Kernkraftwerk Tihange

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Kernkraftwerk Tihange
Blick auf das Kernkraftwerk mit seinen Kühltürmen
Blick auf das Kernkraftwerk mit seinen Kühltürmen
Lage
Kernkraftwerk Tihange (Belgien)
Kernkraftwerk Tihange
Koordinaten 50° 32′ 4,7″ N, 5° 16′ 21,1″ OKoordinaten: 50° 32′ 4,7″ N, 5° 16′ 21,1″ O
Land: Belgien
Daten
Eigentümer: Societe Belgo-Francaise d’Energie Nucleaire Mosane
Betreiber: Electrabel M. V. Nucleaire Produktie
Projektbeginn: 1969
Kommerzieller Betrieb: 1. Okt. 1975

Aktive Reaktoren (Brutto):

3  (3129 MW)
Eingespeiste Energie im Jahr 2009: 23.719 GWh
Eingespeiste Energie seit Inbetriebnahme: 614.561,192 GWh
Stand: 31. Dezember 2009
Die Datenquelle der jeweiligen Einträge findet sich in der Dokumentation.

Das Kernkraftwerk Tihange besteht aus drei Blöcken mit Druckwasserreaktoren. Block 1 hat eine Nettoleistung von 962 MW(e), Block 2 hat eine Nettoleistung von 1.008 MW(e) und Block 3 hat eine Nettoleistung von 1.015 MW(e). Das Kernkraftwerk liegt in der Gemarkung von Huy an der Maas, ca. 25 km südwestlich von Lüttich und 57 km west-südwestlich des Aachener Stadtgebiets.

Es ist einer von zwei in Betrieb befindlichen Kernkraftwerksstandorten in Belgien; der andere ist das Kernkraftwerk Doel. Die sieben Kernreaktoren in Tihange und Doel werden von Engie Electrabel betrieben, dem belgischen Tochterunternehmen des französischen Konzerns Engie.

Belgien beschloss 2003 den Ausstieg aus der Kernkraft bis 2025. Die belgischen Reaktoren sollten ursprünglich nach jeweils 40 Jahren endgültig abgeschaltet werden. Für Tihange-1 war die Abschaltung am 1. Oktober 2015 vorgesehen.[1] Der Betreiber Electrabel erklärte im November 2011, Block 1 gemäß dem Gesetz 2015 vom Netz nehmen zu wollen, da sich weitere Investitionen nicht mehr lohnen würden.[2]

Am 4. Juli 2012 entschied die damalige belgische Regierung jedoch gemäß den Möglichkeiten, die das Atomausstiegsgesetz Belgiens bietet, dem Betreiber für Tihange-1 eine Laufzeitverlängerung um zehn Jahre – bis 2025 – zu gewähren. Man fürchte Engpässe in der Stromversorgung.[3] Für die Blöcke 2 und 3 erlischt die Genehmigung unverändert nach 40 Jahren, also 2023 bzw. 2025.

2012 wurden „tausende feine Risse im Reaktorbehälter“ zunächst in Doel und im September 2012 auch in Tihange bekannt.[4]

Im Februar 2015 teilten Electrabel und die belgische Atomaufsichtsbehörde FANK mit, man habe tausende neue Risse in den Reaktoren Tihange-2 und Doel-3 gefunden. In Tihange stieg die Zahl von 2000 auf 3150.[5][6]

Eine grenzüberschreitende Bürgerinitiative engagiert sich mit wissenschaftlicher Unterstützung gegen das ihrer Einschätzung nach unsichere Kernkraftwerk.[7]

Am 28. März 2017 wurde bekannt, dass seit Juli 2016 der Reaktor Tihange-2 mit Brennelementen aus Deutschland (Lingen) beliefert wird.[8][9] Das dem Bundesumweltministerium unterstellte Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilte 50 Transportgenehmigungen,[10] darunter die Genehmigung, 68 Brennelemente für Tihange-2 zu liefern.

