Ken Block

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Ken Block
Ken Block 2008
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Rallye-Weltmeisterschaft (WRC)
Erste Rallye: Rallye Mexiko 2007
Beifahrer: ItalienItalien Alessandro Gelsomino
Team: Hoonigan Racing Division
Fahrzeug: Ford Fiesta RS WRC
Rallyes Siege Podien WP
23
Punkte: 18
Stand: Nach Rallye 7 von 13, Saison 2013

Ken Block (* 21. November 1967 in Long Beach, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Rallye- und Rallycross-Fahrer, Mitgründer der Marke DC Shoes und mehrfacher Medaillengewinner bei den X-Games. Block hat mit seiner Frau Lucy Block drei Kinder. Zu seinen engsten Freunden zählen unter anderem Rob Dyrdek und Travis Pastrana.

Rallye[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Block, der seit 2005 sehr erfolgreich in der Serie Rally America fährt, kam durch Travis Pastrana zum Rallyesport und wurde gleich in seiner ersten Saison Rookie of the Year. Von 2005 bis 2009 startete er in der Rally America für das Subaru Rally Team USA in einem Subaru Impreza. Seit 2007 startete Ken Block auch bei einigen WRC Rallyes. Große Erfolge konnte er bisher jedoch nur bei der Rally America erreichen. Ken Block's Rallyfahrzeuge werden immer aufwendig foliert.

Anfang Januar 2010 gab das Ford-Team bekannt, dass Block in der Rallye-Saison 2010 mehrere Einsätze in einem Ford Fiesta Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) fahren soll. Sein erster Start war bei der Rallye Mexiko, bei der er einen leichten Unfall hatte. Sein bestes WM-Ergebnis der Saison 2010, bei insgesamt sieben Starts, war ein neunter Platz bei der Rallye Katalonien. Außerdem startete er mit seinem Monster World Rally Team in der Rally-America-Serie in einem Ford Fiesta vom OlsbergsMSE-Team aus Schweden.[1]

In der Saison 2011 startet er mit seinem Team wieder bei der Rallye-Weltmeisterschaft. Als erfolgreich konnte man seine ersten Auftritte in diesem Jahr nicht bezeichnen. Nach zehn absolvierten WM-Rallyes hatten schon 25 Fahrer WM-Punkte in der Fahrer-Weltmeisterschaft erzielt, davon 12 Fahrer in den niederen Klassen. Der in der stärksten Klasse startende Block hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Punkte. Bei der Rallye Portugal 2011 schaffte es Block nicht an den Start der Rallye, da er schon beim, als Shake down bezeichneten, Aufwärmen einen schweren Unfall hatte. Bei der Rallye Frankreich 2011 erzielte er mit Platz acht sein bisher bestes Resultat in der WRC und seine ersten WM-Punkte. Zum Saisonende erreichte er mit sechs WM-Punkten den 22. Platz in der Fahrer-Weltmeisterschaft. 2012 gelang es Block in der Rallye Mexiko sowie in der Rallye Neuseeland jeweils 2 Punkte herauszufahren. Er wurde in der Gesamtwertung 28. von 36 gewerteten Fahrern. Im Jahr 2013 erreichte er in Mexiko den 7. Platz, bisher seine beste Platzierung in der WRC.

Rallycross[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerikanischen Medien gegenüber hatte Block im Herbst 2011 bestätigt, dass er über einen Rückzug aus der Rallye-WM und ein Engagement in der amerikanischen Global RallyCross Championship 2012 nachdenkt, was er jedoch nicht vollständig tat. Nach den absolvierten sechs Läufen zur Serie belegte er den 5. Gesamtrang, die von seinem Markenkollegen Tanner Foust gewonnen wurde. Zur GRC gehört auch der Automobil-Wettbewerb der X-Games. Hier zeigte er seine beste Leistung, als er am 1. Juli 2012 in Los Angeles im Finale auf Rang 2 hinter Sieger Sébastien Loeb durchs Ziel fuhr, obwohl ihm etwa zur Hälfte des Rennens ein Reifen geplatzt war.

Nachdem Block über mehrere Jahre hinweg an der Global RallyCross Championship teilgenommen hatte, gab er am 13. Januar 2016 bekannt, sich ab sofort in der FIA Rallycross-Weltmeisterschaft zu engagieren. Er wird, unterstützt von Ford und mit einem Fahrzeug von M-Sport, in der Saison 2016 sämtliche zwölf WM-Läufe fahren. Am 2. Februar 2016 wurde von Ford bestätigt, dass sowohl Block als auch sein Teamkollege, der Norweger Andreas Bakkerud, mit einem fast 600 PS starken Ford Focus RS des Modelljahres 2016 an den Start gehen werden.

Gymkhana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ken Block fährt Gymkhana-Turniere und vermarktet dies in aufwendig inszenierten Video-Produktionen. Blocks Gymkhana-Videos wurden über 200 Millionen mal angeklickt. Seit dem Jahr 2008 veröffentlicht er jeden Sommer ein neues Gymkhana-Video. Sein bisher erfolgreichstes Video ist mit über 83 Millionen Klicks Gymkhana Five aus dem Jahr 2012. Für das Video Gymkhana Five wurde ein Teil der Innenstadt von San Francisco gesperrt. Dieses Video erreichte in nur 24 Stunden über 5,1 Millionen Klicks und wurde damit das mit Abstand erfolgreichste YouTube-Video innerhalb einer Woche. Ken Block hat den Gymkhana-Sport bekannt gemacht und wird dafür von vielen seiner Fans verehrt.[2] 2007 driftete er in einem Subaru Impreza zusammen mit Snowboardern in einem SnowPark durch den Schnee.[3] Im Jahr 2009 zeigte er James May in der britischen Autosendung Top Gear einige Gymkhana-Tricks. In Gymkhana 7, veröffentlicht im November 2014, driftet Ken Block in einem modifizierten Ford Mustang durch Los Angeles.[4] Im März 2016 wurde das Video von Gymkhana 8 veröffentlicht. Es zeigt Ken Block beim Drift mit einem Ford Fiesta ST RX43 durch die Straßen von Dubai.[5]

