Kiens

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Kiens
(ital.:Chienes)
Wappen von Kiens
Kiens in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2013)
2.696/2.773
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
96,73 % deutsch
2,32 % italienisch
0,95 % ladinisch
Koordinaten 46° 48′ N, 11° 50′ O46.80666666666711.836666666667790Koordinaten: 46° 48′ N, 11° 50′ O
Meereshöhe: 786–1100 m s.l.m. (Zentrum: 790 m s.l.m.)
Fläche: 33,84 km²
Dauersiedlungsraum:  km²
Fraktionen: Ehrenburg, Getzenberg, Hofern, St. Sigmund
Nachbargemeinden: Terenten, Pfalzen, Rodeneck, St. Lorenzen, Mühlwald, Vintl
Partnerschaft mit: Weiterstadt, Hessen
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021021
Steuernummer:
Bürgermeister (2015): Andreas Falkensteiner (SVP)

Kiens ([ˈkiɛns]; italienisch: Chienes) ist eine im Pustertal gelegene Gemeinde mit 2773 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in Südtirol (Italien).

Geographie[Bearbeiten]

Blick von Süden auf Ehrenburg im Vordergrund und den dahinter-liegenden Hauptort Kiens

Die Gemeinde Kiens befindet sich im unteren Pustertal nahe Bruneck im Nordosten Südtirols und reicht mit ihrer Gesamtfläche von 33,84 km² vom Talboden bis auf die Höhen der den Talzug begleitenden Bergkämme hinauf. Die größten dörflichen Siedlungen sind nahe dem Talboden des in Ost-West-Richtung verlaufenden Pustertals zwischen Vintl und St. Lorenzen aufgereiht. Auf Schuttkegeln nördlich der Rienz liegen der Hauptort Kiens (770–860 m s.l.m.) und etwas westlich die Fraktion St. Sigmund (760–810 m), gegenüber von Kiens und jenseits der Rienz befindet sich Ehrenburg (780–830 m).

Im Norden erstreckt sich das Gemeindegebiet mit einem schmalen Keil auf eine sonnenexponierte Mittelgebirgsterrasse zwischen Pfalzen und Terenten hinauf, wo die Fraktion Hofern (1110–1120 m) Platz findet, und weiter bis zu den Gipfeln des Kamms, der das Pustertal vom Mühlwalder Tal trennt und somit die Gemeindegrenze zu Mühlwald bildet. Hier erreicht Kiens am Mutenock mit 2484 m seinen höchsten Punkt. Auf der gegenüberliegenden Schattenseite des Pustertals, an den Nordhängen der Lüsner Berge, liegen die Höfe der Fraktion Getzenberg verstreut. Dahinter steigt das Gemeindegebiet weiter bis nahe an die Höhen der Rodenecker Alm an.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Ehrenburg

Die Gemeinde Kiens wird von der Pustertalstraße und der Pustertalbahn (Bahnhof Ehrenburg) durchquert.

Bildung[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich drei Grundschulen im Hauptort Kiens, in Ehrenburg und in St. Sigmund, die zusammen dem deutschen Schulsprengel der nahen Stadt Bruneck II angeschlossen sind.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Bevölkerung
2001 2641
1991 2476
1981 2410
1971 2198
1961 1948
1951 1750
1936 1696
1931 1594
1921 1479

Quelle:Istat

Sehenswertes[Bearbeiten]

  • Burg Schöneck, die mutmaßliche Geburtsstätte des Minnesängers Oswald von Wolkenstein
  • Gotische Kirche in St. Sigmund mit Flügelaltar der Donauschule um 1440
  • Schloss Ehrenburg in Ehrenburg (ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, Stammsitz der Grafen Künigl)
  • Wallfahrtskirche "Maria Himmelfahrt" in Ehrenburg, erbaut Ende des 14. Jahrhunderts, um 1700 wurde der Innenraum barockisiert. In der Gruftkapelle befinden sich drei bemerkenswerte Madonnen-Darstellungen (u.A. die "Kornmutter")
  • Issinger See
  • Schaukäserei Gatscher

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister seit 1952:[2]

  • Peter Gatterer: 1952–1969
  • Rudolf Wierer: 1969–1974
  • Bruno Falkensteiner: 1974–1990
  • Karl Pfeifhofer: 1990–2000
  • Reinhard Niederkofler: 2000–2015
  • Andreas Falkensteiner: 2015–

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kiens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schulsprengel Bruneck II. Südtiroler Bürgernetz, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  2. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015 (PDF; 15 MB).