Keynote

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Dieser Artikel behandelt die Vortragsart Keynote, zur gleichnamigen Software siehe Keynote (Software).

Eine Keynote (engl. für „Grundgedanke“, „Grundsatz“; auch „keynote address“, „keynote speech“) bezeichnet einen herausragend präsentierten Vortrag eines meist prominenten Redners oder professionellen Grundsatzreferenten („keynote speaker“). Der Begriff Keynote wird vom Einstimmton von A cappella Chören abgeleitet: Der Chor singt vor jedem Auftritt gemeinsam einen Ton, damit sich die einzelnen Sänger auf das Stück und aufeinander einstimmen können. Sinngemäß stimmt also der Keynote Speaker sein Publikum auf die Kernbotschaft ein.

Eine deutschsprachige Bezeichnung ist Plenarvortrag (Vortrag vor allen Teilnehmern im Plenum einer Konferenz). Heute wird meist die englischsprachige Bezeichnung präferiert und bei großen Kongressen können auch mehrere Keynotes parallel gehalten werden.

Die Keynotes nehmen die wichtigsten Themen der Tagung oder Messe vorweg. Sofern die Tagung medienwirksam Markantes bietet, wird dies in den Keynotes eingeführt und vorgestellt.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig ist sie die Eröffnungsrede einer Tagung oder Diskussion, es können aber bei Konferenzen, Symposien und anderen Anlässen auch mehrere Keynote Speaker zu einem oder mehreren, meist zusammenhängenden Themen vortragen.[1]

Keynotes sind nicht zwangsläufig immer am Anfang einer Veranstaltung angesetzt, sondern können auch in der Mitte, als überleitende Motivation oder am Ende, als ausklingende Inspiration stattfinden.

Steve Jobs auf der Macworld2005

Voraussetzungen und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um als Keynote Speaker im deutschen Sprachraum tätig zu sein bedarf es gesetzlich keiner besonderen Voraussetzungen. Die meisten Keynote Speaker sind Praktiker aus Verkauf, Marketing oder Führung, sowie Prominente (ehemalige Sportler und Politiker). Viele Keynote Speaker waren bzw. sind auch Unternehmensberater, Trainer und Coaches. Es werden formale Ausbildungen für den Beruf angeboten.

In der Wissenschaft bzw. bei wissenschaftlichen Kongressen sind es national bzw. international herausragende Vertreter zum Thema des Kongresses, die der Veranstalter bzw. ein Programmkommitee auswählt bzw. einlädt. Für diesen Personenkreis werden zumeist einzig die Reise- bzw. Teilnahmekosten vom Veranstalter übernommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Dall: Die rhetorische Kraftkammer. Linde Verlag, Wien 2012, ISBN 0-07-069615-2.