King Orgasmus One

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King Orgasmus One, Playboy 51, Massiv und Basstard

King Orgasmus One (* 9. Dezember 1979 in Berlin; bürgerlich Manuel Romeike) ist ein deutscher Rapper, Labelchef und Pornoproduzent. Neben diesem Pseudonym benutzt er weitere Namensvarianten.

In seinen Liedern rappt er vor allem über Partys, Drogen, Sex und Gewalt. Er bezeichnet sich selbst auch als den „härtesten Rapper Deutschlands“ und als Frauenfeind. Seine 2003 erschienene CD Fick mich… und halt dein Maul! wurde 2004 von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Unter anderem hat er Gastauftritte auf Samplern des Labels Shotgun Records.

Er agiert in seinen Filmen als Produzent, Kameramann und tritt in kurzen Sketchen auf.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

King Orgasmus One live

King Orgasmus One legte ab 1996 regelmäßig Platten als DJ auf und begann, auf die Musik zu rappen.

Bis 1998 arbeitete er unter dem Pseudonym Def Bringer. Anschließend als Ohrgasmus. Später wurde der Name in Orgasmus dann Orgasmus One geändert.

Auf seinem ersten offiziellen Track ist King Orgasmus One noch mit seinem alten Schulkameraden Frauenarzt zu hören, der unter anderem auch sein Tape „Sexkönig“ produziert hat.

Die ersten beiden Alben von King Orgasmus One wurden bei dem Label Bassboxxx verlegt. Das zweite Album erschien unter dem Titel „Es gibt kein Battle“ (2000). Ein Jahr später verließ King Orgasmus One das Label und gründete sein eigenes Label I Luv Money Records, welches auch sein drittes Album „Tag der Abrechnung“ veröffentlichte. Das vierte Album erschien unter dem Titel Mein Kampf – Musik für Männer, sein fünftes mit dem Titel „Fick Mich…und halt dein Maul“ wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert. Die SPD-Politikerin Monika Griefahn (damals Vorsitzende des Medienausschusses im deutschen Bundestag) sagte im Juni 2005, dass einige Titel von King Orgasmus One und anderen deutschen Rappern „frauenfeindlich und zum Teil rechtsradikal“ seien und „voller Gewalt und Pornographie“ steckten. Außerdem forderte sie eine stärkere Kontrolle von Hip-Hop-Songs und -Videos in Radio und Fernsehen.[1] Sein Debüt „Sexkönig“ wurde am 19. Mai 2006 in der CD-Version des Albums wegen gewaltpornographischer Inhalte vom Amtsgericht Tiergarten beschlagnahmt. Weitere Alben Romeikes wurden der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien zur Prüfung vorgelegt und in Deutschland indiziert.

Am 6. Juli 2007 erschien King Orgasmus achtes Soloalbum „La petite mort“. Darauf sind Gastbeiträge, unter anderem von MC Basstard, Taktlo$$, B-Tight, Tarek von K.I.Z., Bass Sultan Hengzt und Isar, enthalten. Am 19. Oktober folgte die Veröffentlichung des Albums Currywurst mit Darm, welches der Rapper unter dem Pseudonym Imbiss Bronko aufgenommen hatte.

Vom 6. bis zum 7. Juni 2008 trat King Orgasmus One als Headliner beim ersten deutschen Porno-Rap-Festival in Philippsburg auf. Die Veranstaltung fand im SwingerClub Karree statt.[2]

Am 1. Oktober 2009 wurde die Indizierung des Samplers Orgi Pörnchen 5 durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien bekanntgegeben.[3]

Fernsehauftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 10. April 2007 nahm King Orgasmus One in der ARD an einer Diskussionsrunde zu dem Thema Früher, härter, unromantischer – Sex ohne Liebe? teil. Die Diskussion fand im Rahmen der TV-Show Menschen bei Maischberger statt und wurde von Alice Schwarzer moderiert, die die sich im Mutterschaftsurlaub befindende Sandra Maischberger vertrat.[4] Ursprünglich sollte Bushido an der Diskussion teilnehmen, dieser hatte jedoch abgesagt, sodass als Ersatz King Orgasmus One eingeladen wurde.