Störfälle und Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernkraftwerk Tihange

Am 22. November 2002 ereignete sich ein Störfall im Block 2 (INES 2). Der Reaktor – zu dieser Zeit heruntergefahren und nicht mehr kritisch – produzierte noch Nachzerfallswärme, die wie im Leistungsbetrieb durch zirkulierendes Kühlmittel im Primärkreislauf abgeführt wurde. Bei einem Test wurde irrtümlich ein Sicherheitsventil des Druckhalters geöffnet, wodurch der Druck im Primärkreislauf sehr schnell von 155 bar auf 85 bar fiel. Der hohe Druck im Primärkreislauf während des Betriebs bewirkt, dass das Wasser auch bei hoher Temperatur nicht siedet, sondern flüssig bleibt. Sinkt der Druck, dann sinkt auch die Siedetemperatur des Wassers. Dann kann die Nachzerfallswärme der Brennelemente nicht mehr abtransportiert werden und es besteht die Gefahr einer Kernschmelze. Im konkreten Fall wurden aufgrund des rapiden Druckabfalls mehrere Sicherheitssysteme aktiviert, die Wasser in den Primärkreislauf hineinpumpten und so die Brennelemente weiter kühlten. Das irrtümlich geöffnete Überdruckventil wurde nach drei Minuten wieder geschlossen.[11]

Am 25. Oktober 2006 gelangten etwa 30 Greenpeace-Aktivisten auf das Kraftwerksgelände und besetzten es. Sie stellten auf der Kuppel einen riesigen Riss dar. Mit der Aktion an dem über 30 Jahre alten Kraftwerk wollte Greenpeace auf das Alter(n) der belgischen Kernkraftwerke aufmerksam machen.[12][13]

Am 4. Oktober 2010 kurz nach 18 Uhr liefen rund 600 Liter säurehaltigen Wassers aus einem Graben in die Maas. Laut Betreiberangaben trat bei dem Unfall kein radioaktives Material aus; die Säure soll sich im Flusswasser schnell neutralisiert haben.[14][15]

Am 5. Dezember 2011 kam es zu nicht näher erläuterten Abweichungen bei Kontrollen des Kühlsystems (INES 1). Laut Angaben der belgischen Atomaufsichtsbehörde FANK wurde das Problem behoben.[16]

Am 7. Februar 2012 wurde erkannt, dass eine Gruppe von Heizstäben des Druckhalters von Tihange-1 außer Funktion war. Dies gab die FANK am 15. Februar 2012 bekannt. Der Vorfall wurde als INES-1-Ereignis eingestuft.[17][18][19][20]

Im Juli 2012 wurde bekannt, dass das Abklingbecken von Tihange-1 pro Tag etwa 2 Liter radioaktiven Wassers verliert. Das Problem besteht seit 2005; es konnte (Stand Juli 2012) nicht beseitigt werden.[21]

Im August 2012 wurde Block 2 heruntergefahren, nachdem – wie auch am Reaktor Doel-3 – Risse am Reaktorbehälter gefunden worden waren. Nachforschungen ergaben, diese Risse seien schon 1979 während des Baus entstanden.[22] Die seit 1996 nicht mehr bestehende Firma Rotterdamsche Droogdok Maatschappij (Rotterdam) hatte 22 Reaktorbehälter dieses Typs gefertigt, darunter Tihange-2 und Doel-3[23][24] Die beiden anderen Druckwasserreaktoren in Tihange stammen von Framatome und sind von dem Problem nicht betroffen.

Die Risse im Reaktor Doel-3 wurden laut FANK bei einer im Juni 2012 begonnenen Routineinspektion mit neuen Ultraschall-Messgeräten entdeckt.[25] Die FANK stellte in einem Untersuchungsbericht fest, die Risse seien „höchstwahrscheinlich“ schon bei der Herstellung der Druckbehälters entstanden und daher unbedenklich. Die FANK erteilte im Mai 2013 die Erlaubnis für den Weiterbetrieb der Kernreaktoren. Jan Bens, Leiter der FANK seit Januar 2013, war von 2004 bis 2013 auch Leiter des Kernkraftwerk Doel. Er schloss 2013 aus, dass es in Belgien überhaupt zu einem Reaktorunfall kommen könne.[26] Anfang Juni 2013 wurde der Reaktor von Tihange-2 wieder hochgefahren.

Die Atomaufsicht hat 2012 angeordnet, dass das Notkühlwasser (über 1 Million Liter) auf über 40 °C vorgeheizt werden muss. Anlass ist der schon rissige Reaktordruckbehälter, der durch zu kaltes Kühlwasser einen thermischen Schock erleiden könnte. Die maximale Vorlauftemperatur beträgt 50 °C. Ab dieser Temperatur wird der Reaktor nicht mehr ausreichend gekühlt.[27]

Im Februar 2013 wurde auf dem Kraftwerksgelände in der Nähe eines Verwaltungsgebäudes eine Weltkriegsbombe entdeckt. Das Verwaltungsgebäude wurde vorsichtshalber evakuiert; die Bombe wurde vom Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee abtransportiert.[28] Es soll sich um eine deutsche Granate aus dem ersten Weltkrieg gehandelt haben.[29]

Im März 2014 mussten Doel-3 und Tihange-2 auf behördliche Anordnung erneut heruntergefahren werden. Tests im Studienzentrum für Kernenergie in Mol mit dem Reaktorbehälter-Material der beiden Reaktoren Doel-3 und Tihange-2 hätten „unerwartete Resultate“ bezüglich mechanischer Resistenz erbracht. Der Stillstand dauerte vorläufig bis Sommer 2015. Deutsche Medien vermuteten, die endgültige Stilllegung der Blöcke stünde - angesichts der Risse und der Tatsache, dass ein Tausch des Reaktordruckbehälters nicht möglich ist - bevor.[30] Belgische Medien betonten im Februar 2015, es sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen.[31]

Am 30. November 2014 ereignete sich außerhalb des nuklearen Bereichs des Blocks 3 eine Explosion mit anschließendem Feuer an einem Transformator, was zu einer Abschaltung des Blocks 3 führte.[32] Nach einer Reparatur wurde der Reaktor am 2. Dezember 2014 wieder angefahren.[33]

Am 23. Februar 2015 wurde öffentlich bekannt, dass die Risse weiter gewachsen sind (siehe Einleitung).[34]

Am 4. Mai 2015 wurden nach einem Störfall die Überdruckventile im Containmentgebäude des Reaktors Tihange-1 geöffnet und nicht radioaktiver Dampf abgelassen (Venting).[35]

Im August 2015 wurde bekannt, dass die belgische Atomaufsichtsbehörde aufgrund von Mängeln im AKW die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat.[36]

Mitte November 2015 gab die belgische Atomaufsichtsbehörde bekannt, dass die Risse kein Risiko für die Sicherheit der Anlage darstellen, und gab ihre Erlaubnis für das Wiederanfahren des Reaktorblocks Tihange-2. Der Betreiber Electrabel bereitete dies für die Zeit um den 15. Dezember 2015 vor[37] und nahm den Reaktor am Abend des 14. Dezember wieder in Betrieb.[38] Die belgische Zeitung De Morgen meldete dies unter der Überschrift „Belgische regering speelt Russische roulette met Tihange 2“ („Belgische Regierung spielt russisches Roulette mit Tihange 2“)[39] und zitierte damit den Umweltminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Johannes Remmel.[40]

Am 18. Dezember 2015 um 22:35 Uhr wurde Block 1 nach einem Brand im nicht-nuklearen Bereich abgeschaltet.[41] Eine Woche später, am 26. Dezember 2015, wurde der Reaktor wieder hochgefahren.[42]

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) schrieb am 24. Dezember 2015, die Bundesregierung werde speziell die Wiederinbetriebnahme der Kernreaktoren Tihange-2 und Doel-3 kritisch hinterfragen. In Kürze sei ein Gespräch mit der belgischen Atomaufsicht terminiert.[43] Das Gespräch fand zwischen Hendricks und dem belgischen Innenminister Jan Jambon, einem Kernkraftbefürworter, statt.[44]

