KenFM

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KenFM
Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Niederländisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch
Betreiber Ken Jebsen
Registrierung optional
Online 2011
https://kenfm.de/
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KenFM (YouTube)
KenFM Logo.jpg
YouTube-Kanal (Politik)
Sprache Deutsch
Gründung 22. Januar 2012
Auflösung November 2020
Kanäle KenFM (Memento vom 1. November 2020 im Internet Archive)
Abonnenten >500.000
Aufrufe >153.000.000
Netzwerk -
(aktualisiert: 13. September 2020)

KenFM ist der Name einer Website, die seit 2011 von Ken Jebsen betrieben wird. Der gleichnamige YouTube-Kanal wurde im November 2020 dauerhaft gesperrt. Webseite und Kanal entstanden mit Elementen einer gleichnamigen Hörfunksendung, die von 2001 bis 2011 auf dem Jugendsender Fritz ausgestrahlt wurde. Die Inhalte der Website und des Kanals werden von Journalisten und Wissenschaftlern als verschwörungstheoretisch eingeordnet.

Hörfunksendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KenFM war in den Jahren von 2001 bis 2011 der Name einer vierstündigen wöchentlichen Hörfunksendung, die von Ken Jebsen produziert und moderiert wurde.[1] Zum ersten Mal wurde sie am Samstag, dem 28. April 2001, aus einem Modegeschäft in der Marienstraße in Berlin-Mitte ausgestrahlt.[2] Sie lief in 545 Folgen bei Radio Fritz,[3] zunächst samstags von 6 bis 10 Uhr, ab dem 6. Januar 2002 am Sonntag von 14 bis 18 Uhr.[4] Die Marke „KenFM“ ließ Jebsen am 7. März 2002 durch seine Anwälte für sich eintragen.[5]

Themen und Interviewgäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sendung bot insgesamt 15 Rubriken, u. a. „Presseschlau“ und „RückblicKEN“. Regelmäßig wurden Gäste zu aktuellen Themen interviewt.[1] Interviewgäste waren u. a. Boris Aljinovic, Götz Alsmann, Alf Ator (Alexander Thomas), Wiglaf Droste, Daniel Fehlow, Alexa Hennig von Lange, Oliver Kalkofe, Sabine Schiffer, Marco Seiffert, Werner Sonne und Klaus Wowereit.[1][6][7][8][9][10][11]

Kontroversen und Trennung von RBB[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Radiosendung im August 2011 behandelte Jebsen ausführlich die von ihm sogenannte „Terrorlüge 9/11“. Hierin behauptete er, die Terroranschläge am 11. September 2001 seien von den Amerikanern selbst inszeniert worden, um in der eigenen Bevölkerung Akzeptanz für Kriege zu schaffen, die der Sicherung von Erdölressourcen dienten.[12] In der Sendung bezeichnete er den Einsturz der Türme des World Trade Centers als „warmen Abriss“.[13] In einer weiteren Radiosendung beschäftigte sich Jebsen mit der von ihm so bezeichneten „PR-Leistung von Al-Qaida“. Er führte darin aus, dass für den „gefühlten Terror“ die Massenmedien verantwortlich seien, „die immer mehr zum Megafon entsprechender Regierungskreise verkommen“[14] seien.

Am 6. November 2011 wurde KenFM nicht gesendet. Verweise auf die Sendung bzw. Jebsen wurden vorübergehend von der Website des Senders entfernt. Als Grund dafür führte Jebsen an, Henryk M. Broder habe in einer Mail an das Programmmanagement des rbb unter Bezug auf eine Mail Jebsens an einen Hörer diesem Antisemitismus und Holocaustleugnung vorgeworfen. Jebsen widersprach diesen Vorwürfen, bestritt jedoch nicht, die Mail geschrieben zu haben.[14] Am 7. November 2011 gab der Programmchef von Fritz, Stefan Warbeck, in einer Stellungnahme bekannt, diese Maßnahmen seien ergriffen worden, um „unseren Moderator Ken Jebsen, Fritz und den rbb vor Schaden zu bewahren“.[15] Am 9. November 2011 erklärte der rbb die erwähnten Vorwürfe gegenüber Jebsen als unbegründet und entschied, ihn weiter als Moderator zu beschäftigen. Programmdirektorin Claudia Nothelle äußerte, dass Jebsen „in manchen Fällen die Grenze überschritten“ und journalistische Standards nicht eingehalten habe.[16] Er solle in Zukunft politische Themen absprechen und KenFM deutlich stärker als Unterhaltungssendung herausstellen, bei der es um die Musikszene geht.[17] Am 13. November 2011 ging KenFM wieder auf Sendung. In dieser Sendung gestand Jebsen ein, „in missverständlicher Form eine private Mail an einen Hörer verfasst“ zu haben. Der Vorwurf jedoch, „er würde den Holocaust leugnen“, sei „absurd“.[18]

