Kennelbach

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Kennelbach
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kennelbach
Kennelbach (Österreich)
Kennelbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 3,2 km²
Koordinaten: 47° 29′ N, 9° 46′ OKoordinaten: 47° 28′ 59″ N, 9° 46′ 0″ O
Höhe: 430 m ü. A.
Einwohner: 1.935 (1. Jän. 2020)
Bevölkerungsdichte: 606 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6921
Vorwahl: 05574
Gemeindekennziffer: 8 02 20
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Fr.-Schindler-Str. 1
6921 Kennelbach
Website: www.kennelbach.at
Politik
Bürgermeister: Peter Halder (Kennelbach gestalten! Team Peter Halder)
Gemeindevertretung: (Wahljahr: 2020)
(18 Mitglieder)
18
18 
Insgesamt 18 Sitze
  • Kennelbach gestalten: 18
Lage von Kennelbach im Bezirk Bregenz
AlberschwendeAndelsbuchAuBezauBildsteinBizauBregenzBuchDamülsDorenEggEichenbergFußachGaißauHardHittisauHöchstHörbranzHohenweilerKennelbachKrumbachLangen bei BregenzLangeneggLauterachLingenauLochauMellauMittelbergMöggersReutheRiefensbergSchnepfauSchoppernauSchröckenSchwarzachSchwarzenbergSibratsgfällSulzbergWarthWolfurtVorarlbergLage der Gemeinde Kennelbach im Bezirk Bregenz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Blick auf die Pfarrkirche hl. Josef
Blick auf die Pfarrkirche hl. Josef
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kennelbach ist eine österreichische Gemeinde mit 1935 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Bezirk Bregenz in Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kennelbach liegt südlich des Bodensees auf 430 Metern Höhe. 54 % der Fläche sind bewaldet. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Kennelbach.

Blick vom Känzele

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Kennelbach seit der Gründung 1861. Kennelbach ist erst seit 1911 eine eigenständige Gemeinde, nachdem der Ort sich von der Gemeinde Rieden, die später zur Stadt Bregenz eingemeindet wurde, abgespalten hatte. Von 1938 bis 1946 verlor Kennelbach diese Eigenständigkeit allerdings wieder, als die Gemeinde unter den Nationalsozialisten gemeinsam mit Lochau, Eichenberg und Fluh zur Stadt Bregenz eingemeindet wurde. Erst mit dem Ende der Nationalsozialistischen Herrschaft und der Wiedererlangung der Österreichischen Souveränität kam die Verselbständigung der eingemeindeten Gemeinden wieder auf den Plan und Kennelbach wurde gemeinsam mit zahlreichen anderen in der Zeit des Nationalsozialismus eingemeindeten Gemeinden wieder zur selbständigen Gemeinde ernannt.[1]

Im 19. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war der Ort stark von der Industriellenfamilie Schindler und deren 1968 aufgelassener Baumwollspinnerei geprägt. Der ehemalige Sitz der Familie Schindler, die Villa Grünau, gehört seit 1992 der Gemeinde und ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Der Ausländeranteil lag 2002 bei 13,3 Prozent.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 19. April 2018 ist Peter Halder Bürgermeister von Kennelbach.[2]

Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 2.361.184 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 3.333.885 €. Der Schuldenstand betrug 2001 1.657.068 €.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1952 wurde ein genossenschaftliches Eigenheimbauprojekt der Gemeinde unter Beteiligung der Textilfirma Schindler vom österreichischen Fotografen Stefan Kruckelhauser dokumentiert. Titel des Fotobuches ist "Ein Dorf wird".

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kennelbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Ort gab es im Jahr 2003 33 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 955 Beschäftigten und 27 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 863. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtige Wirtschaftszweige.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der weltbekannte Ski- und Tennisschläger-Hersteller HEAD, unter anderem der Ski-Hersteller von Bode Miller und Hermann Maier.

Die Firma SUFAG, die Schneekanonen herstellt, wurde 1979 in Kennelbach gegründet. Das Unternehmen begann 2013 mit der schrittweisen Auslagerung der Produktion nach Schweden. 2015 wurden mit dem Produkt Service und dem Ersatzteil Versand die letzten Teile des Unternehmens ausgelagert. Neuer Österreich Standort wurde Innsbruck. Dies bedeutete für den Wirtschaftshaushalt der Gemeinde Kennelbach einen beträchtliches Minus.

Seit 2008 wird das frühere Gebäude der Bug Alu wieder reaktiviert. Die Produktionshalle wird seit Sommer 2008 vom internationalen Automobilzulieferer Faurecia für einen Teil der Produktion genutzt. Das Bürogebäude wurde komplett saniert und ist seit dem 24. Juli 2009 mit ca. 135 Mitarbeitern des internationalen Logistikkonzerns Gebrüder Weiss besiedelt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kennelbach liegt an einer der zwei wichtigen Zufahrten zum Bregenzerwald, der Langener Straße (L 2).

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Volksschule (Am Ort gibt es 89 Schüler (Stand Januar 2003).)

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Wilhelm Schindler (1856–1920), österreichischer Unternehmer und Erfinder, verstarb in Kennelbach.
  • Hans Purin (1898–1989), österreichischer Maler und Kunsterzieher, wurde in Kennelbach geboren.
  • Egon Sinz (1928–2008), Politiker und Heimatforscher, wurde in Kennelbach geboren.
  • Kathina Kaiser (* 1945), österreichische Schauspielerin, wurde in Kennelbach geboren.
  • Lucas Bundschuh (* 1996), Fußballtorwart, wurde in Kennelbach geboren.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kennelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Nachbaur: Vorarlberger Gemeinden 1849 bis 2008. (PDF, 177 kB) In: 200 Jahre Gemeindeorganisation – Almanach zum Vorarlberger Gemeindejahr 2008. Bregenz, 2009. ISBN 978-3-902622-10-5
  2. Alfons J. Kopf: Neuer Bürgermeister für Kennelbach. In: Vorarlberg Online (VOL.at). 19. April 2018, abgerufen am 5. Mai 2019.