Kelberg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kelberg
Kelberg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kelberg hervorgehoben
Koordinaten: 50° 17′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Kelberg
Höhe: 480 m ü. NHN
Fläche: 24,62 km2
Einwohner: 2047 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 53539
Vorwahl: 02692
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 218
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Dauner Straße 22
53539 Kelberg
Webpräsenz: www.kelberg.de
Ortsbürgermeister: Wilhelm Jonas
Lage der Ortsgemeinde Kelberg im Landkreis Vulkaneifel
ScheidHallschlagOrmontKerschenbachReuthStadtkyllJünkerathSchüllerGönnersdorfEschFeusdorfLissendorfBirgelSteffelnWiesbaumBerndorfHillesheim (Eifel)OberbettingenBasbergKerpen (Eifel)ÜxheimNohnOberehe-StroheichWalsdorfDohm-LammersdorfDuppachKalenborn-ScheuernRockeskyllPelmBerlingenHohenfels-EssingenGerolsteinNerothBirresbornKopp (Vulkaneifel)MürlenbachDensbornSalmDreis-BrückBetteldorfDaunDockweilerHinterweilerKirchweilerKradenbachNerdlenSarmersbachGefellHörscheidDarscheidUtzerathSchönbachSteiningenSteinebergDemerathWinkel (Eifel)ImmerathStrotzbüschMückelnStrohnGillenfeldEllscheidSaxlerUdlerMehrenSchalkenmehrenÜdersdorfBrockscheidBleckhausenOberstadtfeldWallenbornNiederstadtfeldWeidenbachSchutzMeisburgDeudesfeldBorlerBongardBoxbergNeichenBeinhausenKatzwinkelHörschhausenBerenbachKötterichenHöchstbergKaperichLirstalOberelzArbachRetterathUersfeldMannebachBerebornKolverathSassenGunderathHorperathUeßMosbruchKelbergGelenbergBodenbachReimerathWelcherathBrücktalKirsbachDreesNitzLandkreis Mayen-KoblenzLandkreis Cochem-ZellLandkreis Bernkastel-WittlichEifelkreis Bitburg-PrümNordrhein-WestfalenLandkreis AhrweilerBelgienKarte
Über dieses Bild
Kelberg eifel.jpg
Ortsmitte
Fachwerkhäuser in der Ortsmitte

Kelberg ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kelberg, der sie auch angehört. Kelberg ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kelberg (Hauptort)
  • Köttelbach: Der Ort ist nach dem gleichnamigen Bachlauf, der sich durch das Dorf schlängelt, benannt. Schon in der Antike war das Gebiet besiedelt, in der Nähe des heutigen Köttelbach lag ein römischer Gutshof.
  • Hünerbach: der Name Hünerbach bedeutet, dass dieser Ort als einziges Dorf des Amtes Daun im Kurfürstentum Trier hinter (hönner) dem Grenzbach zwischen Kurtrier und Kurköln, dem Trierbach, lag. 1688 erhielt der Ort seine erste Kapelle, die 1925/26 durch einen Neubau ersetzt wurde.
  • Zermüllen: Der Name des Ortes geht auf die Benennung „Zur Mühle“ zurück, da in der Nähe des Ortes einmal zwei Mühlen gestanden haben.
  • Rothenbach mit Meisenthal: Der Name Rothenbach kommt wohl von einer Mineralquelle in der Nähe des Ortes, deren Wasser aufgrund des großen Eisengehaltes rötlich gefärbt ist. Zum ersten Mal wurde Rothenbach 1563 in der Steuerliste des kurierschen Amtshauses Daun erwähnt, Meisenthal schon 1459.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an den Gemeinden Bauler, Wiesemscheid, Müllenbach aus dem Bad Neuenahr-Ahrweiler Landkreis, im Osten an Reimerath, Mannebach, Bereborn, Kolverath, im Süden an Mosbruch, Katzwinkel, Beinhausen und im Westen an Boxberg, Gelenberg, Bodenbach.

Bäche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adenseifen
  • Trierbach (mündet in die Ahr)
    • Elendsbach
    • Hähnchenbach
    • Köttelbach
    • Hünerbach
    • Kelberger Bach
      • Wacholder Bach
      • Herrenbach
        • Zillesbach
    • Zermüllenbach
    • Forellenbach
      • Mahlseifen
      • Langwiesenseifen
    • Krumbach
    • Aelsbach
    • Rothenbach
    • Meisenthaler Mühlgraben
    • Hühnerbach

Bodenflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodenfläche insgesamt: 24,62 km² Flächennutzung.png
Landwirtschaftsfläche: 9,25 km²
Waldfläche: 12,29 km²
Siedlungs- und Verkehrsfläche 2,95 km²
Wasserfläche: 0,13 km²

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde Kelberg im Jahr 1195, als der Trierer Erzbischof Johann I. von dem Grafen Theoderich von Hoyenstaeden dessen Allod zu Kelberg erwarb. Doch schon vorher war das Gebiet um Kelberg von Römern besiedelt, was Funde auf dem Hochkelberg, einem der höchsten Berge der Eifel, belegen.