Am 14. Januar 2016 stellten Rebecca Harms, die Ko-Vorsitzende der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz im Europäischen Parlament, und Jean-Marc Nollet, Abgeordneter des belgischen Parlaments, der FANK eine Auswertung der Materialwissenschaftlerin Ilse Tweer von Dokumenten zu Materialfehlern in den Druckbehältern der Reaktoren Doel 3 und Tihange 2 sowie einen Kommentar zur Abschlussbewertung vor.[45][46]

Am 1. Februar 2016 machte der WDR publik, dass bei den Kernreaktoren Tihange-2 und Doel-3 das für eine Notkühlung vorgehaltene Kühlwasser vorgewärmt wird. Offenbar ist es um die Festigkeit der beiden rissigen Reaktordruckbehälter noch schlechter bestellt, als bislang öffentlich zugegeben wurde.[47]

Die StädteRegion Aachen hat am 9. Februar 2016 beim belgischen Staatsrat Klage gegen den Weiterbetrieb von Tihange-2 eingereicht.[48][49][50] Zielrichtung der Klage ist u. a. die fehlende grenzüberschreitende Beteiligung bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung und eine Nichtbeachtung der Bestimmungen des EURATOM-Vertrages, insbesondere hinsichtlich der Verpflichtung nach Artikel 37 des Vertrags, bestimmte Angaben zur Freisetzung radioaktiver Stoffe der Europäischen Kommission zu übermitteln.[51] Die NRW-Landesregierung schloss sich im April 2016 der Klage an.[52]

Am 23. Februar 2016 wurde Block 1 erneut heruntergefahren, nachdem Unregelmäßigkeiten an einer Pumpe festgestellt wurden.[53][54]

Anfang März 2016 kündigte der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel an, NRW und Rheinland-Pfalz würden gemeinsam Beschwerden bei der UN und bei der EU-Kommission einlegen gegen die Laufzeitverlängerungen für die beiden Reaktoren in Doel sowie den ersten Reaktor in Tihange – für diese Reaktoren war nach belgischem Recht eine Abschaltung bereits für das Jahr 2015 vorgesehen.[55][56] Die Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) hatte im Auftrag der beiden Länder ein Rechtsgutachten erstellt, das zu dem Schluss kommt, dass die Laufzeitverlängerung der belgischen AKWs Tihange 1 und Doel 1 & 2 nicht mit europäischem Recht vereinbar sei.[57]

Anfang Juni 2016 wurde bekannt, dass die Gemeinden Aachen, Maastricht (Niederlande) und Wiltz (Luxemburg) stellvertretend für andere Kommunen eine offizielle Beschwerde einreichen werden, da „das Prinzip der Vorsorge“ nicht respektiert worden sei, als Tihange 2 wieder hochgefahren wurde.[58]

Am 6. Juni 2016 forderte das niederländische Unterhaus Belgien auf, seine Atomkraftwerke zu schließen.[59][60]

Am 7. September 2016 wurde wegen durch Bauarbeiten im nichtnuklearen Teil entstandener Schäden der Reaktor 1 abgeschaltet, am 9. September 2016 früh auch Reaktor 2. Am 15. November 2016 wurde zu dem Vorfall am 7. September berichtet, dass es sich bei den Gebäudeschäden um eine Hebung der Bodenplatte handele. Der Betreiber Electrabel müsse den Boden unter der Bodenplatte verstärken und ihre Stabilität auch für den Fall eines Erdbebens garantieren. Der belgische Innenminister Jan Jambon forderte, auch den Boden unter den anderen Gebäuden von Tihange 1 zu untersuchen. Die für den 31. Dezember angekündigte Wiederinbetriebnahme wurde verschoben.[61]