Am 23. November 2011 nahm der rbb die Radiosendung endgültig aus dem Programm und trennte sich von Jebsen. Der Sender begründete diesen Schritt damit, dass man mit Jebsen „verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung ,KenFM‘ getroffen“ habe, die dieser „wiederholt nicht eingehalten“ habe. Zudem habe der Moderator „ohne Abstimmung mit der Redaktion Beiträge auf der Seite ‚KenFM.de‘ online gestellt“. Programmchef Warbeck übernahm die Verantwortung für die „redaktionellen Versäumnisse“ und gab die Programmverantwortung für das Jugendprogramm „Fritz“ auf „eigenen Wunsch“ ab. Er sehe sich „nicht mehr in der Lage, das Programm angemessen zu leiten“.[19][20][21] In einem Audiobeitrag auf YouTube wies Jebsen auch diese Vorwürfe zurück[22] und kündigte in einem Interview mit der Märkischen Allgemeinen die Fortsetzung der Sendung auf YouTube an: „KenFM wird es weiter geben, das ist keine Frage. Ich lasse mich nicht mundtot machen.“[5][23]

Online-Angebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang Januar 2012 startete Jebsen einen Spendenaufruf auf YouTube, in dem er für die Aufbringung eines Jahresbudgets von 100.000 Euro warb, um seine Sendung unter demselben Namen im Internet in „einhundertprozentiger Unabhängigkeit“ publizieren zu können. Geplant seien Radiobeiträge, Interviews, Kommentare, Videobeiträge sowie eine interaktive „Plattform für politische und soziale Themen“.[24] Im Herbst 2020 gab KenFM seine Aktivitäten auf YouTube auf.[25]

Themen, Kontroversen und Verschwörungstheorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bankensystem und Finanzpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Anlehnung an die eingestellte Hörfunksendung veröffentlichte Jebsen am Sonntag, dem 18. Dezember 2011, um 14 Uhr, einen vierstündigen Audiobeitrag auf der Website kenfm.de, in dem er sich insbesondere der Frage widmete, „wie Geld funktioniert“. Interviewgast zum Thema „Bankensystem“ war der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Franz Hörmann. Sonja Pohlmann vom Tagesspiegel kommentierte, es handele sich bei dieser ersten Sendung Jebsens nach seinem Hinauswurf um eine „Show in Jebsen-Manier: ungewöhnliche, auch spannende, teils jedoch krude Theorien und wilde O-Ton-Collagen.“[26]

Zionismus, Israel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. April 2012 veröffentlichte Jebsen auf dem YouTube-Kanal von KenFM einen 57 Minuten langen Monolog mit dem Titel „Zionistischer Rassismus (jüngstes Opfer: Günter Grass)“. Er behauptete, dass die USA und auch die Massenmedien von radikalen Zionisten unterwandert seien. „Es ist eine mediale Massenvernichtungswaffe, die hilft, dass wir seit über 40 Jahren die Fresse halten, wenn im Auftrage des Staates Israel Menschen in Massen vernichtet werden“, sagte Jebsen mit Bezug auf die Diskussion um Günter Grass’ Gedicht Was gesagt werden muss. Israel rotte systematisch die Palästinenser aus, um „Platz für das auserwählte Volk zu schaffen“. Broder „hätte im Dritten Reich einen hervorragenden Lagerkommandanten abgegeben“.[27] Über die von Norman Finkelstein sogenannte „Holocaust-Industrie“ führte Jebsen in diesem Beitrag aus: „Eine Vereinigung, die immer und überall Antisemitismus sieht, selbst, wenn die Politik des Staates Israel vollkommen unabhängig von seiner Religion kritisiert wird.“[28] Der Tagesspiegel verortete Jebsen zwei Tage später in der Sparte „Verschwörungstheoretiker“.[27] Dieser bestritt hingegen, Antisemit zu sein, trotz seiner „Überzeugung, die Mächtigen der USA würden von Menschen mit jüdischen Wurzeln gesteuert, deren Ziel die ‚Schaffung eines israelischen Großreichs“ ist.[29]

Im Oktober 2017 wurde auf dem Internetportal von KenFM ein Text publiziert, in welchem Israel als „Symbol des Grauens“ und „größtes Gefängnis in der Welt“ bezeichnet wird. Der Beitrag verweist weiterhin auf einen angeblichen „Genozid in Gaza“ und behauptet, das „zionistische Regime“ in Israel genieße „weltweit Sonderrechte“.[30]

Flüchtlingskrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2017 ließ Jebsen den rechtspopulistischen Verschwörungstheoretiker Gerhard Wisnewski in seiner Sendung unwidersprochen die These verbreiten, die Flüchtlingskrise sei bewusst gesteuert und führe „zum Beispiel mit massenhaft Migrantenkindern, die nicht in dieser Weise lernbereit sind“, zu einer „Desorganisation“ Deutschlands und Europas. Dies werde zu Auseinandersetzungen zwischen Einheimischen und Zuwanderern führen. Jebsen pflichtete ihm bei: Da „fühlt man sich überrannt“.[31]

Demokratiekritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der repräsentativen Demokratie steht die Sendung kritisch bis ablehnend gegenüber: Sie sei „eine Mogelpackung, deren Ziel es vor allem ist, das Volk am langen Arm verhungern zu lassen“. Die herrschenden Eliten würden „uns nicht wie ihre Schutzbefohlenen behandeln, sondern wie ihre Sklaven.“[31]

Medienkritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ken Jebsen auf einer Preisverleihung des Blogs NRhZ-Online (2014)

Dem Internet, in dem er selbst publiziert, steht Jebsen kritisch gegenüber, weil es, durch die Gleichgewichtigkeit aller Nachrichten und deren Ausrichtung auf Unterhaltung, dabei sei, „die größte Versklavungs-Methode der Menschheit zu werden“. Google sei daher mit dem nationalsozialistischen Propagandaminister Joseph Goebbels zu vergleichen. Bei dieser Medienkritik beruft sich Jebsen auf Noam Chomsky, Marshall McLuhan und in einer Sendung aus dem Jahr 2014 auch auf den „Unabomber“ Ted Kaczynski. Über dessen Briefbombenanschläge schrieb Jebsen:

„Als der Ausnahme-Mathematiker, ein Genie, erkannte, wohin die Reise gehen würde, und wer diese Reise erst ermöglichte – Mathematiker, die als Programmierer im Auftrag der Elite dabei waren, ein Tool zu erschaffen, das uns alle in den Orwell-Staat katapultiert – griff er zu Sprengstoff.“[32]

Sehr kritisch setzt sich KenFM mit der Wikipedia auseinander, was der Schweizer Journalist Roger Schawinski auf die Bevorzugung von Mainstream-Medien bei den Google-Ergebnissen zurückführt. 2017 wurde auf KenFM der Film Zensur veröffentlicht, der die These vertritt, die Online-Enzyklopädie werde „als Werkzeug und Teil eines größeren Netzwerks zur politisch-ideologischen Manipulation missbraucht“. Jebsen selbst kritisiert falsche Angaben über seinen Klarnamen, die aber auf von ihm selbst gemachte Angaben zurückgehen, und sieht in der deutschsprachigen Wikipedia eine kleine Gruppe fanatischer Autoren am Werk, die unter Missachtung der eigenen Regularien ein Weltbild verteidigen würden, das sie anscheinend „eins zu eins aus dem Weißen Haus übernehmen, wie Mitglieder einer Sekte“.[33]

Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel zählt Ahmad Mansour KenFM zu den Websites, die Verschwörungstheorien verbreiten. Zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche im Dezember 2016 werde die Frage thematisiert, „wie ‚merkwürdig‘ es sei, dass der Berliner Terrorist schon der fünfte arabische Attentäter sein soll, der seinen Ausweis am Tatort“ hinterlassen habe. Es würden Bezüge zu den Anschlägen am 11. September 2001 hergestellt, wo „man in den Trümmern ‚seltsamerweise‘ den unversehrten Ausweis eines der Todespiloten gefunden“ habe. „Vielsagend“ deute „der Sprecher an, dass die Täter von Paris, Nizza und Berlin, die auf der Flucht erschossen wurden, ja nun auch nichts mehr vor Gericht aussagen könnten“.[34]

Schwangerschaftsabbrüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2017 spekulierte Jebsen laut Tagesspiegel auf KenFM, dass die Proteste des Women’s March on Washington für Frauen- und Menschenrechte vom Investor George Soros gelenkt worden seien. Dieser „erhoffe sich eine Zunahme an Abtreibungen, damit er am Verkauf toter Embryonen an die Pharmaindustrie verdiene“. Jebsen, der sich laut Sebastian Leber gerne darüber beschwere, dass Journalisten nur über ihn schreiben, aber nie mit ihm sprechen würden, ließ eine Interviewanfrage dazu unbeantwortet, eine weitere lehnte eine Mitarbeiterin Jebsens ab.[35]

