Kelvin de la Nieve

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Medaillenspiegel

Boxen Boxen

SpanienSpanien Spanien
Europameisterschaften
Silber 2008 Liverpool Halbfliegengewicht
Bronze 2010 Moskau Halbfliegengewicht
Bronze 2015 Samokow Fliegengewicht
Mittelmeerspiele
Bronze 2005 Almeria Halbfliegengewicht
Gold 2013 Mersin Fliegengewicht
EU-Meisterschaften
Silber 2007 Dublin Halbfliegengewicht
Bronze 2014 Sofia Fliegengewicht

José Kelvin de la Nieve Linares (* 22. August 1986 in Alcarrizos, Dominikanische Republik) ist ein spanischer Boxer dominikanischer Herkunft.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kelvin de la Nieve Linares wanderte mit seinen Eltern 1997 von der Dominikanischen Republik nach Spanien aus und wurde dort 2000 eingebürgert. Er wurde in Huelva ansässig und begann dort im Alter von 15 Jahren beim Club Yoon Boxing Huelva mit dem Boxen. Sein Trainer wurde Beni Alloza.

Der 1,63 m große Athlet startet seit Beginn seiner Laufbahn im Halbfliegengewicht, der Klasse bis 48 kg Körpergewicht. Nachdem er in Spanien in den Juniorenkonkurrenzen schon einer der besten Boxer war, konnte er 2004 auch bei einigen internationalen Turnieren gute Ergebnisse erzielen. So erreichte er beim Turnier des spanischen Boxverbandes Box-Am 2004 in Vitoria-Gasteiz das Finale in dem er gegen den Franzosen Sofiane Takouchi knapp nach Punkten verlor. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2004 in Jeju/Südkorea verlor er nach einem Freilos im Achtelfinale gegen den Türken Mustafa Dogan nach Punkten (8:13) und schied aus.

2005 wurde Kelvin de la Nieve erstmals spanischer Meister im Halbfliegengewicht und wurde auch beim Box-Am Turnier 2005 in Lanzarote Turniersieger mit einem Punktsieg (43:18) im Finale über Pawel Petrow aus Russland. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Mianyang/China blieb er unplatziert, da er dort gleich seinen ersten Kampf gegen den Japaner Kenji Ohkuba nach Punkten (24:30) verlor.

Im Jahre 2006 wurde Kelvin de la Nieve erneut spanischer Meister im Halbfliegengewicht. Er siegte auch wieder beim Box-Am Turnier 2006 in Lanzarote. Er schlug dabei im Endkampf Ilgiz Machmutow aus Russland nach Punkten. Beim Strandja-Turnier in Plowdiw kam er nach einem Sieg über Yanko Yankew aus Bulgarien und einer Niederlage gegen Salim Badji aus Algerien auf den dritten Platz. Bei der Europameisterschaft dieses Jahres in Plowdiw kam er zu einem Abbruchsieg in der 3. Runde über Kadri Kordel aus der Türkei, unterlag aber im Viertelfinale gegen Mumin Veli aus Mazedonien durch Abbruch in der 3. Runde. Er kam damit in der Endabrechnung mit drei weiteren Boxern auf den 5. Platz.

2007 erreichte Kelvin de la Nieve beim Box-Am Turnier in Vigo das Finale, in dem er gegen den französischen Spitzenboxer Nordine Oubaali nach behertem Kampf knapp nach Punkten (26:32) verlor. Den 2. Platz belegte er auch beim 58. Strandja-Turnier in Plowdiw. Hier unterlag er im Endkampf gegen Bischan Tschakipow aus Kasachstan. Bei der Meisterschaft der Europäischen Union in Dublin erreichte er das Finale, in dem er aber dem ungarischen Weltklassemann Pál Bedák nach Punkten (10:20) unterlag. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago schied er mit einem Sieg über Olimjan Nazarow aus Usbekistan und einer erneuten Niederlage gegen Norine Oubaali nach dem Achtelfinale aus und erreichte damit den 9. Platz.

Das Jahr 2008 begann mit Kelvin de al Nieve mit einem Sieg beim Box-Am in Valladolid. Er bezwang dort im Finale Hovhannes Danieljan aus Armenien nach Punkten. Anschließend scheiterte sein Versuch sich beim ersten europäischen Qualifikationsturnier in Pescara/Italien für die Olympischen Spiele zu qualifizieren durch eine Punktniederlage im Viertelfinale gegen Łukasz Maszczyk. Im Mai 2008 konnte er aber die letzte sich bietende Gelegenheit beim zweiten europäischen Qualifikationsturnier in Athen nutzen. Er besiegte dort Marius Vysniauskas aus Litauen, Darren Langley aus England und Mumin Veli und hatte damit das Finale gegen Pál Bedák erreicht, womit er die Qualifikation für Peking geschafft hatte. Gegen Pál Bedák trat er dann nicht mehr an.

In Peking schied Kelvin de la Nieve Linares bereits nach seinem ersten Kampf mit einer Punktniederlage gegen den US-Amerikaner Luis Yáñez aus und landete damit auf dem 17. Platz.

Bei der Europameisterschaft 2010 in Moskau erreichte er mit Punktsiegen über Lukasz Maszcyk, Polen (6:1) und Ferhat Pehlivan, Türkei (2:1) das Halbfinale, in dem er gegen den späteren Titelgewinner Paddy Barnes aus Irland mit 3:6 Punkten verlor. Er gewann damit eine EM-Bronzemedaille.

2011 wurde de la Nieve sowohl bei den Europameisterschaften in Ankara als auch bei den Weltmeisterschaften in Baku Siebter. Mit letzterem Erfolg qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele 2012 in London. Zur Vorbereitung nahm er 2012 an einem internationalen Turnier in Sofia teil, verlor hier aber im Viertelfinale gegen den WM-Zweiten Shin Jong-Hun au Korea. Bei den spanischen Meisterschaften im selben Jahr holte er souverän die Goldmedaille. Bei den Spielen verlor de la Nieve jedoch bereits im ersten Kampf gegen den Ecuadorianer Carlos Quipo mit 14:11 Punkten.

2013 schied de la Nieve, nun im Fliegengewicht (bis 52 kg) startend, bei den Europameisterschaften in Minsk schon frühzeitig gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Elvin Məmişzadə, Aserbaidschan (3:0), aus. Bei den Mittelmeerspielen im selben Jahr errang er jedoch mit einem Finalsieg über Vincenzo Picardi, Italien (2:1), die Goldmedaille. Im Jahr darauf holte er auch bei den EU-Meisterschaften in Sofia eine Bronzemedaille.

2015 schied de la Nieve zwar bei den Europaspielen in Baku schon im Achtelfinale aus, gewann dann aber bei den Europameisterschaften im selben Jahr die Bronzemedaille.

World Series of Boxing[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2015 bestritt de la Nieve fünf Kämpfe für die British Lionhearts in der World Series of Boxing, gewann jedoch nur einen davon.

Spanische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Finalergebnisse)

  • 2005, Hfl, Abbruchsieger 1. Runde über Cristian Torre,
  • 2006, Hfl, Punktsieger über Jordi Gallart,
  • 2008, Fl, Abbruchsieger 3. Runde über Jose Rodriguez
  • 2012, Finale, Punktsieger über Alejandro Torres

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Box Sport aus den jahren 2004 bis 2008,
  • Website „www.amateur-boxing.strefa.pl“,
  • Website „sport123.com“,
  • Website „www.nestordominguez.blogspot.com“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]