Kerpen (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kerpen (Eifel)
Kerpen (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kerpen (Eifel) hervorgehoben
Koordinaten: 50° 19′ N, 6° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Hillesheim
Höhe: 450 m ü. NHN
Fläche: 8,22 km2
Einwohner: 467 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54578
Vorwahl: 06593
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 038
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Burgstraße 6
54576 Hillesheim
Webpräsenz: www.kerpen-eifel.de
Ortsbürgermeister: Rudolf Raetz
Lage der Ortsgemeinde Kerpen (Eifel) im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild

Kerpen (Eifel) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hillesheim an. Kerpen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Kerpen (Eifel) gehören die Ortsteile Kerpen mit dem Bernardyshof und Loogh mit der Looghermühle.[3] Der Ortsteil Kerpen liegt auf ca. 430 m ü. NHN im Naturpark Vulkaneifel im Ostteil der Hillesheimer Kalkmulde im Tal des Rudersbaches, am Dolomitsporn des Höhenberges ( 511,1 m[4]). Loogh liegt auf ca. 470 m ü. NHN in einem Bachtal zwischen der Zapechlei und dem Hönselberg ( 570,4 m[4]). Zur Gemarkung gehört auch der Weinberg ( 553,9 m[4]), an dem man den rötlichen Kerpener Marmor findet, der u. a. für den Bau des Bonner Hauptbahnhofs und der katholischen Pfarrkirche in Gey genutzt wurde. An seinem Südhang wurde Weinbau betrieben.

Die Landschaft ist durch die Mischwälder auf den Bergen geprägt. Den Nordost-Hang des Hönselberges bedeckt eine Heidefläche.

Loogh, Luftaufnahme (2015)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kerpen (Eifel) wurde durch die Kommunalreform in Rheinland-Pfalz am 7. Juni 1969 aus den aufgelösten Gemeinden Kerpen und Loogh neu gebildet.[5]

Als Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde Kerpen 1993 mit dem Goldpreis ausgezeichnet. Im Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"[6] wurde es beim Bundesentscheid 2013 mit Bronze ausgezeichnet.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kerpen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 307
1835 407
1871 422
1905 438
1939 447
Jahr Einwohner
1950 486
1961 490
1970 478
1987 427
2005 436

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Kerpen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat zwölf Ratsmitglieder an.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kerpen
Blasonierung: „In Silber auf goldenem Dreiberg ein schwarzer Zinnenturm, belegt mit silbernem Schildchen, darin ein roter Zickzackbalken.“[8]
Wappenbegründung: Das Wappen stellt die Burg Kerpen dar, die durch den Zinnenturm auf dem Dreiberg symbolisiert ist. Die Burg Kerpen war Sitz der Reichsherrschaft Kerpen, zu der die Ortsgemeinde Kerpen zählte. Daher wurde der Turm mit dem Wappen der Reichsherrschaft Kerpen belegt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burg Kerpen (Eifel), Luftaufnahme (2015)

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Kerpen (Eifel)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ländlich geprägte, verfügt die Gemeinde Kerpen über landwirtschaftliche Betriebe, Käserei und Schlachterei sowie Gärtnerei, Bäckerei, Kfz-Handel und mehreren gastronomischen Betrieben über eine gute Infrastruktur.

Die Burg und die Strumpffabrik Kerpen haben zur Bekanntheit Kerpens beigetragen.

Strumpffabrik, Luftaufnahme (2015)

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsteil Kerpen liegt unmittelbar an der Landesstraße 70, die das Ahrtal bei Ahrdorf mit der Bundesstraße 421 verbindet.

Der Ort ist an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angebunden. Es gelten die Tarife des Verkehrsverbunds Region Trier (VRT), vom Verkehrsverbund Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Eine Schienenanbindung besteht seit 1973 nicht mehr. Der Bahnhof Kerpen lag an der 1912 eröffneten Mittleren Ahrtalbahn Dümpelfeld–Abzw Insul–Ahrdorf–Hillesheim–Lissendorf–Jünkerath. Die Strecke war mit der Unteren Ahrtalbahn sowie der Eifelstrecke Köln – Trier verbunden. Nach dem Ende des Personen- und des Güterverkehrs (1973) erfolgte kurze Zeit später die Demontage der Bahngleise. Straßennamen und das Bahnhofsgebäude blieben erhalten.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort ansässig sind u.a. das Autohaus Kloep, die Fensterbaufirma Mörsch und die Eifeler Hofkäserei und Schlachterei Gröner Hof[10].

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kerpen ist vor allem Ziel von Touristen die aus den städtischen Bereichen Nordrhein-Westfalens und der Niederlande kommen. Neben dem mittelalterlichen Ortskern samt Kirche und der Burganlage besitzt der Ort durch eine Freizeitanlage am kleinen Rudersbach-Stausee, Tennisplätze, Rollschuhbahn, Minigolf und Kinderspielplatz Erholungs- und Freizeitwert. Nahe dem ehemaligen Bahnhof unterhält der Kreis Neuss im Felschbachtal einen Jugendzeltplatz.

Kerpen ist mit den Restaurationen Das kleine LANDCAFE[11] und Die Einkehr[12] eine Station am Eifelsteig[13] und dem „Eifel-Krimi-Wanderweg“. Letzterer basiert auf Büchern der Krimiautoren Jacques Berndorf und Ralf Kramp.

Es ist ein Ausgangspunkt des Geologischen Lehr- und Wanderpfades der Verbandsgemeinde Hillesheim[14]. Zahlreiche Stationen in der Umgebung erläutern die Geologie der Eifel und die Zeugnisse des Vulkanismus in der Vulkaneifel.

Der Rundwanderweg Genuss zu Fuß[15] verbindet Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten in Kerpen, Loogh und Niederehe.

Auf dem ehemaligen Bahndamm folgt ein Radweg Richtung Niederehe und Hillesheim weitgehend dem alten Streckenverlauf.

In Jahren mit geraden Jahreszahlen wird in Loogh ein Dorffest am zweitletzten Juliwochenende veranstaltet, in ungeraden Jahren in Kerpen im Dezember der Große Handwerker- und Weihnachtsmarkt mit Abschlussfeuerwerk.

In Loogh ist die Haltung von Kängurus und Bisons zugänglich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herbert Wagner: Kerpen (Hohe Eifel). Hrsg.: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (= Rheinische Kunststätten. Heft 233). Gesellschaft für Buchdruckerei, Neuss 1980, ISBN 3-88094-318-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kerpen (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, S. 72 (PDF; 2,3 MB)
  4. a b c Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise) (Höhenangaben aus DTK 1:25.000)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 181 (PDF; 2,6 MB)
  6. Bronze für Kerpen
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Wappenbeschreibung auf der Seite der Verbandsgemeinde Hillesheim
  9. Burgkapelle Kerpen
  10. Gewerbe in Kerpen
  11. Das kleine Landcafe
  12. Die Einkehr
  13. Homepage des Eifelsteigs
  14. Geopfad
  15. Wanderweg „Genuss zu Fuß“