Kein Sex ist auch keine Lösung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Originaltitel Kein Sex ist auch keine Lösung
Kein Sex ist auch keine Lösung.jpg
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 127 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 10[1]
Stab
Regie Torsten Wacker
Drehbuch Hartmut Block
Michael Gantenberg
Produktion Annette Reeker
Philip Reuter
Musik Florian Tessloff
Kamera André Lex
Schnitt Darius Simaifar
Besetzung

Kein Sex ist auch keine Lösung ist eine 2011 erschienene deutsche Filmkomödie von Torsten Wacker und basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Mia Morgowski aus dem Jahr 2008. Der erfolgreiche Hamburger Marketeer und Frauenheld Tom Moreno (Stephan Luca) verliebt sich in seine neue Kollegin Elisa (Marleen Lohse), was allerlei Probleme nach sich zieht. In weiteren Rollen sind unter anderem Anna Thalbach, Johannes Allmayer, Oliver Fleischer, Janin Reinhardt, Armin Rohde und Corinna Harfouch zu sehen.

Die Komödie wurde vorwiegend in Hamburg gedreht; sie wurde finanziell gefördert unter anderem vom Deutschen Filmförderfonds, der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und nordmedia. Bei der Premiere (18. Filmfest Oldenburg) wurde sie positiv rezipiert. Das nachfolgende Presseecho auf den Film, der am 1. Dezember 2011 bundesweit im Verleih von Studiocanal zur Vorführung freigegeben wurde, war gemischt. Insgesamt konnte die Komödie rund 178.000 Zuschauer in die Kinos locken.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erfolgreiche Werber Tom Moreno ist ein Frauenheld: er verführt Frauen und trennt sich spätestens nach dem dritten Mal wieder von ihnen. Als Elisa, die neue Art-Direktorin seiner Agentur, in sein Leben tritt, ändert sich dies. Sie dreht den Spieß um und gibt ihm bereits nach kürzester Zeit den Laufpass. Tom, in einer Sinnkrise steckend, wäre nun dringend auf die Hilfe seiner Freunde angewiesen. Doch diese haben keine Zeit für ihn, da sie mit ihren eigenen speziellen Problemen zu kämpfen haben: Vince bemerkt, dass seine Frau mit Tom fremdgeht. Luke lernt ausgerechnet von Toms Mutter, dass kein Sex auch keine Lösung ist; und die asexuelle Paule verliebt sich urplötzlich und mutiert vom Kumpeltyp zur Femme fatale. Als ob das nicht schon genüge, eröffnet ihm sein Chef Rolf, dass die Agentur so gut wie pleite ist. Derart gebeutelt, ist Tom nicht mehr in der Lage, seine Beziehungsvermeidungsregeln hinreichend einzuhalten. Er verliebt sich zum ersten Mal in seinem Leben.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dockland-Bürogebäude am Elbufer diente unter anderem als Kulisse.

Die Dreharbeiten zu Kein Sex ist auch keine Lösung umfassten 26 Tage und dauerten vom 12. Oktober bis 29. November 2010 an.[2] Gefilmt wurde vorwiegend in Hamburg, wo die Handlung des Films verankert ist.[2] Szenen entstanden hier unter anderem am Millerntor-Stadion, an der Kuppel des Alten Elbtunnels, am Hamburger Rathaus, an der Hauptkirche Sankt Michaelis, der Köhlbrandbrücke, im Hotel Atlantic sowie im Bürohaus Dockland im Hamburger Stadtteil Altona-Altstadt.[2] Zusätzliche Dreharbeiten fanden darüber hinaus im Park Hotel Bremen, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein statt.[3]

Die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein (FFHSH) unterstützte das Projekt mit 500.000 Euro.[4] Die Nordmedia Fonds GmbH der Länder Niedersachsen und Bremen steuerte 100.000 Euro zur Produktionsförderung bei, der Deutsche Filmförderfonds (DFFF) weitere rund 500.000 Euro.[4] Auch die Medienboard Berlin-Brandenburg (MBBB) und die FilmFernsehFonds Bayern (FFFB) beteiligten sich finanziell an der Produktion.[3]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Mutzke – „High on Your Love“
  2. Der Fall Böse – „Das letzte Fest“
  3. Flo Mega – „Die wirklich wahren Dinge“
  4. Los – „Love Me Blues“
  5. William Fitzsimmons – „Beautiful Girl“
  6. Florian Tessloff – „Set the Controls“
  7. William Fitzsimmons – „If You Would Come Back Home“
  8. Michael Weston – „Nothing Is Too Easy“
  9. Fredrika Stahl – „Fast Moving Train“
  10. Phy – „Beat Queen“
  11. Florian Tessloff – „Why Are You Still Here?“
  12. Minnutes – „More to Luv“
  13. Valente – „Wrecking Ball“
  14. Nathalie Dorra – „It's Your Day“
  15. Boy – „Little Numbers“

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna Thalbach erhielt vorwiegend positive Kritiken für die Darstellung ihrer Rolle.

„Wer Keinohrhasen oder Männerherzen liebt, sollte sich auch bei Torsten Wackers überdrehter Beziehungskomödie so richtig wohlfühlen“, resümierte Blickpunkt:Film. „Die deutsche Beziehungskomödie feiert ihr Revival, überrascht aber weniger durch neue Volten im Gefühlsmodus, sondern setzt auf althergebrachte Komplikationen wie Eifersucht und Missverständnisse, die selbstverständlich zum Happy End führen. Das harmlose Vergnügen tut keinem weh und garantiert gute Samstagabendstimmung im Kino.“[4]

Die Süddeutsche Zeitung bewertete den Film weniger gut: „Von Anfang an vermittelt diese Bestseller-Verfilmung [...] den Eindruck jener TV-Movies, die sich wahllos bei den abgenudeltsten Motiven aus Beziehungskisten-Comedys bedienen. [...] Die Gags werden derart plump an den Haaren herbeigezogen und in Werbeclip-Ästhetik verpackt, dass ihnen das letzte Witzpotential entweichen muss.“[5]

Filmstarts.de bewertete den Film mit zwei aus fünf möglichen Sternen und schrieb: "Gutgelaunt treibt Wacker in [...] Kein Sex ist auch keine Lösung Komödienklischees auf die Spitze, wobei gerade die zahlreichen Gastauftritte und Nebenhandlungen allerdings längst nicht immer amüsant geraten [...] Die vielen Figuren und Nebenhandlungen wollen sich nie zu einer Einheit fügen, und die zentrale Liebesgeschichte bleibt unterbelichtet."[6]

Erfolg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film feierte am 14. September 2011 auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg Uraufführung.[4] Der offizielle deutsche Kinostart folgte schließlich am 1. Dezember 2011.[4] Nach Ende des ersten Vorführwochenendes zählte die Produktion mehr als 60.000 Besucher in 292 Kinos und platzierte sich damit hinter Breaking Dawn, In Time – Deine Zeit läuft ab, Happy Feet 2, Der Gott des Gemetzels und Krieg der Götter auf Rang 6 der Kinocharts.[7] Mit knapp 150.000 Besuchern bis Jahresende konnte sich die Komödie in den Top 40 der meistgesehenen deutschen Kinoproduktion des Jahres 2011 platzieren.[8] Insgesamt sahen den Film rund 178.000 Zuschauer.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alterskennzeichnung für Kein Sex ist auch keine Lösung. Jugendmedien­kommission.
  2. a b c Drehschluss für die Bestsellerverfilmung >Kein Sex ist auch keine Lösung<. Studiocanal, abgerufen am 16. März 2013.
  3. a b Kein Sex ist auch keine Lösung, Deutschland 2010/2011, Spielfilm. Filmportal.de, abgerufen am 28. November 2014.
  4. a b c d e Kein Sex ist auch keine Lösung. In: Blickpunkt:Film. Mediabiz.de, abgerufen am 18. November 2011.
  5. Rainer Gansera: "Kein Sex ist auch keine Lösung" im Kino: Hirnloses Figurenkabinett. 30. November 2011, abgerufen am 18. Januar 2013.
  6. Valentina Resetarits: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion. In: Filmstarts.de. Abgerufen am 18. März 2013.
  7. Bissfeste Vampire. In: Focus. 5. Dezember 2011, abgerufen am 18. Januar 2012.
  8. Filmhitliste: Jahresliste (deutsch) 2011. In: Filmförderungsanstalt. FFA.de, abgerufen am 10. Februar 2012.
  9. Filmhitliste: Jahresliste (deutsch) 2012. In: Filmförderungsanstalt. FFA.de, abgerufen am 10. Februar 2012.