Kinsau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kinsau
Kinsau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kinsau hervorgehoben
47.877510.908333333333699Koordinaten: 47° 53′ N, 10° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am Lech
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Reichling
Höhe: 699 m ü. NHN
Fläche: 11,44 km²
Einwohner: 1007 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86981
Vorwahl: 08869
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 129
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstr. 9
86981 Kinsau
Bürgermeister: Reinhard Hermann
Lage der Gemeinde Kinsau im Landkreis Landsberg am Lech
Ammersee Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Ostallgäu Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Starnberg Landkreis Fürstenfeldbruck Windach Weil (Oberbayern) Utting am Ammersee Unterdießen Thaining Pürgen Schwifting Schondorf am Ammersee Scheuring Rott (Landkreis Landsberg) Reichling Prittriching Vilgertshofen Penzing (Bayern) Obermeitingen Landsberg am Lech Kinsau Kaufering Igling Hurlach Hofstetten (Oberbayern) Greifenberg Geltendorf Fuchstal Finning Eresing Egling an der Paar Eching am Ammersee Dießen am Ammersee Denklingen ApfeldorfKarte
Über dieses Bild

Kinsau ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichling.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Kinsau liegt am südlichen Rand des Landkreis Landsberg am Lech zwischen der Romantischen Straße und dem Lech. Die Gemeindefläche fällt in vier Terrassenstufen zum Lech hin ab und bietet teilweise prächtige Aussichten.

Kinsau ist eine eigenständige Gemeinde ohne weitere Ortsteile.

Geschichte[Bearbeiten]

Kinsau wird im Jahr 1323 als Bestandteil der Herrschaft Peißenberg, Amt Landsberg erstmals als Kunigesow erwähnt. Nach dem Aussterben der Seefelder um 1420 ging Kinsau an die Herren von Freyberg, die es 1445 an das Schongauer Spital verkauften.

Bis zur Kreisreform 1972 gehörte Kinsau zum Landkreis Schongau. Seit 1978 gehört Kinsau zur Verwaltungsgemeinschaft Reichling und somit zum Landkreis Landsberg am Lech.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Um 1445 zählte man 160 Einwohner, heute sind es knapp über 1.000 Einwohner.

Kinsau von Norden
Lechhöhenweg bei Kinsau

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind die Anfang des 18. Jahrhunderts von Thomas Natter erbaute Pfarrkirche St. Matthäus und der zugehörige Pfarrhof.

Die erste Zahnradbahn Bayerns, die Werkbahn der Holzstofffabrik Kinsau, diente von 1907 bis 1929 zum Holztransport, die Bahntrasse ist teilweise noch erkennbar.[2] Diese Zahnradbahn hatte früher eine Anbindung zur Bahnstrecke Landsberg am Lech–Schongau.

Bekannt ist auch die Schlosswirtschaft mit ihren zwei Erkertürmchen und Zwiebelhauben auf beiden Seiten des Nordgiebels.

An der Schule steht eine über 110 Jahre alte Schullinde mit einem Umfang von mehr als 5,60 Metern.

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Kinsau

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn & Co rund um den Bayerischen Rigi. EOS Verlag, St. Ottilien 2011, 384 Seiten, Farbabbildungen, ISBN 978-3-8306-7455-9, S. 244–248

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kinsau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien