Kim Kielsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kim Kielsen (2012)
Kim Kielsen (2010)

Kim Kielsen (* 30. November 1966 in Paamiut)[1] ist ein grönländischer Politiker (Siumut). Er ist seit 2014 Premierminister Grönlands.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kim Kielsen ist der Sohn des Kommunalpolitikers Anders Kielsen (1937–2010), der von 1989 bis 1993 Bürgermeister der Gemeinde Paamiut war,[2] und seiner Frau Inge († 2017).[3] Gemeinsam mit seiner Ehefrau Judithe hat er zwei Kinder.[4]

1983 begann er im Alter von 17 Jahren eine Ausbildung zum Schiffsassistenten. Anschließend fuhr er als Seemann für KNI. 1993 begann er eine Polizistenausbildung in Nuuk um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, der ebenfalls Polizist war. Ab 1996 war er als Polizist in Upernavik und seiner Heimatstadt Paamiut tätig. 2003 ließ er sich beurlauben, um Koordinator eines Sozialprojekts für Kinder und Jugendliche zu werden.[5]

Politikkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 wurde er sowohl in den Rat der Gemeinde Paamiut als auch ins Inatsisartut gewählt. 2007 wurde er zum Minister für Wohnwesen, Infrastruktur und Rohstoffe unter Hans Enoksen ernannt. 2008 wechselte er das Ressort Wohnwesen zu Umwelt. 2009 wurde er erneut ins Inatsisartut gewählt, ebenso wie 2013.[4] Nach dem Ausscheiden der Ministerin für Wohnungsbau, Natur und Umwelt Miiti Lynge wurde deren Ressort aufgeteilt. Kielsen wurde am 5. November 2013 Minister für Natur und Umwelt sowie Nordische Zusammenarbeit.[6] Nach dem Rücktritt weiterer Minister am 1. Oktober 2014 übernahm er zudem das Wohnungsbauministerium von Siverth K. Heilmann.[7]

Zugleich wurde er interim Regierungschef für die zurückgetretene Aleqa Hammond.[8] Anschließend übernahm er den Parteivorsitz von ihr[9] und wurde nach der Parlamentswahl 2014 zum Premierminister ernannt. Er bildete eine Koalitionsregierung mit den Demokraatit und der Atassut.[10] 2016 zerbrach die Koalition und Kim Kielsen bildete eine neue aus Inuit Ataqatigiit und Partii Naleraq.[11]

Im April 2018 erfolgte seine Wiederwahl. Anschließend bildete er ein Kabinett mit der Partii Naleraq, der Atassut und der Nunatta Qitornai.[12] Im September desselben Jahres verließ die Partii Naleraq die Regierung[13] und Kim Kielsen handelte eine Minderheitenregierung mit Unterstützung der Demokraatit aus.[14] Im April 2019 verließ auch die Atassut die Regierung[15] und Kim Kielsen übernahm das Natur- und Umweltministerium.[16]

Kim Kielsen erhielt am 17. September 2014 den Nersornaat in Gold.[17]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kim Kielsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil bei altinget.dk
  2. Anders Kielsen er død in der Sermitsiaq
  3. Kim Kielsen i sorg: Min mor er død in der Sermitsiaq
  4. a b CV auf der Seite des Naalakkersuisut
  5. Portræt af Kim Kielsen - hvem er han? bei knr.gl
  6. Selvstyret bekræfter KNR´s oplysninger bei knr.gl
  7. Naalakkersuisut har omfordelt ansvarsområder bei knr.gl
  8. Kim Kielsen landsledervikar bei knr.gl
  9. Kim Kielsen ny formand for Siumut bei knr.gl
  10. Kommende medlemmer af Naalakkersuisut auf der Seite des Naalakkersuisut
  11. Ny koalitionsaftale underskrevet auf der Seite des Naalakkersuisut
  12. Ny koalition i Naalakkersuisut indsat af Inatsisartut auf der Seite des Naalakkersuisut
  13. Ressort ændringer i Naalakkersuisut auf der Seite des Naalakkersuisut
  14. Mindretalsregering er på plads i Grønland efter krise bei dr.dk
  15. Ændringer i Naalakkersuisut auf der Seite des Naalakkersuisut
  16. Nye medlemmer i Naalakkersuisut auf der Seite des Naalakkersuisut
  17. Kim Kielsen tildelt Nersornaat i guld in der Sermitsiaq