Am 28. März 2017 beschloss die Landesregierung NRW, der Klage der Städteregion Aachen vor dem Gerichtshof erster Instanz in Brüssel gegen den Betrieb des Reaktors Tihange 2 beizutreten. Gemeinsam mit den Städten Maastricht (Niederlande) und Wiltz (Luxemburg) sowie mit natürlichen und juristischen Personen aus den drei Staaten hatte die Städteregion im Dezember 2016 eine zivilrechtliche Klage eingereicht, mit der dessen Stilllegung gefordert wird.[62] Auch die Landesregierung Rheinland-Pfalz ist dieser Klage beigetreten.[63]

Proteste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Protest gegen das Atomkraftwerk Tihange in Aachen im Herbst 2016

Am 17. September 2011 demonstrierten rund 2000 Menschen aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland vor dem AKW Tihange und forderten die Schließung der Kernreaktoren.[64]

Aus Anlass der bekannt gewordenen Risse im Reaktorbehälter gab es am 12. Januar 2013 eine Demonstration in Maastricht, an der rund 1000 Personen teilnahmen.[65]

Im Dezember 2015 demonstrierten in Aachen Hunderte Bürger für eine sofortige Abschaltung, unterstützt von Oberbürgermeister Marcel Philipp und allen Stadtratsfraktionen.[66] Philipp nannte die Wiederinbetriebnahme von Tihange-2 „bedrohlich“ und „unverantwortlich“.[67]

Im Oktober 2016 wurden in der Städteregion Aachen Säulen mit dem Motto „Tihange AUS“ aufgestellt. An diesen „interaktiven Mahnmalen“ können die Bürger ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen und mit einem Hebel Tihange symbolisch ausschalten. Jede Hebelbewegung wird gezählt und wöchentlich an die Verantwortlichen in Belgien übermittelt. Die Initiatoren sind Rolf Jägersberg und Lars Harmens.[68]

Am 12. November 2016 spielte der Fußballverein Alemannia Aachen gegen die U21-Mannschaft des 1. FC Köln. Die Spieler beider Mannschaften trugen bei diesem Spiel auf ihren Trikots statt Sponsorenwerbung die Aufschrift „stoppt Tihange“.[69][70]

2003 warb der Tihange-Betreiber Electrabel unter anderem mit folgendem Satz für sein Kraftwerk: „Wir beobachten sogar auch exotische Fische, die sich von der Wärme unseres Kühlwasser-Austritts in die Maas angezogen fühlen.“[71]

Daten der Reaktorblöcke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernkraftwerk Tihange hat insgesamt drei Blöcke:

