Kirch Jesar

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kirch Jesar
Kirch Jesar
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirch Jesar hervorgehoben

Koordinaten: 53° 27′ N, 11° 16′ O

Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust-Parchim
Amt: Hagenow-Land
Höhe: 22 m ü. NHN
Fläche: 18,76 km2
Einwohner: 623 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner je km2
Postleitzahl: 19230
Vorwahl: 03883
Kfz-Kennzeichen: LUP, HGN, LBZ, LWL, PCH, STB
Gemeindeschlüssel: 13 0 76 070
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Bahnhofstr. 25
in 19230 Hagenow
Website: www.amt-hagenow-land.de
Bürgermeister: Ingo Schulz
Lage der Gemeinde Kirch Jesar im Landkreis Ludwigslust-Parchim
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Über dieses Bild

Kirch Jesar ist eine Gemeinde im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie wird vom Amt Hagenow-Land mit Sitz in der Stadt Hagenow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das einstige Bauerndorf liegt sechs Kilometer östlich der Stadt Hagenow am Rande des Jasnitzer Forstes. Zu Kirch Jesar gehört der unmittelbar östlich des Hauptortes gelegene Ortsteil Neu Klüß.[2] Die nächste Anschlussstelle an der Bundesautobahn 24 ist Hagenow und liegt etwa fünf Kilometer nördlich von Kirch Jesar. Die Bahnstrecke Hamburg–Schwerin liegt abseits vom Ort im Ortsteil Ausbau des Dorfes und hat in Kirch Jesar einen eigenen Haltepunkt für Personenzüge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 1371 erstmals urkundlich erwähnt.

Seinen vermutlich letzten Brief schrieb Theodor Körner am 23. August 1813 aus Kirch Jesar. Dieses Schreiben war an Daniel Friedrich Parthey gerichtet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Kirch Jesar
Blasonierung: „In Gold über blauem Wellenschildfuß, darin ein silberner Fisch, eine rote Kirche mit drei (2:1) Fenstern im Kirchturm und vier Fenstern im Langhaus.“[4]

Das Wappen und die Flagge wurde von dem Schweriner Heraldiker Karl-Heinz Steinbruch gestaltet. Es wurde am 13. August 1996 durch das Ministerium des Innern genehmigt und unter der Nr. 107 der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Wappenbegründung: Seit 1970 besaß Kirch Jesar ein Wappen, das vor allem von der Symbolik her nicht den Anforderungen entsprach: Geteilt; oben in Rot eine goldene Mitra, unten in Blau ein silberner Fisch. In dem neuen Wappen stellen die Kirche und der Wellenschildfuß als redende Zeichen den bildlichen Bezug zum Gemeindenamen her, dessen zweiter Teil auf das altslawische (jezero = See) zurückgeführt wird. Zugleich symbolisiert die Kirche das Anfang des 18 Jh. errichtete und im 19. Jh. umgebaute Gotteshaus. Der Fisch soll an den einstigen Fischreichtum des jetzt fast verlandeten Sees erinnern.

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FIAV 100000.svg Flagge der Gemeinde Kirch Jesar

Die Flagge wurde am 6. März 2001 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Die Flagge ist gleichmäßig längs gestreift von Blau und Gelb. In der Mitte des Flaggentuchs liegt, auf jeweils zwei Drittel der Höhe des blauen und des gelben Streifens übergreifend, das Gemeindewappen. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.[5]

Dienstsiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dienstsiegel zeigt das Gemeindewappen mit der Umschrift „GEMEINDE KIRCH JESAR • LANDKREIS LUDWIGSLUST-PARCHIM“.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche

Die Kirche ist ein Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert. Innerhalb des Ortskerns befindet sich eine restaurierte Räucherkate. Die Hauptstraße hat Alleencharakter und wird von über 100 Jahre alten Eichen gesäumt. Von Kirch Jesar aus führt ein Radweg durch das waldreiche Gebiet nach Hagenow.

Die Baudenkmale der Gemeinde sind in der Liste der Baudenkmale in Kirch Jesar aufgeführt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kirch Jesar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2019 (XLS-Datei) (Amtliche Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. § 1 der Hauptsatzung (PDF; 37 kB) der Gemeinde
  3. Rudolf Brockhaus: Theodor Körner, S. 27 und S. 128
  4. Hans-Heinz Schütt: Auf Schild und Flagge - Die Wappen und Flaggen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und seiner Kommunen. Hrsg.: produktionsbüro TINUS; Schwerin. 2011, ISBN 978-3-9814380-0-0, S. 128/129.
  5. a b Hauptsatzung § 2 (PDF).