COVID-19-Pandemie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KenFM verbreitet Falschinformationen zur COVID-19-Pandemie. Das Fernsehmagazin Monitor bezeichnet KenFM im April 2020 als „eine der bekanntesten ‚alternativen‘ Plattformen in Deutschland“, auf der „voreilige Verharmlosungen zur Grundlage für wütende Kommentare gegen das System“ würden. Die staatlichen Maßnahmen nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie würden in verschiedenen Beiträgen als „Corona-Diktatur“, „Machtergreifung“ und „‚asymmetrischer Krieg‘ der ‚Superreichen gegen die restlichen 99 Prozent‘“ bezeichnet. Man wolle „eine ‚Vielfalt von Perspektiven‘ aufzeigen“, entgegnete demgegenüber die KenFM-Redaktion auf eine Anfrage von Monitor.[36]

Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem von mehreren Videos zu angeblichen Machenschaften der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, das innerhalb dreier Tage fünf Millionen Aufrufe hatte, wies Nils Metzger im Faktencheck von ZDF heute darauf hin, die Gates-Stiftung finanziere nicht 80 Prozent, sondern nur 10 Prozent der WHO, die Zahlungen an mehrere deutsche Medien wie etwa den Spiegel seien zweckgebunden, Zahlungen gingen auch nicht an Personen (Christian Drosten), sondern Institutionen (Charité). Das Paul-Ehrlich-Institut könne ausschließen, dass Menschen, wie von Jebsen behauptet, durch beschleunigte Zulassungsprozesse einem erhöhten Risiko ausgesetzt würden. Jebsens verkürzte Auffassung von Art. Artikel 20 Absatz 4 GG (Widerstandsrecht) lasse die Möglichkeit „anderer Abhilfe“ auf dem Gerichtswege unerwähnt.[37] In einem gesonderten Faktencheck widerlegte das ZDF am 10. Mai 2020 die von KenFM vermittelten Falschaussagen zu Zielen und Motiven der Stiftung.[38]

Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Jahresende 2016 verfügte das Internetportal nach eigenen Angaben über fünf Mitarbeiter und 20 freie Autoren. Nach eigenen Angaben finanziert es sich ausschließlich über Crowdsourcing und Spenden.[12] Der Umfang der Spenden-Finanzierung ist öffentlich nicht bekannt.[31] Die Anzahl der Mitarbeiter sowie der Umfang des Internetangebotes deuten nach Storz auf „nennenswerte Finanzmittel und/oder auf ein sehr hohes und vor allem beständiges ehrenamtliches Engagement“.[39] Jebsens Produktionsfirma „sector b“ firmiert in der Blücherstraße in Berlin-Kreuzberg. Dort verfügt sie allerdings nur über einen Briefkasten; wo KenFM produziert wird, ist nicht bekannt.[31] Von TV United hat KenFM für eine Talkshow ein Studio angemietet.[40]

Reichweite und Resonanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internetportal wurde Ende 2016 von durchschnittlich 100.000 Nutzern pro Tag aufgesucht. Der YouTube-Kanal des Portals verzeichnete 500.000 Abonnenten und wurde insgesamt rund 40 Millionen Mal aufgerufen.[12] Ende 2017 verzeichnete das Facebook-Angebot von KenFM 272.000 Abonnenten.[30]

In einer im April 2015 erschienenen Studie der Otto-Brenner-Stiftung weist Wolfgang Storz darauf hin, dass einzelne YouTube-Videos auf KenFM Zugriffe im sechsstelligen Bereich aufweisen, obwohl diese eine lange Laufzeit hätten und deshalb nicht leicht konsumierbar wären. Klickraten seien jedoch manipulierbar, demzufolge könnten derartige Daten und Messungen nur eine grobe Orientierung zur Resonanz des Angebotes geben.[39]

Nach Darstellung von Lutz Hachmeister aus dem Jahr 2017 sei KenFM „eines der erfolgreichsten crowdfinanzierten Medienportale Deutschlands“. Dessen YouTube-Kanal habe mehr Zuschauer als der YouTube-Kanal des WDR und auf Facebook mehr Likes als die Facebook-Seite der ARD.[41]

Verbreitung finde das Angebot Erik Peter zufolge „besonders in so genannten Truther-Kreise[n], die daran glauben, systematisch von Regierungen und Medien belogen zu werden“.[42]

Nach Recherchen des ZDF wurden Videos von KenFM und Ernst Wolff „unmittelbar nach Erscheinen von einer großen Zahl obskurer Verschwörungsseiten auf Facebook geteilt“. Das österreichische Rechercheportal Addendum habe berechnet, dass verschwörungstheoretische Inhalte grundsätzlich mehr Nutzerinteraktion auf YouTube erzeugen. Die Crowdtangle-Daten hätten dies auch für Facebook bestätigt. Bot-Netzwerke und Fake-Accounts könnten jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Vernetzung der Ideologen sorge jedoch für Reichweite. Es zeige sich, „dass hinter viralen Erfolgen oft harte Arbeit und über lange Zeit gewachsene Netzwerke stecken, die diese Inhalte auf Kommando verbreiten. Die endlosen Aufrufe der Ideologen, ihre Videos zu teilen, wirken bei dieser Zielgruppe. So konnte Ken Jebsen innerhalb von 48 Stunden beinahe zwei Millionen Aufrufe auf Youtube erreichen“. Damit überträfen alternative Medien teilweise die Auftritte „professioneller journalistischer Medien“. Das entspreche dem Geschäftsmodell der Plattformen, die „Viralität und engagierte Nutzer“ belohnten.[43] Im Zuge der COVID-19-Pandemie kam KenFM im Juni 2020 in der Rangliste der umsatzstärksten Nachrichten-Apps in Deutschland auf den siebten Platz.[44]

Ab Mai 2020 unterband YouTube Werbeeinblendungen auf dem Kanal. Im November 2020 sperrte YouTube den Kanal dauerhaft, da KenFM innerhalb von 90 Tagen dreimal gegen die geltenden Community-Richtlinien zu medizinischen Fehlinformationen über COVID-19 verstoßen habe.[45][46]

Im Februar 2021 verschickte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg ein „sogenannte[s] Hinweisschreiben“ an KenFM mit der Aufforderung, die eigene Berichterstattung gegenüber der Landesmedienanstalt zu rechtfertigen. Die Aufsichtsbehörde wirft darin KenFM vor, gegen journalistische Grundsätze verstoßen zu haben. Dem Angebot drohten deshalb Sanktionen.[47]

Programmformate und Gäste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Internetportal bietet u. a. folgende Sendungsformate:[12][39][48][49]

  • KenFM im Gespräch, Video-Interviews mit Personen aus Wirtschaft und Politik
  • KenFM am Telefon, Telefon-Interviews über aktuelle Ereignisse
  • KenFM über, Audio-Beiträge
  • Me, myself and Media, Video-Beiträge zu medienkritischen Themen
  • NachdenKen, Reflexionen zu selbstgewählten Themen
  • The Wolff of Wall Street, Präsentationen von Ernst Wolff über ökonomische Themen[50]
  • Der Freie Fall, Video-Interviews mit Personen aus der Psychologie präsentiert von Lena Lampe

Zu Interviewgästen zählten u. a. Christian Blex, Reiner Braun, Mathias Bröckers, Michael Buback, Andreas von Bülow, Daniela Dahn, Diether Dehm, Jürgen Elsässer, Bernd Erbel, Daniele Ganser, Peter Gauweiler, Wolfgang Gehrcke, Stefanie Heinzmann, Christoph Hörstel, Hans Jürgen Krysmanski, Anselm Lenz, Karin Mölling, Albrecht Müller, Jürgen Roth, Werner Rügemer, Micaela Schäfer, Paul Schreyer, Detlef Soost, Holger Strohm, Rita Süssmuth, Jan Ullrich, Udo Ulfkotte, Frieder Wagner, Willy Wimmer, Gerhard Wisnewski, Wolfgang Wodarg, René Zeyer und Moshe Zuckermann.[12][39][49][51][52][53][30][54][55][56][57][58][59][50][60][61]

Im August 2019 wurde bekannt, dass der ehemalige deutsche Botschafter im Iran, Bernd Erbel, nicht wie geplant die Leitung der Iran-Zahlungsgesellschaft Instex übernehmen wird. Als Grund gab Erbel für seinen Nichtantritt „persönliche Gründe“ an. Laut Medienberichten hatte Erbel zuvor zwei Interviews mit Ken Jebsen auf KenFM geführt und soll dabei israelkritische Positionen vertreten haben.[62][63]