Im Rahmen der Sendung wurde Romeike mit einem seiner angeblich frauenfeindlichen Liedtexte konfrontiert und bestätigte unter anderem, dass er seit mehreren Jahren Pornofilme u. a. in Prag produziere. Die Kritik an seinen Texten konnte Romeike nicht nachvollziehen. Auf die Frage, warum er darin Frauen als fremdbestimmte Huren und minderwertige Subjekte darstelle, berief er sich auf Freiheit der Kunst und Ironie, räumte aber ein, dass seiner Freundin deutschsprachige Rapmusik nicht gefiele. Schwarzers Vergleich der in den Songs geschilderten Handlungen mit erzwungenen, realen Sexualstraftaten wollte er nicht gelten lassen. Er bezeichnete seine Texte als erotisch und vertrat die Auffassung, es handele sich dabei um eine Art Kunst. Ziel sei die Erzeugung einer Partystimmung. Außerdem wies er darauf hin, dass sein Repertoire nicht ausschließlich auf Porno-Texte beschränkt sei. Die Verantwortung für die Radikalisierung der Texte sieht Romeike beim Verbraucher („Egal ob Musik oder Pornos – die Leute wollen immer härtere Sachen“). Auch versuchte er herauszustellen, dass Rapmusik ja nicht die einzige Branche sei, die Sex und Gewalt nutze, um etwas zu verkaufen.

Die Sendung im Allgemeinen und Romeikes Auftritt im Besonderen wurde in mehreren Zeitungsberichten stark kritisiert. Die Berichte brachten zum Ausdruck, dass Romeike mit der Gesprächssituation und dem Diskussionsthema offenbar überfordert gewesen sei.[4][5][6]

Pseudonyme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romeike trat in vielen Songs mit unterschiedlichen Pseudonymen auf, die sich von King Orgasmus One ableiten, z. B. Orgi, Orgi69, Orgasmus, King Orgasmus. 2007 erschien Currywurst mit Darm unter dem Pseudonym Imbiss Bronko. Außerdem gab er sich auf diversen Alben die Namen Scheich Manfred, Todesbringer, DJ Irmgard, Lanola Bombalock, Raparschloch, Dicktator, Manuel Hitler und Bass Orakel.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soloalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Sexkönig (spätere CD-Neuveröffentlichung indiziert und bundesweit beschlagnahmt)
  • 2000: Es gibt kein Battle
  • 2001: Tag der Abrechnung
  • 2002: Mein Kampf - Musik für Männer
  • 2003: Fick mich… und halt dein Maul! (indiziert)
  • 2006: OrgiAnal Arschgeil (indiziert)
  • 2007: La Petite Mort
  • 2009: La Petite Mort 2 - Hardcore Seelenficker Edition
  • 2010: La Petite Mort 2 - Moderne Sklaverei
  • 2011: MILF (Mothers I Like To Fuck)
  • 2013: Krieg
  • 2015: Porno Rap (nur für den Verkauf in Österreich und der Schweiz bestimmt)

Als Imbiss Bronko[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2007: Currywurst mit Darm
  • 2008: Bronko im Kalorienreich
  • 2009: Fleisch hat immer Saison
  • 2009: Hunger & müde - Das Mixtape
  • 2012: Fettsack 4 Life
  • 2013: Love, Peace & Bockwurst

Compilations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: I luv Money (Greatest Hits Vol. 2)
  • 2001: I luv Money (ILM Sampler Vol. 1)
  • 2008: I luv Money (ILM Sampler Vol. 2)

Mixtapes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2015: WHAT DA FUCK (auf 1000 Stück limitiert)

Kollabo-Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soundtracks/Sampler (OST)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Orgi Pörnchen - Soundtrack (indiziert und bundesweit beschlagnahmt)
  • 2004: Orgi Pörnchen 2 - Soundtrack (indiziert)
  • 2005: Orgi Pörnchen 3 - Soundtrack (indiziert)
  • 2006: Orgi Pörnchen 4 - Soundtrack
  • 2008: Orgi Pörnchen 5 - Soundtrack (indiziert)
  • 2012: Orgi Pörnchen 6 - Soundtrack (indiziert)
  • 2013: Orgi Pörnchen 7 - Soundtrack (Verkauf ab 18 Jahre)

Greatest Hits/Best Ofs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Alles nur aus Liebe (A.N.A.L.) - Orgi's Greatest Hits
  • 2006: I Luv Money - Promo Vinyl (6 unveröffentlichte Tracks)
  • 2008: Liebe ist schön - Best Of (indiziert[8])
  • 2008: Best of Pörnchen (indiziert[8])
  • 2010: Fremdgehen (Gastparts)
  • 2011: Fremdgehen 2 (Gastparts)
  • 2012: Fremdgehen 3 (Gastparts)

DVDs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Orgi Pörnchen 1 - Hip Hop ist Sex... Sex aus Berlin
  • 2003: Orgi on Tour 1 – Live Unzensiert
  • 2004: Orgi on Tour 2 – Hängengeblieben auf Groupies
  • 2005: Orgi Pörnchen 2 - Das Auge fickt mit
  • 2005: Orgi Pörnchen 3 - Atzenträume werden wahr
  • 2005: Orgi on Tour 3 – Berlin bleibt hart
  • 2005: Alles nur aus Liebe (A.N.A.L.)
  • 2005: Analyse - Mit der Lupe aufs Arschloch
  • 2006: Orgi Pörnchen 4 - Liebe auf den ersten Fick
  • 2007: Orgi on Tour 4 - Hängengeblieben auf Meeresfrüchte
  • 2007: Access All Areas (inklusive Porno Mafia Live)
  • 2007: Orgistyle
  • 2007: Orgianal Arschgeil
  • 2009: Orgi Pörnchen 5
  • 2010: Orgasmus on Tour
  • 2011: Orgi Pörnchen 6 - Fickbratzen aus Berlin
  • 2011: Orgasmus on Tour 2 - Die Rückkehr
  • 2011: Access All Areas 2
  • 2012: Orgi Pörnchen 7 – Die total verrückte Reise ins Arschloch

Features auf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Ost-West Konflikt auf B.C. von Frauenarzt
  • 2000: Spermanal & Booty Shake Party auf Tanga Tanga Vol.1 von Frauenarzt
  • 2002: Drogen, Sex & Gangbang auf Carlo Cokxxx Nutten von Bushido
  • 2003: Highjack & Casino (RMX) auf Rap braucht kein Abitur von Bass Sultan Hengzt
  • 2004: Du bist ein... & Alles das was ihr nicht habt auf Übertalentiert von Godsilla
  • 2005: Battle Dies und Das auf Rap braucht immer noch kein Abitur von Bass Sultan Hengzt
  • 2005: "Posse Track" auf "Das ist für die Atzen" von DJ Korx
  • 2006: Berlin Macht Welle, Überstars & Pornoboss Shit auf Massenhysterie von Godsilla
  • 2006: 1001 Nacht auf Berliner Schnauze von Bass Sultan Hengzt
  • 2006: Gruftinutte auf Geschäft ist Geschäft von Frauenarzt
  • 2007: Alle Grölen auf Ghetto Romantik von B-Tight
  • 2007: Einzelkampf (Orgis Advocate) auf Schmetterlingseffekt von Bass Sultan Hengzt
  • 2008: Bizz Action Drive auf Südberlin Maskulin von Fler und Silla
  • 2009: Profiliga auf Auf Die Harte Tour von Dr. Faustus und SDBY
  • 2009: Fick die Welt auf Zahltag von Bass Sultan Hengzt
  • 2010: Leichenteile auf Hurensohn Holocaust Zero von Schwartz
  • 2011: Run Johnny Run auf Christoph Alex von Favorite
  • 2011: Koksen ist Scheiße auf Urlaub fürs Gehirn von K.I.Z.
  • 2011: Alarmstufe Koks auf Ein Herz für Drogen von Herzog
  • 2012: Der Kleine Mann auf Doom Rap von Blokkmonsta
  • 2012: Männerabend auf AYMF (Premium und Deluxe Edition) von Bushido
  • 2013: Booty Shake Party 2 auf Tanga Tanga Vol. 3 von Frauenarzt
  • 2014: Ohrwurm 2 auf Anti_Chri2t von Kaisaschnitt
  • 2015: "Femicide" auf "Pure Rawness" von Brawl Between Enemies

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mehr Kontrolle von HipHop-Songs und Videos nötig. In: www.monika-griefahn.de. 17. Juni 2005, abgerufen am 20. Oktober 2013.
  2. Rap.de: Orgi im Swingerclub (Memento vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)
  3. Hip-Hop.de: „Orgi Pörnchen 5“ landet auf dem Index
  4. a b Jenni Zylka: Alice und der Orgasmuskönig, Spiegel Online
  5. FAZ.net: Bushido kuscht vor Alice Schwarzer, 11. April 2007
  6. Die Welt online, 11. April 2007: Deutschlands Jugend und der Sex - früher, härter, unromantischer
  7. Indizierungen/ Beschlagnahmen Juni 2009 (Schnittberichte.com)
  8. a b BAnz AT 31.10.2012 B11