Kiel-Ellerbek

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Ellerbek
Stadt Kiel
Koordinaten: 54° 18′ 54″ N, 10° 10′ 10″ O
Fläche: 2,37 km²
Einwohner: 5894 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 2.483 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1910
Postleitzahl: 24148
Vorwahl: 0431
Karte
Lage von Ellerbek in Kiel

Ellerbek ist ein Stadtteil von Kiel auf dem Kieler Ostufer. Ellerbek hat rund 6.000 Einwohner.[1]

Ellerbek ist im Wesentlichen durch eine Einzel- und Reihenhausbebauung geprägt; die lokale wirtschaftliche Struktur ist hingegen wenig ausgeprägt. Der Altersdurchschnitt der Einwohner ist verhältnismäßig hoch.

Nachbar-Stadtteile und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellerbek liegt an der Kieler Förde, auf dem Kieler Ostufer. Es liegt zwischen den Stadtteilen Gaarden-Ost, Elmschenhagen-Nord und Wellingdorf. Ellerbek ist durch die Werftstraße, den Ostring und die Bundesstraße 502 ans Straßenverkehrsnetz angebunden. Von 1914 bis 1975 war Ellerbek Bahnstation der Kiel-Schönberger Eisenbahn. Am 30. August 2016 fand der Spatenstich zum Neubau des Haltepunktes Ellerbek an der Bahnstrecke nach Schönberg statt. [2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ellerbek im Jahr 1895

Ellerbek war ursprünglich ein Fischerdorf. Es ist wohl im 13. Jahrhundert entstanden. Hier wurde u. a. auch die bekannteste Kieler Delikatesse, die Kieler Sprotte, erfunden. Seinen Namen hat Ellerbek wahrscheinlich von einem Erlenbach, der in der Kieler Förde mündete. Ellerbek wurde – mit der Ernennung Kiels zum Kriegshafen von 1871 – durch die Werftindustrie und Marine geprägt. Dadurch wurde die Bevölkerung zur Umsiedlung nach Wellingdorf gezwungen. Das Dorf Ellerbek wurde durch die Werftneubauten fast vollständig umgebaut. Um dennoch an das alte Fischerdorf Ellerbek zu erinnern, wurde ein einziges Haus als Museumsgebäude erhalten. Dieses Haus wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört, so dass von dem alten Fischerdorf nichts übrig geblieben ist. Das heutige Ellerbek kann man als typische Arbeitersiedlung bezeichnen, die im Zuge der Industrialisierung entstand, im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. An der Wasserseite Ellerbeks ist heute das Marinearsenal Arsenalbetrieb Kiel angesiedelt, so dass es von Ellerbek aus keinen freien Zugang zum Wasser mehr gibt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans-Geiger-Gymnasium
  • Gerhart-Hauptmann-Schule
  • Ellerbeker Schule (Grundschule und Förderzentrum)
  • Regionales Berufsbildungszentrum Technik

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Carsten Obst: Die Fischer des Dorfes Ellerbek. Rückblicke auf einen historischen Lebensbereich an der Kieler Förde, in: Augsburger Volkskundliche Nachrichten (ISSN 0948-4299), 4. Jg. 1998, Heft 1 (Nr. 7), S. 7–40 (Digitalisat)
  • Tillmann, Doris: Alt Ellerbek : Geschichte und Legende eines Fischerdorfes. Husum : Husum, 2004, 72 S. ISBN 3-89876-193-2, Sonderdruck aus den Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Bd. 82,2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kiel-Ellerbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landeshauptstadt Kiel: Die Bevölkerung in den Kieler Stadtteilen 2014, PDF-Datei
  2. NAH.sh