Kirchberg (Oberbayern)

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Wappen Deutschlandkarte
Kirchberg (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kirchberg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 24′ N, 12° 3′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Erding
Verwaltungs­gemeinschaft: Steinkirchen
Höhe: 516 m ü. NHN
Fläche: 17,1 km2
Einwohner: 1113 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84434
Vorwahlen: 08762, 08706
Kfz-Kennzeichen: ED
Gemeindeschlüssel: 09 1 77 124
Gemeindegliederung: 24 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Kirchberg 2
84439 Steinkirchen
Website: www.gemeinde-kirchberg.de
Erster Bürgermeister: Dieter Neumaier (UWK und AWK)
Lage der Gemeinde Kirchberg im Landkreis Erding
OberdingEittingBerglernLangenpreisingMoosinningErdingBockhorn (Oberbayern)Taufkirchen (Vils)DorfenSankt Wolfgang (Oberbayern)LengdorfWartenberg (Oberbayern)Kirchberg (Oberbayern)HohenpoldingSteinkirchen (Oberbayern)Inning am HolzFraunbergIsenFinsingWalpertskirchenForsternNeuchingOttenhofenPastettenBuch am BuchrainWörth (Landkreis Erding)Landkreis Mühldorf am InnLandkreis EbersbergMünchenLandkreis MünchenLandkreis LandshutLandkreis FreisingKarte
Über dieses Bild

Kirchberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Gemeinde befindet sich im hügeligen, waldreichen Erdinger Holzland etwa 14 km südlich von Moosburg an der Isar, jeweils 21 km von Landshut und Dorfen sowie 19 km von der Kreisstadt Erding und 24 km vom Flughafen München entfernt. In die Landeshauptstadt München sind es 56 km.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 24 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Es gibt nur die Gemarkung Kirchberg.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg wurde am 29. Januar 818, als der Freisinger Bischof Hitto ein Pontifikalamt in der Kirche von Cozoltesdorf abgehalten hat, erstmals erwähnt. Im Laufe des ausgehendem Spätmittelalters und der beginnenden Neuzeit veränderte sich der Ortsname zu Kirchberg. Die Kirche des Ortes kam im 10. Jahrhundert durch Schenkung an das Stift Obermünster, in wessen es bis ins 19. Jahrhundert blieb. Kirchberg gehörte zum Landgericht Erding im Kurfürstentum Bayern. Es war Sitz einer Obmannschaft.

Ab 1818[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die heutige Gemeinde. Seit 1978 bildet Kirchberg zusammen mit den Gemeinden Hohenpolding, Inning am Holz und Steinkirchen die Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[5]:

Stand Einwohner
1960 742
1970 755
1980 707
1990 734
1995 783
2000 869
2005 902
Stand Einwohner
2006 898
2007 901
2008 906
2009 908
2010 920
2011 944
2012 939
Stand Einwohner
2013 0946
2014 0969
2015 0997
2016 1014
2019 1053

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2015 um 265 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 36,20 Prozent. In den letzten zehn (fünf) Jahren nahm die Einwohnerzahl um 11,02 (5,61) Prozent zu.

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 747 auf 1035 um 288 Einwohner bzw. um 38,6 %.

Die 780 Einwohner im Jahr 1978 verteilten sich auf die Orte folgendermaßen: Baustarring 91, Schröding 85, Burgharting 74, Arndorf 66, Hammerlbach 63, Kirchberg 53, Irlbach 37, Inholzen 32 und Zieglberg 31.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Dieter Neumaier, der am 15. März als gemeinsamer Wahlvorschlag von „UWK und AWK“ zur Wahl stand. Die Liste „UWK und AWK“ stellt alle zwölf Gemeinderäte.

Ehemalige Bürgermeister:[6]

  • 1996: Johann Grandinger
  • 1960: Georg Strohmaier
  • 1956: Johann Rott
  • 1945: Josef Bauer
  • 1942: Jakob Schranner
  • 1942: Josef Heilmeier
  • 1933: Martin Steiner
  • 1919: Josef Roth
  • 1880: Simon Stänger
  • 1860: Georg Lechner
  • 1857: Jakob Senger
  • 1854: Georg Lechner
  • 1846: Georg Wagenbauer

Ostbündnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg ist seit 1999 mit der Gemeinde Tarján in Ungarn verpartnert.[7][8]

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchbergs Kirchberg
Wappen von Kirchberg
Blasonierung: „In Blau rechts ein wachsender silberner Kirchturm mit goldener Zwiebelhaube, links schräg gekreuzt ein goldener Schlüssel und ein gestürztes silbernes Schwert mit goldenem Griff.“[9]
Wappenbegründung: Der Kirchturm, ein für den Gemeindenamen redendes Bild, repräsentiert drei im Gemeindegebiet liegende Kirchen mit dem charakteristischen Zwiebelturm. Schlüssel und Schwert verweisen als Attribute der Apostel Petrus und Paulus auf das Patrozinium der 1315 erstmals genannten Pfarrkirche Kirchberg. Der Ort hieß ursprünglich Gösselsdorf, ausgehend von der schon 818 genannten ecclesia Cozoldi, einer Eigenkirche des Cozold. Die Gemeinde gehört zum so genannten Erdinger Holzland. Die Tingierung in Silber und Blau erinnert daran, dass das Gemeindegebiet seit dem Hochmittelalter zum herzoglich-wittelsbachischen Landgericht Erding gehörte.

Dieses Wappen wird seit 1982 geführt.

Neben dem Wappen führt die Gemeinde eine Flagge mit den Farben Weiß-Blau-Gelb.

Kirche in Schröding
Schröding, Luftbild

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Steinkirchen.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche Sankt Vitus in Burgharting, spätbarocker Bau von Anton Kogler 1724 vollendet.
  • Filialkirche St. Peter und Paul in Kirchberg, 1729 durch Anton Kogler und Johann Baptist Lethner errichteter Frührokokobau.
  • Pfarrkirche St. Urban und Nikolaus in Schröding, spätgotisch um 1450, Langhaus und Turmoberteil von Anton Kogler um 1702/03 barockisiert, Mitte des 20. Jahrhunderts verlängert.
  • Dorfkapelle Baustarring, Bau von 1892 (im Kern älter)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 78 und im Bereich Handel und Verkehr 25 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 259. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 60 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1135 ha, davon waren 880 ha Ackerfläche und 254 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Volksschulen: eine (in Schröding) mit neun Lehrern und 194 Schülern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kirchberg (Oberbayern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-003r Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtag (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kirchberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 31. Dezember 2017.
  3. Gemeinde Kirchberg, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. Dezember 2021.
  4. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. (Nicht mehr online verfügbar.) Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom Original am 2. Februar 2021; abgerufen am 29. Januar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ldbv.bayern.de
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de. Abgerufen am 3. Oktober 2016.
  6. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 26. Juni 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-kirchberg.de
  7. "mit Kirchberg seit dem 04. 09. 1999" (Memento des Originals vom 24. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tarjan.hu
  8. Partnergemeinde: seit 1999 Tarjan/Ungarn ca. 60 km nordwestlich von Budapest (Memento des Originals vom 4. April 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gemeinde-kirchberg.de
  9. Eintrag zum Wappen von Kirchberg (Oberbayern) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte