Kermoroc’h

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Kermoroc’h
Kervoroc’h
Kermoroc’h (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Bretagne
Département (Nr.) Côtes-d’Armor (22)
Arrondissement Guingamp
Gemeindeverband Guingamp Paimpol Armor Argoat Agglomération
Koordinaten 48° 37′ N, 3° 12′ WKoordinaten: 48° 37′ N, 3° 12′ W
Höhe 79–147 m
Fläche 6,16 km²
Einwohner 442 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 72 Einw./km²
Postleitzahl 22140
INSEE-Code

Kermoroc’h ([kɛʁmoʁɔk]; bretonisch Kervoroc’h) ist eine französische Gemeinde mit 442 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne. Sie gehört zum Arrondissement Guingamp und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Guingamp Paimpol Armor Argoat Agglomération. Die Bewohner nennen sich Kermorochois.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kermoroc’h liegt im Norden der bretonischen Halbinsel, acht Kilometer nordnordwestlich der Arrondissementshauptstadt Guingamp und etwa 30 Kilometer südwestlich der Rosengranit-Küste des Ärmelkanals. Entwässert wird das Gemeindegebiet von den Bächen Ruisseau du Poirier und Ruisseau de Grand Bois, die in den Théoulas münden, einen Nebenfluss des Jaudy.

Die Gemeinde Kermoroc’h besteht aus folgenden Dörfern und Ortsteilen:

  • Crec’h Mingant
  • Douar Lavar
  • Goasorgant
  • Kerbellec
  • Kercadiou
  • Keréven
  • Kerfichet
  • Kermoalquin
  • Kersteven
  • La Métairie Neuve
  • Langouérat
  • La Solaye
  • La Villeneuve
  • Le Guern
  • Le Vieux Poirier
  • Park Foën
  • Park Névez
  • Penn ar Run
  • Porz Ru
  • Poullo Pri
  • Ruglaziou
  • Toul ar Hoat
  • Traoun an Ouas

sowie aus zahlreichen namenlosen kleinen Weilern und Einzelhöfen. Das Dorf Kermoroc’h mit Rathaus und Kirche befindet sich im Nordwesten der Gemeinde.

Die Landschaft um Kermoroc’h ist durch Acker- und Grünlandflächen geprägt, die durch die für die Umgebung typischen Hecken voneinander getrennt sind. Abgesehen von den Hängen an steilen Flussabschnitten ist das Gemeindegebiet fast waldfrei.

Nachbargemeinden von Kermoroc’h sind Landebaëron im Norden, Squiffiec im Nordosten, Trégonneau im Osten, Plouisy im Süden sowie Saint-Laurent im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Kermoroc’h setzt sich aus den bretonischen Begriffen „Ker“ (= Dorf), „Mor“ (= Meer) und „Roc’h“ (= Fels) zusammen. Möglich ist auch die Herkunft über einen Personennamen (morech, moroch).[1] Das Gemeindegebiet von Kermoroc’h (von 1793 bis 1801 Kmorch genannt) besteht seit 1793 unverändert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018
Einwohner 344 326 284 283 268 324 376 449

Im Jahr 1881 wurde mit 622 Bewohnern die bisher höchste Einwohnerzahl ermittelt. Die Zahlen basieren auf den Daten von annuaire-mairie[2] und INSEE.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss (Château du Poirier)
  • Kirche Sainte-Brigitte
  • Die Kapelle Saint-Louis im Ortsteil Langouérat, vom 14. bis 17. Jahrhundert die alte Pfarrkirche von Longouérat mit letzter Restaurierung im Jahr 1645, verfiel in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit 2004 hat sich ein Verein verpflichtet, die Kapelle instand zu setzen und zu erhalten.
  • Calvaire vor der Kapelle Saint-Louis aus dem 17. Jahrhundert, Monument historique[4]
  • Botanischer Lehrpfad entlang des Poirier-Ufers zwischen Kermoroc’h und Landebaëron mit zahlreichen Skulpturen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptwirtschaftszweig der Gemeinde ist nach wie vor die Landwirtschaft. In der Gemeinde gibt es zwölf Landwirtschaftsbetriebe (Getreideanbau, Milchwirtschaft, Rinder- und Geflügelzucht).[5] Daneben entwickelt sich auch der Tourismus mit der Schaffung einiger Pensionen und Ferienhäuser.

Kermoroc’h liegt abseits der überregional bedeutenden Verkehrswege. Sechs Kilometer südwestlich von Kermoroc’h besteht Anschluss an die autobahnähnlich ausgebaute Fernstraße D 767 von Guingamp nach Lannion. Der nächste Bahnhof befindet sich im drei Kilometer entfernten Squiffiec an der Bahnlinie von Guingamp nach Paimpol.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes des Côtes-d’Armor. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-017-5, S. 43–44.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Namensherkunft aus books.google.de
  2. Kermoroc’h. annuaire-mairie
  3. Kermoroc’h. INSEE
  4. Eintrag. In: Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 15. November 2015 (französisch).
  5. Landwirtschaftsbetriebe. annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kermoroc'h – Sammlung von Bildern