Kazinga-Kanal

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Kazinga-Kanal
Kazinga
Der kleinere Georgsee ist durch den natürlichen Kanal mit dem größeren Eduardsee verbunden

Der kleinere Georgsee ist durch den natürlichen Kanal mit dem größeren Eduardsee verbunden

Daten
Lage Queen-Elizabeth-Nationalpark
Distrikt Bushenyi und Kasese
UgandaUganda Uganda
Flusssystem Nil
Abfluss über Semliki → Albert-Nil → Bahr al-Dschabal → Weißer Nil → Nil → Mittelmeer
Ursprung Georgsee
0° 4′ 15″ S, 30° 9′ 27″ O
Mündung in den EduardseeKoordinaten: 0° 12′ 33″ S, 29° 53′ 13″ O
0° 12′ 33″ S, 29° 53′ 13″ O

Länge 32 km[1]
Flusspferde im Kazinga-Kanal

Flusspferde im Kazinga-Kanal

Der Kazinga-Kanal (Kazinga Channel) ist ein breiter, 32 km langer natürlicher Kanal in Uganda, der den Georgsee und den größeren Eduardsee verbindet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer am Ufer des Kanals

Er ist das dominierende Element des Queen-Elizabeth-Nationalparks und zieht eine Vielzahl von Vögeln und anderen Tieren an. Insbesondere findet man hier eine der weltweit dichtesten Populationen von Flusspferden und Nilkrokodilen.[1] Der Kanal ist daher auch ein beliebtes Ziel des Safari-Tourismus.[2]

Der kleinere Georgsee ist durchschnittlich nur 2,4 m tief und wird hauptsächlich durch Bäche gespeist, die im Ruwenzori-Gebirge entspringen. Durch den Kazinga-Kanal fließt das Wasser weiter in den deutlich größeren und im Schnitt 17 m tiefen Eduardsee. Der Wasserstand des Kanals ist aufgrund des geringen Höhenunterschieds zwischen den beiden Seen relativ konstant.

Die beiden Seen wurden nach den britischen Monarchen Edward VII. und George V. benannt. Vor dessen Umbenennung in Queen-Elizabeth-Nationalpark war der Kanal selbst Namensgeber des 1952 eingerichteten Kazinga-Nationalparks, der beiderseits des Wasserlaufs den Bereich zwischen den beiden Seen umfasst.[3]

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 verstarb am Kanal eine große Zahl von Flusspferden an den Folgen eines Milzbrand-Ausbruchs. Diese Krankheit kann auftreten, wenn Tiere während der Trockenmonate Überreste von Vegetation fressen und dabei Bakterien aufnehmen, die im trockenen Boden Jahrzehnte überdauern können.[4]

Weiterführende Links[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kazinga Channel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kazinga Channel Safari in Uganda. In: Queen Elizabeth National Park Uganda. 28. September 2012, abgerufen am 3. Februar 2018.
  2. Uganda cracks down on ‘dissenting’ Rwenzururu kingdom. In: BBC News. 3. Dezember 2016, abgerufen am 3. Februar 2018.
  3. Queen Elizabeth National Park. In: Eco Trends Ltd. Abgerufen am 3. Februar 2018.
  4. Anthrax kills 300 hippos in Uganda. In: ABC News. 18. Februar 2005 (net.au [abgerufen am 3. Februar 2018]).