Reaktorblock[72] Reaktortyp Netto-
leistung
Brutto-
leistung
Baubeginn Netzsyn-
chronisation
Kommerzieller
Betrieb
Abschaltung
Tihange-1 Druckwasserreaktor 962 MW 1009 MW 1. Juni 1970 7. März 1975 1. Oktober 1975 (2025)
Tihange-2 Druckwasserreaktor 1008 MW 1055 MW 1. April 1976 13. Oktober 1982 1. Juni 1983 (2023)
Tihange-3 Druckwasserreaktor 1015 MW 1065 MW 1. November 1978 15. Juni 1985 1. September 1985 (2025)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kernkraftwerk Tihange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen zum Atomausstieg des Föderalen Öffentlichen Dienst für Wirtschaft, KMB, Mittelstand und Energie. Abgerufen am 17. Februar 2015.
  2. Reaktor 1 vom Kernkraftwerk Tihange geht vom Netz. WDR, abgerufen am 7. November 2011 (html, deutsch).
  3. Atomausstieg wie geplant – außer für Tihange I, grenzecho.net, 4. Juli 2012
  4. Atomkraftwerk Tihange: Probleme mit Kühlung und Elektrik, aachener-zeitung.de, 14. September 2012
  5. Atomkraftwerke: Tausende Risse in belgischen Reaktoren entdeckt, spiegel.de, 26. Februar 2015
  6. Größere Risse: Aus für Doel 3 und Tihange 2? Aachener Zeitung
  7. stop-tihange.org
  8. tagesschau.de: Tagesschau-Meldung. Abgerufen am 30. März 2017.
  9. handelsblatt.com: Bundesregierung billigt Brennelemente-Lieferung nach Tihange
  10. Genehmigung beim Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit. Abgerufen am 30. März 2017.
  11. Nuclear issues information service – Serious incident vindicates Belgian nuclear phaseout. (englisch)
  12. Bericht, contratom.de
  13. Meldung auf www.indymedia.be mit Bildern der Aktion
  14. Meldung auf www.antenne-ac.de
  15. Meldung, tageblatt.lu
  16. FANC: Website, siehe auch französische Wikipedia
  17. http://www.anti-akw-ac.de/de/tihange/stoerfaelle.html/-/asset_publisher/GJf1/content/ines-1-tihange-1-heizstabe-im-druckhalter-des-primarkreislaufs-ausser-funktion
  18. Niederländisch: http://fanc.fgov.be/nl/page/homepage-agence-federale-de-controle-nucleaire-afcn/1.aspx.
  19. Französisch: http://fanc.fgov.be/fr/page/homepage-federaal-agentschap-voor-nucleaire-controle-fanc/1.aspx
  20. Der Druckhalter mit den integrierten Heizstäben und Sprühsystemen ist relevant, um den notwendigen Druck im Primärkreislauf aufrechterhalten zu können. Dies kann beispielsweise bei Unterkühlungstransienten, die eine Reduktion der Kühlmitteldichte zur Folge hat (und somit eine Füllstandabnahme im Druckhalter), relevant werden. Durch Zuschaltung von Druckhalterheizstufen (was normalerweise automatisch erfolgt über die Reaktordruckregelung) kann der Druck stabilisiert werden, da im Druckhalter immer Sättigungsbedingung herrscht (z. B. 155 bar / 354 °C).
  21. AKW Tihange ist seit Jahren nicht mehr dicht. Aachener Nachrichten, 13. Juli 2012, Titelseite
  22. Meldung in Grenzecho, 23. August 2012
  23. In Belgien könnten bald die Lichter ausgehen.
  24. spiegel.de 16. November 1016: Deutsche Kernkraftwerke frei von belgischer Krankheit
  25. Belgique: la fiabilité de deux réacteurs nucléaires remise en cause, Le Monde (französische Tageszeitung), 8. August 2012
  26. Aachener Zeitung Nr. 124 v. 1. Juni 2013
  27. tagesschau.de: Zu marode für kühles Kühlwasser
  28. BRF – Bombe aus dem Ersten Weltkrieg am Atommeiler Thinge entdeckt
  29. www.aachener-zeitung.de: Tihange: Weltkriegsbombe auf Akw-Gelände
  30. Zwei belgische Atommeiler vor der definitiven Abschaltung? In: heise.de, 20. August 2014. Abgerufen am 20. August 2014.
  31. Tihange 2 und Doel 3 – Mehr Materialschwächen, Belgischer Rundfunk, 14. Februar 2015.
  32. www.aachener-nachrichten.de
  33. Tihange 3: Reaktor wieder angefahren. In: Belgischer Rundfunk, 14. Februar 2015.
  34. Scheuren tot 6 centimeter in reactorvat Tihange
  35. Aachener Zeitung, 15. Mai 2015
  36. https://www.tagesschau.de/ausland/atomkraftwerk-tihange-belgien-101.html
  37. FANK gibt grünes Licht für Wiederhochfahren von Doel 3 und Tihange 2, Belgischer Rundfunk, 17. November 2015.
  38. Nahe der deutschen Grenze: Belgien fährt umstrittenen Atomreaktor wieder hoch. Spiegel Online, 15. Dezember 2015, abgerufen am 15. Dezember 2015
  39. demorgen.be
  40. Regering Noord-Rijnland-Westfalen eist ontmanteling van Tihange na incident
  41. http://www.demorgen.be/binnenland/brand-in-niet-nucleaire-deel-van-kerncentrale-legt-tihange-1-stil-b95257eb/
  42. Atomreaktor in Belgien: 40 Jahre alter Meiler nach Feuer wieder hochgefahren. In: spiegel.de. 26. Dezember 2015, abgerufen am 27. Dezember 2015 (deutsch).
  43. zeit.de 24. Dezember 2015: Deutsche Regierung besorgt über Weiterlaufen belgischer Atommeiler
  44. www.deutschlandfunk.de 2. Februar 2016: Ein Treffen mit überschaubarem Ergebnis
  45. recorded European Parliament press conference Evaluation of safety risks of nuclear power plants Doel and Tihange: [1]
  46. Flawed Reactor Pressure Vessels in the Belgian NPPS Doel 3 and Tihange 2. Comments on the FANC Final Evaluation Report 2015: [2]
  47. Zu marode für kühles Kühlwasser
  48. Aachener Klage gegen Tihange 2 eingereicht, WDR.de, 9. Februar 2016
  49. Aix-la-Chapelle au Conseil d'Etat pour faire annuler le redémarrage de Tihange 2, LaMeuse.be, 9. Februar 2016
  50. Belgischer Reaktor Tihange 2 – Ute Jasper im Interview bei Westpol, Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek
  51. Heuel-Fabianek, B., Lennartz, R. (2009): Die Prüfung der Umweltverträglichkeit von Vorhaben im Atomrecht. StrahlenschutzPRAXIS, 3/2009. Vollständiger Artikel ([3]).
  52. NRW klagt gegen belgisches Atomkraftwerk Tihange WAZ vom 12. April 2016, abgerufen am 13. April 2016
  53. Belgische Pannen-Reaktoren: Druck auf Behörden steigt. Aachener Nachrichten, 23. Februar 2016, abgerufen am 23. Februar 2016 (deutsch).
  54. Huy: le réacteur de Tihange 1 à l'arrêt pour s'assurer du fonctionnement des 3 pompes de charge, LaMeuse.be, 23. Februar 2016
  55. ruhrnachrichten.de: NRW legt Beschwerde gegen Atomkraftwerke ein vom 8. März 2016, abgerufen am 8. März 2016
  56. Kölner Stadtanzeiger: NRW will Beschwerde gegen Atomkraftwerke in Belgien einlegen vom 8. März 2016, abgerufen am 8. März 2016
  57. BBH legt im Auftrag von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Beschwerde gegen die Laufzeitverlängerung der belgischen Atomkraftwerke Tihange und Doel ein. 16. März 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
  58. L'essentiel Online: Wiltz führt Luxemburg in den Kampf gegen Tihange vom 2. Juni 2016, abgerufen am 3. Juni 2016
  59. Borkener Zeitung: Niederländisches Parlament will Atomkraftwerke schließen vom 7. Juni 2016
  60. Antrag vom 31. Mai 2016 (pdf)
  61. Nucléaire: il va falloir renforcer le sous-sol de Tihange. Le Soir, 15. November 2016, abgerufen am 15. November 2016 (französisch).
  62. www.land.nrw: Pressemitteilung
  63. aachener-nachrichten 7. März 2017: Rheinland-Pfalz tritt der Klage gegen Tihange 2 bei
  64. BRF – Proteste von Atomkraftgegnern in Tihange.
  65. BRF – Proteste von Atomkraftgegnern in Tihange.
  66. FAZ.net / Peter Carstens 18. Januar 2015: Aachen probt die Atomkatastrophe
  67. wdr.de
  68. Tihange Alarm – Schalten Sie jetzt Tihange aus! Jetzt. Sofort. Symbolisch. In: tihange-alarm.eu. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  69. www.alemannia-aachen.de
  70. Deutschlandfunk: Alemannia Aachen protestiert gegen belgisches AKW
  71. Electrabel: Broschüre Centrales nucléaires - stabilité et sureté
  72. Power Reactor Information System der IAEA: „Belgium, Kingdom of : Nuclear Power Reactors“ (englisch)