Nachdem Wolfgang Wodarg, Arzt und bis dahin Vorstandsmitglied von Transparency International Deutschland, KenFM und anderen alternativen Medien ein Interview gegeben hatte, beschloss der Transparency-Vorstand im März 2020 einstimmig das Ruhen der Mitgliedschaft Wodargs. „Diese Medien, die regelmäßig mit Verschwörungstheorien, mit antidemokratischen sowie teils antisemitischen Vorurteilen arbeiten, [...] sind so weit von den demokratischen Überzeugungen und Prinzipien unseres Vereins entfernt, dass sich jede Zusammenarbeit mit ihnen verbietet“, so die Begründung des Transparency-Vorsitzenden Hartmut Bäumer.[64]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KenFM gilt verschiedenen Quellen, auch schon vor 2011,[65] als Medium zur Verbreitung von Verschwörungstheorien.[66][67][68] Der Medienwissenschaftler John David Seidler ordnet Jebsens Ausführungen zum Einsturz von World Trade Center 7 als „klassische[s] Argument“ der verschwörungstheoretischen „MIHOP-Theorie“ ein. Unter Verweis auf Videoclips von Vertretern des 9/11 Truth Movements lege Jebsen nahe, das Gebäude sei gesprengt, der Einsturz des Gebäudes von den „Mainstream-Medien“ vertuscht und die „‚Wahrheit‘ über den 11. September durch die stabsmäßige Repression von Journalisten“ unterdrückt worden. Jebsen gehöre nicht zu den „9/11-Aktivisten der ersten Stunde“, vielmehr sei er „Teil einer ‚zweiten Welle‘ der 9/11-Verschwörungstheorien, die mit dem zehnjährigen Jubiläum der Anschläge“ korrespondiere.[48] Die Redakteurin Camilla Kohrs vom Rechercheportal Correctiv bezeichnet Jebsen als „Verschwörungstheoretiker mit Mission“. Seine politischen Positionen überschnitten sich mit solchen der Alternative für Deutschland, obgleich Jebsen immer wieder auch neurechte Positionen kritisiere, insbesondere die „Hetze gegen Muslime und Flüchtlinge“.[12]

Dem Journalisten Philipp Löpfe fällt bei KenFM die betont russlandfreundliche Berichterstattung auf.[57] Dem Politologen Markus Linden zufolge tritt er „als antiamerikanischer Prediger“[69] auf. Er führe auf KenFM „predigthafte Monologe oder lange Interviews mit alternativen Kriegsreportern, abtrünnigen oder randständigen Politikern und Verschwörungstheoretikern.“[70] Mit „messianischem Eifer“ geißele er die „vermeintlich US- und finanzmarktgesteuerte deutsche Politik“.[71] In einem Beitrag für die Neue Zürcher Zeitung kommt Linden zu folgender Einschätzung: KenFM habe sich inzwischen „zu einer etablierten Marke entwickelt“. So gebe sich Jebsen in verschiedenen Rollen einmal „das Image des friedensbewegten, amerikakritischen Schnellsprechers mit grossen Zweifeln an der offiziellen Version des 11. Septembers und anderen hegemonialen Diskursen über das Weltgeschehen“ z. B. bei Vorträgen oder auf Kundgebungen. In seinem Format «Me, Myself and Media» gebe er „den Kritiker medialer Machtausübung qua Meinungsmache“.[49]

Das Portal KenFM passe, so Linden, nicht in das „Bild einer ‚Alt-Right‘, einer alternativen Rechten“. Was KenFM hingegen mit dem „digitalen Untergrund“ teile, sei „die Antihaltung gegen das Establishment, wie sie für den ‚populistischen Zeitgeist‘ (Cas Mudde) typisch ist. Eine politische und mediale Klasse wird als Feindbild konstruiert.“ In der Folge erscheine in Jebsens Programm KenFM „die Bevölkerung als Masse der Betrogenen und Belogenen.“[49] Der Politikwissenschaftler Martin Höpner verweist darauf, dass Jebsen wiederholt für Offenheit und Menschlichkeit bei der Aufnahme von Flüchtlingen plädiert. Die Einordnung seines Portals als „neurechts“, wie sie von Autoren zumeist aus dem antideutschen Spektrum vorgenommen würden, sei falsch und diffamierend.[72]

Für den Journalisten Hendrik Steinkuhl hält die Anschuldigung, Jebsen sei „Antisemit“, einer „genaueren Betrachtung“ nicht stand. Dieser mache es jedoch seinen Kritikern leicht, ihr „Vorurteil zu festigen, denn in seiner fortwährenden Kritik an der Politik Israels“ schösse Jebsen „sprachlich regelmäßig weit über das Ziel hinaus“. Er habe sich für „derartige Entgleisungen“ jedoch „glaubhaft entschuldigt“. Noch „absurder“ sei es, so Steinkuhl, Jebsen „in die Ecke der Neuen Rechten zu stellen“, wie dies Kohrs getan habe. Jebsen erfülle keines der einschlägigen Kriterien für diese Zuordnung. Ihn hingegen „als Verschwörungstheoretiker zu bezeichnen“ treffe zu, Jebsen „deshalb abzustempeln und seine Arbeit nicht weiter zu beachten“ sei jedoch „ungerechtfertigt“.[52]

Nach dem ehemaligen Leiter des Grimme-Instituts Lutz Hachmeister ist KenFM „sowohl inhaltlich wie ästhetisch absolut professionell gemacht“ und „so gut wie gar nicht von vergleichbaren Sendungen im linearen Fernsehen“ unterscheidbar. Im Netz gehöre Jebsen mit einem solchen Programm in Deutschland zu den „Pionieren“. Hierbei profitiere Jebsen von seiner „Ausbildung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“.[73][74] Anders als Hachmeister bezweifelt der Journalist Matthias Holland-Letz angesichts der Äußerungen, die in der Sendung etwa zu Flüchtlingen oder zu Demokratie in Deutschland fielen, dass KenFM vom Vorwurf des Rechtsradikalismus freizusprechen sei.[31]

Während der COVID-19-Pandemie in Deutschland wurde dem Portal durch verschiedenste journalistische Publikationen das Verbreiten von Verschwörungstheorien und Falschaussagen attestiert.[75][76][77][78][79][80] Auch das Recherchezentrum Correctiv bescheinigte dem Portal, ein verschwörungstheoretischer Kanal zu sein.[81] Michael Butter von der Universität Tübingen, welcher den Forschungsschwerpunkt Verschwörungstheorien hat, kam 2018 in einem Beitrag in der Wissenschaftszeitschrift Forschung und Lehre zum gleichen Ergebnis.[82]

Für Milosz Matuschek (Kolumnist NZZ) geht es bei der Kritik an „Verschwörungstheoretikern“ vor allem um eine „Imagepolitur der Medien, denen die Leser abhanden kommen“. Der grösste „Fehler“ Ken Jebsens seien die drei Millionen Klicks gewesen, die er für sein umstrittenes Video auf YouTube bekommen habe. KenFM als größtes alternatives Medienportal im deutschsprachigen Raum sei auch ein Konkurrenzunternehmen in einer neuen Branche.[83]

