Kendrick Lamar

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Kendrick Lamar (2016)

Kendrick Lamar (* 17. Juni 1987 in Compton, Kalifornien; bürgerlich Kendrick Lamar Duckworth[1]), auch bekannt unter seinen Pseudonymen "K.Dot"[2] und "Kung Fu Kenny"[3], ist ein US-amerikanischer Rapper und Songschreiber.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lamars Eltern zogen vor seiner Geburt nach Compton, da sein Vater Kenny Duckworth in Chicago seiner Vergangenheit bei der berüchtigten Streetgang Gangster Disciples entfliehen wollte. Seine Mutter fand zwar einen Job bei McDonald's, dennoch fiel es dem Paar schwer, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Seine Kindheit verbrachte Lamar in prekären Verhältnissen; als kleiner Junge bekam er mit, dass sein Vater weiterhin „auf der Straße“ arbeitete, um für die kleine Familie sorgen zu können, und einige seiner Onkel mütterlicherseits gehörten zu den Compton Crips.

Mit neun Jahren konnte Lamar die Videoaufnahmen zu California Love verfolgen, einem Titel von Dr. Dre und Tupac Shakur, was ihn dazu brachte, sich intensiver mit Rap zu beschäftigen. An der Centennial High School, die Lamar besuchte, war Jahre zuvor auch schon André Romell Young – alias Dr. Dre, mit dem er später mehrfach zusammenarbeiten sollte. [4]

2009 schloss er sich mit seinen Rap-Kollegen und Freunden Schoolboy Q, Jay Rock und Ab Soul zur Hip-Hop-Gruppe Black Hippy zusammen, die alle beim Label Top Dawg Entertainment unter Vertrag standen, jedoch vorerst kein Album aufnahmen.

Erstmals rückte er nach der Veröffentlichung des Mixtapes Overly Dedicated im Jahr 2010 ins Blickfeld der Szene. 2011 wurde sein Album Section.80, das exklusiv auf iTunes veröffentlicht wurde, eines der erfolgreichsten Hip-Hop-Alben des Jahres. Er arbeitete unter anderem mit Snoop Dogg, Dr. Dre, Emeli Sandé, Wiz Khalifa, Eminem, The Game, Drake, Busta Rhymes, Lady Gaga[5] und Tech N9ne zusammen.

Am 22. Oktober 2012 erschien sein zweites Studioalbum Good Kid, M.a.a.d. City. Es enthält unter anderem Produktionen von Dr. Dre, Just Blaze, Pharrell Williams, Hit-Boy, Scoop DeVille und T-Minus. Das Album erreichte Platz 2 in den USA und konnte sich auch international in den Charts platzieren. Es erhielt viele positive Kritiken.[6]

Nach einer längeren Pause ohne eigene Veröffentlichungen erschien im September 2014 die Single I. In den USA war sie nur durchschnittlich erfolgreich, international war sie aber Lamars bisher größter Erfolg, unter anderem mit Top-40-Platzierungen in Großbritannien, Neuseeland und Dänemark. Bei den Grammy Awards 2015 erhielt er dafür die Auszeichnung für die beste Rap-Darbietung des Jahres. Bei den Grammy Awards 2016 erhielt er insgesamt vier Auszeichnungen: für die beste Zusammenarbeit – Rap/Gesang des Jahres, für die beste Rap-Darbietung des Jahres, das beste Rap-Album und für den besten Rap-Song des Jahres. Lamar war insgesamt in elf unterschiedlichen Kategorien nominiert worden.[7]

Sein drittes Album To Pimp a Butterfly wurde am 16. März 2015 eine Woche vor dem geplanten Termin veröffentlicht.[8] Am 23. März 2017 erschien das Lied The Heart Part 4 (vorerst exklusiv auf Apple Music), mit dem er sein neues Album ankündigte. Eine Woche später erschien die erste Single seines Albums Humble, dessen Musikvideo bereits 30 Millionen Aufrufe nach nur einer Woche erreichte. Am 14. April 2017 erschien Lamars viertes Studioalbum DAMN..[9] Am 13. Juli wurde bekanntgegeben, dass das Album Doppelplatin in den USA erreicht hat.[10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Kendrick Lamar/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[11] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
2011 Section.80 113 Gold
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Juli 2011
Verkäufe: + 130.000 (US)[12]
2012 Good Kid, M.a.a.d. City 74
(1 Wo.)
38
(3 Wo.)
16 Gold
(23 Wo.)
2 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2012
Verkäufe: + 1.140.000
2015 To Pimp a Butterfly 7
(10 Wo.)
15
(8 Wo.)
3
(18 Wo.)
1 Gold
(40 Wo.)
1 Platin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. März 2015
Verkäufe: + 1.135.000
2017 DAMN. 6
(… Wo.)
6
(15 Wo.)
3
(14 Wo.)
2 Gold
(… Wo.)
1 Doppelplatin
(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. April 2017
Verkäufe: + 850.000 (US)[13]

Musikvideos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Turn Me Up (aus Ab-Souls Mixtape Long Term 2)
  • 2012: Swimming Pools (Drank) (aus seinem Album Good Kid, M.a.a.d. City)
  • 2015: Bad Blood (aus Taylor Swifts Album 1989)
  • 2015: I (aus seinem Album To Pimp a Butterfly)
  • 2015: Alright (aus seinem Album To Pimp a Butterfly)
  • 2015: For Free? (Interlude) (aus seinem Album To Pimp a Butterfly)
  • 2017: Humble. (aus seinem Album Damn)
  • 2017: DNA. (aus seinem Album Damn)
  • 2017: ELEMENT. (aus seinem Album Damn)
  • 2017: LOYALTY. FEAT. RIHANNA. (aus seinem Album Damn)
  • 2017: LOVE. FEAT. ZACARI. (aus seinem Album Damn)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Künstlerauszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BET Awards
    • 2013: in der Kategorie Best New Artist
    • 2013: in der Kategorie Best Male Hip-Hop Artist
    • 2013: in der Kategorie Beste Zusammenarbeit für „Fuckin' Problems“
    • 2015: in der Kategorie Best Male Hip-Hop Artist
  • MTV Video Music Awards
    • 2015: in der Kategorie Video of the Year
    • 2015: in der Kategorie Best Collaboration
    • 2015: in der Kategorie Best Direction für „Alright“
    • 2015: in der Kategorie Best Cinematography für „Never Catch Me“
    • 2017: in der Kategorie Video of the Year für "HUMBLE."[14]
    • 2017: in der Kategorie Best HIp Hop für "HUMBLE."
    • 2017: in der Kategorie Best Cinematography für "HUMBLE."
    • 2017: in der Kategorie Best Direction für "HUMBLE."
    • 2017: in der Kategorie Best Art Direction für "HUMBLE."
    • 2017: in der Kategorie Best Video Effects für "HUMBLE."

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kendrick Lamar Duckworth auf allmusic.com
  2. Kendrick Lamar Talks Fame, Jay-Z & "K.Dot" With Bullet Magazine. In: HotNewHipHop. (hotnewhiphop.com [abgerufen am 2. September 2017]).
  3. Das Geheimnis um "Kung Fu Kenny" ist gelüftet | 16BARS.DE. Abgerufen am 2. September 2017 (deutsch).
  4. K. Wilson, M. Usinger, J. Lucas: All You Need to Know About: Kendrick Lamar in Vancouver. Auf straight.com 1. August 2017; abgerufen am 5. Januar 2018
  5. Lady Gaga on LittleMonsters.com
  6. New music: Kendrick Lamar feat Dr Dre – The Recipe, Michael Cragg, The Guardian, 3. April 2012
  7. WELT :"Kendrick Lamar gibt dem Rap die Verletzlichkeit wieder", 16. Februar 2016
  8. Pitchfork: Kendrick Lamar's To Pimp a Butterfly is Out Now, 16. März 2015
  9. http://rap.de/news/102620-kendrick-lamar-veroeffentlicht-cover-und-tracklist-von-damn/
  10. Zwei Mal Platin für Kendrick Lamar und sein "DAMN." · Boutblank.com. Abgerufen am 14. Juli 2017.
  11. Chartquellen: DE AT CH UK US
  12. By The Numbers: Kendrick Lamar's "Section.80" 5 Years Later. In: Hot New HipHop. 2. Juli 2016. Archiviert vom Original am 5. Januar 2018. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  13. Taylor Swift's new album is the highest-selling of 2017. 18. November 2017. Abgerufen am 5. Januar 2018.
  14. MTV VMA 2017: Die Gewinner. Abgerufen am 1. September 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kendrick Lamar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien