Kernkraftwerk Grohnde

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Kernkraftwerk Grohnde
Kernkraftwerk Grohnde an der Weser: links die beiden Kühltürme, rechts das Reaktorgebäude und der Abluftkamin
Kernkraftwerk Grohnde an der Weser: links die beiden Kühltürme, rechts das Reaktorgebäude und der Abluftkamin
Lage
Kernkraftwerk Grohnde (Niedersachsen)
Kernkraftwerk Grohnde
Koordinaten 52° 2′ 7″ N, 9° 24′ 48″ OKoordinaten: 52° 2′ 7″ N, 9° 24′ 48″ O
Land: Deutschland
Daten
Eigentümer: 83,3 % PreussenElektra GmbH
16,7 % Stadtwerke Bielefeld[1]
Betreiber: PreussenElektra GmbH[1]
Projektbeginn: 1975
Kommerzieller Betrieb: 1. Februar 1985

Aktive Reaktoren (Brutto):

1  (1430 (brutto) MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2009: 10'867.466 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 267'880.686 GWh
Website: PreussenElektra
Stand: 31. Dezember 2009
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Grohnde (KWG) befindet sich nördlich von Grohnde an der Weser in der Gemeinde Emmerthal im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Zentraler Bestandteil des Kraftwerks ist ein Druckwasserreaktor der 1.300-MW-Baulinie, der von der Kraftwerk Union errichtet wurde. Die Nennleistung beträgt 3.900 Megawatt (thermisch). Die elektrische Nettoleistung liegt bei etwa 1.360 Megawatt. Zum Einsatz kommen 193 UO2-Brennelemente mit einer Anreicherung bis zu 4 % 235U, sowie MOX-Brennelemente. Eine Erhöhung der Anfangsanreicherung auf 4,4 % wurde beantragt. Der Reaktor gehört zur dritten Generation in Deutschland, den sogenannten Vor-Konvoi-Anlagen und wurde erstmals am 1. September 1984 kritisch.

Standort[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Grohnde liegt im Süden von Niedersachsen am nördlichen Mittelgebirgsrand im Wesertal etwa acht Kilometer südlich der Stadt Hameln in der Gemeinde Emmerthal. Verwaltungsmäßig gehört es zum Landkreis Hameln-Pyrmont. Das namensgebende Dorf Grohnde liegt 2 km südlich vom Kraftwerksstandort. Das Kernkraftwerk Grohnde liegt 72 Meter über Normalnull in dem hier auf drei bis vier Kilometer breit ausgeweiteten Wesertal, das in diesem Bereich in nordwestlicher Richtung verläuft. Die Berge am linken Weserufer gehören zum Weserbergland, das hier bis zu 350 Meter ansteigt, am gegenüberliegenden Weserufer zeigen sich die Ausläufer von Ith und Süntel.

Das nächste Dorf ist neben dem erwähnten Grohnde das auf dem anderen Weserufer in 1,8 km Entfernung liegende Latferde, ansonsten ist die direkte Umgebung des Kraftwerks laut Betreiberangaben in einem Radius von einem Kilometer unbewohnt.[2] Die nächsten Großstädte sind das 50 km nordöstliche liegende Hannover mit 000000000532163.0000000000532.163 Einwohnern und das 38 km östlich liegende Hildesheim mit 000000000101667.0000000000101.667 Einwohnern. 61 km westlich liegt Bielefeld mit 000000000333090.0000000000333.090 Einwohnern, 71 km westlich liegt Gütersloh mit 000000000097586.000000000097.586 Einwohnern und 55 km südwestlich Paderborn[3] mit 000000000148126.0000000000148.126 Einwohnern. Im direkten Umkreis von 10 Kilometern leben etwa 80.000 Menschen.

Der Standort zeichnet sich durch eine nicht zu erwartende Erdbebentätigkeit aus. In den letzten 1000 Jahren hat es hier in einem Radius von 200 km nur selten Schäden durch Erdbeben gegeben und er gilt deshalb als erdbebensicher.[2]

Das Kernkraftwerk Grohnde ist gut an das umgebende Verkehrsnetz angeschlossen: Westlich läuft die Bundesstraße 83 und nördlich findet sich in 10 km Entfernung die Eisenbahnverbindung Hannover–Altenbeken, die über einen Gleisanschluss an die eingleisige Strecke Vorwohle - Emmerthal vom Kraftwerk aus zu erreichen ist. Das nächste Kernkraftwerk, Würgassen, befand sich 44 km Luftlinie entfernt südlich ebenfalls an der Weser.

Der produzierte Strom wird in das Höchstspannungsnetz eingespeist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betreiber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Grohnde ist von der E.ON-Vorgängerin PreussenElektra und der Gemeinschaftskraftwerk Weser GmbH geplant und gebaut worden. Dazu wurde 1975 die Gemeinschaftskraftwerk Grohnde GmbH gegründet, die zu 50 % der E.ON-Vorgängerin PreussenElektra AG und zu 50 % der Gemeinschaftskraftwerk Weser GmbH gehörte. An der Gemeinschaftskraftwerk Weser GmbH waren wiederum die Stadtwerke Bielefeld, die Elektrizitätswerk Minden-Ravensberg (EMR) und die Elektrizitätswerke Wesertal GmbH zu je 33,3 % beteiligt. An der Elektrizitätswerke Wesertal GmbH waren wiederum die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden, Schaumburg und Lippe beteiligt.

Im Jahr 2000 fusionierten PreussenElektra und Bayernwerk AG zur E.ON Energie. Im Februar 2003 übernahmen die E.ON Energie AG mit 83,3 % und die Stadtwerke Bielefeld mit 16,7 % die Betreibergesellschaft „Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde GmbH & Co. oHG“. Betreiber wurde die E.ON Kraftwerk GmbH.

Am 1. Juli 2016 wurde E.ON Kernkraft GmbH in PreussenElektra GmbH umbenannt, als Folge der Aufspaltung des E.ON-Konzerns in eine neue Energiewelt und eine konventionelle Energiewelt.[4]

Bau und Widerstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Demonstration von Atomkraftgegnern vor dem Werk im Jahr 2011

Am 3. Dezember 1973 ist der Bauantrag beim Niedersächsischen Sozialministerium gestellt worden. Im Juli 1973 rief der Weltbund zum Schutz des Lebens in Niedersachsen zum Widerstand gegen das geplante Kernkraftwerk Grohnde auf.[5] Gegen den Bauantrag reichten im Sommer 1974 über 12.000 Menschen Einsprüche ein. Beim Erörterungstermin am 3./4. Oktober 1974 wurden die Bedenken vorgetragen. Trotzdem erteilte das Niedersächsische Sozialministerium am 8. Juni 1976 die erste Teilerrichtungsgenehmigung.[6] Gegen den Bau des Kernkraftwerkes kam es in Grohnde zu weiteren, teilweise heftigen Protesten. Eine Demonstration mit rund 15.000 Demonstranten und etwa 5.000 Polizeibeamten am 19. März 1977 [7] führte zu einer versuchten Bauplatzbesetzung (inspiriert durch den Protest gegen das Kernkraftwerk Wyhl)[8]. Den zum Teil mit Gasmasken und Helmen ausgerüsteten Demonstranten gelang es, auf 15 Metern Länge den doppelten Metallgitterzaun einzureißen.[9] Mit vielen Verletzten war dies die bis dahin gewalttätigste Auseinandersetzung der westdeutschen Demonstrationsgeschichte. Sie ging als „Schlacht um Grohnde“ in die Protestgeschichte der Anti-Atomkraft-Bewegung ein. Die Gewalttätigkeiten führten zu kontroversen Diskussionen über die Legitimität verschiedener Methoden des Protests.[10] Der Protest der 70er bis 90er Jahre wurde vom Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom in einer Wanderausstellung mit dem Titel 40 Jahre „Schlacht um Grohnde“ dokumentiert.[11]

Die aktuelle Protestbewegung gegen das Kernkraftwerk Grohnde wird seit 2011 von der Regionalkonferenz Grohnde abschalten vorangetrieben.[12]

Im August 2014 gründete sich in Hameln der Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V.. Vereinszweck ist die Unterstützung einer Klage von privaten Anliegern gegen das zuständige Niedersächsische Umweltministerium (NMU) mit dem Ziel, die Betriebsgenehmigung für das Kernkraftwerk Grohnde zu widerrufen. Nachdem ein im März 2015 eingereichter Antrag im Oktober 2015 vom NMU abgewiesen wurde, reichte der Rechtsvertreter der Anlieger unmittelbar danach Klage beim OVG Lüneburg ein. Ein zentraler Punkt der Klageschrift ist der terroristisch motivierte Absturz eines Großflugzeuges (z. B. Airbus A380) auf das Reaktorgebäude. Die potenzielle Bedrohung durch Verkehrsflugzeuge erlangte im Rahmen von Renegade-Fällen Bekanntheit[13] und ist in den Lastannahmen für Kernkraftwerke nicht vorgesehen. Die Klageerwiderung des NMU liegt seit Mai 2017 vor. Die Kläger bereiten derzeit eine Stellungnahme dazu vor. Eine Verhandlung ist bis dato (Stand: August 2017) noch nicht terminiert worden.[14]

Betriebsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernkraftwerk Grohnde im Winter von der Weser aus

Im Betriebsanlauf wurde der Reaktor erstmals am 1. September 1984 kritisch. Die Anlage begann ihren kommerziellen Leistungsbetrieb nach dem Atomgesetz am 1. Februar 1985.

Im Kalenderjahr 1997 erzielte das Kernkraftwerk mit einer Bruttostromerzeugung von 12.528.660 MWh einen Spitzenwert.[15]

Partner des Kernkraftwerks Grohnde sind die Kernkraftwerke Süd-Ukraine in der Ukraine, Bohunice in der Slowakei und Trillo in Spanien.

2011 waren in dem Kernkraftwerk 345 Mitarbeiter beschäftigt.[16]

Am 30. März 2011 kam das Gerücht auf, die thermische Leistung des Kraftwerks sei bei einer Revision 2009 von 3.900 auf 4.000 Megawatt erhöht worden; der Betreiber habe Turbinenschaufeln ausgetauscht. Laut Pressemeldungen lag zu dem Zeitpunkt noch keine Genehmigung des Ministeriums vor.[17] Tatsächlich unterlagen und -liegen Änderungen an der Turbine (bei einem Druckwasserreaktor fließt dort kein radioaktives Medium) nicht der atomrechtlichen Aufsicht; eine Erhöhung der thermischen Leistung gab es nicht.

Anfang 2013 kam es zur Diskussion über den Einsatz der MOX-Brennelemente. Verschiedene Bürgerinitiativen äußerten sich sehr kritisch über den geplanten Einsatz von acht MOX-Brennelementen. Am 13. Mai 2013 gab der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen / Kabinett Weil) nach eingehender Diskussion mit verschiedenen Umweltverbänden mit der Zustimmung zum Wiederanfahren ‚grünes Licht‘ für den Einsatz dieser MOX-Brennelemente in KKW Grohnde. Auch im Jahr 2014 wurden mit Zustimmung Wenzels wieder neue MOX-Brennelemente eingesetzt.

Das 2011 novellierte Atomgesetz legt fest, dass das Kernkraftwerk Grohnde am 31. Dezember 2021Vorlage:Zukunft/In 4 Jahren seine Betriebsgenehmigung verliert, also abgeschaltet werden muss.[18]

Im April 2014 wurde das KKW zur jährlichen Revision heruntergefahren. Bei den wiederkehrenden Prüfungen wurde neben einem Defekt an einem Generator auch Schäden an den Niederhaltefedern der Drosselkörper entdeckt. Die Drosselkörper sitzen in den Führungsrohren der Brennelemente, die keine Steuerstäbe haben, und sollen den Kühlmittelfluss optimieren, also vergleichmäßigen. Eine sicherheitstechnisch wichtige Funktion haben sie nicht. Das Niedersächsische Umweltministerium als zuständige Aufsichtsbehörde forderte daraufhin eine vollständige Untersuchung aller Drosselkörperfedern und den Austausch der dabei gefundenen beschädigten Drosselkörper. Nach Abschluss aller Arbeiten und damit kurz vor dem Wiederanfahren erhielt der Umweltminister Stefan Wenzel von einem Atomkraftgegner den Hinweis, bei der Revision sei angeblich eine wichtige Armatur fehlerhaft repariert worden; der Minister hielt daraufhin seine bereits vorbereitete Zustimmung zum Wiederanfahren zurück und informierte die Staatsanwaltschaft Hannover.[19][20] E.ON hatte dagegen unverzüglich einen Eilantrag vor Gericht gestellt, über den das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entscheiden sollte.[21] Da sich die Staatsanwaltschaft aber weigerte, überhaupt Ermittlungen aufzunehmen, weil sie keinen Anfangsverdacht sah und E.ON gegenüber der Aufsichtsbehörde nachwies, dass die Anschuldigungen unzutreffend und frei erfunden waren, gab es für Umweltminister Wenzel keine Möglichkeit mehr, die Zustimmung zum Wiederanfahren zu verweigern. Sie wurde noch am selben Tag erteilt, bereits 24 Stunden später war das Kraftwerk wieder am Netz.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentraler Bestandteil des Kraftwerks ist ein Druckwasserreaktor, der sich in einem kugelförmigen Reaktorgebäude mit Abluftkamin befindet. Auf dem Gelände sind außerdem ein Maschinenhaus, zwei baugleiche Naturzug-Nasskühltürme mit einer Schalenhöhe von 137,14 m, eine Flusswassernutzungsanlage zur Kühlung sowie ein Zwischenlager. Die ganze Anlage ist von einem 2.200 m langen Sicherheitszaun umgeben. Zum An- und Abtransport führen eine Asphaltstraße sowie eine eingleisige Bahnlinie auf das Gelände.