Nach Auffassung Philipp Müllers von der Universität Mannheim ist es Jebsens Ziel, gesellschaftlichen Verantwortungsträgern die Legitimation zu entziehen. Er fordere seine Zuschauer offensiv dazu auf, professionellem Journalismus, insbesondere den öffentlich-rechtlichen Medien, keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken.[84] Kanalbetreiber wie Jebsen, so Nils Metzger vom ZDF, nutzen die Corona-Krise, „um aus dieser Filterblase auszubrechen und mit ihren Inhalten auch Menschen zu erreichen, die bislang nicht mit Verschwörungsmythen in Kontakt kamen.“[85]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Henning Kober: Hirnforschung statt Gewinnspiel. In: Die Tageszeitung. 3. August 2004, abgerufen am 6. Januar 2017.
  2. Anja Popovic: Leute von Welt. Ken Jebsen sorgt am Sonnabend für frühes Aufstehen. In: Die Welt. 30. April 2001, archiviert vom Original am 14. April 2019;.
  3. Joachim Huber: Arbeitsgericht Potsdam muss entscheiden. Ken Jebsen: Kündigung rechtswidrig. In: Der Tagesspiegel. 22. Dezember 2011, abgerufen am 7. Januar 2017.
  4. Die Fritz-Chronik. In: Ronald Galenza, Kerstin Topp und Philip Meinhold (Hrsg.): An, laut, stark! Fritz – das Buch zum Radio. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-89602-440-X, S. 226–235, hier S. 233 f.
  5. a b Markus Ehrenberg: Markenpflege. Ken Jebsen: Schweigen ist Silber, Senden ist Gold. In: Der Tagesspiegel. 19. Dezember 2011, abgerufen am 15. Januar 2017.
  6. Stadtmenschen: Promis mal ganz anders. In: Der Tagesspiegel. 26. April 2001, abgerufen am 6. Januar 2017.
  7. Stadtmenschen: Stürmische Zeiten für Wowereit bei „KenFM“. In: Der Tagesspiegel. 22. Juni 2001, abgerufen am 6. Januar 2017.
  8. Silvia Dedek: Radio Fritz – in Farbe. In: Lausitzer Rundschau. 12. Februar 2003, abgerufen am 6. Januar 2017.
  9. Mathias Raabe: ARD-Mann Werner Sonne und Tatort-Darsteller Boris Aljinovic zu Gast bei KenFM. In: Berliner Zeitung. 30. Juli 2007, abgerufen am 6. Januar 2017.
  10. Satanische Achillesferse. Wenn Alf Ator auf der Bühne steht, dann bekommt der Begriff „Lesung“ eine neue Bedeutung. In: Berliner Morgenpost. 23. März 2008, abgerufen am 6. Januar 2017.
  11. Jennifer Nathalie Pyka: Meinungsfreiheit und Rechtsextremismus. Das Versuchslabor der Sabine S. In: The European. 10. Dezember 2011, abgerufen am 15. März 2017.
  12. a b c d e f Camilla Kohrs: Das Böse ist immer und überall. Die Medien der Neuen Rechten. Teil 4: Das Portal KenFM. In: Correctiv. 30. Dezember 2016, abgerufen am 31. Dezember 2016.
  13. Christoph Richter: Wirbel um rbb-Radio-Moderator. Der Publizist Henryk M. Broder wirft Ken Jebsen Antisemitismus vor. In: Deutschlandfunk. 12. November 2011, abgerufen am 6. Januar 2017.
  14. a b Kurt Sagatz: Holocaust-PR? Antisemitismusvorwurf gegen Fritz-Moderator Ken Jebsen. In: Der Tagesspiegel. 7. November 2011, abgerufen am 6. Januar 2016.
  15. Stefan Warbeck: „Was ist los mit Ken FM?“ Fritz, abgerufen am 7. November 2011.
  16. Ken Jebsen bleibt Moderator bei Fritz. Archiviert vom Original am 12. November 2011; abgerufen am 10. November 2011.
  17. Ekkehard Kern: Moderator Jebsen muss Themen nun absprechen. In: Berliner Morgenpost. 12. November 2011, abgerufen am 8. Januar 2017.
  18. Kurt Sagatz: KenFM wieder auf Fritz Jebsen: „Es tut mir leid“. In: Der Tagesspiegel. 13. November 2011, abgerufen am 16. Januar 2017.
  19. Stefan Warbeck gibt Programmverantwortung für rbb-Jugendprogramm „Fritz“ ab – rbb trennt sich von Moderator Ken Jebsen. In: Presseinformationen Radio. Rundfunk Berlin-Brandenburg, 23. November 2011, archiviert vom Original am 25. November 2011; abgerufen am 7. Januar 2017.
  20. Michael Hanfeld: „Ken.FM“ im Radio. RBB setzt Ken Jebsen vor die Tür. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. November 2011, abgerufen am 7. Januar 2017.
  21. Antisemitismusvorwürfe. RBB feuert Moderator Ken Jebsen. In: Spiegel Online. 24. November 2011, abgerufen am 7. Januar 2017.
  22. Markus Ehrenberg: Radio Fritz. Wirbel um Rauswurf von Moderator Ken Jebsen. In: Der Tagesspiegel. 24. November 2011, abgerufen am 7. Januar 2017.
  23. Karim Saab: „Ich lasse mich nicht mundtot machen“. Ken Jebsen nach seinem Rausschmiss. Interview. In: Märkische Allgemeine. 25. November 2011, S. Kultur, 1.
  24. Stefan Strauss: Ex-RBB-Moderator fordert 100.000 Euro Ken Jebsen gibt nicht auf. In: Berliner Zeitung. 10. Januar 2012, abgerufen am 8. Januar 2017.
  25. Christian Schiffer: Warum Filterblasen jetzt WIRKLICH Realität werden könnten. Bayerischer Rundfunk, 20. November 2020, abgerufen am 20. November 2020.
  26. Sonja Pohlmann: Radiosendung im Netz. Ken Jebsen und das böse Geld. In: Der Tagesspiegel. 18. Dezember 2011, abgerufen am 15. Januar 2017.
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  77. Wiener Zahnarzt verbreitet Corona-Verschwörungstheorien. In: derstandard.de. 2. August 2001, abgerufen am 10. Mai 2020.
  78. Fake-Ticker: Kommt eine Corona-Impfpflicht? In: br.de. 7. Mai 2020, abgerufen am 10. Mai 2020.
  79. Christopher Nehring: Die Phalanx der "Erwachten": Lockdown-Gegner aller Länder, vereinigt euch! In: Deutsche Welle. 20. April 2020, abgerufen am 10. Mai 2020.
  80. COVID-19: Desinformation, Propaganda und Hetze während der Corona-Pandemie – Teil 6 – Ruhrbarone. In: ruhrbarone.de. 5. Mai 2020, abgerufen am 10. Mai 2020.
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  82. Michael Butter: Was den Glauben an Verschwörungen stark macht. In: Forschung und Lehre. 4. August 2018, abgerufen am 10. Mai 2020.
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