Keeken

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Koordinaten: 51° 50′ 44″ N, 6° 4′ 57″ O

Keeken
Stadt Kleve
„In Silber (Weiß) ein rotes Krückenkreuz.“
Höhe: 12 m
Fläche: 9,86 km²
Einwohner: 690 (31. Dez. 2012)
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47533
Vorwahl: 02821
katholische Kirche Keeken
Katholische Kirche Keeken
evangelische Kirche Keeken
Windmühle Keeken

Keeken ist ein Streudorf am untersten Niederrhein, unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze, und ist ein Teil der Stadt Kleve. Ende 2012 hatte Keeken 690 Einwohner(Stand: 31. Dezember 2012)[1] (2009: 788[2]; 2005: 768; 2004: 716). Das durch die Landwirtschaft geprägte Dorf umfasst eine Fläche von 9,86 km² (10 % des Stadtgebietes Kleve) und befindet sich auf einer mittleren Höhe von 12 Metern über NN.

Die Ortschaft Keeken liegt inmitten des Naturschutzgebietes Düffel. Große umgebende Gebiete sind geschützt nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH), sowie nach der europäischen Richtlinie zur Erhaltung wildlebender Vogelarten (Vogelschutzrichtlinie).

Keeken verfügt über fünf Landstraßen und rund 21 Kilometer Stadtstraßen.

Mit nur 78 Einwohnern pro Quadratkilometer (2005) ist Keeken der am viertwenigsten besiedelte Ortsteil der Stadt Kleve (nach Salmorth, Warbeyen und Wardhausen).

75 % der Keekener sind katholischer Konfession, rund 9 % sind evangelischer Konfession und weitere 16 % gehören einer anderen oder keiner Konfession an.

Die Grundschule Keeken umfasste vier Klassen mit 85 Schülern. Sie wurde 2010 aufgrund zu geringer Neuanmeldungen geschlossen.[3]

Neben den beiden Kirchen stellt die Keekener Windmühle das dritte Wahrzeichen des Ortes dar. Sie wurde im Januar 1811 vom Grafen von Bylandt in Betrieb genommen und war bis 1956 als Kornmühle in Betrieb. Heute beherbergt sie ein Seniorenheim.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Keeken unterstand schon im 11. Jahrhundert dem Stift Xanten. Im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit gehörte das Dorf zum Amt Düffel. Seit 1728 besteht in Keeken auch eine evangelische Kirche.

Bei Keeken befand sich die im 18. Jahrhundert abgegangene Wasserburg Haus Halt.

Am 1. Juli 1969 wurde Keeken nach Kleve eingemeindet.[5]

Touristik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders in den Wintermonaten ist Keeken ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen aus dem In- und Ausland, da tausende Wildgänse aus Sibirien und Skandinavien hier ihr Winterquartier halten und in großen Scharen die Acker- und Weideflächen bevölkern. In den Sommermonaten bietet die Umgebung vor allem Radfahrern mit einem gut ausgebauten Radwegenetz und den durch wenig Autoverkehr gekennzeichneten Landwirtschaftswegen optimale Erholungsmöglichkeiten. Neben einem Gastronomiebetrieb mit Gästezimmern bieten auch Privatpersonen Ferienwohnungen direkt im Ort an.

Infozentrum "De Gelderse Poort"[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keeken beherbergt eines der vier Informationszentren des Naturschutzgebietes "De Gelderse Poort" ("Das Tor zu Gelderland"). Es zeigt in den Räumen eines alten Bauernhofes vielfaches über das Leben am und im Rhein. Interaktive Modelle der Landschaft ermöglichen es dem Besucher, durch "Knopfdruck" die topographische Entwicklung der Region von der Eiszeit bis in die heutige Zeit nachzuvollziehen. Ein etwa sechs Meter großes Modell der umgebenden Landschaft erläutert, mit Unterstützung von Audiotexten, welche Auswirkungen ein Rheinhochwasser auf die Region und das Naturschutzgebiet hat (dabei wird ein Hochwasser simuliert, in dem Wasser in das Modell gepumpt wird). Ein angeschlossener Leseraum, Präparate einheimischer Vögel und ein Aquarium mit im Rhein lebenden Fischen runden das Angebot ab.[6]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Kleve, Ortsteil Keeken. Abgerufen am 5. April 2013.
  2. Kleve in Kürze. Abgerufen am 5. April 2013.
  3. http://www.rp-online.de/niederrheinnord/kleve/nachrichten/kleve/Ein-lautes-Abschiedskonzert_aid_874618.html
  4. Stadt Kleve, Ortsteil Keeken. Abgerufen am 5. April 2013.
  5. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 80.
  6. http://www.baeumen.de/gelderse-poort/besuchernetzwerk/iz-keeken/keeken.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Keeken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien