Kierling

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Kierling (Stadtteil)
Ortschaft
Katastralgemeinde Kierling
Kierling (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Tulln (TU), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Klosterneuburg
Pol. Gemeinde Klosterneuburg
Koordinaten 48° 18′ 30″ N, 16° 16′ 27″ OKoordinaten: 48° 18′ 30″ N, 16° 16′ 27″ Of1
Höhe 217 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 3108 (2015)
Gebäudestand 1166 (2015)
Fläche d. KG 11,48 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06705
Katastralgemeinde-Nummer 1703
Zählsprengel/ -bezirk Kierling-Ost / Kierling-West (32144 038 / 033)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

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Pfarrkirche Kierling: Jugendstilaltar
Gedenkstein Franz Kafka, der in Kierling gestorben ist

Kierling ist eine Katastralgemeinde, die seit 1954 ein Teil von Klosterneuburg in Niederösterreich (Bezirk Tulln) ist. Der Ort hat etwa 3100 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kierling liegt auf einer Seehöhe von 213m (im Ortskern) und 445m (auf der Hohenau). Die Gemeinde hat eine Gesamtfläche von 11,5 Quadratkilometer.

Kierling befindet sich 4 km im Westen von Klosterneuburg und ca. 12 km von Wien entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste frühsteinzeitliche Funde belegen eine Besiedlung Kierlings ab ca. 3000 v. Chr.

Bereits 1072 wurde Kierling erstmals urkundlich erwähnt, damals allerdings unter dem Namen „Chirchlingen“.

1683 plünderten die Osmanen im Zuge der Zweiten Wiener Türkenbelagerung Kierling.

1901 wurde die Stadt an das öffentliche Stromnetzwerk angeschlossen.

Am 15. Oktober 1938 wurde Klosterneuburg und auch Kierling als 26. Wiener Gemeindebezirk an Wien bzw. Groß-Wien angeschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde am Haschhof in Kierling eine Flakstellung errichtet. Am 6. April 1945 wurde Kierling von der Roten Armee befreit.

1903 war die Errichtung einer elektrischen Straßenbahn geplant, die Kierling mit der Station Klosterneuburg bei Wien verbinden sollte.[1]

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War Kierling ein Kurort, von wann bis wann; warum nicht mehr?
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Früher war Kierling ein beliebter Erholungsort für Lungenkranke.

Freizeit und Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wanderwege und Radfahrwege: Viele Wander- und Radfahrwege verlaufen durch Kierling
  • Heurige: zahlreiche Heurige prägen das Stadtbild.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Museum Kierling: beherbergt das Franz-Kafka Gedenkmuseum, die weltweit größte Scherenschnittsammlung von Hans und Josefine Allmayer, sowie viele chinesische Scherenschnitte, eine einmalige Gastronomiesammlung, eine heimatkundliche, gewerbliche und landwirtschaftliche Sammlung, den einzigen in Österreich erhaltenen fahrbaren Feldbackofen aus der Monarchie. .[2]
  • Pfarrkirche Kierling: Die Pfarrkirche Kierling ist eine von zwei Kirchen in Niederösterreich mit einer Jugendstil-Ausstattung.
  • Purgathofer-Sternwarte: 1982 bis 1989 errichtet, zweitgrößte private Sternwarte Europas

Siehe auch Liste der denkmalgeschützten Objekte in Klosterneuburg, Abschnitt Katastralgemeinde Kierling.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Alma Motzko (1887-1968), Historikerin und Politikerin


Personen mit Beziehung zu Kierling:

  • Franz Kafka (1883-1924), in Kierling gestorben; aufgrund seiner Lungenerkrankung verbrachte er seine letzten Monate im Sanatorium Hoffmann in Kierling

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kierling. In: Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens. Band 2, Viertel unterm Wienerwald. Dritte ganz unveränderte Auflage. Mechitaristen, Wien 1834, S. 333 ff. – Text online.
  • Josef Schmutzer: Heimatkunde von Kierling. Amandus, Wien 1961, OBV.
  • Friedrich Chlebecek, Barbara Eckstein: 1945–1955. „Blickpunkte und Streiflichter aus einem Dezennium“. (Ausstellung) 2005. Eigenverlag des KBV-Arbeitskreises „Kierlinger Heimatmuseum“, Kierling 2005, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Museum Kierling 1987–2007. 20 Jahre im Dienste der Kultur. KBV-Arbeitskreis „Museum Kierling“, Kierling 2007, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Kierlinger Geschichte(n). 1108–2008. Verein Museum Kierling, Kierling 2008, OBV.
  • Friedrich Chlebecek: Kierlinger Geschichte(n). Teil 2, bis 2012. Verein Museum Kierling, Kierling 2012, OBV.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verschiedenes. (…) Neue Bahnen. Von der Station (…). In: Der Naturfreund, Jahrgang 1906, Nr. 2, 15. Februar 1906 (X. Jahrgang), S. 24, oben links. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/dna.
  2. Museum Kierling. Ereigniswelt. In: museumkierling.com, 29. Juni 2013, abgerufen am 2. September 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kierling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien