Kim Bui

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kim Bui Gerätturnen
Kim Bui 073.jpg

Kim Bui, 2010

Persönliche Informationen
Nationalität: DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Gerätturnen
Spezialgerät/e: Gymnastique au sol.svg Boden Barres asymétriques.svg Stufenbarren
Verein: MTV Stuttgart
Trainer: Tamara Khokhlova und Elena Dolgopolova
Geburtstag: 20. Januar 1989
Geburtsort: Tübingen
Größe: 156[1] cm
Gewicht: 49[1] kg
Medaillen
Logo der UEG Europameisterschaften
0Bronze0 2011 Berlin Stufenbarren

Kim Bui (* 20. Januar 1989 in Tübingen) ist eine deutsche Leistungsturnerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie ist die Tochter einer Vietnamesin und eines Laoten.[2] Bui trainiert im Kunst-Turn-Forum Stuttgart, einem Bundesstützpunkt für Kunstturnen. Ihre Trainerin ist Tamara Khokhlova, ihr Heimatverein ist die TSG Tübingen, in der Bundesliga turnt sie für das Turn-Team Stuttgart, ab 2011 für den MTV Stuttgart.

Die Bodenspezialistin machte 2004 erstmals mit Platz fünf in einem Weltcup (DTB-Pokal) auf sich aufmerksam. 2005 nahm Bui zum ersten Mal an Weltmeisterschaften teil. Bei den Deutschen Meisterschaften im selben Jahr belegte sie an den Geräten Stufenbarren, Sprung und Boden jeweils Platz drei, im Mehrkampf wurde sie Vierte.

2006 wurde Kim Bui erstmals Deutsche Meisterin am Boden. Außerdem wurde sie Zweite im Sprung, auf dem Schwebebalken und im Mehrkampf. Im folgenden Jahr belegte sie bei den Deutschen Meisterschaften die Plätze drei (Sprung), vier (Mehrkampf), fünf (Boden und Stufenbarren) und sechs (Schwebebalken).

Nach ihrer ersten Teilnahme 2005 konnte Bui sich auch 2006, 2007, 2009 und 2011 für die Turn-Weltmeisterschaften qualifizieren. 2006 wurde sie dabei mit der Mannschaft 16., ein Jahr später belegten die deutschen Turnerinnen Platz zehn.

Wie schon bei den Weltmeisterschaften 2007 in Stuttgart, durfte Kim Bui auch an den Olympischen Spielen 2008 in Peking nur als Ersatzturnerin teilnehmen, obwohl sie Deutsche Meisterin im Sprung und am Boden, sowie Vize-Meisterin am Stufenbarren war.[3]

2009 war Buis bis dato erfolgreichstes Jahr: Bei den deutschen Meisterschaften landete sie in allen fünf Wettbewerben auf dem Podest. Sie wurde Deutsche Meisterin im Mehrkampf, am Boden und im Sprung, belegte Platz zwei am Stufenbarren und wurde Dritte auf dem Balken. Außerdem beendete sie die Weltmeisterschaften 2009 als beste Deutsche (Platz 23 im Mehrkampf) und holte beim DTB-Pokal in der Stuttgarter Porsche-Arena am Stufenbarren ihren ersten Weltcup-Sieg.[4]

Am 16. Februar 2010 zog sich Kim Bui einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zu. Bei den Europameisterschaften 2011 in Berlin[5] gewann Bui Bronze am Stufenbarren. Bei den Weltmeisterschaften 2011 in Tokyo[6] erturnte sie mit der Deutschen Nationalmannschaft den sechsten Platz, die sich damit für die Olympischen Spiele 2012 qualifizierte. Bei den Europameisterschaften 2012 wurde Bui Vierte am Stufenbarren und Achte mit der Mannschaft. In London wurde die Mannschaft bei den Olympischen Spielen Neunte. 2014 trug Bui zum vierten Platz der deutschen Mannschaft bei den Europameisterschaften in Sofia bei. Im gleichen Jahr belegte sie bei den Weltmeisterschaften in Nanning mit dem Team Rang neun und wurde im Mehrkampf 31.[7] Nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Mehrkampf sowie am Boden wurde sie folgerichtig 2014 vom Turnmagazin Leon auch zur "Turnerin des Jahres 2014" gewählt.[8] Im Mai 2015 zog sich Bui erneut einen Kreuzbandriss sowie eine Verletzung des Innenbandes zu (diesmal im rechten Knie).[9]

Im Herbst 2009 nahm Kim Bui neben ihrer Karriere als Turnerin ein Studium der technischen Biologie an der Universität Stuttgart auf.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: adh-Sportlerin des Jahres 2013[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kim Bui – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kim Bui, rio2016.com
  2. Kim Bui peilt Olympia an, swr, 1. Juni 2016
  3. Kim Bui nimmt Kurs auf London, www.stuttgarter-nachrichten.de, 28. Juli 2010
  4. DTB-Steckbrief und Erfolge von Kim Bui, www.dtb-online.de, 2010
  5. Turn-EM Berlin 2011 in Berlin (Memento vom 24. Januar 2012 im Internet Archive) (PDF; 245 kB), abgerufen am 14. Oktober 2011
  6. Turn-WM Tokyo 2011 Archivlink (Memento des Originals vom 6. April 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.2011tokyo.com, abgerufen am 14. Oktober 2011
  7. [1]
  8. http://deutsche-turnliga.de/News/TurnenNational/detail.php?ID=2735
  9. Kim Bui mit erneutem Kreuzbandriss
  10. Fabian Hambüchen und Kim Bui erhalten adh-Auszeichnungen. adh.de, abgerufen am 17. November 2013 (HTML).