Johann Sebastian Bach (dokumentiert in einer CD-Einspielung). Als Cembalist debütierte er 2003 mit den Goldbergvariationen, 2004 folgte die Kunst der Fuge, 2005 das Wohltemperierte Klavier I. und 2006 die Sechs Partiten. Die Chor- und Orgelkompositionen Johannsens erscheinen im Carus-Verlag.

Als Dirigent führte Kay Johannsen mit seinen Klangkörpern, der Stuttgarter Kantorei, dem Ensemble 94 und dem Solistenensemble Stimmkunst, oratorische Werke von Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schmidt (Das Buch mit sieben Siegeln), Frank Martin (Golgotha) und Wolfgang Rihm auf. In besonderen thematischen Zyklen widmet er sich auch den Oratorien, Kantaten, Orchesterkonzerten und der Kammermusik von J. S. Bach.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompositionen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nachtbus (Orgeloper, 2010)[2]
  • Concerto for organ, strings and percussion (2014)[3]
  • Ihrer ist das Himmelreich für Soli, Chor und Orchester (2015)[4]
  • Credo in Deum für Soli, Chor und Orchester (2017)[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Staufermedaille an Kay Johannsen. Staatsministerium Baden-Württemberg, 19. Januar 2018, abgerufen am 19. Januar 2018.
  2. Kay Johannsen: "Nachtbus" (Orgeloper; Videodokument von der Uraufführung am 5. September 2010). In: YouTube. Abgerufen am 5. März 2018.
  3. Kay Johannsen: "Concerto for organ, strings and percussion" (Videodokument der Uraufführung am 1. August 2014). In: YouTube. Abgerufen am 5. März 2018.
  4. Kay Johannsen: Ihrer ist das Himmelreich (Videodokument von der Aufführung am 27. Oktober 2017). In: YouTube. Abgerufen am 5. März 2018.
  5. Kay Johannsen: "Credo in Deum"; Videodokument der Aufführung am 27. Oktober 2017. In: YouTube. Abgerufen am 5. März 2018 (englisch).