Kijiji (Handelsplattform)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kijiji (gesprochen: Ki-dschi-dschi) ist ein regionales Kleinanzeigen-Portal der eBay Inc. Kijiji ist in Belgien, Japan, Kanada, Taiwan und der Türkei präsent. In Großbritannien, Polen, Südafrika und Australien heißt die eBay-Plattform Gumtree, in den Niederlanden Marktplaats, in Deutschland eBay Kleinanzeigen. An der amerikanischen Plattform Craigslist ist eBay mit 25 Prozent beteiligt.

Geschichte[Bearbeiten]

eBay hat im Jahr 2004 für 16 Millionen US-Dollar vom ehemaligen Craigslist-Inhaber Philip Knowlton eine Minderheitsbeteiligung von gut 28 Prozent erworben. Am 1. März 2005 gründete eBay den Online-Kleinanzeigenmarktplatz Kijiji, Swahili für „Dorf“, nach dem Vorbild von Craigslist. Die Idee ist, neben dem Internetauktionshaus ein lokales Consumer-To-Consumer-Netzwerk zu etablieren. Ähnlich wie bei einem Dorfmarktplatz sollte Kijiji die persönliche Kontaktaufnahme über kurze Anfahrtswege ermöglichen. Das Angebot richtete sich damit an eine neue Nutzergruppe: die Leser der lokalen Anzeigenblätter. Entsprechend alarmiert waren bei der Gründung Medienhäuser und Verlage. Im April 2005 verschmolz intoko.de (hervorgegangen aus Marktplaats), im Juni 2005 opusforum (ein in Wiesbaden ansässiger Kleinanzeigenmarkt) mit Kijiji. Kijiji und opusforum wurden über ein Jahr parallel von eBay betrieben und schließlich im August 2006 unter der Marke Kijiji gebündelt. Die Geschäftsführung wechselte während dieser Zeit von Klaus Gapp (Gründer von opusforum) zu Heiner Kroke (Procter & Gamble, BCG, Bertelsmann, eBay). Im März 2007 war Kijiji erstmals der reichweitenstärkste Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland. Seit September 2009 ist Kijiji in eBay Kleinanzeigen aufgegangen.

Am 10. März 2015 wurden die österreichische sowie die schweizerische Kijiji-Websiten geschlossen.[1][2]

Geschäftsmodell[Bearbeiten]

Das Portal finanziert sich über integrierte Werbung und den Einnahmen aus den Inseraten.

Wettbewerber[Bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum haben sich Quoka, markt.de sowie dhd24 zu starken Gegenspielern entwickelt. Insbesondere im englischsprachigen Raum ist die Craigslist stark verbreitet, die zusätzlich auch deutsche Unterseiten betreibt.

In Österreich ist bei Online-Kleinanzeigen Willhaben ein starker Mitbewerber. Die Website willhaben.at zählt zu den meistbesuchten Internetseiten in Österreich. Im November 2011 belegte Willhaben Platz 1 bei Summe Visits gemäß ÖWA-Basic-Auswertung Einzelangebote in der Kategorie Service.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Nielsen NetRatings Q4/2006
  • New-business.de, 22. März 2007
  • Horizont, 22. Juni 2006
  • Internet World Business, 16. Juni 2006

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ehemalige österreichische Website
  2. Ehemalige schweizerische Website
  3. „ÖWA Basic Service“ Statistische Werbeträgerauswertung oewa.at, November 2011