Keila (estnische Landgemeinde)

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Keila
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Staat: Estland Estland
Kreis: Flag of et-Harju maakond.svg Harju
Koordinaten: 59° 21′ N, 24° 36′ OKoordinaten: 59° 21′ N, 24° 36′ O
Fläche: 179 km²
 
Einwohner: 3.831 (01.2010)
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Zeitzone: EET (UTC+2)
 
Gemeindeart: ehemalige Landgemeinde
Postanschrift: Paldiski mnt 21
76606 Keila
Website:
Karte von Estland, Position von Keila hervorgehoben

Keila (estn. Keila vald) ist eine ehemalige Landgemeinde im Westen des Kreises Harju in Estland, nordwestlich von Tallinn an der Küste des Finnischen Meerbusens. Seit 2017 ist sie Teil der neugebildeten Landgemeinde Lääne-Harju.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde Keila grenzte an die Landgemeinden Harku, Saue und die Stadt Keila im Osten, die Gemeinden Kernu, Vasalemma und Padise im Süden und Paldiski im Westen.

Das Höhenprofil ist typisch für das Küstengebiet. Begrenzt wurde die Gemeinde durch die Flüsse Keila im Osten und Vasalemma im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfangs war die Kleingemeinde die Verwaltungseinheit im Gebiet des Ritterguts Keila. 1866 bekam die Gemeinde durch das neue Gemeindegesetz erweiterte Befugnisse. Zu der Zeit gab es acht Kleingemeinden auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Keila. Am 28. Dezember 1890 schrieb der Bauernbeauftragte den Brief Nr. 1493, in dem er die Fusion der Kleingemeinden Käesalu, Ohtu, Klooga, Humala, Joa-Meremõisa-Laulasmaa, Keila, Lehola und Maeru zur Gemeinde Keila bekanntgab. Dieser Tag wird im Allgemeinen, trotz mehrmaliger Grenzänderungen, als die Geburtsstunde der Gemeinde Keila angesehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1959 - 3.032
  • 1970 - 5.574
  • 1979 - 7.194
  • 1989 - 10.072
  • 2010 - 9.430

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptwirtschaftszweige sind die Landwirtschaft, die Holz-, Fisch- und Bekleidungsindustrie. Der KEK-Konzern unterhält in Keila einen Baubetrieb.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Gemeindeteil Laulasmaa wurde 2010 das Arvo Pärt Centre[1] gegründet, ein Musik- und Medienzentrum, das der Pflege des Erbes des Komponisten Arvo Pärt verpflichtet ist, der es selbst aufgebaut hat.

Großdörfer und Dörfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Landgemeinde Keila lagen die drei Großdörfer (alevikud) Karjaküla, Klooga und Keila-Joa, sowie die 19 Dörfer (külad) Illurma, Keelva, Kersalu, Kloogaranna, Kulna, Käesalu, Laoküla, Laulasmaa, Lehola, Lohusalu, Maeru, Meremõisa, Nahkjala, Niitvälja, Ohtu, Põllküla, Tuulna, Tõmmiku und Valkse.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website des Arvo Pärt Centre