Kinburn-Halbinsel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kinburn
Kinburn map ukr.png
Karte der Halbinsel Kinburn
Geographische Lage
Kinburn-Halbinsel (Oblast Cherson)
Koordinaten 46° 31′ 0″ N, 31° 46′ 0″ OKoordinaten: 46° 31′ 0″ N, 31° 46′ 0″ O
Gewässer 1 Dnepr-Bug-Liman
Gewässer 2 Jahorlyzkyj-Bucht
Länge 40 km
Breite 10 km
Fläche
"Пташиний базар" на Кінбурнській косі.jpg
Möwen auf der Kinburn-Nehrung

Die Kinburn-Halbinsel (ukrainisch Кінбурнський півострів Kinburnskyj piwostiw; russisch Кинбурнский полуостров) ist eine zwischen der Jahorlyzkyj-Bucht des Schwarzen Meeres im Süden und dem Dnepr-Bug-Liman im Norden gelegene Halbinsel im Süden der Ukraine.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Halbinsel ist etwa 40 km lang, bis zu 10 km breit und hat eine Fläche von etwa 180 km². Im Nordwesten der Halbinsel befindet sich die Kinburn-Nehrung. Ihr gegenüber liegt die Küste des ukrainischen Festlandes mit der Hafenstadt Otschakiw. Die Meerenge zwischen den Küsten ist der Kinburn-Kanal.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Halbinsel erhielt ihren Namen von der im 16. Jahrhundert erbauten und heute zerstörten Festung Kinburn, eine von den Osmanen zur Sicherung der Dnepr-Mündung errichtete Militäranlage. Der Name stammt vom türkischen „Kilburun“ und bedeutet etwa „feine (schmale) Landzunge“. Die Festung war des Öfteren zwischen den Osmanen einerseits und den Kosaken, später den Russen andererseits umkämpft. 1787 und 1855 fanden auf der Halbinsel Schlachten um die Festung statt.[2]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Halbinsel sind mehr als 600 Pflanzenarten, von denen viele endemisch sind, beheimatet. Die Fauna umfasst 45 Arten von Säugetieren, 30 Vogelarten, darunter viele seltene, 74 Fischarten und etwa 4000 unterschiedliche Insektenarten.[1] Eines der Naturwunder der Halbinsel ist das Orchideenfeld von Pokrowske, eines der größten Orchideenfelder Europas. Teile der Halbinsel stehen unter Naturschutz, die Nehrung gehört zum ukrainischen Nationalpark Bilobereschja Swjatoslawa (Білобережжя Святослава).[3]

Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Westteil der Halbinsel gehört administrativ zum Rajon Otschakiw der Oblast Mykolajiw, der Ostteil zum Rajon Hola Prystan der Oblast Cherson. Auf dem Gebiet der Oblast Mykolajiw liegen die Dörfer Pokrowka, Wassyliwka und Pokrowske, auf dem Gebiet der Oblast Cherson das Dorf Herojske.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kinburn-Halbinsel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Kinburn-Halbinsel in der Enzyklopädie der modernen Ukraine, abgerufen am 26. Juli 2015
  2. Kinburn Geschichte auf der Webseite des Instituts für Geschichte der Ukraine, abgerufen am 26. Juli 2015
  3. Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine 29. September 2014, abgerufen am 26. Juli 2015