DC Shoes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damon Way und Ken Block gründeten DC Shoes 1993 in Kalifornien. Seitdem spezialisiert sich die Firma auf die Herstellung von Schuhen, Kleidung und Accessoires in den Bereichen Skateboard, Snowboard, BMX und Motorrad. 2004 wurde die Marke durch Quiksilver übernommen.

Sponsoring und Beratung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ken Block ist ein gefragtes Werbe-Testimonial. Zu seinen Sponsoren gehören u.a. Marken wie Monster Energy Drink, Ford, DC Shoes, Pirelli, Dirt, Spy, Hoonigan, GoPro, Shining Monkey und Snap-on. Seit neuestem wirbt er auch in den Unitymedia-TV-Spots im deutschen Raum.

Bei den Videospielen Colin McRae DiRT 2 und DiRT 3 war Block als technischer Berater tätig.[6] Weiterhin wirbt er auf seinen Autos und seiner Kleidung intensiv für die Dirt-Spiele.

Seit 2013 ist Block für Electronic Arts als Berater für die Rennspiel-Serie Need for Speed tätig.[7]

Rally-America-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Auto 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Gesamtwertung Punkte
2005 Subaru Impreza WRX STi SNO
5
ORE
7
SUS
3
PIK
4
MAI
3
OJI
Ret
COL
4
LSP
3
4 65
2006 Subaru Impreza WRX STi SNO
3
ACR
1
ORE
3
SUS
Ret
MAI
11
OJI
Ret
COL
Ret
LSP
1
WIL
3
2 90
2007 Subaru Impreza WRX STi SNO
6
ACR
1
ORE
2
OLY
4
SUS
Ret
NEW
3
OJI
2
COL
1
LSP
Ret
3 109
2008 Subaru Impreza WRX STi SNO
5
ACR
1
OLY
1
ORE
Ret
SUS
Ret
NEW
Ret
OJI
Ret
COL
5
LSP
1
2 86
2009 Subaru Impreza WRX STi SNO
Ret
ACR
1
OLY
Ret
ORE
Ret
SUS
1
NEW
2
OJI
Ret
COL
Ret
LSP
3
4 80
2010 Ford Fiesta SNO
Ret
ACR
1
OLY
Ret
ORE
Ret
SUS
Ret
NEW
Ret
12 27
2012 Ford Fiesta SNO ACR
1
ORE SUS NEW OLY
1
4 44
2013 Ford Fiesta SNO
6
ACR
Ret
ORE
2
SUS
1
NEW
1
OJI
1
LSP
Ret
2 93
2014 Ford Fiesta SNO
Ret
ACR
1
ORE
SUS
MTW
NEW
OJI
LSP
12 22


Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

WRC Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Auto 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 Gesamtwertung Punkte
2007 Ken Block Subaru Impreza WRX STi MON
SWE
NOR
MEX
28
POR
ARG
ITA
GRE
FIN
GER
NC 0
Rally FaNZ NZL
56
ESP
FRA
JPN
IRE
GBR
2008 Subaru Rally Team USA Subaru Impreza WRX STi MON
SWE
MEX
ARG
JOR
ITA
GRE
TUR
FIN
GER
NZL
30
ESP
FRA
JPN
GBR
NC 0
2010 Monster World Rally Team Ford Focus RS WRC 08 SWE MEX
18
JOR TUR
24
NZL POR
Ret
BUL FIN GER
Ret
JPN FRA
12
ESP
9
GBR
21
19 2
2011 Monster World Rally Team Ford Fiesta RS WRC SWE
14
MEX
12
POR
DNS
JOR ITA ARG
18
GRE FIN GER
17
AUS
19
FRA
8
ESP
Ret
GBR
9
22 6
2012 Monster World Rally Team Ford Fiesta RS WRC MON SWE MEX
9
POR ARG GRE NZL
9
FIN
Ret
GER GBR FRA ITA ESP 28 4
2013 Hoonigan Racing Division Ford Fiesta RS WRC MON SWE MEX
7
POR ARG GRE ITA FIN GER AUS FRA ESP GBR 20 6
2014 Hoonigan Racing Division Ford Fiesta RS WRC MON SWE MEX POR ARG GRE ITA FIN GER AUS FRA ESP
12
GBR NC 0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tobias Grüner: Action-Star Block fährt Rallye-WM. In: auto motor und sport, 7. Januar 2010.
  2. Ken Block's Gymkhana IV Hollywood Megamercial, abgerufen am 12. November Ken Block Gymkhana Practice (YouTube, 4:27)
  3. Snowdrifting
  4. Gymkhana 7
  5. Michail Hengstenberg: Der neue Block-Buster. In: Spiegel Online, 1. März 2016.
  6. DiRT 2: Racing on DiRT, zufriedenes Fazit von Ken Block. In: motorsport-total.com, 30. Juli 2009.
  7. Tobias Münster: Need for Speed - EA gibt Zusammenarbeit mit Ken Block bekannt. In: GameStar, 24. Oktober 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ken Block – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien