Kersten Steinke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kersten Steinke (2014)

Kersten Steinke, geborene Naumann (* 7. Dezember 1958 in Bad Frankenhausen, damals Kreis Artern) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke) und Mitglied des Deutschen Bundestages.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Polytechnischen Oberschule in Bad Frankenhausen absolvierte Steinke von 1975 bis 1978 eine Berufsausbildung mit Abitur zur Agrotechnikerin/Mechanisatorin in Aschersleben. Anschließend studierte sie bis 1981 an der Sektion Wirtschaftswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Danach war sie bis 1983 als Futterökonomin in der LPG (Tierproduktion) Bad Frankenhausen tätig. Daneben absolvierte sie ein Fernstudium an der Agraringenieurschule Stadtroda, welches sie 1985 als Agraringenieurin der Tierproduktion beendete. Von 1983 bis 1989 war Steinke Sekretärin des Kreisvorstandes des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) in Artern.

Kersten Steinke hat zwei Kinder und ist seit 2008 verheiratet. Nach der Bundestagswahl 2009 nahm sie den Namen ihres Ehemannes an.

Politik[Bearbeiten]

Steinke war von 1981 bis 1989 Mitglied der SED[1], von 1989 bis 1991 Vorsitzende des PDS-Kreisverbandes Artern und von 1995 bis 1998 stellvertretende Landesvorsitzende der PDS in Thüringen. Sie war acht Jahre lang Sprecherin des Bundesparteirates der PDS, bevor sie 2005 in den Bundesvorstand aufrückte. Am 16. Juni 2007 trat sie der neugebildeten Partei Die Linke bei und wurde auf deren Gründungsparteitag in den Bundesvorstand gewählt.

Von 1998 bis 2002 war sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2004 bis 2005 gehörte sie dem Thüringer Landtag an und war hier Sprecherin für Europapolitik der PDS-Landtagsfraktion. 2005 wurde sie erneut in den Deutschen Bundestag gewählt. Hier ist sie seit 2005 Vorsitzende des Petitionsausschusses. Zur Bundestagswahl 2013 war sie Spitzenkandidatin ihrer Partei in Thüringen. Kersten Steinke ist stets über die Landesliste Thüringen in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Sonstiges[Bearbeiten]

Am 17. Oktober 2011 wurde sie Patin eines Stolpersteins für die Erfurter Jüdin Fanny Katzenstein geb. Baum, die 1940 zu ihrer Tochter Gertrud Prager nach Apolda zwangseingewiesen wurde und von dort 1942 nach Theresienstadt deportiert wurde, wo sie wenige Tage darauf starb.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kersten Steinke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Biographie beim Deutschen Bundestag