Am 25. Juni 1215 wurden Güter zu Kelberg von den Eheleute Eberhard von Aremberg und Adelheid von Freusburg an den Abt Heinrich von Heisterbach zur Gründung des Klosters Marienstatt geschenkt. Auch ein Rittergeschlecht von Kelberg scheint kurze Zeit bestanden zu haben. In einer Urkunde des Grafen Gerhard von Are wird das Rittergeschlecht von Kelberg erwähnt. So wird 1216 ein Theodericus von Kelberg und 1301 ein Gerhard von Kelberg erwähnt.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kelberg zum kurtrierischen Amt Daun. Nach der Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen gehörte Kelberg von 1798 bis 1814 zum Kanton Ulmen im Rhein-Mosel-Departement. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Die Gemeinde war Sitz einer Bürgermeisterei im Kreis Adenau (Regierungsbezirk Koblenz). Von der Bürgermeisterei Kelberg wurden 28 Gemeinden verwaltet.

Während des Zweiten Weltkrieges blieb auch Kelberg nicht von Bombenangriffen verschont. Am 16. Januar 1945 wurde Kelberg von 36 alliierten Jagdbombern bombardiert, wodurch zwei Drittel des Ortskerns zerstört wurden. An diese Opfer erinnert heute eine Kriegsgräberstätte auf dem Schwarzenberg bei Kelberg.

Am 1. Januar 1970 wurden die vier bis dahin selbständigen Gemeinden Hünerbach (82 Einwohner), Köttelbach (146 E.), Rothenbach (127 E.) und Zermüllen (182 E.) nach Kelberg eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 653
1835 870
1871 822
1905 995
1939 1.021
1950 1.059
Jahr Einwohner
1961 1.113
1970 1.290
1987 1.613
1997 1.984
2005 1.995
2016 2.047

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Kelberg besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl CDU UHW KBV FWG SiW Gesamt
2014 4 3 3 2 4 16 Sitze
2009 5 4 3 4 16 Sitze
2004 7 4 2 3 16 Sitze
  • UWH = Unabhängige Wählergemeinschaft Hochkelberg e. V.
  • KBV = Kelberger-Bürger-Vertretung
  • FWG = Freie Wählergruppe Kelbergerland e. V.
  • SiW = Wählergemeinschaft Sturm im Wald e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kelberg
Blasonierung: „In Silber eine von einem blau-silbernen verwechselten Wellenbalken überdeckte rote Spitze, darin oben fächerförmig fünf goldene Ähren und unten eine goldene Waage.“
Wappenbegründung: Die fünf Ähren kennzeichnen die Ortsgemeinde Kelberg, bestehend aus den fünf Ortsteilen Kelberg, Hünerbach, Köttelbach, Rothenbach-Meisental und Zermüllen. Das Symbol macht aber auch deutlich, dass die Landwirtschaft über Jahrhunderte die Haupterwerbsquelle war. Der Trierbach, der durch den Wellenbalken symbolisiert wird, berührt alle fünf Gemarkungen. Für den, die Landschaft prägenden 675 m hohen Hochkelberg wurde die rote Spitze ins Wappen aufgenommen. Kelberg war im Mittelalter ein bedeutender Marktort und hatte als einer der Hauptorte im kurtrierischen Amt Daun ein eigenes Gericht. Die goldene Waage ist das Symbol für das Marktwesen und auch für das Hochgericht.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Vinzentius und Nikolaus

Siehe auch:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Kelberg verläuft die Bundesstraße 410, die den Ort mit der Bundesautobahn 1 und mit dem Nürburgring verbindet, und die Bundesstraße 257, die zur Bundesautobahn 48 führt und in Kürze zu erreichen sind.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindertagesstätte St. Vinzenzius Kelberg
  • Grund- und Realschule plus St. Martin Kelberg

Soziale Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Regina-Protmann-Stift Kelberg
  • Förderverein Freizeitheim Kelberg e.V.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DJK Kelberg 1926 e. V.
  • St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Kelberg 1629 e. V.
  • St. Hubertus-Schützenbruderschaft Zermüllen e. V.
  • Karnevalsverein Kelberg 1974 e. V.
  • Tambour- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr 1951 e. V.
  • DRK Ortsverein Kelberg 1955 e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kelberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 181 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen