Kentucky River

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Kentucky River
Einzugsgebiet des Kentucky River

Einzugsgebiet des Kentucky River

Daten
Gewässerkennzahl US513130
Lage Kentucky (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Ohio → Mississippi → Golf von Mexiko
Vereinigung von North Fork und South Fork Kentucky River bei Beattyville, Lee County
37° 34′ 10″ N, 83° 42′ 37″ W
Quellhöhe 204 m
Mündung Bei Carrollton in den Ohio RiverKoordinaten: 38° 41′ 1″ N, 85° 11′ 19″ W
38° 41′ 1″ N, 85° 11′ 19″ W
Mündungshöhe 128 m
Höhenunterschied 76 m
Länge 417 km
Einzugsgebiet 18.000 km²
Abfluss MQ
285 m³/s
Linke Nebenflüsse Dix River
Rechte Nebenflüsse Red River
Mittelstädte Frankfort
Der Kentucky River

Der Kentucky River

North Fork Kentucky River
North Fork Kentucky River nahe Combs

North Fork Kentucky River nahe Combs

Daten
Gewässerkennzahl US514290
Lage Kentucky (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Kentucky River → Ohio River → Mississippi River → Golf von Mexiko
Quelle Letcher County
37° 9′ 19″ N, 82° 39′ 1″ W
Zusammenfluss mit South Fork Kentucky River zum Kentucky River
37° 35′ 12″ N, 83° 40′ 13″ W
Mündungshöhe 190 m
Länge 270 km
Middle Fork Kentucky River
Gewässerkennzahl US513931
Lage Kentucky (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über North Fork Kentucky River → Kentucky River → Ohio River → Mississippi River → Golf von Mexiko
Quelle Leslie County
36° 54′ 1″ N, 83° 29′ 56″ W
Mündung North Fork Kentucky River
37° 35′ 12″ N, 83° 40′ 7″ W
Mündungshöhe 202 m
Länge 169 km
Durchflossene Stauseen Buckhorn Lake
South Fork Kentucky River
Gewässerkennzahl US515545
Lage Kentucky (USA)
Flusssystem Mississippi River
Abfluss über Kentucky River → Ohio River → Mississippi River → Golf von Mexiko
Quelle im Owsley County
37° 16′ 11″ N, 83° 38′ 35″ W
Zusammenfluss mit North Fork Kentucky River zum Kentucky River
37° 34′ 10″ N, 83° 42′ 37″ W
Mündungshöhe 193 m
Länge 72 km

Der Kentucky River ist ein 417 km langer Nebenfluss des Ohio River, im US-Bundesstaat Kentucky. Der Fluss und seine Nebenflüsse entwässern den Großteil der Mitte des Staates. Der Oberlauf verläuft durch die vom Kohleabbau geprägten Gebiete der Cumberland Mountains, während der Unterlauf durch die Bluegrass-Region im Norden des Staates führt. Das Einzugsgebiet umfasst ca. 18.000 km² und liefert das Trinkwasser für ungefähr ein Sechstel der Bevölkerung Kentuckys.

Dank 14 Staustufen, die vom U.S. Army Corps of Engineers erbaut wurden, ist der Fluss über seine gesamte Länge schiffbar. Die Verwaltung hat die staatliche Kentucky River Authority. Die Hauptbedeutung der Staustufen liegt heute in der Trinkwasserversorgung Lexingtons. Trotz eines Jahresniederschlages von 1000 mm hat die Gegend wegen des verkarsteten Kalksteins im Untergrund nur wenig Oberflächenwasser.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kentucky River wird in der Mitte Kentuckys nahe Beattyville, Lee County, durch die Vereinigung des North Fork Kentucky River und South Fork Kentucky River in einer Höhe von ca. 204 m gebildet. Ein weiterer Quellfluss, der Middle Fork Kentucky River mündet schon 6 km oberstrom in den North Fork Kentucky River. Am Middle Fork Kentucky River liegt der 5 km² große Stausee Buckhorn Lake.[1]

Der Kentucky River fließt von Beattyville stark mäandrierend nach Nordwesten durch den Daniel Boone National Forest, an Irvine und Boonesborough vorbei.

Er wendet sich dann nach Südwesten, südlich an Lexington vorbei. Ungefähr 25 km südwestlich von Boonesborough mündet der Red River ein, fünf Kilometer weiter der Silver Creek; bei High Bridge, der Dix River. Zwischen Clays Ferry, Madison County und Frankfort, passiert der Fluss die Kentucky River Palisades, eine 160 km lange Folge steiler Schluchten. Bei Frankfort mündet der Benson Creek ein, 20 km weiter der Elkhorn Creek. Der Kentucky River mündet bei Carrollton in den Ohio River.

Fischsterben 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu einem Fischsterben kam es im Jahr 2000 aufgrund eines Feuers in der Wild-Turkey-Destillerie, die am Fluss liegt. Ein Lagerhaus voller Bourbon Whiskey brannte nieder, größere Mengen brennender Bourbon lief in den Fluss. In den Tagen nach dem Brand begannen Fische im Kentucky River zu sterben und das Kentucky Departement of Fish and Wildlife Resources identifizierte eine 6 bis 8 Kilometer lange "Todeszone", die Flussabwärts wanderte, auffallend nach Bourbon roch und in der sämtliche Fische starben. Es handelte sich dabei um das schlimmste Fischsterben in der Geschichte Kentuckys. Schließlich gelang es der Coast Guard, den Alkohol soweit abzupumpen, dass er keine Gefahr mehr für den Fluss darstellte.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. US Army Corps of Engineers - Buckhorn Lake
  2. C. K. Cowdery: Bourbon, Straight – The Uncut and Unfiltered Story of American Whiskey. Made and Bottled in Kentucky, Chicago, Illinois 2004, ISBN 0-9758703-0-0 S. 90