Kirchberg (Seesen)

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Kirchberg
Stadt Seesen
Wappen von Kirchberg
Koordinaten: 51° 51′ 15″ N, 10° 9′ 21″ O
Höhe: 195 m
Fläche: 6,11 km²
Einwohner: 530 (1. Mrz. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 87 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 38723
Kirchberg (Niedersachsen)
Kirchberg

Lage von Kirchberg in Niedersachsen

Kirchberg im 17. Jahrhundert auf einer Meriankarte
Kirchberg im 17. Jahrhundert auf einer Meriankarte

Kirchberg ist ein nach Seesen eingemeindetes Dorf im Landkreis Goslar.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchberg liegt an der B 243 zwischen Ildehausen und Münchehof. Mehrere Teiche sind im Dorf. Auch ein Bach namens Markau fließt hindurch und mündet später in die Nette.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1233 wurde das Dorf urkundlich erstmals erwähnt. Besitz des Klosters Walkenried in Ortsnähe ist 1344 belegt. 1438 nahm Herzog Otto II. die Herren von Oldershausen neben den Herren von Freden in das Lehen über Kirchberg auf. Über die Herren von Uslar-Gleichen und Herzog Heinrich I. kam das Rittergut an Heinrich II. Im 16. Jh. wohnten darin uneheliche Kinder, die Eva von Trott mit Heinrich II. hatte. Da ihre Söhne ohne Nachkommen blieben, fiel das Gut 1597 an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.[2] Über die Herren von Dorstadt kam es an Friedrich Ulrich, der es als Pfandlehn an das Haus derer von Campen gab. Das Pfandlehn wurde 1849 gelöst, so dass das Gut inzwischen seit Jahrhunderten mit diesem Haus verbunden ist, Eigentümer ist derzeit Friedrich von Petersdorff-Campen.

Am 1. Juli 1972 wurde Kirchberg in die Stadt Seesen eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsratswahl[4]
Wbt.: 68,83 %
(2011: 65,11 %)
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
60,14 %
39,85 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+7,34 %p
-7,34 %p

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsrat setzt sich aus sieben Ratsfrauen und Ratsherren zusammen (Veränderungen zu 2011):

  • SPD: 4 Sitze (±0)
  • CDU: 3 Sitze (±0)

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die St.-Martin-Kirche bestätigte Innozenz III. 1206 das Patronat. Die Herren von Mansfeld zerstörten sie 1552. 1571 wurde sie als erste Kirche unter braunschweigischer Landesherrschaft nach der Reformation neu gebaut. Im 17. Jahrhundert wurde sie erweitert. Die barocke Ausstattung wurde 1954 renoviert.[5]

Vereine und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Vereinen gehört der "TSE Kirchberg", der seit 1911 besteht.[6] Die Fußballabteilung bildet mit Ildehausen eine Spielgemeinschaft im "TSC Ildehausen". Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehört ein Open-Air-Konzert am Dorfgemeinschaftshaus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max von Osterode: Die Burgen der Südwestseite des Harzes: 3. Schloß Kirchberg. In: Zeitschrift des Harz-Vereins für Geschichte und Altertumskunde, Band 2 (1869), S. 113–114 Google Books

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahlen Stadt Seesen und ihrer Stadtteile
  2. S. 254
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 268.
  4. Webseite der Kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg, abgerufen am 1. Oktober 2016
  5. Kirchberg/Ildehausen
  6. Geschichte