Kellersee

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Dieser Artikel behandelt den See in der Holsteinischen Schweiz; für den Stausee im Hunsrück siehe: Keller See.
Kellersee
Der Kellersee - vom Holzbergturm aus gesehen
Der Kellersee - vom Holzbergturm aus gesehen
Geographische Lage Schleswig-Holstein, Deutschland
Zuflüsse Schwentine, Malenter Au, Aue vom Ukleisee
Abfluss Schwentine
Größere Städte in der Nähe Malente, Eutin-Fissau
Daten
Koordinaten 54° 10′ 20″ N, 10° 35′ 40″ OKoordinaten: 54° 10′ 20″ N, 10° 35′ 40″ O
Kellersee (Schleswig-Holstein)
Kellersee
Höhe über Meeresspiegel 24 m ü. NN
Fläche 5,6 km²f5
Maximale Tiefe 27 mf10
Kellersee 1900.jpg
Kellersee um 1900
Arnold Lyongrün Eichen am Kellersee.jpg
Arnold Lyongrün: Eichen am Kellersee, Ölgemälde 1919

Der Kellersee ist ein See in der Holsteinischen Schweiz. Er liegt östlich von Malente im Lauf der Schwentine, ist 560 ha groß, bis zu 27 m tief und liegt etwa 24 m ü. NN. Südöstlich des Sees befindet sich der Eutiner Stadtteil Fissau, am Nordufer der Ortsteil Sielbeck.

Bewirtschaftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kellersee wird von der Fischerei Schwarten bewirtschaftet. Diese betreibt auch ein kleines Lokal direkt am Seeufer.

Fischfauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kellersee verfügt über einen sehr guten Bestand an Hechten, Zandern, Flußbarschen, welche häufig an markanten Punkten der Unterwasssertopografie wie den unterschiedlichen Tiefen, Untiefen, Barschbergen[1] und steilen Scharkanten, sowie an Schilfkanten anzutreffen sind. In den tieferen Freiwasserbereichen leben überwiegend Maränen und Seeforellen.[2] Außer den genannten Arten kommen des Weiteren hauptsächlich in der wärmeren Uferzone Aale, sowie Friedfische wie Karpfen, Brachsen, Schleien, Rotaugen und Rotfedern in größerer Zahl und teilweise auch in hohen Stückgewichten vor. Gewisse Veränderungen hat es bei den Populationen der Spezies Ukelei, Binnenstint, Große Maräne und Aalquappe gegeben. [3] Die Uferregion ist wegen teilweise dichtem Schilfbestand nicht überall ohne Boot zugänglich. Der See, welcher hinsichtlich der Gewässereutrophierung mit gutem bis mittlerem Regenerationspotential eingestuft wird[4], ist in zahlreiche Buchten gegliedert und von größeren Krautfeldern durchsetzt. Sein Boden besteht zu großen Teilen aus Sand-, Stein-, Kies- und Schlickfeldern.[5]

Wetterwechsel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An einigen Stellen des Sees kann es zu gefährlichen Fallwinden kommen, vor allem in der Fissauer Bucht, da der See an dieser Stelle zwischen zwei steil abfallenden Hügeln im Mündungsgebiet der Schwentine gelegen ist. Das rührt von der eiszeitlichen Entstehungsgeschichte des Gebietes her. Dies kann zu akuter Seenot führen.

Hinweis für Eisläufer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebiet um die Mündung der Schwentine friert wegen der Seetiefe und wegen der Wasserbewegung später zu als der übrige See; ebenso die angrenzende Mondscheinbucht (auch Stille Bucht genannt). Die dünne Eisdecke kann lebensgefährlich sein (siehe Eisrettung).

Panorama des Kellersees von Fissau

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kellersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhebungen am Gewässergrund, welche Barschschwärmen und anderen Raubfischarten gute Nahrungsquellen liefern
  2. Kellersee: Zu Gast beim Fischer
  3. Referenzartenliste und Abundanzen von Fischarten im Kellersee
  4. Uwe Hartmann und Siegfried Spratte: Seen–FischArtenKatasterSchleswig-Holstein, Süßwasserfische, zehnfüßige Krebse und Großmuscheln in Schleswig-Holstein, Lebensraum Seen und Weiher, Landessportfischerverband Schleswig-Holstein e.V. -Außenstelle Seefischmarkt-Biologische Abteilung, Dezember 2005
  5. Nordischer See mit südlichem Flair, Blinker 5/2008, S. 22–27