Kernreaktor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbau eines Druckwasserreaktors

Bei dem im Grohnde vorhandenen Kernreaktor handelt es sich um einen Druckwasserreaktor der dritten Generation, eine sogenannte Vor-Konvoi-Anlage der 1300-MW-Klasse. Dieser Reaktortyp wurde mit Modifikationen in den 1970er Jahren entwickelt und in vier Kernkraftwerken in Deutschland eingebaut. Er wurde von der Firma Siemens (Kraftwerk Union) errichtet.

Heute hat der Reaktor eine elektrische Bruttoleistung (Nennleistung) am Generator von 1430 Megawatt (MW). Die Nettoleistung beträgt 1360 Megawatt.[22] Diese Werte gelten erst seit einer Modifikation im Schaufelbereich des Generators im Jahr 1996.[23] Die hier genannten Werte geben die maximale Leistung an, die für die Produktion elektrischer Energie zur Verfügung stehen kann. Er entspricht dem Bruttowert abzüglich des Kraftwerkseigenverbrauchs von Neben- und Hilfsanlagen. Die thermische Reaktorleistung liegt bei bis zu 3765 Megawatt.[24]

Der Reaktorkern fasst 193 Brennelemente[25] mit einer aktiven Brennstabslänge von 3,9 Metern und einer Brennstoffmasse von 103 Tonnen. Die vier Dampferzeuger[25] haben eine Gesamtmasse von 335 Tonnen, bei einem größten Durchmesser von 4,9 Metern und einer Gesamthöhe von 21,3 Metern. Die Anlage ist eine sogenannte „Vier-Loop-Anlage“ mit vier Dampferzeugern, in denen die Wärmeenergie aus dem Primärkreislauf über vier getrennte Kontaktpunkte an den Sekundärkreislauf zum Antrieb der Turbinen abgegeben wird.

Das Hauptkühlsystem besteht aus vier Hauptkühlpumpen mit einer Hauptnennleistung je Pumpe von 7.350 kW. Die mittlere Kühlmitteltemperatur beträgt dabei 308,6 °C.[26]

Zum Reaktorbereich gehört der Reaktordruckbehälter mit einem Innendurchmesser von 5000 Millimetern, bei einer Gesamthöhe einschließlich Steuerstabantriebsstutzen von 12.300 Millimetern. Die Gesamtmasse des Druckbehälters beträgt etwa 540 Tonnen, die Wandstärke des zylindrischen Teils 25 Zentimeter.[27] Der Sicherheitsbehälter ist aus dem Stahl WStE 51 gefertigt.[28]

Reaktorblock[29] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netz-
synchronisation
Kommerzieller
Betrieb
geplante
Abschaltung
SPD/Grüne
2000[30]
geplante
Abschaltung
CDU/FDP
2011[31]
Grohnde (KWG) Druckwasserreaktor 1360 MW 1430 MW 01.06.1976 05.09.1984 01.02.1985 2018 31.12.2021

Sicherheitsbehälter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sicherheitsbehälter ist beim KKW Grohnde als Kugel ausgelegt, die den Kernreaktor mit seinen zugeordneten Elementen umgibt. Sie besteht innen aus einer Stahlkugel und außen aus Beton. Die Stahlkugel hat eine Wanddicke von 30 mm und einen Kugeldurchmesser von 56 Metern. Sie ist auf einen Innendruck von 5,3 bar ausgelegt.[27] Die Betonkugel ist gemäß einer 1981 in Kraft getretenen Leitlinie der Reaktorsicherheitskommission so ausgelegt, dass sie auch dem Absturz einer F-4 Phantom widerstehen können soll, die mit 774 km/h fliegt und zwanzig Tonnen wiegt.[32] Die Reaktorhülle besteht aus 180 cm dickem Beton. Sie soll auch den Absturz eines Airbus A320 überstehen können.[33]

Betriebsergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jährliche Nettostromerzeugung des Kernkraftwerks Grohnde[34]
Jahr Millionen
Kilowatt-
stunden
[GWh]
Jahr Millionen
Kilowatt-
stunden
[GWh]
1984 1.214,0 2001 10.926,7
1985 10.871,1 2002 10.791,7
1986 10.205,4 2003 10.933,0
1987 9.648,5 2004 10.695,4
1988 10.208,3 2005 10.841,0
1989 10.279,4 2006 10.995,7
1990 10.123,6 2007 10.818,4
1991 9.957,8 2008 10.546,0
1992 10.424,3 2009 10.867,5
1993 10.680,1 2010 10.782,4
1994 10.226,5 2011 9.603,2
1995 10.771,1 2012 11.008,6
1996 10.589,9 2013 10.420,1
1997 11.864,7 2014 9.481.2
1998 11.146,3 2015 9.864.6
1999 11.212,2 2016 8.415.9
2000 11.055,9 ---

Die produzierte elektrische Energie des Kernkraftwerkes hängt hauptsächlich davon ab, an wie vielen Tagen es im Normalbetrieb am Netz ist. Im Normalbetrieb läuft es nahezu immer unter Volllast und dient somit der Grundlastversorgung im Stromnetz. Die maximal mögliche Stromproduktion wird allerdings durch die jährlich durchzuführende Revision, die zwischen zwei und sechs Wochen dauern kann und meistens im April angesetzt wird, nicht erreicht. Hinzu kommen noch gelegentliche Abschaltungen wegen Unregelmäßigkeiten in der Anlage und unvorhergesehener Reparaturen.

Während die jährliche Nettostromerzeugung im Kernkraftwerk Grohnde bis 2013 fast immer über 10.000 GWh lag, ist in den Jahren seit 2014 ein signifikanter Abfall in der Stromproduktion festzustellen (s. Tabelle rechts).

Grund: Defekte an verschiedenen Bauteilen sowohl im nuklearen als auch im nicht-nuklearen Bereich führten insbesondere 2014 und 2016 zu langen Betriebsstillständen. Beispiel: Die Frühjahrsrevision 2016 musste durch einen Montagefehler bei einer Nachkühlpumpe von regulär zwei auf insgesamt 10 Wochen verlängert werden (s. Betriebsstörungen und meldepflichtige Ereignisse). Die jährliche Stromproduktion sank dadurch auf 8.416 GWh.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abluftkamin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abluftkamin dient der gezielten Abgabe von gasförmigen Emissionen aus dem Reaktorgebäude in die Umgebung. Der Schornstein ist laut TÜV 130 Meter hoch.[35] Auch im Normalbetrieb werden radioaktive Stoffe abgegeben, deren Menge einer Überwachung unterliegt.

Kernreaktor-Fernüberwachung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1984 wurde das KKW Grohnde in das Kernkraftwerk-Fernüberwachungssystem des Landes Niedersachsen integriert. Dieses soll von betreiberunabhängiger Seite die Emissionen radioaktiver Stoffe mit Abluft oder Abwasser aus dem Kernkraftwerk Grohnde und den anderen Kernkraftwerken in Niedersachsen überwachen und dokumentieren. Im Einzelnen sind dies die Werte für die Abgabe radioaktiver Stoffe in Form von Edelgasen, Aerosolen und Jod (Nuklid 131J) im Abluftkamin sowie die Konzentration der im Abwasser vorhandenen radioaktiven Stoffe.[36]

Netzanschluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Netzanschluss erfolgt auf der 380-kV-Höchstspannungsebene in das Netz des Übertragungsnetzbetreibers Tennet TSO.[37]

Zwischenlager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Zwischenlager für Transportbehälter vom Typ Castor V/19, in denen abgebrannte Kernbrennelemente mit einer Schwermetallmasse von 1.000 Tonnen gelagert werden können, wurde am 17. April 2006 in Betrieb genommen. Das Zwischenlager soll Transporte aus dem KKW Grohnde in die Wiederaufarbeitung überflüssig machen.[38]

Der Standort liegt 200 Meter vom Reaktorgebäude entfernt innerhalb der Schutzzone V des Heilquellenschutzgebietes für das Staatsbad Bad Pyrmont und einen Kilometer nordöstlich eines Wasserschutzgebietes.[39]

