Kienberg (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kienberg
Kienberg (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kienberg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 2′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Traunstein
Verwaltungs­gemeinschaft: Obing
Höhe: 558 m ü. NHN
Fläche: 22,83 km2
Einwohner: 1381 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83361
Vorwahl: 08628
Kfz-Kennzeichen: TS, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 89 126
Gemeindegliederung: 33 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kienberger Str. 5
83119 Obing
Webpräsenz: www.kienberg.eu
Bürgermeister: Hans Urbauer (Bürgerliste/SPD)
Lage der Gemeinde Kienberg im Landkreis Traunstein
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Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Martin
Die 1905 errichtete Mariensäule

Kienberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Traunstein und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obing.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 33 Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kienberg wird als „Chyemberch“ erstmals im Besitzverzeichnis Breves Notitiae, das vom Bischof Arno in Salzburg 798 angelegt wurde, erwähnt.

Vom 12. bis 14. Jahrhundert lebten in Kienberg die Ministerialen "von Chiemberg". Ihr Sitz, der Herrenhof, stand vielleicht dort, wo heute das Wirtshaus "Gasthof zur Post" steht. Die Ritter von Hertzhaim besaßen einen Edelsitz in Heretsham (zwischen Kienberg und Emertsham). Mit Ritter Cuno starb 1603 der letzte aus dem Geschlecht der Hertzhaimer. Danach kam das Schloss in Besitz der Grafen von Tauffkirchen, später der Grafen von Berchem, und wurde zwischen 1866 und 1880 abgebrochen. Heute erinnern Gedenksteine an das Geschlecht der Hertzhaimer in der Kirche von Trostberg, in Bad Aussee (Österreich), in der Kirche zu Traunkirchen, in der Kirche von Salmanskirchen (Landkreis Mühldorf) und auf der Fraueninsel im Chiemsee.

Das Schulwesen nahm 1794 in Kienberg seinen Anfang. Damals gab der Mesner Karl Gräfischer Unterricht im Schreiben und Lesen. Erst 1865 wurde ein eigenes Schulgebäude errichtet. Das heutige Schulgebäude wurde 1952 eingeweiht.

1904 wurde die erste Wasserleitung gebaut. Bis zu diesem Jahr hatte jedes Anwesen seinen eigenen Brunnen. An die Errichtung der Wasserversorgung erinnert die Mariensäule, die zentral im Dorf steht (eingeweiht am 15. August 1905).

Im Zweiten Weltkrieg wurden Bomben über Kienberg abgeworfen, die aber auf freies Feld fielen und nichts zerstörten. 51 Kienberger fielen an der Front.

Im Jahr 1985 feierte Kienberg sein 1200-jähriges Bestehen.

2006 ist das Heimatbuch Kienberg erschienen.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Sankt Martin wurde um 1450 erbaut; die neugotische Ausstattung stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Maße der Kirche:

  • Innen: Länge 26 m, Breite 10 m, Höhe 10,50 m
  • Außen: Länge 39 m, Breite 11,8 m, Höhe 19m
  • Turmhöhe: 55 m

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 hatte folgendes amtliche Endergebnis:[3]

CSU Bürgerliste UW Gesamt
Sitze 5 6 2 13

Bürgermeister ist Hans Urbauer.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Kienberg führt seit 1967 ein Wappen mit folgender Blasonierung: In Silber auf schwarzem Dreiberg ein rotes Schachrössel, darüber aufwachsend ein rotes Lindenblatt an gebogenem Stiel.[4]

Das aus einem Dreiberg wachsende rote Lindenblatt entstammt dem Wappen des bis ins 16. Jahrhundert in Kienburg ansässigen Adelsgeschlechts der Kienberger. Der Dreiberg redet zugleich für das Ortsnamengrundwort -berg. Das Schachrössel ist aus dem Wappen der Herren von Herzheim übernommen, die vom Spätmittelalter bis in das 17. Jahrhundert im Weiler Heretsham nachweisbar sind.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1874 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kienberg gegründet[5]

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportplatz, Sonnau, in Richtung Rabenden
Mehrzweckhalle, im Pappelweg

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kienberg liegt im Schnittpunkt der Staatsstraße 2357 (WasserburgBurghausen) und der Kreisstraße TS 8 (EngelsbergAmerang).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehrmuseum in Oed
  • Kienberger Dorfmuseum

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerlöcher von Kienberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Donnerloch Nr. 112

Seit Menschengedenken erfolgen in der Umgebung von Kienberg immer wieder Erdfälle, sogenannte Donnerlöcher. Vom Heimatpfleger wurden 114 Objekte seit 1910 gelistet. Durch Arbeiten der TU München sind nun 194 Fälle bekannt.[6]

Besondere Aufmerksamkeit erregte das am 25. Oktober 2013 in einem Waldstück zwischen Kienberg und Viehhausen von einem Pilzsammler entdeckte Donnerloch mit seiner beachtlichen Tiefe von mindestens sechs Metern.[7] [8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/202445&attr=OBJ&val=557
  3. - Gemeinde Kienberg Personen
  4. Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern/Ministerialentschließung vom 21. April 1967
  5. Webpräsenz der Freiwilligen Feuerwehr Kienberg.
  6. LfU (2016) - Präsentation: "Donnerlöcher" - Erdfälle im Alpenvorland (PDF)
  7. merkur-online.de - Das Geheimnis der Donnerlöcher
  8. Chiemgau24.de - Ein Krater mitten im Wald

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kienberg (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien