Kiedrich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kiedrich
Kiedrich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kiedrich hervorgehoben
Koordinaten: 50° 2′ N, 8° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Rheingau-Taunus-Kreis
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 12,35 km2
Einwohner: 4106 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 332 Einwohner je km2
Postleitzahl: 65399
Vorwahl: 06123
Kfz-Kennzeichen: RÜD, SWA
Gemeindeschlüssel: 06 4 39 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Marktstraße 27
65399 Kiedrich
Webpräsenz: www.kiedrich.de
Bürgermeister: Winfried Steinmacher (SPD)
Lage der Gemeinde Kiedrich im Rheingau-Taunus-Kreis
Lorch (Rheingau) Rüdesheim am Rhein Geisenheim Oestrich-Winkel Kiedrich Eltville am Rhein Walluf Schlangenbad Bad Schwalbach Heidenrod Aarbergen Hohenstein (Untertaunus) Taunusstein Hünstetten Idstein Niedernhausen Waldems Rheinland-Pfalz Wiesbaden Landkreis Limburg-Weilburg Main-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Kreis Groß-GerauKarte
Über dieses Bild

Kiedrich ist eine Weinbaugemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis in Hessen, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiedrich liegt im Rheingau am Südhang des Taunus, etwa zwei Kilometer nördlich der Stadt Eltville am Rhein und drei Kilometer vom Rheinufer entfernt. Die Gemarkung beginnt im Süden gleich hinter dem Kinderdorf Marienhöhe, das oberhalb von Erbach in den Weinbergen liegt und schließt die Klostermühle am Stadtrand von Eltville mit ein. Von hier aus erstreckt sich das Gemeindegebiet als Streifen von eineinhalb und zwei Kilometer Breite etwa 7 Kilometer weit nach Norden über den Taunushauptkamm bis zum Ortsrand von Hausen vor der Höhe. Hier oben liegen als höchste Erhebung Kiedrichs mit 548 Meter die Dreibornsköpfe. Der niedrigste Punkt an der Klostermühle hat etwa 105 Meter. Fast die ganze Gemarkung wird vom Kiedricher Bach und seinen Zuflüssen, dem Grünbach, dem Pfaffenborn und dem Sillgraben entwässert, die ein ausgeprägtes Talsystem in die Südabdachung des Taunus eingegraben haben.

Im Gemeindegebiet wurden sehr ergiebige Trinkwasserbrunnen erschlossen, sodass Kiedrich die einzige Rheingaukommune ist, die sich selbst mit Trinkwasser in jederzeit ausreichender Menge versorgen kann und sogar noch die Nachbarstadt Eltville beliefert.

Der Ortskern von Kiedrich liegt auf 165 Meter Höhe und die Ortslage hat sich westlich des Kiedricher Bachs auf dem nach Nordosten exponierten sonnenarmen Hang 1.500 Meter weit ausgebreitet. Die sonnenverwöhnten Süd- und Südwesthänge der Gemarkung sind bis in etwa 250 Meter Höhe überwiegend Weinbergsland. Nördlich davon schließt sich in den höheren Lagen der Kiedricher Gemeindewald an.

Außerhalb der Ortslage finden sich an Bauwerken eine Reihe von Mühlen am Kiedricher Bach, angefangen von der Waldmühle bis zur Klostermühle. Und weithin sichtbar erhebt sich nördlich von Kiedrich auf einem Bergsporn über dem Tal an der Grenze zwischen Wald und Reben der Bergfried der Ruine Scharfenstein. Kaum wahrnehmbar hingegen sind im Wald die Überreste vom Ringwall Dreibornskopf in der Nähe des Taunusübergangs nach Hausen vor der Höhe. Umso augenfälliger wiederum sind die 300 Meter hoch gelegenen nach dem Krieg entstandenen modernen Gebäude am Hahnwald nordwestlich von Kiedrich.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiedrich ist fast vollständig vom Stadtgebiet von Eltville umschlossen. Nur im Norden gibt es eine kurze gemeinsame Grenze mit der Gemeinde Schlangenbad, und zwar mit dem Ortsteil Hausen vor der Höhe. Die Grenze mit Eltville wird im Westen vom Stadtteil Erbach eingenommen, während Kiedrich im Süden und Osten an die Gemarkung der Kernstadt grenzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fränkische Dorfschmiede

Von der frühen Besiedlung der Gegend um Kiedrich zeugt unter anderem der Ringwall Dreibornskopf.

Kiedrich wurde in einer Urkunde des Erzbistums Mainz erstmals erwähnt. Die Urkunde ist nicht datiert, sie stammt aber aus der Zeit des Erzbischofs Friedrich (937 bis 954). Um 1160 wurde mit dem Bau der Burg Scharfenstein begonnen. Bereits 1131 wurde der Weinbau in Kiedrich erstmals erwähnt. Die Burg Neuhaus wird unter den Besitzungen des Mainzer Domkapitels in einer Urkunde vom 25. Dezember 1274 als eine neu erbaute Burg in der Nähe der Burg Scharfenstein genannt.

Zur Zeit des Herzogtums Nassau gehörte Kiedrich zum Amt Eltville. Nach der Annexion des Herzogtums durch Preußen wurde der Ort 1867 dem Rheingaukreis im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.

Auf Grund relativ vieler Gegenstimmen und Enthaltungen bei der Volksabstimmung über den „Anschluss“ Österreichs am 10. April 1938 (14,1 % in Kiedrich/Rheingauer Durchschnitt: 3,4 %), erwarb sich die Gemeinde während der NS-Diktatur den Ruf eines „Nein-Dorfs“.[2]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen in den 1970er Jahren wurde Kiedrich trotz ursprünglich anderer Planungen als eine von wenigen Gemeinden nicht verändert und konnte seine Eigenständigkeit bewahren.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
   
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 61,9 12 67,9 16 60,5 14 57,5 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 27,1 5 26,5 6 28,4 6 33,4 8
FDP Freie Demokratische Partei 10,9 2 5,6 1 11,1 3 9,1 2
Gesamt 100,0 19 100,0 23 100,0 23 100,0 23
Wahlbeteiligung in % 55,8 53,7 49,5 65,9
Das Renaissance-Rathaus am Marktplatz ist Amtssitz des Bürgermeisters

Über die politische Arbeit in den drei in Kiedrich aktiven Parteien (SPD, CDU, FDP) hinaus, engagieren sich Kiedricher Bürger seit 2001 auch im Rahmen der lokalen Agenda 21.

Parteien in Kiedrich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SPD ist in Kiedrich nachweislich seit 1918 aktiv. Während der Nazi-Diktatur war sie wie überall in Deutschland verboten. Im Herbst 1945 wurde der SPD-Ortsverein wieder gegründet und trat im Kiedricher Winzerhaus erstmals wieder an die Öffentlichkeit. Damals war auch der spätere Wiesbadener Oberbürgermeister Georg Buch anwesend. Seit den 1970er Jahren ist die politische Landschaft Kiedrichs durch absolute SPD-Mehrheiten in der Gemeindevertretung (Kommunalparlament) geprägt. Die SPD gibt regelmäßig das Infoblatt „Kiedricher Blättche“ heraus.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiedrich wird seit 1972 von sozialdemokratischen Bürgermeistern regiert, der erste war bis 1989 Siegfried Siems. Ihm folgte Hans Tide nach, der am 7. Mai 1995 in der ersten Direktwahl von den Wählern wiedergewählt wurde. Der amtierende Kiedricher Bürgermeister Winfried Steinmacher wurde am 20. November 2005 mit 77,7 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Die Wahlbeteiligung betrug 62,6 Prozent. Er wurde am 1. Januar 2006 offiziell in sein Amt eingeführt.[6] Am 18. August 2011 erfolgte seine Wiederwahl ohne Gegenkandidat mit 95,6 % der abgegebenen gültigen Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 44,6 %.[7]

Partnergemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiedrich unterhält seit 1981 partnerschaftliche Beziehungen zu Hautvillers in der Champagne in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die spätgotische Orgel in St. Valentinus (um 1500) mit ihren ca. 960 Pfeifen ist eine der ältesten spielbaren Orgeln Deutschlands.
  • Der Kiedricher Chor (Buben, Mädchen und Männer) pflegt urkundlich seit 1333 (also über 650 Jahre) den liturgischen lateinischen Choralgesang im Gottesdienst, in der nur hier erhaltenen Sonderform des sog. Mainzer Chorals im germanischen Dialekt, in Hufnagelnotation.
  • Mit den Glocken – die älteste von 1389 – kann man somit in Kiedrich Zeugen der Gotik nicht nur sehen, sondern auch hören.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Valentinus
Hauptportal St. Valentinus
Legende zur Geschichte von St. Valentinus
Frühere Suttonvilla und Stammhaus des Weinguts Robert Weil
Bassenheimer Hof, 1660
Metternich’scher Hof, 1717

Aufgrund seiner gotischen Kirchen wird Kiedrich auch „Schatzkästlein der Gotik“ genannt. Es sind dies die katholische Pfarrkirche St. Valentinus – vollendet 1493 – und die von Nikolaus Eseler dem Älteren erbaute benachbarte als Doppelkapelle ausgeführte gotische Michaelskapelle von 1444 mit Karner und großer doppelseitiger Leuchtermadonna von Peter Schro, einem Künstler der Backoffen-Schule (um 1520).

Sehenswert sind:

  • Das Renaissance-Rathaus von 1585.
  • An der Kirchhofsmauer der älteste Marktbrunnen im Rheingau von 1541. Mit dem Kiedricher Wappen und dem Wappen des Mainzer Landesherren Kurfürst und Kardinal Albrecht von Brandenburg.
  • Burg Scharfenstein (von 1160 bis 1260 errichtet, seit dem 16. Jahrhundert verfallen). Gehörte zur erzbischöflichen Mainzer Grenzbefestigung. Den vorhandenen Turm (Bergfried) führt die Gemeinde zusammen mit den Mainzer Rädern seit dem ältesten Gerichtssiegel von circa 1420 in ihrem Gemeindesiegel.
  • Wohnhaus des großen Wohltäters und Mäzens von Kiedrich, John Sutton, 3. Baronet (1820–1873), heute das bekannte Weingut Weil.
  • Virchow-Quelle, lithium- und arsenhaltige heilkräftige Kochsalzquelle (24°).
  • Bassenheimer Hof. 1660 ließ der Mainzer Dompropst Adolph Hund von Saulheim diese befestigte, mit Wehrgang und Schießscharten über dem Tor versehene Anlage erbauen.
  • Fürstenberger Hof, basierend auf einer Hofreite der Knebel von Katzenelnbogen aus dem 15. Jahrhundert. Seit 1582 bis zum 19. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Fürstenberg.
  • Eberbacher Hof, Curia des Klosters Eberbach, seit 1211 belegt.
  • Köther Hof, ehemals Wirtschaftshof des Klosters Gottesthal, später Philipp von Hohenstein und danach (1559) der Familie von Köth-Wanscheid.
  • Schloss Groenesteyn, eine klassizistische Dreiflügel-Anlage mit Kapelle und zwei vorgelagerten Clos, nach Plänen des kurfürstlichen Oberbaudirektors Anselm Franz von Ritter zu Groenesteyn (auch von Grünstein genannt).
  • Metternich’scher Hof, (1717), aus dem Besitz des Johann Philipp Graf Cratz zu Scharfenstein und seiner Frau Maria von Metternich. 1877 erwarb Pfarrer Johannes Zaun das Areal, um das St. Valentinushaus in Nachfolge des mittelalterlichen St. Valentinus-Hospitals zu gründen.
  • Der Schlangenpfad am Schützenhaus in Richtung Hausen gibt Informationen zur größten heimischen und ungiftigen Schlange – der Äskulapnatter – die als Reliktvorkommen in der Region vorkommt. Mit etwas Glück kann man das friedliche Reptil im direkten Umfeld der Trockenmauern beobachten.[8]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Champagnerfest (Erster Sonntag im Juni, Veranstalter: Freundschaftsbund Kiedrich-Hautvillers)
  • Rieslingfest (Letztes Wochenende im Mai/Juni, Veranstalter: Ausschuss Kiedricher Rieslingfest)
  • Hahnwaldlauf (Anfang Juli, Veranstalter: Turnerschaft Kiedrich)
  • Adventsbasar (Erster Advent, Veranstalter: SPD-Ortsverein)
  • Schnorrerrallye (Altweiberfastnacht, Veranstalter: Kiedricher Carneval Verein Sprudelfunken)
  • Rosenmontagszug, neben Assmannshausen einer von zweien im Rheingau (Veranstalter: Kiedricher Carneval Verein Sprudelfunken)
  • Wildschweinfest (Ende März, Veranstalter: SPD-Ortsverein und Jagdpächter)[9]
  • Mundartmatinée (Erster Sonntag im August, Veranstalter: Gemeinde Kiedrich)
  • Backesfest (August, Veranstalter: Gesangsverein)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einzellage Gräfenberg

Kiedrich bietet die Voraussetzungen zum Ausbau hochwertiger Weine. Die Weinlagen Gräfenberg, Wasseros, Klosterberg, Sandgrub und Turmberg sowie die Großlage Heiligenstock gelten als Spitzenlagen des Rheingaus. Die Weinbautradition der Kiedricher Winzer geht bis auf das Jahr 1480 zurück, wo schon damals, im heutigen Winzerhaus, unter dem Namen „Adelsgut Langenhof“ Weinbau betrieben wurde.

Wer im historischen Rathaus in Kiedrich heiratet, erhält zur Heiratsurkunde auch eine Besitzurkunde über einen Weinstock in dem 1976 angelegten und inzwischen erweiterten Weinberg der Ehe in der Einzellage Kiedricher Wasseros, neben der Burgruine Scharfenstein gelegen. Rund 2.000 Paare haben mittlerweile davon Gebrauch gemacht. Alle zwei Jahre werden die Ehepaare zum Kiedricher Rieslingfest nach Kiedrich eingeladen. Man trinkt dann Wein vom Weinberg der Ehe. Der Wein mit einem eigenen Flaschenetikett wird von der Gemeinde verwaltet.[10]

Die örtliche Winzergenossenschaft besteht seit 1893 und ist somit die älteste Genossenschaft im Rheingau.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Valentinushaus, 1884 gegründetes psychiatrisches Krankenhaus. Die Einrichtung war an der Durchführung des NS-Euthanasie-Programms beteiligt. Zwischen 300 und 350 Patientinnen und Patienten waren hier untergebracht. Zwischen 1934 und 1945 wurden in dieser Anstalt für 39 Kranke Anträge auf Zwangssterilisationen gestellt. Im Juni und Dezember 1937 wurden Patientinnen und Patienten nach Hadamar, Herborn und Kalmenhof verlegt.[11] Während des Zweiten Weltkriegs war im St. Valentinus-Haus ein Lazarett untergebracht. Heute ist das St. Valentinushaus eine kirchliche Einrichtung der Altenhilfe und Gerontopsychiatrisches Zentrum.[12]

Radwanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort verläuft die Variante R3a des Hessischen Radfernweg R3 (Rhein-Main-Kinzig-Radweg). Der R3 führt unter dem Motto Auf den Spuren des Spätlesereiters. entlang von Rhein, Main und Kinzig über Fulda nach Tann in der Rhön. Auf dem ersten Teilstück bis Eltville am Rhein führt die Variante R3a über die Rheingauer Riesling Route.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chorschule neben der Kirche, von Baronet John-Sutton 1865 gestiftete Schule zur Stimmbildung und -förderung des Choralgesanges.
  • John-Sutton-Schule, Grundschule des Rheingau-Taunus-Kreises: Jenaplanschule, Feste Öffnungszeiten, Ganztagsbetreuung inklusive Mittagstisch bis 16 Uhr durch Zusammenarbeit mit der Elterninitiative Betreuende Grundschule.
  • Integrative kommunale Kindertagesstätte „Hickelhäusje“ und katholische Kindertagesstätte „St. Valentin“: Ganztagsangebot, Waldgruppenangebot.
  • Weiterführende Schulen in Eltville am Rhein, Geisenheim und Wiesbaden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Schnock (1652–1727), ab 1702 Abt des Klosters Eberbach
  • Johann Anton Wallreuther (1673–1734); Weihbischof des Bistums Worms sowie Titularbischof von Sarepta.
  • Valentin Meilhaus (1744–nach 1807), Mitglied der Reichsstände des Königreichs Westphalen
  • John Sutton (1820–1873), Mäzen und Stifter der Choralschule (1865).
  • Anton Krams (1899–1982), Bildhauer
  • Hedwig Witte (1906–1991), Rheingauer Mundart-Dichterin, wohnte in der Klostermühle.
  • Anton Raky (1868–1943), Ölbohrpionier, wuchs in Kiedrich auf und entwickelte während seiner Lehrzeit einen speziellen Bohrmeißel.
  • Josef Staab (1919–2009), Diplom-Landwirt und Domänenrat, Ehrenbürger von Kiedrich
  • Gerson Stern (1874–1956), Schriftsteller, lebte 1920 bis 1937 in Kiedrich und schrieb hier seinen Roman Weg ohne Ende (1934).
  • Andreas Scholl (* 1967), Countertenor, ehemaliger Kiedricher Chorbub, Kiedricher Bürger.
  • Elisabeth Scholl (* 1966), Sopranistin, ehemaliger Kiedricher „Chorbub“.
  • Wilma Seyer (heute Scholl) (* 1939), 11. Deutsche Weinkönigin (1959/1960), erste deutsche Weinkönigin aus dem Rheingau.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Staab: Kiedrich in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1992, ISBN 90-288-5174-7.
  • Josef Staab: St.-Valentinuskirche in Kiedrich. 1493–1993. Zur 500-Jahrfeier ihrer Vollendung. (Hrsg.): Katholisches Pfarramt St. Valentin, Kiedrich 1993, ISBN 3-921865-04-2.
  • Josef Staab, Bruno Kriesel, Rudolf Fenzl: Kiedrich im Rheingau, das gotische Weindorf. Geschichte, Kunst, Kultur von A–Z. Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen, Kiedrich 2003, ISBN 3-9808438-4-X.
  • Josef Staab, Bruno Kriesel, Rudolf Fenzl, Werner Kremer (Red.): Kiedricher Persönlichkeiten aus sieben Jahrhunderten. Hrsg. v. Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e. V., Kiedrich 2008, ISBN 978-3-00-025555-7.
  • Walter Hell: Vom Mainzer Rad zum Hessischen Löwen. Sutton Verlag, Eltville 2008, ISBN 978-3-86680-356-5
  • Werner Kremer: 500 Jahre Laiengestühl 1510–2010 in der St. Valentinuskirche Kiedrich im Rheingau geschaffen von Erhart Falckener. Förderkreis Kiedricher Geschichts- und Kulturzeugen e. V., Kiedrich 2010, ISBN 978-3-00-030677-8.
  • Clemens Jöckle unter Mitarb. von Josef Staab: Kiedrich im Rheingau, Regensburg 2011, Schnell & Steiner, 13., veränd. Aufl., ISBN 978-3-7954-6036-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kiedrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kiedrich – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2015 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Walter Hell: Vom „Braunhemd“ zum „Persilschein“-Nationalsozialismus und Entnazifizierung im Rheingau, S. 82, Sutton Verlag, Eltville 2005, ISBN 3-89702-824-7.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
  6. Wiesbadener Tagblatt vom 21. November 2005: Klarer Sieg für Winfried Steinmacher
  7. Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Kiedrich
  8. Weitere Info unter: www.naturschutzhaus-wiesbaden.de
  9. Kiedricher Wildschweinfest
  10. Weinberg der Ehe
  11. „Kiedrich, St.-Valentinus-Haus“. Topografie des Nationalsozialismus in Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  12. Scivas GmbH