Die Lagerung erfolgt nach dem Konzept der trockenen Zwischenlagerung in metallischen, dicht verschlossenen Behältern in einem Lagergebäude aus Stahlbeton. Laut Genehmigungsbescheid des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) vom 20. Dezember 2002 darf die Aufbewahrung der Kernbrennstoffe auf maximal 100 Stellplätzen erfolgen.[40] Die Einlagerungserlaubnis ist auf 40 Jahre begrenzt.[41]

Das Zwischenlager verfügt über 1,20 m starke Wände und eine 1,30 m starke Decke in Stahlbetonbauweise. Die Bodenplatte ist als durchgehende Stahlbetonplatte ausgebildet. Die äußeren Abmessungen des Lagergebäudes betragen in der Länge 93 m, in der Breite 27 m und in der Höhe 23 m. Die Grundfläche des Lagerbereiches beträgt ca. 1650 m², davon entfallen auf die effektive Lagerfläche ca. 950 m².[42]

Seit seiner Inbetriebnahme bis Ende 2009 wurden 30 Castoren im Zwischenlager eingestellt (Stand 14.11.16).[43]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im sogenannten Stresstest der EU Kommission von 2011/2012 wird dem Kernkraftwerk Grohnde zu wenig Vorsorge bei Erdbeben testiert. Die Kommission sieht Nachrüstungsbedarf bei Instrumenten, um eventuelle Erdbeben anzukündigen.[44]

Betriebsstörungen und meldepflichtige Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf das Kernkraftwerk Grohnde, im Vordergrund Tündern, links der Bückeberg mit dem früheren Festplatz der Reichserntedankfeste

Seit 1984 wurden 252 meldepflichtige Ereignisse bekannt. Damit steht das Kernkraftwerk Grohnde zusammen mit dem Kernkraftwerk Brokdorf bei der Anzahl der meldepflichtigen Ereignisse an zweiter Stelle nach dem Kernkraftwerk Philippsburg 2 (Stand: 30. Juni 2017). Die entsprechende Statistik wird vom Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) geführt.[45]

1985[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Revision fiel auf, dass das Hochdruck-Notkühlsystem nicht funktionsfähig war, weil eine der vier Pumpen Gas statt Wasser enthielt. Auch die anderen drei Pumpen enthielten in ihren Zuleitungen eine unzulässige Menge an Gasen. Ein Leck im Primärkühlkreislauf hätte somit zur Kernschmelze führen können.[46]

1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch eine fehlerhafte Bedienung während der Durchführung einer Prüfung kam es kurzzeitig zu einem unvorhergesehenen Öffnen des Druckhalter-Abblaseventils am Primärkreislauf. Die Störung wurde als meldepflichtiges Ereignis der INES-Stufe 1 eingestuft.[47]

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 11. Juli kam es durch eine Störung zu einer Abschaltung mehrerer Komponenten. Durch das weitere Öffnen der Mindestmengenventile der Speisewasserpumpen wurde eine Unterspeisungstransiente ausgelöst, die zur Folge hatte, dass der Dampferzeugerfüllstand unter 8,5 Meter fiel und es zu einer Turbinen- und Reaktorschnellabschaltung kam. Nachdem die Ursache für die Störung geklärt war, nahm der Reaktor am 12. Juli um 0:32 Uhr den Leistungsbetrieb wieder auf.[48]

Am 24. Juli kam es um 9:16 Uhr zu einer Turbinenregelstörung, was einen Lastabwurf von 240 MW verursachte. Dies führte zu einer Reaktorschnellabschaltung. Nachdem der Fehler behoben wurde, wurde der Reaktor zirka 12 Stunden später wieder in den Leistungsbetrieb hochgefahren.[48]

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende April wurde während der Revision im Inneren des 550 t schweren Stromgenerators ein irreparabler Millionenschaden entdeckt.[49] Der gebrauchte Ersatzgenerator wurde auf dem Wasserwege herangeschafft. Um den für den Schwertransport zu niedrigen Wasserstand der Weser anzuheben, wurde aus der Edertalsperre Wasser abgelassen. Die Revision verlängerte sich durch die Austauschaktion um mehrere Wochen.[50]

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bereich des sekundären Chemikaliendosierstutzens der Verdampferkolonne des Systems zur Behandlung radioaktiver Abwässer wurde im Januar 2016 während des Leistungsbetriebs bei einer wiederkehrenden Prüfung eine lokale Wanddickenschwächung an der Behälterwand festgestellt.[51]

