Keine halben Sachen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Filmdaten
Deutscher TitelKeine halben Sachen
OriginaltitelThe Whole Nine Yards
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2000
LängeKino: 99 Minuten
DVD: 95 Minuten
AltersfreigabeFSK 16[1]
JMK 14[2]
Stab
RegieJonathan Lynn
DrehbuchMitchell Kapner
ProduktionElie Samaha
MusikRandy Edelman
KameraDavid Franco
SchnittTom Lewis
Besetzung
Synchronisation
Chronologie

Nachfolger →
Keine halben Sachen 2 – Jetzt erst recht!

Keine halben Sachen (Originaltitel: The Whole Nine Yards) ist eine US-amerikanische Kriminalkomödie aus dem Jahr 2000 von Jonathan Lynn mit Bruce Willis, Matthew Perry und Rosanna Arquette in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in einem Vorort von Montreal lebende Zahnarzt Nicholas „Oz“ Oseransky wird von seiner Ehefrau Sophie und seiner Schwiegermutter gehasst und sein Schwiegervater hat ihm einen Schuldenberg aufgehalst. Seine einzige Freundin ist seine Rezeptionistin Jill, die ihm rät, seine Frau zu verlassen.

Eines Tages bekommt er einen neuen Nachbarn und findet heraus, dass es sich bei ihm um den Mafia-Auftragsmörder Jimmy „Die Tulpe“ Tudeski handelt. Tudeski sucht Schutz in der Anonymität der Vorstadt, nachdem er gegen die mächtige Gogolak-Familie, einen Teil der Chicagoer Mafia, aussagte. Die beiden freunden sich an, doch Oz' Frau drängt ihn dazu, nach Chicago zu fahren und dort Tudeskis Aufenthaltsort an Janni Gogolak zu verraten. Mit der Belohnung könnten sie ihre Schulden bezahlen.

In Chicago beschließt Oz aber, seinen Nachbarn nicht zu verraten. Er wird jedoch in seinem Hotelzimmer von dem Auftragsmörder Franklin „Frankie Figs“ Figueroa erwartet, der ihn zu Janni Gogolak bringt. Dort trifft er Tudeskis Frau Cynthia. In der Zwischenzeit verrät Oz' Frau den Plan ihres Ehemannes an Tudeski, um diesen dazu zu bringen, ihn zu töten und so an seine Lebensversicherung zu gelangen.

Tudeski und Jill, die sich als angehende Auftragsmörderin entpuppt und Tudeski bewundert, können schließlich Gogolak und seine Handlanger töten. Oz nutzt seine Kenntnisse als Zahnarzt und täuscht durch das Austauschen von Zähnen an einer Leiche den Tod von Tudeski vor. Dieser entscheidet sich für Oz und tötet Frankie Figs. Oz und Cynthia heiraten.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutschsprachige Synchronisation des Films entstand bei der Film- & Fernseh-Synchron GmbH. Verfasser des Dialogbuchs und auch Dialogregisseur war Lutz Riedel.[3]

Rolle Darsteller Synchronsprecher
James Stefan Tudeski gen. Jimmy die Tulpe, Auftragsmörder Bruce Willis Manfred Lehmann
Nicholas Oseransky gen. Oz, Zahnarzt Matthew Perry Uwe Büschken
Sophie Oseransky, Ehefrau von Oz Rosanna Arquette Marina Krogull
Franklin Figueroa gen. Frankie Figs, Gogolaks Gehilfe Michael Clarke Duncan Tilo Schmitz
Cynthia Tudeski, Ehefrau von Jimmy Natasha Henstridge Claudia Lehmann
Jill St. Claire, Angestellte von Oz und Jimmy-Fan Amanda Peet Andrea Solter
Janni Pytor Gogolak, Chicagoer Mafiaboss Kevin Pollak Hans-Jürgen Wolf
Steve Hanson, Undercoverpolizist Harland Williams Tobias Meister
Mutter von Sophie Oseransky Carmen Ferland Marianne Lutz
Dave Martin, Chicagoer Freund von Oz Howard Bilerman Viktor Neumann
Sergeant Buchanan Sean Devine Hans Hohlbein
Officer Morrissey Richard Jutras Eberhard Prüter
Bankberater John Sanford Moore Tom Vogt

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Produktionskosten des Films betrugen 41,3 Millionen US-Dollar, an den Kinokassen spielte er weltweit 106 Millionen US-Dollar ein.[4]
  • In der Szene, als Jimmy von Nicholas erkannt wird und diesem Zeitungsartikel durch den Kopf schießen, sind Bilder von Bruce Willis aus Stirb langsam 2 und Der Schakal zu sehen.
  • Während der ersten Szene nach Nicholas’ Ankunft in Chicago ist das Instrumentalstück Tenth Avenue Tango zu hören, das Bruce Willis auf seinem 1989 erschienenen Album If It Don’t Kill You, It Just Makes You Stronger veröffentlicht hatte.
  • 2004 folgte eine Fortsetzung des Films unter dem Titel Keine halben Sachen 2 – Jetzt erst recht!.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Routiniert inszenierter, aber lieblos erdachter Versuch, der uninspiriert und seelenlos Elemente aus Komödie, Romanze und Gangsterfilm kombiniert.“

„Trotz seiner graziösen Verbeugung vor dem Humphrey-Bogart-Klassiker Key Largo (während einer Schießerei läuft Key Largo im Hintergrund im Fernseher) – hat Keine halben Sachen die Verbrecher-"Logik der Güte" nicht überzeugend erfasst. [..] Aus Keine halben Sachen hätte man jedenfalls besser zwei Filme machen sollen – einen über ein Blutbad unter Gangstern und einen über die Eskapaden eines Zahnarztes.“

Anne Louise Critchfield – Berliner Zeitung[6]

„Das alles klingt ziemlich konfus. Ist es auch. Doch Komödienfachmann Jonathan Lynn behält im allgemeinen Chaos den Überblick. Und so nimmt der Handlungsverlauf immer wieder neue, absurde Wendungen, bis man dem Charme des überdrehten Killer-Klamauks entweder völlig erliegt oder – das als Warnung an alle Slapstick-Hasser – vorzeitig entnervt das Kino verlässt. Der Schießwütigkeit, die Keine halben Sachen provozierend beiläufig zelebriert, setzt Regisseur Lynn skurrile, bisweilen kitschig-romantische Verwicklungen entgegen.“

Rainer Fellmann – Spiegel Online[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2001 für zwei Blockbuster Entertainment Awards nominiert.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat „wertvoll“.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Keine halben Sachen. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Mai 2007 (PDF; Prüf­nummer: 84 566-a DVD).
  2. Alterskennzeichnung für Keine halben Sachen. Jugendmedien­kommission.
  3. Deutsche Synchronkartei – Film – Keine halben Sachen. In: synchronkartei.de. Abgerufen am 30. Juli 2019.
  4. Finanzdaten laut Boxofficemojo
  5. Keine halben Sachen im Lexikon des internationalen FilmsVorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet
  6. Killer beim Zahnarzt in Berliner Zeitung vom 20. April 2000
  7. Waffen und Wurzelbehandlung in Spiegel Online vom 17. April 2000
  8. Keine halben Sachen auf fbw-filmbewertung.com