Bei der Frühjahrsrevision stellte man beim Wiederanfahren des Reaktors einen Schaden an einer der vier Nachkühlpumpen fest. Eine Laufradmutter hatte sich gelöst. Sie war mit falschem Drehmoment angezogen worden und ein Sicherungsblech nicht vorschriftsmäßig fixiert. Dies führte zur Schädigung verschiedener Pumpenkomponenten mit Materialabtrag. Abgelöste Metallteile mit einem Gewicht von 20 kg hatten sich im gesamten Reaktorkühlkreislauf verteilt und mussten zeitaufwändig herausgefiltert werden. Des Weiteren wurden sämtliche 193 Brennelemente aus dem Reaktorkern entladen und auf Beschädigungen untersucht. Außerdem mussten die vier 19 Meter hohen Dampferzeuger mit insgesamt 16.000 Heizrohren auf Schäden überprüft werden. Deshalb war die Anlage von Anfang April bis Mitte Juni vom Netz.[52]

Ende Juli wurde die Anlage durch den Betreiber aufgrund einer Tropfleckage vom Netz genommen.[53][54] Nach der Reparatur einer Schweißnaht im Bereich der Hauptkühlmittelleitung wurde die Anlage nach zwei Wochen Mitte August wieder hochgefahren.[55]

Im August kam ein Arbeiter ums Leben, als bei Wartungsarbeiten aus einem Hilfskessel heißer Dampf entwich.[56][57]

Ende August 2016 verrutschte bei einer Handhabung außerhalb des Reaktorgebäudes ein Transportbehälter für unbestrahlte Brennelemente, worauf eine Hebetraverse verformt wurde. Die beiden transportierten Brennelemente wurden anschließend beim Hersteller auf Beschädigungen untersucht.[58]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar kam es zum Ausfall einer elektronischen Baugruppe in einem von vier Strängen des Reaktorschutzsystems. Da gerade an einem anderen Strang vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt wurden, war das Reaktorschutzsystem zwischenzeitlich nur zur Hälfte verfügbar. Dieser Vorfall wurde laut Berichten des Betreibers PreussenElektra und des Niedersächsischen Umweltministeriums nach dem Kriterium E 2.1.1 (Eilt) gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) eingestuft.[59][60]

Im März wurde während der Revision festgestellt, dass sich ein Brennelementzentrierstift im unteren Kerngerüst des Reaktordruckbehälters gelöst hatte. Der Zentrierstift wurde geborgen. Er war beim Entladen der Brennelemente noch vorhanden, hatte sich aber im Rahmen von Revisionsarbeiten gelöst. Pro Brennelement dienen je zwei Zentrierstifte als Positionierhilfe beim Einsetzen in den Reaktor.[61][62] Außerdem wurde in einem der vier Bespeisungen der Dampferzeuger eine defekte elektronische Baugruppe im Steuerpfad der Regelarmatur getauscht.[63][62]

Gesellschaftliche Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenblockade mit Treckern vor dem Kernkraftwerk Grohnde gegen einen erwarteten MOX-Transport im November 2012

Am 15. Januar 2011 demonstrierten mehrere hundert Atomkraftgegner gegen den geplanten Transport von 16 MOX-Brennelementen aus der britischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield an das Kernkraftwerk Grohnde im Jahre 2011.[64]

Am Ostermontag 2011 fanden sich aus Anlass des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl nach Polizeiangaben 5000 Demonstranten am Atomkraftwerk ein, der Veranstalter spricht von bis zu 20.000 Demonstranten. Sie umzingelten den 2200 Meter langen Zaun um das Atomkraftwerk. Veranstaltungssprecher Ralf Strohbach erklärte: „Die Atomkraft ist für unsere Region eine ständige Bedrohung.“[65]

Am 11. März 2013, dem zweiten Jahrestag der Nuklearkatastrophe von Fukushima, haben 20.000 Demonstranten mit einer Menschen- und Aktionskette in einem Ring von 40 bis 60 km um das Kernkraftwerk Grohnde gezeigt, welches Ausmaß eine Evakuierung wie in Fukushima für die Region bedeutet.[66]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Stricker: Grohnde. Dokumentation der Polizeieinsätze anlässlich der Demonstration gegen das Kernkraftwerk Grohnde am 19.03.1977 und der Räumung des besetzten Kühlturmgeländes am 23.08.1977, Verlag für Polizeiwissenschaft, 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kernkraftwerk Grohnde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b PreussenElektra: Kraftwerk Grohnde. Online auf www.preussenelektra.de, abgerufen am 27. November 2016.
  2. a b Kurzbeschreibung zum Zwischenlager-Kernkraftwerk Grohnde (PDF; 807 kB) Herausgegeben von E. On Hannover 2001
  3. http://www.luftlinie.org/Grohnde_Paderborn
  4. PreussenElektra: Unsere Geschichte. Online auf www.preussenelektra.de, abgerufen am 27. November 2016.
  5. WESER-KURIER, 17. Juli 1973, Seite 15
  6. Bundesarchiv Ordner B 106/87711
  7. MAO Datenbank: Jürgen Schröder: AKW Grohnde - Materialien zur Analyse von Opposition, 20. März 2015, online auf www.mao-projekt.de, abgerufen am 31. August 2017.
  8. Der Spiegel: Schwarz vor Augen, 15. Mai 1978, online auf www.spiegel.de, abgerufen am 31. August 2017.
  9. Oliver Weiße: Anti-AKW-Protest 1977: „Schlachtfeld“ Grohnde in: ndr.de vom 19. März 2017, abgerufen am 31. August 2017.
  10. Der Spiegel: Sehr schnell vorbei, 8. August 1977, online auf www.spiegel.de, abgerufen am 27. September 2010.
  11. Bernhard Gelderblom: Die "Schlacht um Grohnde" am 19. März 1977, online auf grohnde.gelderblom-hameln.de, abgerufen am 1. September 2017.
  12. Grohnde Kampagne: Regionalkonferenz. Abgerufen am 1. September 2017.
  13. Sicherheit von Atomkraftwerken - "Renegade"-Voralarm - die Terrorgefahr ist real. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 1. September 2017]).
  14. Internetseite des Vereins: Rechtshilfefonds Atomerbe Grohnde e.V., online auf www.rechtshilfe-atomerbe-grohnde.de, abgerufen am 31. August 2017.
  15. Auch in den Jahren 1985, 1986, 1987, 1989, 1990 und 1998 erzeugte die Anlage die höchste Bruttonennarbeit weltweit.
  16. Dossier des NDR über die Situation der Atomkraftwerke in Norddeutschland abgerufen 5. Juli 2011
  17. TAZ ; Seite vom 1. April 2010; http://www.taz.de/1/nord/artikel/1/im-vorgriff-aufgeruestet/
  18. § 7 Abs. 1a Atomgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 1985 (BGBl. I S. 1565), zuletzt geändert durch Artikel 5 Absatz 6 des Gesetzes vom 24. Februar 2012 (BGBl. I S. 212)
  19. Spiegel ONLINE: Atomkraftwerk Grohnde wird fall für die Staatsanwaltschaft Artikel abgerufen am 19. Juni 2014
  20. FAZ.net 20. Juni 2014: Reaktor Grohnde bleibt abgeschaltet
  21. Rheinische Post:EON will Wiederanfahren von AKW Grohnde erzwingen. abgerufen am 21. Juni 2104
  22. – Internationale Atomenergieorganisation (Memento vom 1. Juli 2007 im Internet Archive)
  23. TAZ:IM Vorgriff aufgerüstet, Atomkraft in Niedersachsen. Ausgabe vom 30. März 2011 abgerufen am 30. Mai 2012
  24. Reaktorsicherheitskommission vom 18. September 2003 (PDF-Datei; 41 kB)
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  28. Kleinen Anfrage der Fraktion der LINKEN vom 23. Januar 2012 in der 17. Wahlperiode des Deutschen Bundestages (PDF; 90 kB) abgerufen am 31. Mai 2012
  29. Power Reactor Information System der IAEO: „Germany, Federal Republic of: Nuclear Power Reactors“ (englisch)
  30. nach dem Ausstiegsbeschluss der SPD/Grüne Regierung vom 14. Juni 2000, hier sind Reststrommengen definiert die einen genauen Zeitpunkt nicht beinhalten.
  31. nach dem Ausstiegsbeschluss der CDU/FDP Regierung vom 30. Juni 2011, hier sind genaue Endzeitpunkte benannt
  32. Energie Chronik: Erneute Debatte um Terror-Risiko bei Kernkraftwerken Januar 2004, abgerufen am 12. Juni 2012
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  34. KKW Grohnde bei der IAEO
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